<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263</id><updated>2011-07-30T07:52:17.669-07:00</updated><title type='text'>echt-zeit</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>79</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2040234669511802942</id><published>2009-09-23T21:16:00.000-07:00</published><updated>2009-09-23T22:10:33.829-07:00</updated><title type='text'>Adressänderug</title><content type='html'>Aus Gründen, die ich hier schlecht schreiben kann, ändere ich meine Blogadresse. Ich versuche allen, von denen ich weiss, dass sie den Blog lesen, die neue Adresse zu mailen. Bestimmt habe ich jemanden vergessen oder nicht alle Mailadressen. Bitte sendet mir eine Mail an "andrea punkt potzler at gmail punkt com" und ich schicke Euch die Adresse zu!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2040234669511802942?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2040234669511802942/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2040234669511802942' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2040234669511802942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2040234669511802942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/09/adressanderug.html' title='Adressänderug'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5042039340958461570</id><published>2009-08-29T23:49:00.000-07:00</published><updated>2009-08-30T00:02:11.902-07:00</updated><title type='text'>Cattle Station Dailies</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojjhuVXBI/AAAAAAAAAmo/jZlpnR4xOSA/s1600-h/IMG_4147.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojjhuVXBI/AAAAAAAAAmo/jZlpnR4xOSA/s200/IMG_4147.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5375648198475209746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojjCZmBII/AAAAAAAAAmg/kDFPCVQA4dc/s1600-h/IMG_4102.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojjCZmBII/AAAAAAAAAmg/kDFPCVQA4dc/s200/IMG_4102.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5375648190066721922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojiSRx4pI/AAAAAAAAAmY/TQgmc0UVWss/s1600-h/IMG_4156.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojiSRx4pI/AAAAAAAAAmY/TQgmc0UVWss/s200/IMG_4156.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5375648177149043346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojhvVvygI/AAAAAAAAAmQ/ix0jmkK7H7M/s1600-h/IMG_4159.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojhvVvygI/AAAAAAAAAmQ/ix0jmkK7H7M/s200/IMG_4159.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5375648167770442242" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir sind auf der Farm angekommen. Das letzte Stück stellte sich als das Schwierigste heraus. Leo wollte einige Zeit in Roma verbringen und wollte nicht, dass ich eine Fahrt nach Injune organisiere. So stellten wir uns am Sonntag an die Strasse für vier geschlagene Stunden in die Sonne, die hier wirklich mächtig warm ist. Zur Erinnerung: es ist früher Frühling und wärmer als bei uns an  heissen Sommertagen. Jedenfalls wollte niemand halten und wir gingen mit unserem Zeug beladen etwas frustriert zu unserem Campingplatz zurück. Den Herweg wurden wir von unserem netten Nachbarn Rob chauffiert, der uns zu einem Radeltrip in den Süden eingeladen hat, den Rückweg bestritt ich mit einem weiteren Einkaufswagen, Leo schleppte und brach beinahe vor dem Zelt zusammen vor lauter Hitzschlag. Hätten wir alles einfacher haben können, kam doch unsere Gastgeberin Narelle am nächsten Tag nach Roma, um ihre Tochter Teah in der Schule abzusetzen und uns abzuholen. So habe ich immerhin ein bisschen Anhaltererfahrung gesammelt, wenn auch nicht von der wonnigsten Art. Wir durften die Nacht umsonst auf dem Campingplatz schlafen, der Manager hatte Mitleid, weil wir nicht mitgenommen wurden. Das Angebot nahmen wir dankbar an und machten weitere nette Bekanntschaften mit Vannachbarn. Ein interessantes, herzliches Sozialleben auf so einem Platz. Sehr hilfsbereite Menschen, die uns zu sich einluden. Überhaupt ein rechtes Faszinosum, wie viele Einladungen zum Radeln, Fliegen, Farmleben wir hier erhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Farm namens Taringa von Steve und Narelle ist ein bisschen abgelegen vom Dorf Injune, das sich natürlich wieder mal stolz Stadt nennt. Alles über 200 Einwohner scheint hier eine Stadt zu sein, worüber der Europäer freilich nur milde lächelt. Auf der Farm gibt es fast nur Schlachtkühe, die auf den riesigen Feldern herumlaufen und somit bestimmt ein besseres Leben haben als die deutsche Durchschnittskuh. Gar nicht so nett aber ist, was sie über sich ergehen lassen müssen. Es ist gerade mustering und branding Zeit. Das bedeutet, die jungen Kühe werden ausgesucht, geimpft, die Stiere kastriert, ein Teil des Ohrs abgeschnitten und am Hinter tätowiert. Am grausamsten scheint das Entfernen der Hörner zu sein – da spritzt das Blut wie aus einem Springbrunnen. Bedauernswert sehen die Kälber aus, wenn ihnen das Blut an Kopf und Hintern herunterläuft. Und freilich wehren sie sich, so gut es geht. Um die Kühe überhaupt zum branding zu bringen, treibt man sie mit Motorrädern zusammen. Leo hat einen Motorradführerschein, ich bin bis dato nur als Sozia mitgefahren. Das wurde aber fix geändert und so kann ich nun auf einem Dirtbike herumfahren, was ich ganz erquicklich finde. Wenn die Kühe ausbüchsen über die Felder zu preschen, ist das meine nun aber nicht. Ich bleibe brav hinter der Herde. Auch hier hat sich Leo wieder einen kleinen Sonnenstich eingefangen und hatte Kopfweh und schlief. Schlafen, fernsehen, rumliegen, das sind momentan seine Haupttätigkeiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steve arbeitet auf den Ölfeldern, er fährt mit einem Bulldozer herum und planiert bevor gebohrt werden kann. Scheint sehr, sehr viel Geld einzubringen, es bedeutet aber, dass er wenig Zeit für die Familie und die Farm hat. Am Donnerstag aber nahm er sich frei, um sich um die Farm zu kümmern und flog uns mit seinem Viersitzer über die Carnarvonschlucht, den Nuga Nuga See und die Ölfelder. Leo weigerte sich erst, liess sich dann aber doch zum Rundflug überreden und wir waren mächtig beeindruckt von der Aussicht und Bögen, die er an einem Steintor vorbei und über die Schlucht flog. Das Fliegen in einem kleinen Flieger ist kaum vergleichbar mit einem grossen. Man spürt ein bisschen Gefahr und Abenteuer, fliegt näher am Erdboden und sieht aus allen Seiten. Wir waren sehr dankbar für den Ausflug. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Job hier ist das Gesundhalten der Känguruhbestände, wie es John, einer der hiesigen Farmarbeiter nennt. Wenn die Känguruhs, Wallaruhs und Wallabies am Abend auftauchen, tut er es ihnen im Pickup nach und schiesst. Dann wird ein Bein für die Katze abgeschnitten und weiter geht’s. Raue Sitten... Sicher ist das Schiessen besser als Gift, aber ich bin trotzdem wenig entzückt. Leo dagegen hatte seine wahre Freude, mal wieder schiessen zu dürfen und die Känguruhs umkippen zu sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richtig Spass hatte ich dagegen beim Wasserskifahren, das wir gestern in Angriff nahmen. Zwar war ich schon auf dem Wakeboard an einem See mit einem Lift, aber nie auf den Skiern hinter einem Boot. Nach drei Fehlstarts stand ich und fuhr meine Bögen und war recht glücklich. Rund gings dann auch auf einem grossen Reifen mit Griffen, der gar nicht so leicht festzuhalten war bei ordentlichen Kurven, Wellen und Geschwindigkeit. Hier wird jedenfalls nicht gefackelt, wos um Arbeit und Spass geht, gibt’s keine Zimperlichkeiten. Der sogenannte Damm, auf dem wir unsere Runden drehten, war ein kleiner brauner See und Leo wollte gleich gar nicht hin und zog einen Spaziergang vor. Ausserdem war in Injune ein Rodeo, zu dem nur er es schaffte, wir waren zu kaputt, es war spät und alle schienen schon recht betrunken als wir vorbeikamen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann mein Glück immer noch kaum fassen von Noccundra weg zu sein. Bei Steve und Narelle wurden wir gut genährt, misteten die Küche aus, putzten und kochten, hatten aber letztlich doch das Gefühl,  so richtig im Urlaub zu sein. Das ist das australische Farmleben – weitläufig, ein bisschen einsam, nichts für zarte Mädchen. Ich wäre gerne in der Carnarvonschlucht gewandert, Leo will sich gleich in die Arbeit stürzen. Wir haben uns nach einem weiteren seasonal job umgesehen. Momentan stehen das Ausdünnen der Weinstauden und verschiedenes Gemüsepflücken zur Auswahl. Mehr Geld kann nicht schaden, auch wenn ich fast nichts ausgegeben habe seit wir in Australien sind. Ich finde grossartigen Lesestoff, den ich immer noch in überdimensionierten Mengen mit mir herumtrage, zeichne und laufe regelmässig. Wir werden  immer wieder um unseren freien Lebensstil beneidet. Leicht ist es nicht immer für uns, müssen wir uns doch immer umorientieren, unser Gepäck klein halten und sind so oft auf die Liebenswürdigkeit anderer angewiesen. Ein wirklich ganz anderes Leben als das sesshafte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dazwischen spannendes wildlife mit einem Frosch auf der des Naechtens aufgesuchten Klobrille, erschossenen Dingos, blauen, roten und gelben Papageis und Salamandern von der Laenge eines Unterarms.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleiner Lesetipp: Craig Silvey, "Jasper Jones" ist ein wirklich spannender Roman, den ich in zwei Tagen ratzfatz durchlesen musste. Crime und Jugend, australisches Kleinstadtleben, Alkohol und Familienkrisen, sehr, sehr packend!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5042039340958461570?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5042039340958461570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5042039340958461570' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5042039340958461570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5042039340958461570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/08/cattle-station-dailies.html' title='Cattle Station Dailies'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SpojjhuVXBI/AAAAAAAAAmo/jZlpnR4xOSA/s72-c/IMG_4147.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-1308385259335166186</id><published>2009-08-21T17:18:00.000-07:00</published><updated>2009-08-21T17:30:26.890-07:00</updated><title type='text'>Zurueck ins Glueck!</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So872DdjtTI/AAAAAAAAAmI/ogwCbpvuUZ8/s1600-h/IMG_4035.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So872DdjtTI/AAAAAAAAAmI/ogwCbpvuUZ8/s200/IMG_4035.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5372578680304547122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So871d3ClCI/AAAAAAAAAmA/tEfRaKmBR70/s1600-h/IMG_4031.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So871d3ClCI/AAAAAAAAAmA/tEfRaKmBR70/s200/IMG_4031.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5372578670210880546" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So8703PzlyI/AAAAAAAAAl4/y5f4cJKLEnI/s1600-h/IMG_4038.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So8703PzlyI/AAAAAAAAAl4/y5f4cJKLEnI/s200/IMG_4038.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5372578659845773090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So870cd02CI/AAAAAAAAAlw/am4JeAhNeOg/s1600-h/IMG_4037.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So870cd02CI/AAAAAAAAAlw/am4JeAhNeOg/s200/IMG_4037.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5372578652656818210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Noccundra ist Vergangenheit. Und da es für uns Vergangenheit ist, könnte das auch für Don bald der Fall sein. Wenn man nicht arbeitet in seinem eigenen Pub und eine trinkende Frau hat, die den Laden schmeissen soll und auch nicht viel mehr tut, spricht sich das herum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wurde ungemütlich nach einer kurzen Phase der Entspannung. Don wollte Leo überzeugen, dass wir mindestens noch sechs Wochen bleiben sollten. Das war entschieden länger als die guten zwei Wochen bis Ende August. Leo wollte weiter Geld anhäufen, was freilich mehr als verständlich und auch begrüssenswert ist. Ich dagegen fand es nur noch schrecklich dort. Ich versuchte, es als Lektion im positiven Denken zu sehen. Don war meist nicht aufzufinden und wenn, sagte er nichts, guckte grimmig oder war barsch. Cassy war vor allem guter Dinge, wenn sie eine Bierflasche in der einen und eine Zigarette in der anderen Hand hielt. Guter Dinge bedeutete aber noch lange nicht, dass sie gearbeitet hätte, vielmehr machte sie mich aufmerksam, dass ich die Handtücher doch nicht mit den Laken waschen könne, ihr Zimmer putzen könne, nachdem sie ausgezogen war und die Toiletten Aufmerksamkeit bräuchten. Sie habe keine Zeit für solche Dinge, sie verbringe die ihre mit ihrer Freundin Alicia, die zu Besuch gekommen war. Ich kämpfte für meine Pausen, die ihr nun wirklich nicht einsichtig waren (2h am Tag, bei 12 bis 13h Arbeit) und auch dafür, nicht als ihr Putzdepp behandelt zu werden, nur weil es mir nichts ausmachte, die Toiletten zu putzen. Ihr Zimmer hingegen war ich nicht bereit zu putzen. War ja nun nicht als Privatsklave eingestellt. Als Alicia von Thargomindah, dem nächsten Ort abgeholt werden sollte, kam ich mit. Vier Stunden raus aus Noccundra, da nahm ich sogar ihre Trinkerei im Auto in Kauf. Auf diesen Strassen gibt es ausser Känguruhs nicht viel, in das man fahren könnte und auch wenn man von der Strasse abkommt, ist man auf einem riesigen Kiesfeld mit meist kleinen Bäumchen, die einem Jeep nicht standhalten würden. Ich tat an diesem Tag trotzdem all meine Arbeit, stand früh auf und arbeitete bis halb neun. Don aber gab Leo einen Tag Lohn weniger fuer mich und ich ging zu ihm, um zumindest einen halben Tag zu fordern. Das hat ihn mächtig aufgeregt und er beschwerte sich und wollte mir hundert Dollar geben, die ich nicht annahm. Ich nahm nur fünfzig und meinte, ein halber Tag sei genug, ich hatte ja ein bisschen Zeit in Thargomindah. Wieder Ärger, wieder Missmut auf allen Seiten. Am nächsten Tag spülte ich in der Küche ab, er kam herein, knallte 130 Dollar auf den Tisch und meinte, wir sollten zusehen, dass wir weiterkämen. Ich wusste nicht, was los war. Leo kam in die Küche, ebenso verwundert. Wir gingen zu Don und er meinte, der Grund sei, wir würden ihn verarschen, do not f... me around, und der Ofen sei schmutzig. Leo meinte, Don sei vollständig von der Rolle und würde wohl am nächsten Tag bereuen, was vorgefallen war. Ich sagte, ich wolle nur noch weg. Zumal Don wieder mal getrunken hatte und ich fürchtete, er könnte gewalttätig werden. Zufälligerweise hatte ich mich gerade an diesem Tag sehr nett mit Lyn und Phil, zwei Campern, die zum Mittagessen da waren, unterhalten. Sie fragten mich nach dem besten Campingplatz am Fluss und ich schickte sie zu einem Platz, den ich vom Joggen lieb gewonnen hatte. Ich vermutete, sie wären dort. Leo meinte, er fürchte auch, Don könne ausrasten und schickte mich aus der Küche. Ich sagte ihm, ich ginge auf einen Spaziergang zum Fluss und ging Lyn und Phil suchen. Leo meinte noch, ich solle nichts unternehmen, vielleicht ändere Don seine Meinung. Ich fand die beiden mit ihrem netten Yorkshire Terrier Rosy und schilderte die Lage. Sie luden mich sofort ein, bei ihnen zu übernachten und wollten mich auch am nächsten Tag mit nach Thargomindah nehmen, gerne mit Leo, aber eben auch ohne wenn er bleiben wolle. Ich war heilfroh, lief zurück zum Pub, sagte zu Leo, ich möchte mit ihm zusammen bleiben und mit ihm zusammen gehen, aber gehen würde ich in jedem Fall und die beiden würden uns mitnehmen. Er willigte ein, ich ging packen und wir gingen ins Bett. Beide konnten wir nicht schlafen, Leo wohl, weil er ans Geld dachte, das er nun nicht mehr verdienen würde, ich weil ich fürchtete, Don könnte ausrasten und Rabbatz in unserem Zimmer machen. Wir hatten zugesperrt, doch die Fenster waren windig. Es passierte aber nichts. Wir machten uns am nächsten Tag auf, um die Camper um halb zehn wie verabredet zu treffen. Cassy kam des Wegs und glaubte nicht, dass wir eine Fahrt organisiert hatten. Sie hatte immer noch nicht kapiert, dass ich ihr nichts vormache oder vorlüge. Don lief an uns ohne ein Wort vorbei. Warum alles so gekommen war, ist uns bis heute noch nicht ganz klar. Phil und Lyn waren wunderbare Gesprächspartner, die uns gar in ihr Haus nach Tasmanien einluden. Er ist pensionierter Programmierer und ein wahrer Technikfreak, sie hat ihm mit Büroarbeit und Kundenkontakt geholfen. Schon als ich sie am Campingplatz besuchte, war alles gut. Ein Pelikan landete majestätisch im Fluss (ehrlich ein beeindruckender Vogel), der Dieselgenerator war weit weg und ich war mit normalen, freundlichen und hilfsbereiten Leuten zusammen. Es ist schon interessant: in Noccundra überlegte ich mir schon, ob ich wirklich zu viel verlangte, da mir an Pausen in meinem 12, 13 Stundentag ohne freiem Tag gelegen war. Mit ihnen war mir klar, dass ich nun wirklich nicht spinne. Zumindest nicht, was das anlangt. In Thargomindah gingen wir zur Touristeninformation, um herauszufinden, wie wir weiterreisen könnten. Die Rede kam auf Don. Die Frau dort lebte auf. Oh, sie habe so viele arme Teufel gesehen, die dort für  Monate gearbeitet hätten, ohne je Geld zu sehen. Sie habe eigentlich von niemandem gehört, der dort jemals bezahlt wurde, recht bedacht. Er liesse die Leute ohne Pause arbeiten und sie kämen einfach nicht fort aus Noccundra. Wir würden sie wirklich beeindrucken, da wir offenbar bezahlt wurde. Er sei schrecklich unfreundlich zu den Gästen und sie höre nur Beschwerden, die ihn aber nicht kümmerten. Es sei im Interesse der Gegend, dass Don das Pub verlasse. Das gab uns freilich noch eine andere Perspektive und ich war gar ein wenig stolz, dass wir letztlich doch unsere  Pausen mit ein paar Ausnahmen einhielten und vor allem bezahlt wurden. Leo war immer noch nicht ganz hergestellt vom Schock, rausgeschmissen worden zu sein und vor allem, Abschied von mehr Geld nehmen zu müssen. Wir haben nun beide 2500 Dollar in der Tasche, was wirklich ein guter Start ist und Jobs scheint es an jeder Ecke zu geben. &lt;br /&gt;Von Thargomindah rief ich in Injune, 500 Kilometer nordöstlich gelegen an. Dort sind wir auf einer  Cattle Station eingeladen (Kühe, die mit Motorrädern und einem Flieger zusammengehalten werden). Ein sehr nettes Paar kam eines Tages nach Noccundra geflogen und lud uns ein. Wir gingen mit Lyn und Phil einen Burger essen, am Nebentisch fanden wir Rhys und Tex, zwei Männer, die für eine Ölfirma arbeiten. Sie erwähnten irgendwas von Anhaltern, die sie mitgenommen  hatten und ich fragte, wo sie hinführen. Wir hatten ein Riesenglück und sie nahmen uns bis nach Roma mit. Sie hatten in Charleville ein Motelzimmer gebucht, wir stellten das Zelt hinter ihrem Zimmer auf und durften in ihrem Zimmer duschen und sie gaben uns gar auf Firmenkosten ein Abendessen aus. Nette, freundliche Kerle, die viel arbeiten, aber offenbar auch einen Haufen Geld machen. Leider vergassen wir unseren Golfschläger in ihrem Lkw. Ich hoffe nur, sie spielen eine Runde freedom golf zu unseren Ehren! Sie setzen uns vor einem Opshop ab, wo wir uns mit neuen Klamotten und Büchern eindeckten. Ich gab für neun Teile 14 Dollar aus und bin nun in Markenklamotten mit Hercule Poirot unterwegs. Auf dem Weg zum Campingplatz kam mir ein Einkaufswagen zu Gute, den jemand hatte stehen lassen. Er dient uns momentan als Allzweckschrank und Wäscheständer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von hier sind es nur noch 95 km zu unserer Farm, auch wenn es hier keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, sind wir zuversichtlich, morgen dorthin zu kommen. Leo wollte eine Weile hier bleiben und sich erholen. Wir sahen Harry Potter, ein kleines, freundliches Städtchen und unterhalten uns rege mit unseren meist pensionierten Nachbar mit riesigen Vans, zwischen denen unser Zelt sehr mickrig aussieht. Sie sind voll ausgerüstet, mit Waschpulver und Wäscheklammern, was uns wiederum sehr zu Gute kommt. Ich kann es kaum glauben, mal wieder frei zu haben, ganz frei über meine Zeit bestimmen zu können. Und immer wieder kommt der Gedanke: kein Terror mehr, keine Saufköpfe. Wirklich fast unglaublich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Nachbar lobte Neuseelands Naturschönheit und dass er dort zu gerne wandern gegangen wäre, sein rechtes Knie es ihm aber nicht erlaubte. So radelte er eben und radelt auch durch Australien. Da hat er mich auf meine alte Idee zurückgebracht, ein gutes Stück mit dem Fahrrad zu bestreiten. Einmal um Tasmanien- das wäre ideal, landschaftlich wie Neuseeland und auch weit kühler als weiter im Norden. Leo zögert noch und denkt mehr an ein Auto als an ein Fahrrad. Ich hingegen... - na, Ihr kennt mich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-1308385259335166186?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/1308385259335166186/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=1308385259335166186' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1308385259335166186'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1308385259335166186'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/08/zurueck-ins-glueck.html' title='Zurueck ins Glueck!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/So872DdjtTI/AAAAAAAAAmI/ogwCbpvuUZ8/s72-c/IMG_4035.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-3967018320705543591</id><published>2009-08-11T23:23:00.000-07:00</published><updated>2009-08-11T23:45:26.561-07:00</updated><title type='text'>Drei Wochen - wir schaffen das!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SoJk20rIcLI/AAAAAAAAAlo/6QE_C70jSCU/s1600-h/IMG_3975.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SoJk20rIcLI/AAAAAAAAAlo/6QE_C70jSCU/s200/IMG_3975.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5368964598794318002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SoJk2HWahfI/AAAAAAAAAlg/ROPWJf8RGqk/s1600-h/IMG_3994.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SoJk2HWahfI/AAAAAAAAAlg/ROPWJf8RGqk/s200/IMG_3994.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5368964586627827186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Drei Wochen sind wir nun hier und heute bin ich das erste Mal etwas weiter als die üblichen 5 km bei meinen Läufen jeden zweiten Tag gekommen. Eine Freundin von Cassy, Alicia, ist aus Canberra zu Besuch gekommen und ins ca. 180 km entfernte Thargomindah eingeflogen, wo wir sie abgeholt haben. Natürlich musste dort gleich im Pub eingekehrt werden, um das Trinken um zwölf munter zu beginnen und im Auto mit Zigarettenrauch noch zu krönen. Ein Traum. So ist der Lifestyle hier, heisst es, so sind 80 Prozent der Gäste – man lebt um zu trinken. Ich hatte einige richtig schlechte Tage und dachte mir schon, dass ich so lange unglücklich am Stück noch selten war. Leo hat wieder das Rauchen angefangen und versucht, es vor mir zu verheimlichen. Ich war enttäuscht darüber, dass er erst grosse Reden schwingt, dass er so froh ist, es aufgegeben zu haben und es auch nicht braucht und dann heimlich wieder anfängt. Es schepperte, er hatte seine schlechten Tage, ich hatte die meinen und all das hat die Dinge nicht leichter gemacht. Nun haben wir uns wieder zusammengerauft und es ist bedeutend einfacher. Es wird hier täglich wärmer, die Temperaturen sind nun die eines warmen deutschen Sommertags und dabei ist es hier gerade mal später Winter, Anfang Frühling. Nur zu froh bin ich da, dass wir Ende August abreisen wollen. Wie wir hier weiterkommen, ist aber noch nicht so recht klar. Ein Motorradfahrer hat sein Fahrzeug geschrottet und hat einfach keinen gefunden, der ihn im Auto mitgenommen hätte. Wer hier rumfährt ist mächtig beladen. Und mit den kleinen Flugzeugen zu fliegen ist mächtig teuer, wenn man kein eigenes hat. Wir haben allerdings schon eine Einladung, ein nettes Paar auf einer Farm zu besuchen, die dort mit Motorrädern und Flugzeugen die Kühe zusammenhalten und uns in der Gegend herumfliegen wollen. Dorthin werden es um die 500 km sein... Auch zum Wwoofen sind wir von einem deutschen Paar eingeladen worden, das in Australien nahe der Küste lebt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeit ist weiter hart, zumal die Pausen hart erkämpft und freie Tage nicht existent sind. Aber ich sehe ein Ende und Geld, um mit vergnüglicherem Reisen weiterzumachen. Da meine Laufschuhe langsam zerfallen, habe ich mir gar neue bestellt, Asics Kayano, nur vom Feinsten. Die sind hier weit billiger und ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Lieferung! Und es zeigt sich meine alte Regel: Habe ich weniger freie Zeit, nutze ich sie besser. Ich zeichne endlich wieder ein bisschen, lese so viel es nur geht und wir spielen Scrabble und Lost Cities, das ich hier nachgebaut habe. Ich laufe, ich schreibe, ich gucke in die Natur. Ich werde sicher auch gute Erinnerungen mitnehmen. Wir machen hier einen guten Job und ich muss gestehen, dass ich manchmal etwas neidisch auf Leo bin, der ständig Lob für sein feines Essen kriegt, während ich das Gefühl habe, dass niemand so recht sieht, dass ich hier dauernd am Räumen, Waschen und Putzen bin. Leo lobt mich aber und neulich gabs gar Trinkgeld, was hier sehr unüblich ist. Ich gestehe, dass mir Anerkennung sehr wichtig ist, das merke ich hier besonders, da sie meist fehlt. Wir arbeiten aber sehr gut zusammen, ich rechne und denke eher, er kocht und spült auch mal, wenn er Zeit hat. Wenn wir wollten, könnten wir so einen Laden wie diesen hier vermutlich ganz gut schmeissen. Aber wer will das schon? Vom stillen Boss Don, der hier rausgeekelt werden soll, hören und sehen wir wenig. Grund ist vermutlich, dass er das Hotel verkommen und zum grossen Saufort hat werden lassen. Hundescheisse überall, Hunde in Küche und Restaurant und auch sonst ist es mit Sauberkeit und Ordnung wirklich nicht weit her. Er trinkt meist, guckt deprimiert ins Feuer in seinem halben Fass auf der Terrasse oder sitzt in seinem Schuppen, grübelt und trinkt. Das geht sogar soweit, dass wir manchmal fürchten, er könnte sich das Leben nehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen kommen unsere Couchsurfingfreunde Art, Amy, hoffentlich Rod und noch jemand zu Besuch. Sie fahren 1400 km hier raus, was ziemlich beeindruckend ist. Art hat Geburtstag und wird hier hoffentlich gebührend gefeiert. Abwechslung, Konversation- ach, ich lechze danach!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschichten höre ich natürlich auch so immer wieder. Gestern lernte ich Steve kennen, der vermutlich schwul ist und mir daher natürlich gleich sehr sympathisch war. Er fuhr mit zwei Freunden mit dem Motorrad an und erzählte, dass am Vortag einer aus seiner Gruppe gestorben sei. Er sei vorausgefahren, nichts Spektakuläres weit und breit, sie seien nach, das Motorrad lag auf dem Armen, sah nicht mal wild aus und er war einfach tot. Nichts mehr zu machen. Er meinte zu mir, ich solle nur munter weiter reisen und kein Roboter werden. Man wisse nie, wann das Leben zu Ende gehe. Da hat er Recht und gerade deswegen will ich aber nicht nur reisen, sondern meinen Teil irgendwie tun, in der Welt. Muss man nicht gleich retten, die Welt, aber doch was machen, das es wert war. Lehrer sein ist es weiter für mich, darauf arbeite ich hin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-3967018320705543591?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/3967018320705543591/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=3967018320705543591' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3967018320705543591'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3967018320705543591'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/08/drei-wochen-wir-schaffen-das.html' title='Drei Wochen - wir schaffen das!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SoJk20rIcLI/AAAAAAAAAlo/6QE_C70jSCU/s72-c/IMG_3975.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4341169985716117760</id><published>2009-08-02T22:15:00.000-07:00</published><updated>2009-08-02T22:30:56.838-07:00</updated><title type='text'>Kein Platz fuer Menschen?</title><content type='html'>Wir sind hier in keiner gesunden Umgebung. Auch wenn ich sehr entzückt bin, wenn ich Känguruhs und all die verschiedenen Vögel sehe- das ist keine Lebensumgebung. Klingt komisch, fühlt sich für mich aber so an. Es scheint mir so, als gäbe es Orte, an denen Menschen nicht leben sollten. Das Leben hier ist mühsam, es ist richtiges Bezwingen und Trotzen gegen die Umgebung. Lebensmittel fahren hierher über mindestens 150 Kilometer, Wasser kommt aus dem Fluss und wenn man irgendwas braucht, muss man weit weit fahren. Klar, oft fahren die Dinge sowieso weit, aber hier ist es doch anders. Man hat gar nicht Möglichkeit, sein eigenes Gemüse anzubauen und damit einigermassen unabhängig zu leben. Könnte man der Natur einen Willen zuschreiben, würde ich sagen, sie will nicht, dass wir hier leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die andere ungesunde Umgebung ist die Trinkerumgebung. Don und Cas trinken sich allabendlich einen richtigen Rausch an. Gäste, die das nicht mögen, sind schnell weg, die anderen hängen mit ihnen in der Bar. Sie ziehen damit die Leute an, die Alkoholiker sind wie sie selbst. Und auch wenn wir hier streichen und umdekorieren und Sachen auf Vordermann zu bringen versuchen- diese Stimmung ist hier und bleibt hier. Täglich fliegen Leute mit kleinen Vier- oder Sechssitzern ein und bleiben manchmal eine Nacht. Das sind nicht nur Trinker, das sind reiche Leute, die bereit sind, für Qualität zu zahlen. Wenn sie die aber nicht vorfinden, gehen sie und erzählen ihren Freunden von der Lage. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo hat Mitleid mit Don. Er ist ein netter Mensch, aber wir verfolgen seinen Niedergang. Er läuft gebückt und ist oft nicht sichtbar oder sitzt vor der alten halben Tonne, die als Feuerstelle dient. Cas ist erst 23 und will Chiropraktikerin für Tiere werden. Sie sagt, sie lebt hier, weil sie den Lebensstil mag. Ich denke oft an den Satz. Der Lebensstil bedeutet zu trinken was das Zeug hält, sonst sehe ich da nichts. Sie ist sehr erstaunt, dass ich in der Umgebung laufe. Für die Natur ist sie also nicht hier...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammengenommen ist das für Leo und mich nicht sehr gesund. Ich habe vielleicht mehr gelernt, mir meine eigene Welt zu schaffen und für mein Wohlbefinden zu kämpfen als er. Er fühlt sich schnell von mir angegriffen und ist gleich sehr betroffen und neigt dann dazu, zu verallgemeinern. Da geht es dann über meinen Charakter oder dass ich ihn immer schlecht behandle, was ich wiederum wenig förderlich finde. So kriegen wir uns immer mal wieder in die Haare.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun haben wir zwei Wochen überstanden, morgen werden wir das zweite Mal bezahlt. Auch in Ettrick hatte ich nach zwei Wochen keine rechte Lust mehr, beschloss aber, durchzuhalten und Leo zu motivieren. Ich habe zudem einige Berechnungen angestellt und bin zu dem Schluss gekommen, dass viertausend Dollar schon sehr, sehr gut für mich wären. Mit tausend Dollar im Monat sollte ich gut über die Runden kommen. Keine Hostels, sondern Camping, wwoofing und couchsurfing und vor allem keine Pubs und Restaurants. Bücher hie und da müssen aber sein. Klamotten, wenns neue sein müssen, da die alten auseinanderfallen, gibt’s zum Glück in den Secondhandläden der Salvation Army. Sparen und Spass haben ist wie immer der Ansatz. Es wird eine gute Idee sein, wieder ein Auto zu kaufen, weil wir damit nicht an die Busse gebunden sind, im Auto schlafen können, zu entlegene Wwoofinghosts und Couchsurfern fahren können und auch unser eigenes Essen transportieren. Am Ende wird das billiger sein und wir werden mehr sehen, vor allem in der Natur. Die soll saftig und grün im Norden an der Ostküste sein, wo es mich in die Nationalparks mit über 50 Prozent der Tiere Australiens zieht. Heiß und nass und gerade noch erträglich im September. Im Oktober sollten wir schon wieder ein Stück südlicher sein. Überhaupt scheint es eine gute Idee, an der Ostküste entlang zu reisen, die gut erschlossen und mit dem meisten Regen gesegnet ist und auch die Hitze soll vor allem im Süden nicht so extrem sein. Reisepläne sind jedenfalls sehr gut für die kleinen Krisen des Mädchen für alles Alltags. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cas hat mich in die Geheimnisse der Bar eingeweiht und versucht mich zum Rundumdieuhrarbeiter umzufunktionieren. Das habe ich mir nicht bieten lassen. Ich starte um acht oder neun mit den Zimmer und Bädern und Klos, dann komme ich in die Küche, kümmere mich ums Geschirr, wische und wedle hie und da in Restaurant und Bar und lasse nebenher die Waschmaschinen für mich arbeiten. Ab zwei  habe ich Pause bis um vier mit Leo. Und da stehe ich nicht in der Bar, wenn es sich nicht um einen extremen Ausnahmefall handelt. Von vier bis acht oder neun bin ich mit Leo in der Küche, spüle, decke die Tische, bediene die Gäste. Danach haben wir Feierabend. Cas meint, sie müsse immer arbeiten und dieser Ansatz mit der Pause, der würde wohl in der Stadt funktionieren, hier gebe es das nicht. Ausserdem sei sie hier für den Lebensstil und Don und nicht fürs Geld. Das hat mir gleich aufs Gewissen gedrückt, aber letztlich vertrat ich meine Rechte. Zehn, elf Stunden Arbeit am Tag, das sollte doch reichen und sie könnte einiges an freier Zeit haben, wenn sie es sich nur gut organisierte und mit uns abstimmte. Und vor allem nicht jeden Tag mit einem Kater zu kämpfen hätte und bis in die Puppen tränke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist doch immer ähnlich. Fängt man einen Job an, ist alles eitel Sonnenschein. Nach einiger Zeit kommt es zu Konflikten. Die gilt es auszufechten, zu überstehen und auf einer neuen, besser ausgehandelten Basis weiterzumachen. Ich lerne, nicht zu sehr zu generalisieren. Es ist nicht alles wunderbar, es ist aber auch nicht alles schrecklich. Phasen kommen und gehen. Es hängt so viel an mir selbst, ich muss nur lernen, so mit meinem Umfeld umzugehen, dass es mir gut dabei geht. Ganz viel ist hier Eigenmotivation. Ich überlege mir, was zu tun ist und greife die Aufgaben dann an. Sobald ich die Dinge schleifen lasse, fühle ich mich unbefriedigt und kann auch meine erkämpfte Freizeit nicht geniessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Miss Marple fesselt mich gerade und ein paar Überlegungen zu einem Artikel übers Couchsurfen. Leo ist zum Glück immer mal wieder spielwillig und so habe ich nicht umsonst meine Spiele von daheim nachgebaut. Mit einem Lauf jeden zweiten Tag und der Ermahnung, nicht immer die gute Butter und die herrlichen Desserts, sondern mehr die Salate zu essen, merke ich, dass ich mich zu alten Fitnessformen hochziehe. Der Plan: Bis Ende des Jahres will ich noch mein Vagabundendasein weiterführen und dann in die steile Lehrerkarriere einmünden. Was Leo will, ist niemandem so richtig klar. Es wird alles gut. Oder?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4341169985716117760?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4341169985716117760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4341169985716117760' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4341169985716117760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4341169985716117760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/08/kein-platz-fuer-menschen.html' title='Kein Platz fuer Menschen?'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2800614759163730363</id><published>2009-07-29T19:38:00.000-07:00</published><updated>2009-08-02T00:32:43.719-07:00</updated><title type='text'>When the going gets tough...</title><content type='html'>Die Zeiten werden härter. Nach eineinhalb Wochen Betten beziehen, waschen, Geschirr spülen, Böden wischen, Klos wienern, aufdecken und abräumen mit einem schlechten Gewissen, wenn ich mir eine Pause nehme, steigen meine und Leos Laune nicht gerade. Zwar habe ich nie getrunken, war aber immer einigermassen tolerant. Hier hingegen torkeln die Leute herum, sind laut, stinken nach Alkohol und erzählen einen Riesenhaufen Mist. Jeden Tag, am Nachmittag geht’s los. Und das sind wirklich so ziemlich alle Menschen, mit denen wir zu tun haben. Manchmal reisen  Nichtalkoholiker durch, aber unser Chef Don, die Kollegin Cass, die Polizisten, die Feuerwehrmänner, die Strassenarbeiter, die Leute, die hier eine wilde Zeit im Truck verbringen- sie trinken alle spätestens ab drei bis in die Nacht. Ich beginne den Alkohol zu hassen und sehe nicht, was er Gutes bringt. Natürlich hatte ich auch oft mit gemässigt trinkenden Menschen zu tun, aber die scheinen hier nicht aufzutauchen. Der Alkohol bremst die Kollegen und ihr Leben besteht darin, herumzusitzen oder zu -stehen, eine Bierflasche in der Hand und dröge zu schauen. Dazwischen kommen Kommentare, dass man keine Zeit zu nichts hat. Offenbar vor allem nicht, die Bäder zu putzen oder über das absolute Minimum an Pflege und Sorgfalt hinauszugehen. Das Gute wiederum ist, dass Don und Cass sowieso da sitzen und trinken und ich bis dato nicht mit der Bar bzw. dem Pub behelligt werde und daher mit Leo ins Zimmer gehen kann, wenn wir gegen neun mit der Küche fertig sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo hat es freilich noch schwerer, da er ohne mich schon längst das Trinken wieder angefangen hätte, wie er selbst gesteht. Und dann würde es für ihn steil bergab gehen, meint er. Er würde einen Streit und vermutlich eine Rauferei mit unserem Chef anfangen und der würde ihn feuern. Passiert alles nicht. Acht Wochen halten wir durch, das erste Wochengehalt haben wir schon in der Tasche. 4480 Dollar, ich seh die Dollarzeichen in meinen Augen. Apfelpflücken war schöner und das Umfeld angenehmer, aber weit weniger einträglich mit zirka 1500 Dollar Ersparnissen am Ende. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuche, Dinge an meinem Arbeitsplatz zu verbessern, wo es mir einfällt. Zu Beginn haben wir die Küche rundum gesäubert und ausgemistet. In die Zimmer kommt mehr Licht, ich putze die darob sehr erstaunten mit roten Drecklagen überzogenen Fenster, weg mit der hässlichen alten Dekoration und dafür schöne Wurzeln und Äste aufgestellt. Das Holz ist hier sehr hart und dicht. Die Bäume sind hier keine Mamasöhnchen, wers hier schafft, der hätte woanders leicht lachen und ähnlich sehen Leo unsere „Prüfung“ hier auch. und Einen ganz besonderen hohlen Ast fand ich gestern beim Laufen und brachte ihn Leo mit, der eine Leidenschaft für Treibholz hat. Hat ihm sehr gefallen. Ich wusch das Stück und legte es zum Trocknen vor unser Zimmer, wo es einer dieser Saufköpfe aufsammelte und verheizte. Hat mich nicht gerade gnädiger gestimmt. Leo liebt es, wenn ich ihm vorlese, so dass er mit Hume, Leviathan, aber auch Romanauschnitten versorgt wird. Normalerweise schläft er darüber bald ein. Uns bringt die Zeit hier näher zusammen. Wir sind einander die einzig gute Gesellschaft, neben Haribo Goldbears natürlich, die wir im Aldi in Sydney erstanden haben. Neben mir ist immer der Lonely Planet, der mich daran erinnert, was es hier noch an Schönem zu entdecken gibt. Die Zeit vergeht eigentlich ganz gut, sind wir doch immer mit irgendetwas beschäftigt. Mir ist klar, dass mich nur Selbstdisziplin weiterbringt. So schreibe, laufe und lese ich regelmässig und erbarmungslos meinem Missmut entgegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaja, die Känguruhs hüpfen hier quasi vor der Haustür herum. Wann immer ich joggen gehe, sehe ich einige, die mich verwundert anschauen und sich dann aus dem Wüstenstaub machen. Ein heiterer, freundlicher Anblick. Nein, die beissen und treten nicht, das sind Wildtiere, die machen sich aus dem Staub. Wie übrigens auch die Schlangen, man sollte nur nicht auf eine treten. Spinnen habe ich noch keine entdeckt. Unsere drei schwanzlosen Wildkatzen werden zahm gefüttert und sind mir neben den vier Hunden eine rechte Kuschel- und Spielfreude. Ich will mehr über das Wildlife hier lesen, mal sehen, ob ich ein gutes Buch online finde. Gar nicht so einfach, wo der Onlinebuchversand hier nach meinen Recherchen lange nicht so verbreitet ist wie in Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein bisschen mehr zum ganzen Setup hier. Strom kommt aus der Steckdose und die ist mit einem ständig lärmenden Dieselgenerator verbunden. Es ist also fast so laut wie neben einer lauten Strasse mitten in der Wüste und das 24 Stunden am Tag. Wenn man nur zehn Minuten läuft, fällt auf, welch unglaublich Stille hier ist. Nur die vielen Vögel singen und der Wind ist manchmal so heftig, dass ich meine liebe Not habe, meine täglich fünf Waschmaschinen Laken, Handtücher und Spannbezüge auf die Leine zu kriegen. Es gibt also alles, was man sich vorstellt. Wasser aus dem Wilson River vor allem, der wohl der Grund ist, warum das Hotel hier und nirgends anders steht. Leider ist das Wasser oft braun und der Fluss ein eher stehendes Gewässer, so dass wir der Trinkwasserqualität nicht recht trauen. Die Temperaturen sind recht warm, hier ist der kälteste Monat des Jahres mit konstantem Frühsommerwetter nach deutschen Massstäben. Nachts kanns schon mal kühl werden, tagsüber werden wir so auf geschätzte 19, 20 Grad kommen. Und es gibt zwei Regenwassertanks- weiss der Himmel, wie in die Wasser gekommen ist. Es gibt ein steinernes Haupthaus und vier kleine Unterkunftsbaracken mit je zwei Bädern und Toiletten. 40 Dollar kostet die Nacht pro Person im Doppelzimmer. Recht basic, aber schon gerechtfertigt. Ein bisschen über Jugendherbergsstandard, würde ich sagen. Eine Nacht im Hostel kostet 25 Dollar, da schläft man dann aber im Sechsbettzimmer in der Zivilisation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier hat mal jemand angefangen, der Ahnung vom Geschäft hatte. Die Laken sind sinnvoll beschriftet, es gibt einige gute Küchenausrüstung und die Maschinen tun ihren Dienst. Dass Don und Cass keine Ahnung vom Geschäft haben, zieht die Sache natürlich ein wenig runter, ändert aber nichts an der vorhandenen sinnvollen Grundstruktur. Ich bin vor allem erstaunt, wie hier eben nicht kalkuliert wird. Die Preise sind willkürlich und nicht berechnet, wie man das so macht. Nicht ein Drittel Einkaufskosten, ein Drittel Personalskosten und der Rest Gewinn- wir können hier verlangen, was wir wollen. Unser Menü mit Crocodile's yummy soup with crispy toast und THE long expected, miles driven for, well deserved roast meal with veggies und Kangaroo's homemade dessert of the day werden nur von mir und Leo angepriesen, dann aber auch prächtig verkauft. Auch Leos Muffins kommen gut an, wenn denn mal einer davon erfährt.... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man läuft hier nicht, man fährt im Truck oder kommt mit einer kleinen Cessna angeflogen. Vierradantrieb ist nicht nötig, aber wohl irgendwie schick. Die nächste winzige Ortschaft ist 150 km entfernt, um uns herum gibt es ein paar sogenannte Stationen mit Pferden und Kühen. Wenn einer krank wird, kommen die flying doctors, für die hier überall gesammelt wird und deren oft schräge Geschichten ich hier in einem Buch lese. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sage mir oft, dass ich die Perspektive auf Geld und eine gute Weiterreise nicht aus den Augen verlieren darf und dass ich hier genug Gelegenheit habe, mich auf Fitness, schreiben und lesen zu konzentrieren. Macht mich doch alles nur hart und widerstandsfähig&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2800614759163730363?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2800614759163730363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2800614759163730363' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2800614759163730363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2800614759163730363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/when-going-gets-tough.html' title='When the going gets tough...'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-1615107908383325516</id><published>2009-07-24T18:29:00.000-07:00</published><updated>2009-07-24T18:34:16.380-07:00</updated><title type='text'>Lektionen im Hotelwesen weit, weit draussen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg_NdwAqI/AAAAAAAAAlY/EB9Mfd9nl4I/s1600-h/IMG_3939.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg_NdwAqI/AAAAAAAAAlY/EB9Mfd9nl4I/s200/IMG_3939.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5362204945400464034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg-oeguYI/AAAAAAAAAlQ/0w-0zbbGKNw/s1600-h/IMG_3949.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg-oeguYI/AAAAAAAAAlQ/0w-0zbbGKNw/s200/IMG_3949.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5362204935471544706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg-HoI8qI/AAAAAAAAAlI/vy2wyxsogj4/s1600-h/IMG_3945.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg-HoI8qI/AAAAAAAAAlI/vy2wyxsogj4/s200/IMG_3945.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5362204926653559458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach dreizehn Stunden  und 1100 km  im Truck mit einer monströsen Gefriertruhe auf der Ladefläche und ziemlich eingeklemmt, haben wir es nach Noccundra in unser Hotel geschafft. Joe, der 21jährige Sohn des „Hotelmanagers“ Don, fuhr um halb vier in der Früh los, holte uns ab und fuhr die ganze Strecke, während ich versuchte, ihn bei Laune und wach zu halten. Nicht ganz einfach, wenn man selbst immer wieder einschläft und Leo auch nur schnarcht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht hatten wir bei den Eltern von Danielle in Molong, einem kleinen Ort nordöstlich von Sydney verbracht. Die Fahrt dorthin ging durch die Blue Mountains – ein Gebiet, in dem man hübsch wandern könnte, sich aber nicht verlaufen sollte wie ein junger Tourist neulich, den man bald für verloren erklärte, um ihn dann spektakulär nach einiger Zeit ohne  Nahrung wiederzufinden. In Molong wurden wir wieder einmal sehr nett untergebracht und bekocht- wie immer mit Braten und ein paar Gemüsen aussenrum. Als Vegetarier tut man sich hier wie in Neuseeland sehr, sehr schwer. Danielles Eltern hatten gute Bildbände zu Australien und ich bekam einen etwas besseren Eindruck, auf was ich mich hier eingelassen haben: sicher auf richtig viel Hitze und weites, weites Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Fahrt sahen wir mehr tote als lebende Känguruhs, ein paar Emugruppen, die bis zu 80 km/h laufen können und viele kleine Vögel und sogar einen richtig grossen Adler. Ich hatte durch meine kleine Bibliothek einiges an Gepäck dabei und meine liebe Not, eine Extratüte auf der Ladefläche sinnvoll zu befestigen, so dass sie nicht flatterte. Joe ist ein ruhiger, aber wohl netter und sicher sehr fleissiger Kerl, der zwei Wochen Urlaub von seinem Job als Flugzeugmechaniker bei der  Armee genommen hat, um bei seinem Vater auszuhelfen und ein Boot wieder in Schuss zu bringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er brachte uns durch das weite Land, das man nicht zu Recht Wüste nennen kann, finde ich, dafür wachsen zu viele Bäume und zu viele Tiere sind unterwegs. Es ist aber doch sehr flach und die rote Erde ist meist sehr trocken hier. Hie und da gibt es Siedlungen, die grösste, 300 km von Noccundra entfernt, heisst Cunnamulla. Passt zu einer der Sydneygegenden Woolloomoolloo doch recht prächtig. Warum will man da leben? Ich weiss nicht recht. Jedenfalls ist man weit weit weg von so ziemlich allem. Noch viel weiter weg ist man freilich in Noccundra, wo aber doch erstaunlich viel los ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier tauchen die Farmer der umliegenden Stationen auf- wir haben auch einige Schafe und Kühe gesehen, die erstaunlich munter wirkten für das, was sie hier zu fressen und zu trinken zu haben scheinen. Und  die Touristen, die mit Trucks und Wohnwagen rumfahren. Der Australier fährt wohl gern. Bleibt ihm auch nix anderes übrig, wenn er ein bisschen was sehen will  in dem riesigen Land mit gerade mal 20 Mio. Einwohnern – 4 Mio. davon in Sydney.  Man ist eher rustikal, gelinde gesagt. Gestern tauchte hier auch Frank auf, ein Mann mit einem  Traktor und Anhänger mit einem Bindenhund aus Plastik auf dem Dach. Der Traktor gehörte seinem Vater, er hat ihn mit einem neuen Motor versehen und als er eigentlich auf Hochzeitsreise hätte sein sollen mit einem Anhänger versehen. Der Traktor fährt 35 km/h und Frank fährt durch den Staat Queensland, um Geld für Blindenhunde einzuwerben. Deren Sinn hat er eingesehen gelernt, weil sein achtjähriger Enkel blind ist. Er ist ein aufmerksamer, sehr feiner Mann, der Landwirtschaft lehrt und ein guter Zuhörer ist. Wir haben uns gesehen und es hat sozusagen sofort freundschaftlich zwischen uns gezündet. Er hat mir einen kleinen Blindenhundanhänger geschenkt und wir haben uns zum Abschied umarmt. Frank hat mich an David Lynchs Film „The Straight Story“ erinnert, wo ein sturer, aber sehr liebenswerter alter Mann mit Rasenmäher und Anhänger einen weiten Weg auf sich nimmt, um einen alten Freund zu besuchen, mit dem er  sich zerstritten hatte. Eine tolle Art zu reisen eigentlich. Ein echtes Erlebnis und das noch für einen guten Zweck. Er hat auch eine Homepage www.guidedogsqld.com.au und Fernsehen, Zeitungen und Radio interviewen ihn. Hätte ich zu meinen Zeiten bei der Mittelbayerischen auch gemacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don, unser Hotelmann, trinkt und raucht ganz gern, was man ihm auch ansieht. Er scheint ein netter Boss zu sein, ursprünglich Dieselmechaniker und ursprünglich verheiratet. Hat er beides eingetauscht für das Hotel hier. Es ist alles recht einfach, die Küche war etwas chaotisch und wir haben immer noch auszumisten und wegzuschmeissen. Neben Don arbeitet hier noch Cas, die nebenbei ein Fernstudium macht und Chiropraktikerin für Tiere  werden will. Die Stimmung ist im Grunde ganz gut und alles läuft soweit, wenn man auch einiges verbessern kann, was Sauberkeit und Struktur anlangt. Das Gute ist, man lässt uns einfach machen. Das Schlechte daran ist, dass  es hier offenbar kein Konzept gibt. Leos Kochkünste werden von den Gästen und den Bediensteten in den höchsten Tönen gepriesen und man ist allem Anschein nach dankbar, dass ich kräftig mit anpacke. Ich bin Küchenhilfe und Zimmermädchen, Bedienung und Putz- und Waschfrau. Das ist alles recht, da mir niemand dreinredet und ich Musik hören kann und mein Ding hier mache. Soweit. Die ersten beiden Tage... Geregelte Arbeitszeiten gibt es nicht und was wir verdienen, wissen wir auch noch nicht. Cas kriegt 80 Dollar täglich, was für uns auch gut wäre. Das wären gute 2000 im Monat, damit könnte man hübsch weiterfahren. Zwei Monate hier halte ich immer noch für eine gute Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Tage sind vergangen, seit ich das geschrieben habe. Mittlerweile haben wir weit mehr Einblick. Leo hat ein gutes Gespür für Menschen und ihm ist gleich aufgefallen, dass etwas nicht stimmt. Es hat sich herausgestellt, dass Don hier nicht mehr lange bleiben kann. Nicht mehr lange bedeutet wohl so um die zwei Monate. Ein Kumpel von ihm, der ein Pub in der Nähe von 500km hat, will uns gleich übernehmen. Offizieller Grund für seinen Rausschmiss hier ist, dass die Pacht auf zwei Menschen lief, ihn und seine Frau. Nun ist sie nicht mehr da und sie wollen ihn los haben. Das kann ich auch verstehen, es scheint nämlich als wäre er nicht der rechte Mann für das Geschäft. Er ist nett und scheint aufrichtig, aber er hat keine Ahnung und kein Interesse, was die Küche und was die Preise anlangt. Er fand es bestimmt toll, ein Pub zu haben, wo er gemütlich sein Ding machen, trinken und in die Weite gucken und hie und da Motoren reparieren kann. Cas hat für eine Weile hier gekocht, nachdem seine Frau und eine andere Köchin gegangen sind. Sie hat uns am ersten Abend ein Mahl aufgetischt, für das man als Gast 22 Dollar zahlen soll. Es war schauderhaft. Das Grillfleisch staubtrocken, die Karotten verkocht, der Broccoli vergammelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun werkeln Leo und ich so vor uns hin und ich habe das Gefühl, ich bin Christian Rach, der Restauranttester. Nun habe ich keine Ahnung vom Gastgewerbe und letztlich nur mein bisschen gesunden Menschenverstand. Ich habe die Menüs mit Leo zusammen aufgestellt und hübsch getippt, unterlegt mit einem Foto vom Restaurant als Wasserzeichen im Hintergrund. Ich bringe alle Zimmer und das Restaurant auf ein bisschen mehr Glanz, Leo übernahm gleich die Küche. Sieht alles schon weit einladender aus. Vor allem essen nun die Leute auch mal einen Muffin, wenn sie vormittags kommen und kriegen eine Vor- und Nachspeise zu ihrem Dinner. Vorher gab es nur aufgewärmten Fertigfrass und das berühmte Mahl, das Cas uns vorsetzte. Mehr und Vielfalt zu bringen macht mehr Spass und hält uns beschäftigt und zugleich nehmen wir Geld ein, das Don sicher brauchen kann. Es ist spannend, so ein Projekt zu haben, das wir zu zweit schmeissen können. Leo bringt mir einige Grundlagen in der Küche bei und ich sehe ihn selbstbewusster in seiner gewohnten Umgebung. Er hat gute Ideen und Struktur und ich merke, dass er sein Geschäft gelernt und durchschaut hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Mittagessen nehmen wir uns frei, machen ein Nickerchen und ich lese Hume's „Treatise on Human Nature“. Herrlich- Zeit und den Kopf für einen Klassiker, der sich auch noch gut lesen lässt. Und wenn wir noch so einen Job annehmen, werde ich mich nochmal durch Kants „Kritik der reinen Vernunft“ nagen. Dazwischen den Lonely Planet, den ich in Sydney in einem Hostel geschenkt bekam und der mir eine Idee von der Geographie hier und dem was ich sehen will, gibt. Ziemlich begeistert bin ich von John Birmingham's „Leviathan“, der Geschichte Sydneys. Geschrieben wie ein Krimi sehe ich Aborigines und Kriminalität und Alkohol, arrogante und dumme Weisse und sogar Leo ist angetan von soviel Action. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A propos: Leo hat das Trinken und das Rauchen wieder vollständig aufgegeben, wir reden oft über den Alkoholismus und ich bin zuversichtlich, dass er wirklich trocken bleiben will, weil er weiss, dass er andernfalls alles verlieren wird. Mich als erstes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Früh gehe ich laufen und habe meine kindische Freunde an den Känguruhs, boing, boing, und den rotbäuchigen Kakadus. Die Natur ist hier wirklich beeindruckend. Trocken und nur ein paar Gewächse, aber doch so viele Arten!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-1615107908383325516?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/1615107908383325516/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=1615107908383325516' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1615107908383325516'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1615107908383325516'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/lektionen-im-hotelwesen-weit-weit.html' title='Lektionen im Hotelwesen weit, weit draussen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Smpg_NdwAqI/AAAAAAAAAlY/EB9Mfd9nl4I/s72-c/IMG_3939.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8033100485433923041</id><published>2009-07-18T04:54:00.000-07:00</published><updated>2009-07-18T05:28:32.044-07:00</updated><title type='text'>Ins Outbackabenteuer</title><content type='html'>Morgen starten wir in unser Outbackabenteuer. Fuenf Stunden Zug- und Busfahrt in einen kleinen Ort bei Orange, nordwestlich von Sydney, wo wir bei den Eltern von Danielle uebernachten. Hier laeuft wirklich alles ueber Beziehungen.. Joe, der Sohn des Wirts in der Pampa kommt am Montag um viertel nach vier in der Frueh dort angebrauat, laedt uns in seinen Truck und auf gehts zwoelf Stunden gen Arbeitsplatz. Natuerlich habe ich mich nachgerade panisch mit Buechern eingedeckt, Hume werde ich mir vornehmen, eine Art Kriminalgeschichte Sydneys, Virginia Woolf und Proust. Ich baue Kartenspiele nach, wir haben das gute Reisescrabble. Sonnencreme, T-Shirts und Hartnaeckigkeit. Muesste hinhauen, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Zeit in Sydney haben wir mit viel socialising zugebracht. Danielle wollte uns wieder treffen, Art bekam nicht genug von uns und vor allem nicht von Leos Kochkuensten. So wurden wir zwar zu Rod (dem rothaarigen Herrn mit Bart auf dem Gruppenfoto, daneben ist Art) umgesiedelt, aber Art lud sich doch zum Essen ein. Das bedeutet fuer ihn eine Stunde Fahrt einfach, die er aber gern in Kauf nimmt. Ich bin immer noch platt, welche Strecken man hier mal so eben mit dem Auto zuruecklegt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo meinte heute, irgendwie seien Staedte dann doch immer aehnlich und recht hat er. Natur erlebe ich auch als vielfaeltiger. Wir guckten uns heute das Powerhouse Museum um, das man als bestes Museum Sydney empfohlen kriegt. Design und Technik sind die Themen des hellen, aber gut gegliederten Museums. Wir haben brav gelernt, dass ich einen Carbonfussabdruck von 4 Hektar hinterlasse. Der durchschnittliche Australier liegt bei 10, die Weltbuerger im Schnitt bei 2,5 und letztlich sollten wir auf 2 kommen. Ich glaube, uns Deutsche plagt das schlechte Gewissen schon laenger und intensiver, wenn man den hiesigen Lebensstil samt Recycling und Reiseverhalten anschaut. Seufz - ob wir das Ruder noch rumreissen? Ob ich mich noch umweltfreundlicher verhalte? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war im Secondhandladen und hab mich fuer fuenf Dollar mal wieder richtig aufgeschneckselt. Natuerlich waren die Buchlaeden auch hier etwas enttaeuschen. Analytische Philosophie ist sehr, sehr duenn gesat, man hat ein paar Klassiker auf Lager, aber doch vor allem die Bestseller in rauen Mengen. Bruce Chatwins "Traumpfade" sind weitgehend unbekannt und ein bisschen Ratlosigkeit schwappte mir entgegen, als ich was uebers Outback lesen wollte. Ein paar Leute sagen von sich, sie seien Brettspieler und erzaehlen dann mit leuchtenden Augen von Mensch aergere dich nicht und Leiterchenlaufen, mit Glueck von Monopoly. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafuer hat man auch hier grosse Haeuser mit technischem Firlefanz wie dem Flachfernseher, der mit einem Computer verbunden ist und Filme aufnimmt und irgendwie alles kann, Ich Provinzkind kenn doch sowas nur vom Hoerensagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo jedenfalls kommt mit seinen Kochzaubereien bestens an und ich bin hier bisweilen im Hintergrund, was mir neu ist, uns aber sicher beiden nicht schaden kann. Unser Chef in der Wueste kommuniziert bis dato auch nur mit ihm und ich bin gespannt, wie sehr er den starken einsamen Wolf mimen wird und wie gut ich damit klar komme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer unsere Zeit unter den Dingos in der Wueste wird: wir haben hier mit den Couchsurfern Leute, die uns gern wieder aufnehmen und sogar ein Ohr fuer Jobs fuer uns offen halten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8033100485433923041?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8033100485433923041/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8033100485433923041' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8033100485433923041'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8033100485433923041'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/ins-outbackabenteuer.html' title='Ins Outbackabenteuer'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4504127917939025096</id><published>2009-07-15T04:14:00.000-07:00</published><updated>2009-07-15T04:56:56.848-07:00</updated><title type='text'>Aufwärts!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BBoWyPYI/AAAAAAAAAkY/fliXS4aRxC8/s1600-h/IMG_3901.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BBoWyPYI/AAAAAAAAAkY/fliXS4aRxC8/s200/IMG_3901.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5358651365397773698" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BBO6iT3I/AAAAAAAAAkQ/QA1qsymTv_k/s1600-h/IMG_3919.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BBO6iT3I/AAAAAAAAAkQ/QA1qsymTv_k/s200/IMG_3919.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5358651358568402802" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BA1zSVTI/AAAAAAAAAkI/vw80NusZApE/s1600-h/IMG_3913.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BA1zSVTI/AAAAAAAAAkI/vw80NusZApE/s200/IMG_3913.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5358651351827109170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir haben einen Job, einen Job, einen echten Job! Eigentlich sogar zwei, für jeden von uns was zu tun. Der Job befindet sich in Noccundra, eine Zweitagesreise im Jeep von hier entfernt. Wir werden in einem Hotel arbeiten und die Einwohnerzahl des Ortes mit unserer Anwesenheit um hundert Prozent erhöhen. Im Netz hiess es noch, es wohnten vier Leute dort. Masslos übertrieben. Der Job scheint in mancherlei Hinsicht ideal: wir können zusammen arbeiten, wir haben Unterkunft inklusive, wir sehen die wahre australische Wildnis, Dingos, Känguruhs und Koalas inklusive und vor allem haben wir keine Gelegenheit, Geld auszugeben. Ich sehe, wie ein Hotel funktioniert und werde Leo in der Küche helfen, Zimmer in Schuss halten und Leute bedienen, vermute ich. So weit weg von allem zu sein wird sicher eine spannende Erfahrung. Es gibt Internet und die Bibliothek, die ich mitschleppe und die ich morgen noch um ein bisschen Philosophie erweitern werde. Weiter gibt es: Einen Fluss zum Reinhüpfen, einen Tennisplatz und wohl um die 25 Menschen täglich, die mit ihren Jeeps durch den Busch jagen gehen wollen. Wir sind richtig erleichtert, dass wir Geld verdienen können. Der Besitzer Don gibt uns zwei Wochen Testzeit, wenn es uns nicht gefällt, können wir wieder mit seinem Sohn rausfahren. Er scheint schlechte Erfahrungen gemacht zu haben mit Leuten, die die Abgeschiedenheit so gar nicht mochten.Wenn es nicht ganz furchtbar ist, bin ich wild entschlossen für ein, zwei Monate durchzuhalten. Geld sparen, noch zwei, drei Monate  Australien sehen und dann Lehrer werden. Dieser Plan fühlt sich gut an und scheint mir sogar vernünftig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Job haben wir über Danielle, unsere erste Couchsurfgastgeberin in Sydney gefunden. Ihr Vater ist der Nachbar des Sohnes vom Noccundrahotelbesitzer. So läuft das. Networken ;). Couchsurfen kann man sich tatsächlich zum Lebensinhalt machen und von dort weiter wurschteln. Wir haben viel probiert: Jobseiten, offizielle Suchen im Netz, Posts in Gruppen, Leute im Einkaufszentrum angesprochen, Lebenslauf dagelassen, geholfen hat schliesslich, dass wir unsere brandneuen Bekannten einspannten. Eine Woche haben wir immerhin damit verbracht, uns dahingehend zu organisieren. Bin ich ungeduldig, erwarte ich zu viel?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Art, bei dem wir momentan untergebracht sind, ist weiter ganz wild auf Leos Kochkünste und deren Ergebnisse, so dass wir immer drei Gänge hatten, deren Zutaten er finanzierte. Er nimmt uns mit zur Bushaltestelle und hilft uns, wo er kann. Er scheint recht froh über unsere Gesellschaft zu sein. Vor allem ist er froh, dass wir den Hund mit rausnehmen. Rani war heute ziemlich fertig, als ich sie erst mit zum Laufen nahm und sie dann noch zum Supermarkt mit uns ging. Nein, gelaufen wir hier auch in Hundekreisen nicht viel...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war ich damit beschäftigt, unsere frisch eingetroffenen Bankkarten am anderen Ende der Stadt abzuholen, wo sie zu unserer früheren Couchsurfadresse bei Danielle gegangen waren. So ein Theater mit dieser Bank. Nicht nur wurden wir über eine Stunde in der Commonwealth Bank von einem überaus unwitzigen Japaner mit sogenannten Beispielen, die wenig mit der Lage zu tun hatten und blöden Kommentaren gepflastert (is gleat, tlavelling, yeah?! Me tlavelled, too! Let me give you example). Nebenbei hat er die Standardoperation zwei Girokonten zu eröffnen nicht auf die Reihe gekriegt und Leo hat nun kein Passwort für sein Konto, das er aber dringend braucht. Hab ihn nur kurz aus den Augen gelassen, ich vorm Japaner flüchtete und schon ging  alles schief. Nein, nein, gestern wurde ich dann auch noch lange telefonisch über meine Zufriedenheit mit dem exzellenten Kundenservice befragt und sollte uns heute auf der Homepage endgültig über einen nichtexistenten Button anmelden. Art meint, er ignoriert die Homepage, mit der könne er auch nix anfangen und der Mann ist Softwareprogrammierer. Grrrr. In Traumneuseeland war das alles in fünf Minuten erledigt und das Konto hat keine vier Dollar im Monat gekostet. Kein Wunder, dass ich immer wieder wehmütig die Neuseelandbilder anschaue. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Sydney Zentrum haben wir uns erst einen Tag Zeit genommen. Bevor wir vermutlich am Montag gen Noccundra reisen, ändert sich das aber noch. Morgen ziehen wir zu Rod, einem Bekannten von Art, der auch Couchsurfer ist. Rod wohnt näher an der Stadt und vor allem den öffentlichen Verkehrsmitteln. Leo ist nicht besonders scharf auf die Stadt, ich hingegen sehr. Da wartet noch ein riesiger, japanischer Buchladen auf mich, der siebzig Prozent aller lieferbaren englischen Bücher vorrätig haben soll, was ich kaum glauben kann, aber unbedingt sehen will. Und wir haben die Oper im Endzustand gesehen, im Gegensatz zu ihrem Architekten Jörn Utzon, der sein Budget mit 102 Mio Dollar laut Führer lässig um das dreizehnfache überschritten hat. Gehasstes, nun geliebtes Gebäude. Ich stand mit gebotener, aber nicht überzogener Begeisterung davor. Hat schon was! Wir wanderten zum Fischmarkt, vorbei an riesigen Museen und gingen ins Museum für zeitgenössische Kunst, wo wir Photographien von Aborigines heute sahen, die ganz gemäss dem Vorurteil ihre Probleme mit den Weissen zu haben scheinen und viel trinken. Aber dem wollen wir mal lieber noch genauer nachgehen. Sydney ist gross, hell und es ist warm wie an einem bedeckten Sommertag in Bayern, was hier meist laut als „freezing cold“ kommentiert wird. Ich glaube, ich mag hier nicht im Sommer sein. Grosse westliche Städte scheinen mir doch ähnlich. London, Paris, Sydney. Museen, Opern, Autos und Einkaufsstrassen. Meist hell, luftig und glänzend, soweit es nur irgend ging. Nett mal anzusehen, schöner ist es in der Natur zu leben- stadtnah...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte Zeit, im Café von Toshiba auf Art zu warten. Glas, grau und viele, viele Stöckelschuhe, Anzüge und Kostüme, schwarz. Schminke und das Gefühl- aaaaaargh, das kann ich nicht aushalten,  weg von der künstlichen Welt, die man so oft als die wahre, die des grossen Geldes ansieht. Ich fühle mich sehr, sehr fremd dort und bin vermutlich einfach nicht für ein Büro, das Schwarz und starke Machtstrukturen geschaffen. Nichts Neues, nur immer wieder neu erlebt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Woche fühlten Leo und ich uns unkomfortabel. Arbeitslos. Ohne Geld wird das Reisen schwierig. Und ich verstehe, dass die Menschen ihren Wert oft darin sehen, Teil eines Arbeitsgefüges zu sein, eine Position inne zu haben, dazuzugehören. Ich stelle fest, dass es was anderes ist, das nur zu wissen oder es wirklich selbst zu fühlen. Auch das war Teil meiner vielen Erfahrungen und Abenteuer auf der Reise. Viele Dinge, viele Leben und das sehr dicht aufeinander.  Unangenehm, anstrengend soll es auch sein, auf dass ich sehe, was mir wirklich wichtig ist und was ich mit meinem weiteren Leben anstellen mag. Weitgehend hab ich das nun schon herausgefunden, aber ein bisschen Australien kann mir sicher nicht schaden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wir haben einen Aldi entdeckt! Joghurt ist mit einem Dollar irgendwas für hundert Gramm erschwinglich und vor allem gibt es ordentliche Gummibären und sogar etwas, das Brot ein bisschen näher kommt als der hiesige Standardtoast. Wow!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4504127917939025096?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4504127917939025096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4504127917939025096' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4504127917939025096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4504127917939025096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/aufwarts.html' title='Aufwärts!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3BBoWyPYI/AAAAAAAAAkY/fliXS4aRxC8/s72-c/IMG_3901.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-3001196750491947810</id><published>2009-07-11T21:54:00.000-07:00</published><updated>2009-07-12T04:53:48.703-07:00</updated><title type='text'>Laufen, bewerben und essen</title><content type='html'>Puh, wir jagen immer noch nach Arbeit. Naja, Leo schläft eher, ist heute matt, nachdem ich gestern nicht ganz auf dem Damm war. Warum wissen wir auch nicht. Gestern hatte Art Gäste, die Leo bekocht hat. Wir verkommen hier fast ein wenig zu Wwoofern. Leo kocht, ich stehe eher im Weg rum, unterhalte die Gäste oder in Arts Fall den Hund und wir werden mit feinem Essen und einem Bett versorgt. Noch glücklicher wären wir freilich über einen Job. Ich habe mich als Schülerlotse, im Packhaus, als Fundraiser, im Schwimmbad als Kasseuse, als Buchverkäufer, als Callcentertante und als persönliche Assistentin beworben, meinen Lebenslauf an Zeitarbeitsfirmen geschickt und doch letztlich mit Leo übereingestimmt, dass wir uns einen grösseren Gefallen tun, wenn wir aufs Land gehen oder gleich nach Queensland, wo die Saisonarbeit dicht gesät ist. Jedenfalls habe ich in meinem ganzen Leben zuvor weniger Bewerbungen geschrieben als heute an einem einzigen Tag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben es aber noch immer nicht ins Zentrum geschafft und ich bestehe auf Stadtbesichtigung, bevor wir uns woanders hin aufmachen. Muss doch die Oper und ein bisschen Kunst sehen und ein paar wirklich grosse Buchläden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Art, unser Gastgeber, arbeitet als Softwareingenieur für Toshiba. Er ist absolut passionierter Hobbykoch und hat sogar darüber nachgedacht, seinen Job für einen in der Küche hinzuschmeissen. Finanziell sicher nicht weise, aber wo es um Passion geht, hat er mein volles Verständnis. Er wohnt neben einem grossen Nationalpark, 30 min ausserhalb der Stadt mit seiner Schäferhündin Rani. Ein sehr braver, sehr freundlicher Hund, den ich spazierenführe, wenn ich Gespräche übers Essen gar nicht mehr so ganz aufreibend finde... Er ist gepflegt und hat hier allen Luxus und bezeichnet sich selbst als eher konservativ. Dass er Couchsurfer aufnimmt, hat ihn selbst gewundert. Er ist über einen Freund mit einigen in Kontakt gekommen, die er mit seinem Jeep zum Campen gefahren hat. Das war dann so gut, dass er mittlerweile passioniert Couchsurfer aufnimmt und nur von guten Erfahrungen berichten kann. Er kümmert sich um uns, schickt uns gen Stadt, wandern und zeigt uns Links für die Jobsuche und ist sehr begierig von Leo neue Küchentipps zu lernen. Unsere gestern verfertigten Dampfnudeln waren zwar nciht ganz ideal,  haben ihn und die anderen aber doch schier vom Hocker gehauen. Er hatte einen früheren Couchsurfer und dessen Gastgeber und seine japanische Freundin eingeladen. Am Dienstag hat er einen neuen Couchsurfer und wir dürfen dann zu besagtem Gast umziehen, der sich dezent bei Leo erkundigte, wo man denn das nächste Mal von seinen Herrlichkeiten kosten dürfe. Ich bin erstaunt, dass sowohl Danielle, unsere letzte Gastgeberin, als auch Art solche Unmengen für Essen ausgeben. Ja, bin ich hier denn in Frankreich? Jedenfalls sind die Australier nicht dünn und wenn Art sagt, dass ihm das Cholesterin fast zu den Ohren rausläuft, wundert mich das kein bisschen... Ganz erstaunlich ist, dass die Menschen in den grossen, reichen Häusern hier oft ein bisschen bis massiv übergewichtig sind. Wenn ich an ihnen vorbeijogge, höre ich Kommentare wie "hard work!" und auf die Nachfrage, wo ich denn abbiegen soll, kommt der Kommentar mit gerunzelten Stirnen: "that is very, very far away" und letztlich stellt sich die Distanz als in fünf lockeren Gehminuten erreichbar heraus. Die Menschen haben fast alle Hunde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die genügend Auslauf haben...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-3001196750491947810?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/3001196750491947810/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=3001196750491947810' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3001196750491947810'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3001196750491947810'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/essen-und-gucken-und-wieder-essen.html' title='Laufen, bewerben und essen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8193754621154186033</id><published>2009-07-10T00:49:00.000-07:00</published><updated>2009-07-10T00:58:33.681-07:00</updated><title type='text'>Jobjagd in Sydney</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb0ksbi8BI/AAAAAAAAAjw/ay6omdhcmRA/s1600-h/IMG_3896.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb0ksbi8BI/AAAAAAAAAjw/ay6omdhcmRA/s200/IMG_3896.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5356737718042947602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sydney – über vier Millionen Einwohner. Ein bisschen mehr als in ganz Neuseeland. Wir sind schweren Herzens abgereist. Leo hatte lange den Plan, nach Australien zu kommen und ich habe schliesslich ein Visum, das ich nutzen mag. Aber, ach, Neuseeland....&lt;br /&gt;Als wir ankamen war es ein ziemlicher Aufwand, zu unserer Couch bei Danielle zu fahren. Sie sittet ein Haus mit 17 Vögeln zwanzig Kilometer ausserhalb des Zentrums, das wir bis heute nicht gesehen haben. Ein netter indischer Busfahrer hat uns nach Dienstschluss in seinem Bus zur richtigen Haltestelle gefahren, so dass wir zumindest in die richtige Richtung fahren konnten. Danielle holte uns dann von einer Tankstelle ab, da ab sieben kein Bus mehr zu ihr fuhr. Das Haus ist riesig und luxuriös, mit Pool und Giacometti- und Niki-de-Saint-Phalle-Skulpturen. Danielle ist freundlich und hilfsbereit, aber doch sehr anders als ich. Ich bin vor allem erstaunt, dass sie weder arbeitet noch ihre Studien recht ernstzunehmen scheint. Nein, das geht mich nichts an, ich bin dankbar, dass wir hier die Couch beschlafen dürfen. Ich stelle nur fest, wie unterschiedlich ihr Leben ist. Sie kann den Tag im Einkaufszentrum und im Cafe verbringen, kauft sehr gerne sehr viel ein und ist dann müde und mag DVDs anschauen. Wo sie auch hinwill, wird das Auto bemüht und das Einkaufszentrum ist in einem ganz anderen Stadtteil, was freilich viel Zeit in Anspruch nimmt. Sie hatte gestern Freunde zu Gast, die Leo bekochte und ich ein wenig beplauderte. Prompt trafen wir heute einen von ihnen im Einkaufszentrum wieder. Von wegen- das ist eine grosse Stadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danielle ist leicht zu erstaunen, vor allem, wenn ich im Pool schwimmen gehen, was frisch, aber nicht unmöglich ist. Ich merke, dass ich mit ihrem gemächlichen Temperament etwas kollidiere, zumal wir sehr motiviert sind, Arbeit zu finden und dann wenig auf relaxen mit unzähligen Filmen aus sind. Leo hat ihre fünf Freunde bekocht, die zu Besuch kamen und damit einen grossartigen Dienst geleistet. Überhaupt ergänzen wir uns gerade gut. Ich kümmere mich um die Computerdinge und unterhalte manche unserer Couchgastgeber, er hat ein Ohr und einen Draht zu ganz anderen. Wir kommen erstaunlich gut miteinander klar, er lässt mir viel Freiheit, sei es, dass ich laufen gehe oder längere Zeit im Internet oder im Buchladen verbringe. Er ist ausgeglichen, hilfsbereit und freundlich und wird zusehends lockerer. Er ist sehr glücklich über die Couchsurferei, sagt sogar, er profitiert mehr davon als vom Apfelpflücken, weil er sich gezwungen sieht, mit sehr unterschiedlichen Leuten ins Gespräch zu kommen. Und dabei hatte er anfangs überhaupt keine Lust auf fremde Häuser und Menschen und vor allem Küchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beide sind uns sehr bewusst, dass wir Geld brauchen. Zackzack haben wir gestern Konto beim nervigsten und langsamsten Japaner mit dem anstrengendsten Nichthumor des Planeten in einer kurzweiligen Stunde eröffnet, Handynummer (0421 726220 - liebe Anrufe sehr willkommen! ) erworben, Steuernummer beantragt und Jobmöglichkeiten auskundschaftet. Ich habe mich in einem Buchladen beworben- ein Traumjob wäre das freilich und ich werde mich in möglichst vielen anderen bewerben und überlege, Fahrradkurier zu werden. Leo hat sich auf Kochstellen beworben. Ihn zieht es in abgelegene Gegenden, wo die Unterkunft mit gestellt wird. Er will das aber nur machen, wenn sie mich auch nehmen. Eine gute Idee, da wir an einem solchen Ort kaum Geld ausgeben, aber gut verdienen können. Drückt uns die Daumen, dass uns was Gutes in den Schoss fällt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab morgen verbringen wir die Nächte auf der Couch von Art, der uns mit dem Auto abholt- welch Luxus! Er scheint seinen deutschen Schäferhund über alles zu lieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich überlege, was ich intellektuell tun kann. Ich suche Futter. Welchen Philosophen lesen, über welche Dinge was dazulernen, wenn wir wieder arbeiten, vermutlich sehr, sehr abgelegen. Ich arbeite an meiner philosophischen Allgemeinbildung, bin ich doch schauderhaft erschreckend vergesslich, wenn es darum geht mir zu merken, welcher Philosoph welche Position in welchem Bereich vertreten hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8193754621154186033?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8193754621154186033/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8193754621154186033' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8193754621154186033'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8193754621154186033'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/jobjagd-in-sydney.html' title='Jobjagd in Sydney'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb0ksbi8BI/AAAAAAAAAjw/ay6omdhcmRA/s72-c/IMG_3896.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8859002809661471278</id><published>2009-07-05T01:32:00.000-07:00</published><updated>2009-07-15T04:53:51.734-07:00</updated><title type='text'>Requiem und die wahre Naechstenliebe</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3DN3DLebI/AAAAAAAAAlA/h0p-fTBz0NA/s1600-h/IMG_3871.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3DN3DLebI/AAAAAAAAAlA/h0p-fTBz0NA/s200/IMG_3871.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5358653774523759026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3DNdAcajI/AAAAAAAAAk4/lUr0woiIKEQ/s1600-h/IMG_3877.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3DNdAcajI/AAAAAAAAAk4/lUr0woiIKEQ/s200/IMG_3877.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5358653767532964402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb375EkgJI/AAAAAAAAAkA/ft8pwKyxskA/s1600-h/IMG_3841.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb375EkgJI/AAAAAAAAAkA/ft8pwKyxskA/s200/IMG_3841.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5356741415108116626" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb37njGHnI/AAAAAAAAAj4/GFDP-iHH1_E/s1600-h/IMG_3852.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Slb37njGHnI/AAAAAAAAAj4/GFDP-iHH1_E/s200/IMG_3852.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5356741410404310642" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Stimmen wir also ein in den Chor der Trauernden. Madaz ist von uns gegangen. Er war ein gutes Auto, ein treuer Begleiter, lauschig in den Naechten, wendig an den Tagen und immer fuer mich da. Im Oamaru, gerade als ich ihm 30 Dollar in den Tank gefuettert hatte, wollte er nicht mehr. Ein Boesewicht hat ihm eines Tages den Filter geklaut, er hat sich Dreck in die Motorlunge gezogen und wollte nicht mehr. Der Schrottmann gab mir vierzig Dollar, ich nahm Blossom the Powerpuff an mich, machte ein Abschiedsphoto und das war dann die Beerdigung. Tja. So ist das Leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren auf jeden Fall froh, dass er uns so weit gebracht hatte. In Oamaru hatte ich mich wieder um eine Couch bemueht und fand auch eine bei Rene, der 20 Autominuten ausserhalb lebte. Zurueck in die falsche Richtung bedeutete das, aber besser als im kalten Auto am Strassenrand schlafen, dachten wir. Bis wir dort anlangten... Rene wohnt zwischen Schrottautos in einer Huette mit Loechern und Karton an den Waenden. Chaos beschreibt die Lage nicht adaequat. Er zittert und steht wohl unter Drogen. Ausserdem hat er kein Geld. Er hatte lauter positive Kommentare auf seiner Couchsurfing Seite, aber trotzdem fuehlten wir uns unwohl. Das auf seinem Unterarm eintaetowierte Hakenkreuz und Photos mit passendem Gruss und dunklen Gestalten gab mir den Rest. Wir schlossen uns in unserem Zimmer ein, kuschelten uns aneinander und stellten die schweren Rucksaecke an die Tuer. Er war irgendwie aus. In der Frueh, er schlief im Wohnzimmer, bewegte er sich keinen Millimeter, wir hinterliessen eine Nachricht und machten uns zackig aus dem Staub. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann machte Madaz schlapp und wir wussten nicht wie weiter. Kein Bus nach Christchurch, ein nieseliger Tag und zu spaet, um per Anhalter weiterzufahren, meinte Leo. Am naechsten Tag wuerde ein Bus fahren, zwanzig Dollar, den sollten wir nehmen. Gut, wir kauften die Tickets und ich ueberlegte, wo wir schlafen koennten. Es ist wirklich saukalt und Leos Vorschlag, im Park zu campen, schien mir nicht recht attraktiv. Zurueck zum Nazi war uns aber noch weniger genehm. Es gab da aber noch Peter, einen Couchsurfgastgeber, den ich angeschrieben hatte. Offen schwul, schien sehr nett und ich wollte ihn unbedingt kennenlernen. Meine Notloesung war, seine Nummer im Telefonbuch zu suchen und ihn anzurufen. Ich hatte ihm schon eine Mail geschrieben, auf die er nicht geantwortet hatte und Telefonnummern sind auf der Seite nicht angegeben. Ich rief ihn an, erzaehlte ihm die ganze Geschichte und er lachte nur und lud uns zu sich ein. Er ist Lehrer, betreut am Freitagnachmittag Kinder und geht mit ihnen zum Schwimmen. Wir sollten einfach zum Pool kommen und er naehme uns dann mit zu sich nach Hause. Er wohnt mit seinem Expartner Sean zusammen in einem sehr geschmackvollen Haus mit drei Katzen, einem Hund, Buechern und klassischer Musik. Sie bekochten uns, stellten uns Seans wunderbares Bett zur Verfuegung, wir hatten eine sehr anregende Unterhaltung mit zwei weiteren Freunden von ihnen, die zu Besuch kamen. Da gings ueber Buecher, sogar ueber Wagner, das Schreiben und das Lehrerdasein. Ich war nur noch gluecklich dort und auch Leo hat es sehr gefallen. Peter fuhr uns am naechsten Tag durch die Gegend, wir guckten ein Internat an, in dem er Problemkinder unterrichtet hat und plauderten angeregt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur fuer Christchurch hatten wir noch kein Bett gefunden. Alle Leute, die ich anschrieb, hatten anderes zu tun. Sean rief Martin an, einen Freund, bei dem er einmal couchsurfen war. Martin hatte Zeit und Lust und holte uns vom Bus ab. Er ist auch schwul, wollte immer Pfarrer werden, hatte dann aber so seine Probleme mit dem Zoelibat und wurde stattdessen Kochlehrer und Naehlehrer an der High School. Ausserdem liebt er offenbar die Zeit um 1900 und er fuehrt ein kleines, aber sehr distinguiertes Restaurant in einem historischen Dorf hier. Als wir ankamen, bekochte er uns koestlich, redete wie ein Wasserfall, gab uns ein Zimmer mit sieben Stationen des Leidenswegs Christi und verwoehnte uns wirklich rundum. Er hat drei Katzen, Huehner, haufenweise Obst und nimmt uns mit, zeigt uns herum und bekocht uns zum Umfallen. Ich bin sehr, sehr gluecklich in der schwulen Gesellschaft, alle meine Erwartungen sind sogar weit uebertroffen und ich bin fassungslos, wieviel Offenheit und Zuneigung uns vollkommen fremde Menschen entgegenbringen. Martin nahm uns heute mit zur katholischen Messe, die ich aussergewoehnlich interaktiv und sogar humorig fand. Das bin ich nicht gewoehnt. Da ist nicht eine Person, die redet, alle sind willkommen, einen Kommentar zur Lesung abzugeben und der 75-jaehrige Pfarrer lacht sofort ueber seinen Fehler. Er hatte die Begruessung irgendwie doppelt gemacht... An Ostern hat er schon mal den Jesus vergessen und das laut herausposaunt und zeigt sich wohl auch sonst etwas unheilig, wie Martin berichtete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein voller Tag, dann ist es aus mit Neuseeland fuer mich. Nicht weinen, dass es vorbei, sondern lachen, dass es gewesen ist....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8859002809661471278?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8859002809661471278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8859002809661471278' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8859002809661471278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8859002809661471278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/requiem-und-die-wahre-naechstenliebe.html' title='Requiem und die wahre Naechstenliebe'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sl3DN3DLebI/AAAAAAAAAlA/h0p-fTBz0NA/s72-c/IMG_3871.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5440298624518314606</id><published>2009-07-01T20:16:00.000-07:00</published><updated>2009-07-01T20:18:41.322-07:00</updated><title type='text'>Couchsurfing along</title><content type='html'>Invercargill auf, wo ich herzlich von meinen Couchsurfinggastgebern willkommen geheissen wurde und auch gleich zum Klettern in der Halle eingeladen war. Fast wie heimkommen, aber nur fast. Leo hatte sich gemeldet und ich gab ihm Bescheid, dass er nachkommen könnte, auf dass wir über die Vorfälle der Vergangenheit reden können. Er kam per Anhalter und wir trafen uns am Supermarkt. Mager war er, ein bisschen grau und mitgenommen sah er aus. Die Schuldgefühle mir gegenüber hatten ihm zugesetzt und er war gekommen, um sich zu entschuldigen, dass er so ausgerastet ist. Er war bei einem Berater und ging zu Treffen der Anonymen Alkoholiker. Am Abend machten wir uns gemeinsam zu einem solchen Treffen auf und trafen seinen Berater am nächsten Tag, der sehr glücklich war, dass ich Leo nochmal traf. Er hat beschlossen und versprochen, mir gegenüber ehrlich zu sein und nicht mehr zu trinken. Das hat er auch bis heute nicht getan. Wenn er trinkt, wenn er ausrastet oder mich anlügt, ist er weg vom Fenster, ganz klar. Er findet die strikten Regeln hilfreich. So sind wir also wieder zusammen und fliegen am 7.Juli nach Australien. Eine wechselvolle Geschichte, das. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da wir beide unser Apfelpflückgeld ausgegeben haben- wie übrigens auch unsere anderen  Pflückerbekannten- haben wir beschlossen wirklich und gnadenlos billig zu reisen. Das bedeutet natürlich nicht im Hostel oder sogar auf dem Campingplatz zu übernachten. Aber es ist saukalt, draussen. Couchsurfing hat sich als sehr ergiebig herausgestellt, wir mussten in der nassen Kälte, die der Winter so mit sich bringt, zum Glück nie im Auto schlafen. Nach Invercargill fuhren wir an der Küste entlang die Scenic Route gen Dunedin, das weiter östlich liegt. Wir machten Halt bei Jan und Brian, die wir beim Wandern auf dem Hollyford Track getroffen und die mich zu sich eingeladen hatten. Sie haben ein geräumiges Haus in Kaka Point  auf einem Hügel, von wo aus sie das Meer überblicken können. Sie wohnen damit direkt im Gebiet Catlins, wo sie ziemlich beeindruckende Natur vor der Nase haben. Sie fuhren mit uns an den Strand zu Seelöwen, zu denen man direkt hinlaufen konnte und zu einem Leuchtturm, zeigten uns die Seehunde und in der Dämmerung sahen wir die seltenen Yellow Eyed Penguins vom Meer ans Land marschieren, was mich sehr gefreut hat. Sie sind ziemlich gross, hüpfen ein bisschen über die Steine und drehen sich um, auf dass die Partner auch nachkommen. Soll eine Lifetimestory sein, so eine Pinguinliebesgeschichte. Beeindruckend, wie vielseitig Jan und Brian sind. Sie war Lehrerin und malt und verkauft nun ihre Landschaftsbilder, sie bauen Gemüse an, kochen gern und machen ein. Alles fein im Team, man merkt, wie gut sie zusammenspielen. Sie arbeiten ausserdem als Freiwillige für DOC, pflanzen und pflegen Bäume und kümmern sich um die Pinguine. Er arbeitet immer noch in der Landwirtschaft und hilft bei Bauern aus. Sehr warm waren wir willkommen und sie nahmen regen Anteil an unserem Leben. Die beiden gehen auf die siebzig zu und haben doch eine sehr jugendliche Ausstrahlung. Sie haben drei Söhne, die in verschiedenen Bereichen der Welt leben und arbeiten und freuen sich über deren Abenteuerlust und Erfolge. Ich war schwer beeindruckt von soviel Lebenslust und Toleranz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo hatte das Glück, beim Hitchhiken auf  Jim zu treffen. Jim fuhr mit seinem Auto nach Hause nach Balclutha, das ungefähr 60 km von Invercargill am Meer liegt. Er nahm Leo mit, der ihm seine Geschichte erzählte. Jim gestand, trockener Alkoholiker zu sein und Leos Geschichte berührte ihn so sehr, dass er ihm helfen wollte und ihn bis nach Invercargill fuhr. Er wünschte Leo viel Glück mit mir und sagte ihm, dass es ihm eine Ehre und Freude war, ihn zu treffen. Leo sei jederzeit in seinem Haus willkommen. Jim ist Anfang vierzig und hat drei Kinder, Elly,13, Jayjay 4 und Zac, 3. Seine Ehe ist in die Brüche gegangen über seiner Trinkerei, seine Frau hat ihn eines Tags aus dem Haus geworfen. Erst verstand er nicht, warum, dann aber machte er sich auf, was zu ändern und ist nun seit über zwei Jahren trocken und glücklich, dass er die Kinder so oft sehen kann. Wir blieben zwei Tage bei Jim in Balclutha, der offen und freundlich über sein Leben erzählte. Er hält sich für nicht besonders schlau und für einen Aussenseiter. Dabei ist er ein herzensguter Mensch, der uns sein Schlafzimmer zur Verfügung stellte und gern auf der Couch schlief. Wir könnten bleiben, so lange wir wollten und wenn wir das Auto verkaufen, na dann könnten wir mit seinem fahren. Er hilft beim Schafescheren und arbeitet in grossen Fabriken, die Essen einfrieren. Er sagt, er weiss, was er zu verlieren hat, wenn er wieder zu trinken hat und im Grunde ist er ein glücklicher Mensch. Er hat sehr viel über sich nachgedacht, das Malen angefangen und schien mir den Kindern ein gütiger und freundlicher Vater zu sein. Ein wunderbarer Mensch, an dem die Bildung ein wenig vorbeigegangen ist. Hätte er sich mehr zugehörig gefühlt, besseren Zugang in der Schule gefunden, sein Leben hätte sicher einen ganz anderen Lauf genommen. Ein altbewährtes Freedom Golf und eine Kochsession mit den Kindern machten den netten Familienaufenthalt perfekt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Balclutha fuhren wir nach Dunedin, liefen auf dem Weg durch einen alten Tunnel, der uns ein echtes Gefühl dafür gab, wie es ist, nur ein kleines Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wir hielten bei freilaufenden Schweinen und spazierten am gewaltig wellenden Meer. In Dunedin waren wir  auf Jay und John Nixons Couch willkommen. Wir kamen mit dem obligaten Couchsurfwein an (in meinem ganzen Leben habe ich noch nie soviel Wein gekauft wie in Neuseeland) und wurden von einer sprudelnden Jay in der Nobelgegend Dunedins empfangen. Sie redete viel über  undankbare Couchsurfer und allerlei anderes, so dass selbst ich kaum ein Wort unterbrachte. Sie schien nicht viel Gutes zu erwarten, aber trotzdem ehrenamtlich engagiert zu sein. Es schien mir, als wollte sie eigentlich ein schlechtes Weltbild bestätigt sehen, das sie aber dann als die grosse Märtyrerin und die einzig Gute herausstellte. Hier wohnte jedenfalls Geld und sie brach ab einem gewissen Punkt ihren Monolog ab und sagte uns, dass wir nicht auf die Couch müssten, sondern in ein momentan leer stehendes Apartment ziehen dürften. Schlicht und kühl war es dort, wir assen, guckten einen Film und schliefen dort, bevor wir uns bald wieder aufmachten, ein wenig irritiert über soviel unfreundliche Freundlichkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder gings ins Internetcafe, wieder war unsicher, wo wir die nächste Nacht verbringen würde. In der Studentenstadt Dunedin aber gibt es mehr als hundert Couchs, so dass wir zuversichtlich waren. Leo wollte zu Miguel, einem jungen spanischen Musiker, der nur sehr wenig Englisch spricht. Seine Freundin antwortete sofort auf meine kleine unbeholfene Anfrage auf Italienisch (ich kann spanisch lesen, da kann der Spanier bestimmt auch italienisch lesen, dachte ich mir offenbar ganz zu Recht). Sie ist Australierin und lebt mit Miguel in einem Haus am Stadtrand- Wohnung hat man hier nicht so, selbst Leute, die Sozialhilfe beziehen haben Häuser, normalerweise mit mehreren Schlafzimmer. Saukalt isses da, ohne Isolierung und Doppelverglasung und Zentralheizung. Man heizt mit kleinen Elektroheizerchen und offenen Feuern, die unterschiedlich effizient sind. Dazu gibt’s meistens eine Heizdecke, die ich gerade noch als unter meiner Würde ansehe. Noch. Dort hatten wir wieder die rechte Coucherfahrung, wurden zum Bohnensüppchen zu unseren Ehren, gebraut von Miguel eingeladen, in ein nicht ganz taufrisches Zimmer auf eine Matratze verfrachtet, plauderten lange mit einem anderen Gast und guckten eine DVD. Sophia hat Soziologie studiert und macht nun eine Ausbildung zur Schreinerin und arbeitet nebenher als Eislauflehrerin. Miguel unterrichtet Musik und lernt Englisch. Es schien fast, als wollten sie uns nicht gehen  lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir mussten aber früh los, da ich mich in einer Steiner Schule eingeladen hatte. Wenn ich Lehrer werden will, denke ich, sollte ich wissen, ob ich wirklich eine staatliche Schule will, oder ob ich die alternativen Schulen nicht doch sinnvoller finde. Mein Vormittag dort hat mir sehr gefallen. Die Schule ist sehr schön auf einem Hügel beim Meer gelegen und die Kinder sind dort vom Kindergarten bis vierzehn. Eine Schülerin erzählte mir gleich ungefragt, wie gern sie in der Schule ist. Sie schienen alle sehr glücklich, lernen Maori, Schwedisch und Französisch, haben Bewegung, spielen Theater, malen und singen, rezitieren grosse Textmengen auswendig (Steinerlieder und Literatur gleichermassen) und sind auch mathematisch recht fit, soweit ich das gesehen habe. Sie arbeiten gut zusammen, kommen bunt und gar nicht in Marken gekleidet in die Schule und reden freundlich und respektvoll miteinander. Lee, einer der Lehrer, der eine lange Obstpflückkarriere hinter sich hat, bevor er das Lehramt anfing, meinte, sie seien reifer als andere Schüler. Ich fand es toll, wie ernsthaft und wirklich interessiert sie an die Dinge gingen und mir sogar einen Haka, einen Maoritanz, vorführten. Der Besuch hat mich zum Denken gebracht. Schule scheint ihnen Spass zu machen. Ob sie genauso viel lernen und das lernen, was ihnen nützt, kann ich noch nicht gut beurteilen. Ich fühlte mich jedenfalls sehr wohl in dieser Umgebung. Schule ist das Richtige für mich, da bin ich ziemlich sicher. &lt;br /&gt;In Dunedin sahen wir russische Kunst und trafen im Buchladen auf einen Anwalt, der uns unbedingt auführen wollte, einfach so offenbar, weil er ein wenig einsam war. Nicht ganz sozial angepasst, wie es scheint, schick gekleidet und freundlich und im Grunde schüchtern. Wir mussten das Angebot ausschlagen, waren wir doch bei Miguel zum Essen geladen. Dunedin hat wunderbare second hand shops und ich stattete mich für 15 Dollar mit Markenklamotten aus und liess die alten Rupfen hinter mir. Und dann gibt es viele verstaubte, verbücherstapelte Gebrauchtbuchläden mit Klassikern und Philosophieschätzen und anderen Entdeckungen. Leo kommt auf den Geschmack und will gar nicht mehr aus den Buchläden und Bibliotheken, wenn wir erst mal dort sind. Wir guckten in der städtischen Galerie Frances Hodgkins und schräge russische Kunst mit vielen nackten Menschen an und vergassen ein wenig die Zeit, was leider leider zu einem 45 Dollar Parkticket führte. Seufz. Ist  mir mit dem Fahrrad nie passiert.... Cadbury Schokolade produziert in Dunedin und ich machte eine Firmenführung. In grossen Säulen wird Schokoladenmasse gespeichert und von dort durch die verschiedenen Maschinen geschoben. Da ist erstaunlich viel Handarbeit dabei. Einen Gag hatten sie am Ende eingebaut- Eine Tonne Schokolade fiel im Turm nach unten und spritzte mächtig. Das Ganze nennt sich Schokoladenwasserfall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend fuhren wir nach Seacliff weiter, wo Sascha mit seiner Freundin mit kompliziertem irischem Namen und den zwei Hunden Britney (gross und kurzhaarig) und  Stevie (2 kg, sehr umtriebig) und einer Maus namens Stuart wohnt. Stuart lässt die Vorräte weitgehend in Ruhe und wird daher geduldet. Sascha hat mit uns Äpfel gepflückt und uns eingeladen, gern mal zu kommen, wenn wir in Dunedin sind. Seacliff liegt 28 km ausserhalb nördlich, Richtung Christchurch, von wo wir abfliegen werden. Die Frau mit dem nicht zu buchstabierenden Namen arbeitet als Friseuse, er nimmt verschiedene Arbeiterjobs an, vom Strassenbau zu den Äpfeln- was gerade so kommt. Die beiden scheinen sehr entspannt, rauchen gern ein wenig Selbstangebautes und lassen uns gemütlich hier wohnen. Wieder die Flasche Wein, wir kochen, sie schnitt uns die Haare, wir sehen die Gegend. Leider ist es sehr kalt und Sascha hat sich  beim Surfen das Sprunggelenk verzogen, so dass mein Sport nicht das Surfen, sondern das Laufen ist. Da bin ich ziemlich unfit- was will man machen. Die letzte Woche fühlte ich mich nicht ganz auf der Höhe mit dem Verdacht, beim Trinken der Bachwässerchen Giardiasis aufgeschnappt zu haben. Das ist ein Bazillus, der die Verdauung ins Schleudern bringt, sich aber nach zwei bis vier Wochen auch ohne Behandlung aus dem Staub macht. Ich habe mich aufs gemütliche Schwimmen und Aquajoggen (Gürtel umsonst, Bahn schön eingerichtet und das alles für zwei Dollar) in warmen Pools, Spaziergänge und Warten verlegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von hier gehen wir nach Oamaru, hoffentlich auf eine weitere freundlich angebotene Couch. Es ist spannend, so zu reisen, abwechslungsreich und sehr heimisch. Sophia meinte, das Couchsurfen hätte ihr das Vertrauen in die Menschheit wiedergegeben. So oft sind es die Leute, die selbst nun wirklich nicht viel Geld haben, die einen einquartieren, bekochen, abholen und von Herzen willkommen heissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir fehlt das Lesen und die geistige Herausforderung, da wir eigentlich ständig am Reden und Socialisen sind. In Sydney haben wir uns eine Couch organisiert und werden sofort nach Ankunft auf Jobjagd gehen. Uns geht das Geld aus und ausserdem will ich einfach wieder arbeiten. Eine regelmässige Betätigung, das hat schon was. Mal sehen, was so eine grosse Stadt mit zweimal soviel Einwohnern wie ganz Neuseeland zu bieten hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Reisen ist spannend, ich mache es gern, aber nicht ein Leben lang. Nicht immer in totaler Geldknappheit sein und einen Ort zu haben, zu dem man täglich zurückkommt und vor allem einen Beruf zu haben, zu dem man gerne wieder geht, das ist auf Dauer doch erfüllender. Und freilich vermisse ich mein liebes soziales Umfeld.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5440298624518314606?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5440298624518314606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5440298624518314606' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5440298624518314606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5440298624518314606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/07/couchsurfing-along.html' title='Couchsurfing along'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5410380586697752153</id><published>2009-06-18T22:46:00.000-07:00</published><updated>2009-06-18T23:04:30.000-07:00</updated><title type='text'>Was ist schon anstrengend?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sjspqg1qSYI/AAAAAAAAAjY/RHV2bGriESA/s1600-h/IMG_3662.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; 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Naja, ein bisschen viel Drama, das. Mal ganz langsam und von vorne. Da ich schon mal auf Stewart Island war, wollte ich natürlich auch was sehen und das tue ich gerne wandernd. Gavin meinte, wenn ich wirklich was sehen will, müsste ich schon ein bisschen mehr als die drei Tage Rakiura Walk machen. Das ist ein weiterer der sogenannten Great Walks, sehr schön beschildert und mit vielen Stegen für den pässlichen Tritt. Und da gibt es den Klassiker, die längste Wanderung Neuseelands und, wie ich nun weiss, ganz sicher eine der wirklich härteren. Zehn Tage North West Circuit. Mit legendären Schlammmassen (schon das Wort!), anständigen Steigungen und 125 km Strecke. Ich war ein wenig naiv, dachte, die Wege seien wie auf all meinen anderen Wanderungen. Da ist schon mal Dreck am Schuh kleben geblieben und es ging über ein paar Würzelchen, aber das, nein, das... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gavin fuhr mich am 9. Juni um dreiviertel sieben an den Start des Tracks, der auch der Anfang des Great Walks ist. Als ich den nach drei Stunden freudigen Spazierens hinter mir liess, war ich nach kürzester Zeit knietief im Morast, gnaaaatsch, gnaaaatsch. Und da voran zu kommen, kostet Zeit und Kraft. Nach sieben Stunden war ich an der ersten Hütte, der Bungaree Hut, herrlich am Meer gelegen. Nach einer Stunde kamen zwei weitere Wanderer an, Ben und Adam, beide 24. Ich hatte mich auf Einsamkeit eingestellt, nun hatte ich Gesellschaft mit genau dem gleichen Plan für die gleiche Zeit. Die beiden waren wenig gesprächig und meine Freude hielt sich in Grenzen, zumal sie sich wenig um Feuerholz kümmerten. Hat sich auch alles während der zehn Tage nicht geändert. Aber ich lief alleine und stellte bald fest, dass ich mir mächtig was vorgenommen hatte. Essen für zehn Tage und die üblichen Wanderutensilien auf dem Rücken hatte ich mich durch einige Bäche zu kämpfen, an Wurzeln hochzuziehen und sogar manchmal an Seilen durch den Schlamm abzulassen. Aber ich bin stur, hatte beschlossen, das durchzuziehen, also liess ich nicht locker und motivierte mich brav. Ich dachte, das Apfelpflücken hätte mir Gelegenheit gegeben, über mein Leben nachzudenken. Jetzt aber hatte ich erst so richtig die Chance. Leo, meine Eltern, meine Freunde, meine Zukunftspläne und Erinnerungen bildeten meinen Film. Dreissig Jahre- da gibt’s viel mehr Stoff als von mir erwartet. Das ist ein wenig so, als würde ich in den hintersten Ecken einer Rumpelkammer kehren. Ich dachte, es würde nicht mehr schwieriger kommen als durch Matsch und Hügel von Hütte zu Hütte, bei Beginn des Tageslichts um acht los und unbedingt bis um fünf wieder dort, wenns dunkel wird. Dazwischen Wasser und ein Müsliriegel. Die angegebenen Zeiten von sechs bis acht Stunden Wandern überschritt ich oft, einfach, weil mich der Matsch gefangen hielt. „Nicht schauen, nicht denken, laufen!“ hab ich mir wohl zehnmal am Tag gepredigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am siebten Tag strebte ich nach der Big Hellfire Hut die Mason Bay Hut an. Ein stürmischer, regnerischer Tag, mit Hagel und kalt dazu. Ich war fasziniert vom wilden Meer und den knarzenden Bäumen. Als der Track am Strand entlang ging, fand ich bald heraus, dass die Flut mächtig bis über meine Knie herschwappte und ich fürchtete, einfach in den Berg geschoben zu werden, der da steil aufragte. Ich guckte ein bisschen verzweifelt nach der Hütte, die aber lange noch nicht in Sicht war. Eine Stunde Tageslicht hatte ich noch. Ich malte mir aus, was mir schlimmstenfalls passieren könnte. Nun, dachte ich, eine Nacht draussen, unter einem Busch, in meinem Bivacksack mit all meinen noch trockenen, warmen Klamotten bekleidet. Das letzte bisschen Tageslicht nutzte  ich, um den rechten Busch zu finden und setzte meinen Bivackplan um. Schlafsack in den mitgeführten Müllsack, das ganze in den Bivacksack. Die Jacken dienten als Unterlage und der Rucksack wurde zur Matte umfunktioniert. So lag ich am Hügel im Hagel und harrte aus. Von sechs Uhr abends bis um acht in der Früh döste ich, checkte, ob noch alles einigermassen trocken war und ich nicht am Hügel abrutschte, lauschte den mächtigen Wellen und dem Hagel und guckte stündlich auf die Uhr. Es war kühl in meinen Hüllen aber nicht eisig in der doch sehr kalten Nacht. Meine Ausrüstung hat sich voll bewährt und ich war erleichtert, dass letztlich alles doch recht unproblematisch war. Zwar war ich noch dreckiger und alles etwas feucht, aber ein gutes Feuer in der nächsten Hütte hat den Schlafsack trocknen lassen und mich wieder ganz auf die Bahn gebracht. Ein Abenteuer, das mich ein wenig hat bangen lassen. Aber ich freute mich, nicht panisch zu werden, sondern ruhig geblieben zu sein und das Beste aus der Situation gemacht zu haben. Wenns schwierig wird, kann ich mich auf mich verlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg gab es  immer wieder Gesellschaft. Roland, einen unfassbar fitten Wanderer in der anderen Richtung, der mir seine Zahnbürste schenkte, da mir meine aus der Tasche gefallen war. Und vor allem zwei Gruppen Jäger, die sehr zünftig und lustig waren und mich mit ihrem eingeflogenen und erbeuteten Essen fütterten. Da gabs auf einmal Bacon and Eggs zum Frühstück, Paua Muscheln und Blue Cod zum Abendessen und Rehgulasch bei der anderen Gruppe. Einer schenkte mir sehr gute Wandersocken,  die ihm zu klein sind und sie gaben mir Vitaminsprudeltabletten mit auf den Weg, die ich mir so sehnlich vom Universum gewünscht habe. Die Krönung war die kalte Dusche, die sie installiert hatten und mir zur Verfügung stellten. Ich bin sehr dankbar über soviel Menschenliebe und fühlte mich gleich sehr geborgen bei soviel Fürsorge. In der vorletzten Hütte trafen wir auf DOC- Leute, die mir erzählten, dass es gar nicht so ungewöhnlich sei, dass Leute im Freien übernachten, wo die Flut bei Mason Bay herbrandet. In der letzten Hütte gab es Felsen am Meer, von denen wir bei Ebbe Miesmuscheln zum Abendessen pflückten. Mhm, ein Fest!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Jäger hatte mir erzählt, dass ich am Strand Handyempfang haben könnte. Ich sprach kurz mit Leo, der sich wild entschuldigte für seine haarsträubende Geschichte und momentan wieder weg vom Rauchen und Trinken hin zum Laufen kommt. Er will übers Meer schwimmen, um bei mir zu sein. Verrückter Kerl. Und klar: ich vermisse ihn...&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Als ich letztlich heute am zehnten Tag in Oban mit meinem Wanderstock einlief, vollführte ich ein Freudentänzchen, setzte meine Tarnmütze auf meine dreckverklebten Haare und freute mich über soviel nette Mails von Euch. Vielen Dank! Ich wusste schon, warum ich mich darauf gefreut hab! Zehn Tage im Busch, mit Kiwis, dem kleinen Vogel Tomtit, den Fantails, den melodiereichen Tuis, den Manukabäumen, den vielen Farnen und Bächen, in den Bergen und am Meer. Für meine hundert Euro Futtergeld hatte ich wirklich ein phantastisches Abenteuer und jede Menge Zeit zum Nachdenken. Zweifel, ob ich das packe und letztlich die Zuversicht, dass alles gut geht. Wenn ich mir etwas wirklich ersehnte wie diese Vitamintabletten hab ichs gekriegt. Ich bin sehr dankbar für die Zivilisation, die Chips, Kekse und Milch, die ich mir gegönnt habe. Die warme Dusche, die Waschmaschine, den warmen Ofen und das elektrische Licht. Ich feiere das Leben und sehe sehr klar, wie gut ein bisschen Verzicht tun kann. Langweilig war mir nie, auch wenn ich an ganz andere Dinge als gewöhnlich dachte. Warm, trocken, ankommen, schlafen, essen- worüber sollte ich mir sonst Sorgen machen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5410380586697752153?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5410380586697752153/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5410380586697752153' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5410380586697752153'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5410380586697752153'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/was-ist-schon-anstrengend.html' title='Was ist schon anstrengend?'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sjspqg1qSYI/AAAAAAAAAjY/RHV2bGriESA/s72-c/IMG_3662.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-251211637878367096</id><published>2009-06-18T22:38:00.000-07:00</published><updated>2009-06-18T23:05:49.869-07:00</updated><title type='text'>Auf die Insel mit viel Bergen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmDAAo9dI/AAAAAAAAAiI/mdinqOmANEQ/s1600-h/IMG_3509.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmDAAo9dI/AAAAAAAAAiI/mdinqOmANEQ/s200/IMG_3509.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5348910815416743378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmCwXn9_I/AAAAAAAAAiA/vpZU-PrFCjA/s1600-h/IMG_3499.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmCwXn9_I/AAAAAAAAAiA/vpZU-PrFCjA/s200/IMG_3499.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5348910811218180082" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmCUfVz7I/AAAAAAAAAh4/HytFzE7NCCs/s1600-h/IMG_3488.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmCUfVz7I/AAAAAAAAAh4/HytFzE7NCCs/s200/IMG_3488.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5348910803734351794" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In Invercagill habe ich den Tag mit Ester, meiner Couchsurfwggastgeberin und ihrem Bruder Sam beim Golfen verbracht. Von ein paar schnieken Golfcaddyfahrern (die haben mich verdammt an die deutschen Golfer erinnert- eingeschleppt?) vertrieben, haben wir creativity golf oder auch freedom golf gespielt, mit einigen überaus fordernden Parkbank, Denkmal und Spielplatzhindernissen. Mann, war das lustig! Ich suche momentan ein wenig nach Dingen, die mich aus meinem kleinen Tief herauskatapultieren. Die Leosache hängt mir ein wenig nach, teils auch, weil ich mich als zu naiv erlebt habe. Es ist ruhig geworden hier, ohne die anderen Touristen und ich bin nicht immer so voller Tatendrang und Freude wie gewohnt. Das liegt sicher auch daran, dass ich viel näher an der Natur bin, die auch nicht sommerlich blüht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neuseeland war wohl nicht abgelegen genug. Eigentlich wollte ich eher einen Fallschirmsprung wagen, nun bin ich ziemlich weit weg von allzu aufregenden Dingen auf Stewart Island. Die Insel ist die drittgrösste Neuseelands mit 450 Einwohnern, die sich freilich in irgendeiner Form alle kennen. Die Überfahrt vom kleinen Ort Bluff, den man vor allem wegen seiner Austern mag, dauert eine Stunde und kostet 60 Dollar. Der junge Kapitän Tim gab mir eine Einführung in die Sicherheitsregeln, die paar anderen Leute an Bord (sechs, sieben?) seien alle locals, die bräuchten das nicht. Und wenn ich es nicht allzu wild haben wolle, sei ich weiter hinten an Bord eindeutig besser bedient, es sei ein rauer Tag auf See. Ich wollte natürlich das volle Vergnügen, hielt mich ordentlich fest, beugte die Knie und hüpfte in Surferpositur über und manchmal in und unter die Wellen und plauderte mit Tim. Leider waren die Delfine, die er im Herweg gesehen hatte, schon weg und der vorbeischwimmende kleine blaue Pinguin wurde nur von ihm erspäht. Ich will wissen, wie es ist, auf so einer kleinen Insel, so ganz weit weg von allem, was so viele Menschen für erstrebenswert halten. Ausserdem wäre es natürlich zu fein, einen Kiwi in der Wildbahn zu sehen, von denen es hier mehr als Einwohner gibt. Die kleinen Vögel sehen schlechter als ich und es kann sein, dass sie buchstäblich in einen reinlaufen. Ich werde mich wieder brav in den Busch aufmachen, ob für drei oder zehn Tage, finde ich morgen im DOC Büro heraus. Kiwis gibt es übrigens mindestens dreierlei, angefangen hats wohl mit den hühnchengrossen runden Laufvögeln, dann gings auf die grünen und gelben Früchte und letztlich heissen alle Neuseeländer so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Wwoof Gastgeber hier heisst Gavin, geht auf die fünfzig zu, wirkt aber sehr jugendlich. Er ist viel gereist, um unsere Alpen mit dem Motorrad und auch in Afrika. In Südostasien war er tauchen, was er offenbar am allerliebsten macht. Hier hat er einen Vertrag als Taucher mit einer Lachsfarm und prüft deren Netze. Mit zwei Freunden hat er ein Ofenpizzarestaurant und ausgebildet wurde er als Schreiner. Das macht Spass, aber mehr für ihn selbst, meint er. So hat er ein ganzes Haus gebaut, das ziemlich verwinkelt und eigentümlich, aber wirklich schön ist. Er hat eine Sauna und eine grosse Wanne eingebaut, er schläft erhöht mit Meerblick und ich direkt unter der Küche in einem Hochbett unter dem Ofen, weil ich doch sonst frieren könnte, wie er schon sorgenvoll mit der Bettflasche in der Hand meinte. Ich sitze hier in der Küche und schaue aufs Meer und den Wellen zu. Ich bin ganz froh, dass ich das mittlerweile „kann“, vor meiner Reise hätte ich vielleicht sowas wie Langeweile empfunden oder doch den starken Drang, irgendwas zu machen. Ich bin ein klein bisschen ruhiger geworden, zumindest manchmal. Vom Fenster habe ich wie so oft ein Panaroma, das mich ein Superweitwinkelobjektiv vermissen lässt. Kalt ist es hier freilich, ganz winterlich und windig, bis zu minus zwei Grad. Die paar Inselbewohner, die ich heute getroffen habe, meinten alle ungefragt, auf der Strasse und in den kleinen Läden, dass es doch sehr, sehr kalt sei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gavin hat fünf Hennen und einen Hahn, ein erstaunlich warmes Tunnelgewächshaus, in dem er auch die Wäsche aufhängt und eine Wurmfarm. Ich habe den Verdacht, wir würden das einfach Kompost nennen. Es scheint ihm an nichts zu fehlen, er liest gern an den langen Winterabenden und ansonsten hat er seine Golfausrüstung, geht tauchen, baut und gräbt und guckt ein bisschen fern. Hie und da wird er wohl mit seinem Motorrad die insgesamt 27 km Strasse abfahren, dies hier gibt. Seine Wasserversorgung ist ihm vor kurzem umgekippt, das heisst, sein Regenwassertank ist umgefallen. Nun hat er ein neues System und wir werden wohl gemeinsam einen Rinne graben, um einen Schlauch dorthin zu verlegen. Aber er will mich nicht überstrapazieren, glaube ich. So war bis jetzt meine Aufgabe, den Kompost wegzubringen, die Handtücher aufzuhängen und die Hühner zu versorgen. Da gibt es aber wieder die vielen kleinen Dinge, die mich als Stadtkind so richtig blöd ausschauen lassen. Den Kompost hab ich nicht gefunden, die Hühner laufen irgendwie wild im Garten herum, aber nur ein paar und ich weiss nicht, ob ich dagegen was unternehmen soll oder das so gewollt ist. Und wieviel von welchen Körnern fressen die denn? Eine weitere peinliche Herausforderung war, das Feuer anzuzünden- trotz schöner Spreissel eine Aufgabe, die mich eine halbe Stunde beschäftigt hat. Was für eine Unfähigkeit! Feuer ist aber wichtig, da es sonst wirklich frisch ist. Viel Wärme geht ausserdem durch die nicht vorhandene Isolierung verloren und vor allem, weil Gavin seine riesigen Fenster nicht doppelverglast hat. Er meinte, es sei bedauerlich, dass ich meinen Neoprenanzug im Auto liess, hier könnte ich wunderbar schnorcheln- brrrrrrrrr...Ich härte mich momentan durch Joggen und die blossen Lufttemperaturen ab...Im Bett liege ich in meinen warmen Schlafsack gekuschelt neben einer kleinen Laterne mit einem Teelicht und lese Charles Dickens „The Old Curiosity Shop“ - wenn das mal nicht romantisch ist. A propos: Leo hat geschrieben, dass es doch sehr bedauerlich sei, dass er eine absolut wunderbare Beziehung ruiniert hat. Seufz...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-251211637878367096?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/251211637878367096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=251211637878367096' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/251211637878367096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/251211637878367096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/eine-insel-mit-viel-bergen.html' title='Auf die Insel mit viel Bergen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SjsmDAAo9dI/AAAAAAAAAiI/mdinqOmANEQ/s72-c/IMG_3509.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4540997772515219756</id><published>2009-06-17T18:28:00.000-07:00</published><updated>2009-06-17T18:31:57.348-07:00</updated><title type='text'>Der Aventuere Rueckkehr</title><content type='html'>Ich bin wieder da! Zu berichten habe ich von 125 km in oft knietiefem Matsch, Hagel, Schnee, Sturm, einem wilden Meer, wunderbaren Kiwis und vor allem einer Nacht unter einem Busch in meinem Bivvybag. Die Tour war das anstrengendste, was ich je in meinem Leben unternommen habe. Kommt kein Marathon und keine Lektuere eines Philosophieaufsatzes nicht hin. Saugeil wars, wenn ich das mal so sagen darf. Ich berichte, mit Bildern, im Detail, sobald ich wieder richtiges Internet habe. Und ganz lieben Dank fuer die vielen Geburstagsmails, die Vorfreude darauf war voll berechtigt. Ihr seid die weltallerbesten Freunde!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4540997772515219756?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4540997772515219756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4540997772515219756' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4540997772515219756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4540997772515219756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/der-aventuere-rueckkehr.html' title='Der Aventuere Rueckkehr'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2725292685942233213</id><published>2009-06-07T16:16:00.000-07:00</published><updated>2009-06-07T16:17:48.740-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Nein, ich bin nicht alt. Ich kann noch laufen und das fuer zehn Tage, an der Kueste, im Busch. Mehr kann ich momentan hier leider nicht schreiben. Ich bin erst mal wech und ich werde es bestimmt lieben. Bis bald, Ihr Lieben, ich freu mich auf Euch, in jeder Form!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2725292685942233213?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2725292685942233213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2725292685942233213' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2725292685942233213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2725292685942233213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/nein-ich-bin-nicht-alt.html' title=''/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5559892140232692605</id><published>2009-06-05T13:27:00.000-07:00</published><updated>2009-06-05T13:50:24.921-07:00</updated><title type='text'>Auf die Insel vor der Insel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SimE_lKplcI/AAAAAAAAAhw/oO9ee4wS6Ks/s1600-h/IMG_3476.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SimE_lKplcI/AAAAAAAAAhw/oO9ee4wS6Ks/s200/IMG_3476.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5343948660695209410" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SimE_SmfziI/AAAAAAAAAho/c6Y6GyFJTRc/s1600-h/IMG_3475.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SimE_SmfziI/AAAAAAAAAho/c6Y6GyFJTRc/s200/IMG_3475.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5343948655711735330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich hab vergessen zu erwähnen was es mit dem sausage capital Tuatapere auf sich hat- nicht viel, irgendwann ist der Metzger dort zum Oberwurster im Radio ernannt worden, nun gibts ein Riesentratra. Soll uns nciht weiter stören, die Wurst schmeckt wie alle anderen auch- nicht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nun zwei Tage in Invercagill verbracht, der einzigen Stadt Neuseelands, in der man keine Studiengebühren zahlen muss, weil die Leute von hier ständig weggezogen sind. Hier kann man Tuataras im Museum anschauen, die ältesten lebenden Exen der Welt. Sehr munter, wenn sie Babies sind, sehr ruhig, wenn sie älter werden, wie Henry, der Opa, der mit 110 das erste Mal ernst machte mit Nachwuchs. Vorher war er unleidlich, hatte er doch eine Zyste am Schwanz, nach deren Entfernung sein Charakter ins Liebliche umschwenkte. Ihr seht auch einen Knochen eines Moa, ein Laufvogel, der bis zu drei Meter gross wurde, aber leider ausgerottet wurde. Immerhin warens wohl nicht die armen Possums, die ihn niedergestreckt haben. Sonst werden sie aber für fast alles verantwortlich gemacht: Rückgang der Arten und Schwund des Busches. Auch die Kaninchen mag man hier gar nicht und die Wiesel sind auch unbeliebt, fressen sie doch die Vogeleier und haben vor allem keine Fressfeinde, sondern nur den Menschen, der sie mit Gift 1080 aus dem Flieger erschlägt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten ist das hier ein Örtchen zum ein wenig shoppen und Studien für Australien betreiben- Queensland wäre jobmässig wohl günstig. Ich motiviere mich gerade, Anfang Juli dorthin zu fliegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier habe ich das gute alte Couchsurfen genutzt udn bin in einer einigermassen chaotischen MusikerWG untergekommen. Vier Leute und bis zu neun Couchsurfer, die sich im Wohnzimmer drängen. Jung und freundlich und ein bisschen schräg, mir ist das nur recht, vor allem sowas wie ein fester Wohnsitz, tata! Heute fahre ich in den Austernort Bluff, um von dort mit der Fähre nach Stewart Island überzusetzen. Dort erwartet  mich Gavin, ein wwoofing Gastgeber, der sich mit seinem Garten auf Armageddon vorbereiten will, wie er sich im Wwoofbuch selbst beschreibt. Auf der Insel gibt es insgesamt 20 km Strasse und wohl keinen Handyempfang, dafür viel von meinem Lieblingsbusch, Delfine, Wale und viele Vögel. Heisst es- mal sehen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5559892140232692605?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5559892140232692605/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5559892140232692605' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5559892140232692605'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5559892140232692605'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/ich-hab-vergessen-zu-erwahnen-was-es.html' title='Auf die Insel vor der Insel'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SimE_lKplcI/AAAAAAAAAhw/oO9ee4wS6Ks/s72-c/IMG_3476.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2500749195120007498</id><published>2009-06-03T18:15:00.000-07:00</published><updated>2009-06-03T18:31:22.287-07:00</updated><title type='text'>Der Zweiminutenblog</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SicjeWech7I/AAAAAAAAAhg/oeb6g7XonQw/s1600-h/IMG_3460.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SicjeWech7I/AAAAAAAAAhg/oeb6g7XonQw/s200/IMG_3460.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5343278487234709426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SicjeCsX7xI/AAAAAAAAAhY/xRM34Od_e6g/s1600-h/IMG_3463.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SicjeCsX7xI/AAAAAAAAAhY/xRM34Od_e6g/s200/IMG_3463.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5343278481924419346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Brrrr, es ist echt kalt. Immer wieder Regen in Riverton, wo ich mich vergeblich um einen Wwoofingplatz bemühte, da doch im Winter nicht soviel draussen zu tun ist. Es reist kaum wer und ich will sparen und lieber im Auto frieren. Dort befestige ich eine Kerze in meinem Billy, dem Campingtopf und befreie Lizzy Bennett von den Qualen ihres Stolz und Vorurteils, wenn es um halb sechs dunkel wird. Einmal hab ich mir ein Bett in einem leeren Hostel geleistet, einmal auf einem Parkplatz vor einem Wanderweg geschlafen und bin dort prompt in der Nacht um zwei von einem anderen Auto angeleuchtet worden. Fand ich gruselig und bin aufgebrochen gen Strand, wo sichs bedeutend besser schlafen liess. Nun bin ich in Invercagill und versuche mein Glück bei den Couchsurfern bevor ich am Samstag auf die Stewart Island aufbreche, um dort erst zu wwoofen und dann zu wandern. Die Zeit vertreibe ich mir mit Plaudereien im Buchladen und einem langen Gespräch mit einem Spieleladenbesitzer, der erst Farmer, dann Erlebnispädagoge war, dann Management studiert hat und nun einen Spieleladen hat. Scheint ein glücklicher Mensch zu sein. Wir haben gleich eine Runde gespielt, das hab ich vermisst. Es wird wohl Zeit, einen "move" zu machen, ich spüre es. Australien, arbeiten, das ist angesagt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2500749195120007498?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2500749195120007498/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2500749195120007498' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2500749195120007498'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2500749195120007498'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/der-zweiminutenblog.html' title='Der Zweiminutenblog'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SicjeWech7I/AAAAAAAAAhg/oeb6g7XonQw/s72-c/IMG_3460.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-3836713639396804940</id><published>2009-06-01T15:37:00.000-07:00</published><updated>2009-06-01T15:50:26.414-07:00</updated><title type='text'>Lügen und Zeiten der Klarheit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbFIlCPiI/AAAAAAAAAhQ/-EegutbfQbk/s1600-h/IMG_3433.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbFIlCPiI/AAAAAAAAAhQ/-EegutbfQbk/s200/IMG_3433.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342495201728544290" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbE6N_3rI/AAAAAAAAAhI/vnlM8e_pVNM/s1600-h/IMG_3426.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbE6N_3rI/AAAAAAAAAhI/vnlM8e_pVNM/s200/IMG_3426.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342495197873823410" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbErI5ZlI/AAAAAAAAAhA/oVFSzJbzCSU/s1600-h/IMG_3420.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbErI5ZlI/AAAAAAAAAhA/oVFSzJbzCSU/s200/IMG_3420.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342495193825896018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Leo ist ausgerastet. Nach einer herrlichen Wanderung kamen wir auf seinen Wunsch einen Tag früher im Motorcamp an. Am nächsten Tag war er schlechter Dinge und ich liess ihn allein. Da ist er spazieren gegangen, rief mich dann an und sagte mir, ich solle das Auto sofort packen, wir müssten weiter. Ich meinte, er solle erstmal heimkommen, dann könnten wir die Route besprechen. Er kam heim, packte ein paar seiner Sachen zusammen und eines meiner teuren Merino – Shirts und dampfte ab. Ich war fassungslos, lief ihm nach und fand ihn im Park, wo er übernachten wollte. Er wollte mir seine „wahre Geschichte“ erzählen, während er eine Flasche Sekt trank. Die Geschichte war wild und liess mich ihn schrecklich bedauern ob soviel durchlittenen Leids. Allerdings hat sie sich als vollständig falsch herausgestellt, als ich seine Schwester anrief und mich erkundigte, was wirklich dran ist. Ich habe ihm eine Matte und einen Schlafsack in den Park gebracht, weil es wirklich kalt war. Er rangelte noch kurz mit mir, er wolle im Auto schlafen, ich stiess ihn weg und sagte ihm, dass ich ihn betrunken nicht aufnähme. Er hat mich wohl in der Nacht noch gesucht, aber ich schlief bewusst woanders und hatte auch absichtlich das Handy aus. Nun ist er weitergereist, in eine andere Stadt. Er rief an, er wolle mit mir weiterreisen. Es täte ihm alles schrecklich Leid. Ich war natürlich vollständig platt. Während all der Zeit, da Leo und ich zusammen waren, hat er nicht getrunken, das hat auch seine Schwester bestätigt. Ich wusste um eine Alkoholvergangenheit, dachte aber, es sei eine Vergangenheit und war mir nicht sicher, ob er Alkoholiker war. Er sagte immer, er trinke nicht mehr, das ändere die Menschen, das sei nicht gut. Er ist der liebste Mensch, wenn er nicht trinkt, wenn er aber trinkt, scheint er sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Ich hab ihm gesagt, er müsse sich Hilfe suchen und das will er im Grunde auch. Seine Schwester fürchtet, er wird sich umbringen, wenn er das nicht in den Griff kriegt. Viel kann ich ihm nicht helfen, ich habe ihm versprochen, dass wir Freunde bleiben. Ich wünsche ihm das Beste, er ist ein wunderbarer, aber ein kranker Mensch. Ich hege keinen Groll, er tut mir einfach nur sehr, sehr Leid. Wohin er geht, verbrennt er seine Brücken, hat Joan, seine Schwester mit Tränen in der Stimme, erklärt. Lügen jedenfalls vertrage ich gar nicht gut. Warum all das- vielleicht weiss er es, vielleicht erzählt er es mir irgendwann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich eilig auf den Weg gemacht und fahre nun die sogenannte Scenic Route ganz im Süden Neuseelands entlang. Jan und Brian, das Paar vom Hollyford Track haben mich zu sich eingeladen und ich freue mich über soviel Gastfreundlichkeit. Auf meinem Weg kam ich an eine tolle Limestone Höhle, die ich freilich wacker und teils durch Wasser durchwanderte. Wo die Höhle ist, war früher Meer, das sie ausgeschwemmt hat, jetzt sind da faszinierende Steine und Glühwürmchen. Ich fuhr bis Tuatapere, einem skurrilen kleinen Örtchen mit einem Bushman's Museum,das ich heute noch besuchen will. Das Örtchen bezeichnet sich als Sausage Capital. Warum, das finde ich noch raus. Mein Holidayparkbesitzer besitzt auch noch den Allzweckladen hier, ein Hostel und ein Pub, zwei Katzen, einem zahmen Reh und einer zahmen Bergziege und den sprechenden Papagei Brandy, der gern auf mir herumsteigt. Angefangen hat er mit einem Fish and Chips Shop. Von Tuatapere startet der Hump-Ridge Track mit alpinen Abschnitten und viel Meer. Da es aber bis auf 200 Meter schneien sollte, liess ich das lieber bleiben und machte mich nur die sechs Stunden an Meer durch den Busch entlang auf. Normalerweise brauche ich die Zeit nicht, die die Zeichen angeben und trödelte vor dem Start etwas herum. Um zwölf war ich am Start und marschierte in Hochgeschwindigkeit los, um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Ich genoss den Busch und war tief in Gedanken versunken, ganz das rechte Heilmittel nach dem Leoschock. Einmal blickte ich auf und sah etwas langes Weisses durch den Wald huschen. Lang, das hiess mannshoch. Dann war es weg. Ich fragte mich, ob ich nur einen seltsamen Lichteinfall gesehen hatte, oder schon am Halluzinieren war. Schnell lief ich weiter und stiess auf sieben Surfer, die ihre Bretter sechs Stunden in den Wald trugen, um dort surfen zu gehen. Da kann man getrost von Leidenschaft sprechen und ich war erleichtert, weil es nur ein unerwartetes Surfbrett war, das ich da gesehen hatte. Sie waren nicht sehr schnell, da sie Zutaten für wahre Festmahlzeiten auf dem Feuer dabei hatten: Gulasch, Kartoffeln, gebackene Bananen, einige Flaschen Alkohol, die Neoprenanzüge und die Bretter. Mit dem schnellsten von ihnen schaffte ich es nach fünfeinhalb Stunden zur Hütte, einer alten Schule. Was tut eine Schule in soviel Abgeschiedenheit? Port Craig wurde 1917 als Holzverarbeitungsstätte in Betrieb genommen. 200 Menschen lebten und arbeiteten dort und ich konnte noch allerlei Relikte anschauen. Die Kosten für eine so abgelegene Produktionsstätte waren aber zu hoch und 1928 hat man von einem Tag auf den anderen den Betrieb eingestellt. Nun schlafen also die Wanderer in der alten Schule. Ich wollte am nächsten Tag wieder rauswandern, fand dann aber die Gegend so spannend, dass ich noch einen Tag blieb und lange am Meer sass. Dort sieht man wohl hie und da Delfine, Wale, Seehunde und Pinguine. Als ich gerade dabei war, mit meinem Geschau aufzuhören, da mich die Sandfliegen verspeisen wollten, sah ich erst einen lustigen Schwimmvogel, der aber eher einer schwarzen Ente denn einem Pinguin und glich und dann etwas kleines Schwarzes, das immer wieder auftauchte. Es war die Flosse eines Hector Delfins, des kleinsten Delfins der Welt, die hier mit einer Population von ungefähr hundert Tieren herumschwimmen und gar mit den Surfern schwammen. Ich war glücklich, einen von ihnen zu sehen. Der Marsch zurück zum Auto war voller guter Gespräche mit den Jungs. Das Gute am Reisen ist schliesslich, dass man viele Menschen meist nur einmal sieht. Da kann man die Zeit auch für eine ehrliche Unterhaltung nutzen. Sie sind alle recht engagiert, einer hat für ein Jahr eine Schule in Rumänien mit aufgebaut. Alle haben die verschiedensten Dinge in ihrem Leben getan und sind für längere Zeit gereist, was hier nicht  nur normal ist, sondern erwartet und sehr unterstützt wird. Wo ist die OE, die overseas experience? Alex hat mir erzählt, dass es ihn gelehrt hat, dass es fast nur die Grenzen gibt, die man sich selbst setzt. Da kann ich ihm nur recht geben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese, nein, fresse fast ein Buch mit dem Titel „What should I do with my life“ von Po Bronson. Der Autor hatte einen langen gewundenen Weg, bis er endlich zu seiner Leidenschaft, dem Schreiben stehen konnte. Wie andere Menschen zu dem finden, was sie wirklich mit ihrem Leben anfangen wollen, hat er in vielen Treffen und Interviews mit sehr unterschiedlichen Leuten herausgefunden. Die Geschichten faszinieren mich sehr und bringen mich zum Nachdenken darüber, was ich nun weiter tun will. Ich bin immer meinen Leidenschaften gefolgt. Habe mich durch die Schule geboxt und in die Uni geschoben, mich sportlich trainiert und meinen Kopf so gut angestrengt, wie ich nur konnte. Ich habe mit Philosophie das Fach studiert, für das ich mich wahrhaft begeistern konnte und in den Hintergrund gestellt, dass ich damit nicht Lehrer werden konnte, wie ich es eigentlich seit langem im Sinn hatte. Daher wohl eine gewisse Ratlosigkeit nach dem Studium und ein bisschen Hin und Her. Ich spüre meine Berufung darin, zu helfen und das nicht nur ehrenamtlich. Als Lehrer könnte ich ein wenig Stoff vermitteln und positive Energie verbreiten und mich um ein paar Problemfälle kümmern. Ich hätte meine intellektuelle Spielerei und jede Menge Gelegenheit, meinen Unterricht zu ändern, sollte ich was Neues brauchen. Das Festlegen fällt mir immer noch schwer, ich habe es immer genossen, viele verschiedene Dinge in Angriff zu nehmen. Ich habe die Leute oft beneidet, die immer wissen, was sie wollen und darauf hin arbeiten. Ich habe mich gefragt, wie sie so sicher sein können. Ich glaube, viele sind sich gar nicht sicher und tun einfach, was von ihnen erwartet wird. Eine Familie, ein grosses Haus, ein schickes Auto. Auf dieser Reise bin ich nun allein, weit weg von den Erwartungen anderer, oder zumindest doch von vielen und will herausfinden, wie es weitergehen soll. Ich gebe nicht auf mit meiner Suche. Ich habe keine Verantwortung für ein Kind oder andere dringende Verpflichtungen, sondern nur die, das Beste aus meinem Leben zu machen. Ich habe viel für mich getan, nun will ich meine Energien anderen widmen. Lehrer werden? Ich denke viel daran und es hat mich nie losgelassen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich daran denke, Neuseeland zu verlassen, werde ich ein wenig traurig. Mir ist hier soviel Gutes widerfahren und ich habe mich in die Natur verliebt. Früher kannte ich diese Weite nicht, diesen Busch, die Tiere. Meine Sehnsucht nach grösseren Städten verblasst zusehends und ich will vor allem draussen sein, die beschneiten Berge direkt vor meiner Nase, das Meer einen Spaziergang weit weg. Das vermutlich trockene Australien lockt mich momentan gar nicht. Dort müsste ich aber nicht im Auto frösteln...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den vielen Telefonaten wegen Leo wird mein Budget knapp, auch wenn ich wirklich sehr, sehr sparsam bin und ich werde mir bald wieder einen Job suchen. Ich laufe in meinem Op-Shop-Klamotten herum, koche selbst und schlafe im Auto oder in Hütten, für die ich bereits mit meiner Mitgliedskarte bezahlt habe. Eine Sorge ist, dass meine momentane Untermieterin im Juli ausziehen wird und ich einen neuen Untermieter brauche, wenn ich Australien noch sehen will ohne vollständig bankrott zu gehen. Ich mag die vielen kleinen Probleme, die sich täglich stellen, von der Autoisolierung zur nächsten Übernachtung zur Frage, was sich nun zu tun und anzuschauen lohnt und worauf ich verzichte. All das hat mich sehr vom Konsum abgelenkt, ich  komme gut klar mit dem Zeug, das ich habe, alles andere als das wirklich Nötige habe ich daheim oft nur aus Langeweile gekauft, wie ich gestehen muss. Ich bin eine etwas andere Person,vielleicht lässt es sich besser beschreiben als noch etwas mehr kompromisslos ich: meist ein wenig Matsch an der abgerissenen Wanderhose und immer weiter weg von Parfüm und Glamour.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-3836713639396804940?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/3836713639396804940/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=3836713639396804940' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3836713639396804940'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3836713639396804940'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/06/lugen-und-zeiten-der-klarheit.html' title='Lügen und Zeiten der Klarheit'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SiRbFIlCPiI/AAAAAAAAAhQ/-EegutbfQbk/s72-c/IMG_3433.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-7227690848557152524</id><published>2009-05-27T16:24:00.000-07:00</published><updated>2009-05-27T17:03:00.632-07:00</updated><title type='text'>Von grossen Maerschen</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3UpJbd_jI/AAAAAAAAAgw/7vOSdfjXynU/s1600-h/IMG_3358.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3UpJbd_jI/AAAAAAAAAgw/7vOSdfjXynU/s200/IMG_3358.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340658536502132274" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3Uo5B6TUI/AAAAAAAAAgo/vuy29kyGvBk/s1600-h/IMG_3367.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3Uo5B6TUI/AAAAAAAAAgo/vuy29kyGvBk/s200/IMG_3367.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340658532099968322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3UoiGbDnI/AAAAAAAAAgg/jsQsbHc7Xsw/s1600-h/IMG_3340.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3UoiGbDnI/AAAAAAAAAgg/jsQsbHc7Xsw/s200/IMG_3340.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340658525944876658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NRKJSWRI/AAAAAAAAAgY/2D4jCMf6XSI/s1600-h/IMG_3375.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NRKJSWRI/AAAAAAAAAgY/2D4jCMf6XSI/s200/IMG_3375.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340650427796052242" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NQmyDPQI/AAAAAAAAAgQ/OVgQ-zwp-MY/s1600-h/IMG_3356.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NQmyDPQI/AAAAAAAAAgQ/OVgQ-zwp-MY/s200/IMG_3356.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340650418303352066" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NQNQFJ3I/AAAAAAAAAgI/iWvWPl0Kkjo/s1600-h/IMG_3351.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NQNQFJ3I/AAAAAAAAAgI/iWvWPl0Kkjo/s200/IMG_3351.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340650411449984882" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NPvM1nSI/AAAAAAAAAgA/3lZF4s4V8Tg/s1600-h/IMG_3346.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NPvM1nSI/AAAAAAAAAgA/3lZF4s4V8Tg/s200/IMG_3346.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340650403383319842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NPbV68QI/AAAAAAAAAf4/EVZWErpRIN0/s1600-h/IMG_3309.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3NPbV68QI/AAAAAAAAAf4/EVZWErpRIN0/s200/IMG_3309.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340650398052708610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich bin zurueck. Ich sitze in der Buecherei von Te Anau nach sieben Tagen im sogenannten Busch. Und ich frage mich, wie ich jemals wieder die kleinen Kulturwaeldchen Deutschlands geniessen soll. Na, ich uebertreibe ein bisschen. Aber ich kann doch ehrlich sagen, dass ich ganz verrueckt nach diesem Busch bin. Da sind die Farne, die riesigen bemoosten alten Baeume und die Voegel, vor allem der neugierige Fantail, der sich direkt vor mich auf den Weg setzte. Die Baeche und Fluesse, durchsichtig und gruen und das Wasser einfach trinkbar und koestlich. Die schneebegipfelten Berge, die unfassbare Ruhe und der Frieden, der jeden Gedanken an eine grosse Stadt richtig schraeg erscheinen lassen. Wie, so habe ich mich gefragt, will ich hier jemals wieder zurueckkehren? Es gibt so vieles, das ich an Deutschland mag, aber wenn es um die Natur geht, so fuehle ich mich hier daheim wie nirgends zuvor. Die Sehnsucht wird bleiben. Und eine Sehnsucht nach dem wohl ziemlich trockenen Australien kommt nicht so richtig auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo und ich sind aufgebrochen nach einigem Packen und Organisieren und marschierten munter nach einer eineinhalbstuendigen Autofahrt um vier los. In ca. zwei Stunden sollten wir an der ersten Ersten Huette sein. Aeltere Wanderer kamen uns entgegen und meinten, es dauerte sicher zweieinhalb Stunden. Leo war irritiert. Wir kamen an, er war erschoepft, wohl immer noch ein klein wenig mitgenommen von seiner Magengeschichte quengelte er, ich koenne ihm doch wohl auch mal helfen. Ich meinte, er solle sich ausruhen, ich uebernaehme das Abendessen. Er machte sein eigenes Ding und ging schweigend ins Bett. Wir redeten letztlich doch noch ueber den kleinen Zwist und alles schien gut. Am naechsten Tag, als ich gerade alles in meinen Rucksack gestopft hatte, meinte er, ich muesse noch einige Teile des Essens einpacken. Ich meinte, das haette er mir doch aber auch frueher sagen koennen. Da reichte es ihm. Er meinte, er ginge nun nach Hause, das haette so alles keinen Sinn, er wolle seine Sachen, die wir in Te Anau ins Schliessfach gelegt hatten und fuehre per Anhalter weiter. Ich war entsetzt. Nach all der Zeit in Ettrick und Ko war ich endlich in Fjordland, das Wetter schoen, alles organisiert, ich bester Dinge gen wunderbares Naturerlebnis und nun sollte ich einfach wegfahren?! Leo war nicht umzustimmen. Er wolle nicht mehr, er sei so nicht gluecklich, das haette alles keinen Sinn. Wir trafen auf ein Paar auf dem Weg, die fragten, wie es ginge und ich meinte: Weniger gut. Sie ermunterten mich, es sei nicht mehr weit zum Parkplatz, was freilich gar kein Trost war. Kurz vor dem Auto, eine Haengebruecke trennte uns noch, machte Leo auf einem Felsen Halt. Ich sagte zu ihm, er solle bitte nicht gehen. Da beschloss er, mich wandern zu lassen und im Auto zu bleiben. (Welch schrecklich langweilige Aussichten - sieben Tage Auto!) Ich war einverstanden, wir packten um und ich lief den ganzen Weg zurueck zur Huette, wo ich das Paar (Jan und Brian) wieder traf. Bei Kerzenschein und den langen Abenden hatten wir genug Zeit, die ganze Situation durchzugehen und auch sie konnten Leo kaum verstehen. Warum war er so erbost? Warum zog er das Auto dieser herrlichen Natur vor, die er doch so liebt und von der er am Vortag noch gesagt hatte, er koennte sich nichts besseres vorstellen, als hier mit mir zu wandern? Am naechsten Tag lief ich gute drei Stunden an herrlichen Wasserfaellen udn ueber feine schauklige Bruecken zur naechsten Huette am Lake Alabaster weiter und verbrachte einen weiteren Abend mit Jan und Brian, die etwas spaeter eintrafen. Der naechste Tag gehoerte mir ganz allein und vermutlich auch die naechste Huette, die auf einer Insel steht und in der schon so mancher Wanderer vom Wasser eingesperrt war. Ich haette auch eine Huette weiter gehen koennen und dachte noch darueber nach. Erst fand ich die Huette nicht und kehrte kurz um, entschied mich dann aber doch, weiterzusuchen. Das schlimmste waere gewesen, ich haette draussen bivakieren muessen und selbst das waere mit meinem Bivaksack und dem guten Wetter kein ernstes Problem gewesen. Letztlich fand ich die Huette, machte ein Feuer, kochte ein herrliches Nudelmenu (wie koestlich doch Tuetennahrung mit ein paar Gewuerzen und Knoblauch aufgepeppt, auf einmal sein kann), sprang kurz in den eisigen See Lake McKerrow und setzte mich nach getaner Arbeit vor die Huette, um die Gegend zu loben. Ich freute mcih auf eine ruhige Nacht allein weit weg von allem und allen. Als es schon ernstlich daemmerte, kam ein Wanderer ums Eck. Ich bedauerte, dass ich nicht allein sein wuerde und sah genauer hin und vermutete erst und war dann sicher, dass es Leo ist. Er sah mich und meinte, ich haette das Milchpulver vergessen, das wollte er mir bringen. An einem Tag ist er fast zehn Stunden gelaufen, die Strecke, die ich in drei Tagen genuesslich zuruecklegte. Er meinte, es fuehlte sich nicht richtig fuer ihn an, im Auto zu sitzen und er dachte sich, If I want this girl I have to go and get her, no matter how far I have to walk! Und das hat ihn so motiviert, dass er mich schliesslich fand. Ich hoerte auf zu zweifeln und bewunderte seine Willensstaerke. Das ist viel besser als alle Blumen und Geschenke. Er meinte, es habe ihm richtig gut getan und das Gefuehl fuers Wandern und Jagen, die guten alten Zeiten, kaemen nun zu ihm zurueck. Ich bin maechtig beeindruckt. Wir wanderten gemuetlich in zwei Tagen wieder heraus und genossen die Zeit zusammen in dieser phantastischen Umgebung, wo man den Fluessen auf den Grund schauen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-7227690848557152524?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/7227690848557152524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=7227690848557152524' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7227690848557152524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7227690848557152524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/von-grossen-maerschen.html' title='Von grossen Maerschen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sh3UpJbd_jI/AAAAAAAAAgw/7vOSdfjXynU/s72-c/IMG_3358.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-900383778946356725</id><published>2009-05-20T21:43:00.000-07:00</published><updated>2009-05-20T21:52:20.329-07:00</updated><title type='text'>Hollyford Track</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShTdnSgc3YI/AAAAAAAAAfw/72-BxtesVa8/s1600-h/IMG_3231.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShTdnSgc3YI/AAAAAAAAAfw/72-BxtesVa8/s200/IMG_3231.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338135125393464706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShTdnN-VHEI/AAAAAAAAAfo/Sw4ePtwnQ5M/s1600-h/IMG_3236.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShTdnN-VHEI/AAAAAAAAAfo/Sw4ePtwnQ5M/s200/IMG_3236.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338135124176608322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Endlich- es soll erheblich besseres Wetter werden von morgen an. Vier Tage Sonne, der ich aber immer noch nicht recht über den Weg traue, stehen bevor. Für alle Fälle habe ich mir eine Regenhose zugelegt, die mich auch zum Skifahren begleiten könnte. Mir ist eingefallen, dass ich zum Geburtstag einen Fallschirmsprung wagen will und freue mich jetzt schon drauf! Jedenfalls kann es gut sein, dass ich für die nächsten 8 Tage im Busch verschwunden bin, mit Leo und einem schweren Rucksack in Fjordland im Matsch herumsteige. Das Ganze nennt sich Hollyfordtrack. Herrliche Aussichten! &lt;br /&gt;Für alle Fälle kann man sich hier mit den oben ausgestellten Possum Nipple Warmers ausrüsten! Und auf dem Weg könnten wir den ausgestorben geglaubten Vogel antreffen, den ich oben mit einem Blättchen versorge.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-900383778946356725?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/900383778946356725/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=900383778946356725' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/900383778946356725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/900383778946356725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/hollyford-track.html' title='Hollyford Track'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShTdnSgc3YI/AAAAAAAAAfw/72-BxtesVa8/s72-c/IMG_3231.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8413858997728152750</id><published>2009-05-19T20:46:00.000-07:00</published><updated>2009-05-19T21:01:09.898-07:00</updated><title type='text'>Schlingerkurs, emotional</title><content type='html'>It rained and rained and rained and rained&lt;br /&gt;the average was well maintained&lt;br /&gt;and when the tracks had turned to bogs&lt;br /&gt;it started raining cats and dogs&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;After a draught of half an hour&lt;br /&gt;we had a most refreshing shower&lt;br /&gt;and then the most curious thing of all &lt;br /&gt;a gentle rain began to fall&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Next day but one was mostly dry&lt;br /&gt;apart from a deluge from the sky&lt;br /&gt;which wet our party to the skin&lt;br /&gt;and after that, the rain set in&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anonymer Hüttenbuchautor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nicht tiefgründig, aber wahr- es schüttet und schüttet und schüttet. Das Auto ist nass, innen und aussen und nachts hat es eine Frostschicht, die Fenster sind dauerbeschlagen. Die Joggingschuhe durchweichen und stinken sofort und die Berge sind verhangen. Leo hat irgendein Magendesaster und friert in seinem windigen Schlafsack, während ich die Schönheiten des kleinen Touristenortes zur Genüge erkundet habe. Was Leo anlangt, war ich eigentümlich inkonsequent, ich gebe es zu. Erst ihn verlassen und ihn dann doch wieder herzitieren und umzirzen. Ich habe mir in der letzten Zeit vor allem erzählt, was uns trennt, nun betrachte ich eher, was uns verbindet. Das hilft ungemein, ich habe das Gefühl, einen neuen Menschen kennenzulernen. Er unterhält sich nun auch eher mit den Leuten in unserem Lakeview Holiday Park und ist auch sonst sehr emsig dabei, alles mögliche Neue aufzusaugen. Sogar in die Bibliothek scheint er nun gerne zu gehen. Es mag schon sein, ich weiss nicht genau, wonach ich suche. Durch Nachdenken und Kopflastigkeit, scheine ich es bis jetzt nicht gefunden zu haben. Vielleicht sollte ich einfach meinem Gefühl folgen. Es fühlt sich gut an, dass er wieder da ist, wir sind ehrlich und reden über Dinge, die wir schwierig finden. Vielleicht gibt es nciht mehr Garantie. &lt;br /&gt;Diese Regentage sind wie ein langes Wochenende daheim- laufen, lesen, Internet, was Nettes kochen. Ich entwickle immer wieder so etwas wie ein schlechtes Gewissen über meinen mangelnden Aktionismus, schliesslich bilde ich mir ein, ich hätte die Pflicht, Neuseeland zu erleben und soviel wie möglich zu sehen. Aber nein, ein bisschen rumhängen und lesen muss drin sein. Zumindest offiziell bin ich schliesslich nicht auf der Flucht und gegen das Wetter kann ich nichts machen als warten, bis alles wieder wandertauglich wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Skigebiet, in dem ich das Arbeiten anfangen könnte, hat ganze vier Lifte. Gut, ich könnte auch zu den anderen Bergen wechseln. Aber ich glaube eher, ich leihe mir in einem anderen, grösseren Gebiet, für einen Tag die Ausrüstung und sause die Berge rauf und runter. Dann war ich skifahren und kann weiter nach Australien und dort wieder arbeiten. Das Tourengehen muss ich noch näher auskundschaften.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8413858997728152750?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8413858997728152750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8413858997728152750' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8413858997728152750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8413858997728152750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/schlingerkurs-emotional.html' title='Schlingerkurs, emotional'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5978802324321842567</id><published>2009-05-17T21:03:00.000-07:00</published><updated>2009-05-17T21:27:02.611-07:00</updated><title type='text'>Am eigenen Schopf heraus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjFeQiLbI/AAAAAAAAAfg/ReDnioVtxOU/s1600-h/IMG_3209.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjFeQiLbI/AAAAAAAAAfg/ReDnioVtxOU/s200/IMG_3209.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5337015241595301298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjFKplIfI/AAAAAAAAAfY/umBqztTq0-8/s1600-h/IMG_3200.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjFKplIfI/AAAAAAAAAfY/umBqztTq0-8/s200/IMG_3200.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5337015236331643378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjE5egs_I/AAAAAAAAAfQ/kgCB2rOXs-I/s1600-h/IMG_3153.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjE5egs_I/AAAAAAAAAfQ/kgCB2rOXs-I/s200/IMG_3153.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5337015231721812978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjE0ugfKI/AAAAAAAAAfI/l9s8oBupWC8/s1600-h/IMG_3158.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjE0ugfKI/AAAAAAAAAfI/l9s8oBupWC8/s200/IMG_3158.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5337015230446730402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nein, vielleicht ist das nicht vernünftig. Ziemlich sicher sogar ist es das nicht. Aber es fühlt sich erstaunlich gut an. Leo sass fest, in Ettrick und vielleicht auch ein bisschen in seinem Leben. Er vermisste mich, ich vermisste ihn. Wenn auch eher als Freund, denn als Partner. Aber das weiss er. Wir telefonierten und nun kommt er nach Te Anau. Von hier aus werden wir nun doch wie geplant wandern, wenn auch nicht auf dem Milford Track. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wegen des extrem früh eingebrochenen Winters wurden dort nämlich bereits einige Brücken herausgenommen und einige Bäche haben sich zu schwungvollen Flüssen gemausert, die man gern mal mit in die Tiefe rutschen kann. Das lasse ich lieber bleiben. Ich habe mich dafür gestern für eine Rentnerfahrt entschieden- mit dem Bus zum Milford Sound, wo die Gletscher die Berge ausgehölt haben und von dort mit dem Boot hinaus aufs Meer mit teils 80 km/h Wind, Seelöwen und Wasserfällen, die sich immer anders entwickeln. Bei soviel Regen in den letzten Tagen gings da richtig rund und wer vorne auf dem Deck stand, bekam eine ordentliche Dusche ab, die ich mir freilich unmöglich entgehen lassen konnte. Die ganze Gegend gehört zum Welterbe und man hat hier sogar einen rotschnabligen Laufvogel wiederentdeckt, den man seit langem für ausgestorben hielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo ist per Anhalter schon ein Stück weit gekommen und dürfte hier spätestens am Abend eintreffen. Im Auto habe ich eine Hälfte für ihn freigemacht und es wird sich zeigen, ob wir mit so wenig Platz beide ohne schlimmere nervliche Klagen über die Runden kommen. Das Wintercampen ist zwar mühsamer, aber mit Dusche, Küche und Fernseh-, Wasch- und Trockenraum machts eigentlich auch nur härter. ich liebe meine Funktionsklamotten und meinen warmen Schlafsack. Ich lasse mich nie wieder damit aufziehen, dass ich die Outdoorklamotten so gern mag. Hier sind sie immer angebracht! Meine kleine Sammlung konnte ich heute durch ein Merinoshirt erweitern, die hier sauteuer sind. Hat einer seit Tagen im Trockenraum vergessen, ich hab ein Schildchen hinterlassen, wenns wer vermisst, ich habs. Aber das glaub ich nicht. Daneben habe ich  am sparsamen Leben meine Freude, gehe nicht essen und lebe aus dem Supermarkt. Wenn Leo erst wieder da ist, werden wir gar wieder ordentlich kochen. Ich vermisse die Kartoffelbreis mit Kumara!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es scheint gar die Sonne und alles hat den Anschein, als würde es nun wieder gut. Genug der Tests, zurück zu den Freuden. Ob mein Dasein als Lifthansel dazugehören wird, weiss ich immer noch nicht. Ich vermisse das wwoofen und wüsste einen vorübergehennden festen Wohnsitz auch wieder zu schätzen. Auch meine trüben Gedanken, was ich denn nun eigentlich will, im Leben und wo ich hingehöre, verziehen sich gen Optimismus, dass ich meinen Weg -wie immer- schon finden werde und mein Leben in meiner Hand liegt und es mein Job ist, das Beste draus zu machen. Ich bin schliesslich am schönen Ende der Welt, um mich herrliche Natur, eine Bibliothek und die Freiheit zu tun, wonach mir das Näschen steht! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Bildern seht Ihr mich im Wind an Deck und einen Herrn im typischen Dress: Long Johns, kurze Hose, Crocs und dazu ein bisschen Welterbewasser.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5978802324321842567?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5978802324321842567/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5978802324321842567' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5978802324321842567'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5978802324321842567'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/am-eigenen-schopf-heraus.html' title='Am eigenen Schopf heraus'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDjFeQiLbI/AAAAAAAAAfg/ReDnioVtxOU/s72-c/IMG_3209.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-7019561601364216310</id><published>2009-05-17T00:09:00.000-07:00</published><updated>2009-05-17T20:22:38.408-07:00</updated><title type='text'>Schnee hats hier auch....</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSO-CQFRI/AAAAAAAAAfA/exGmUi6hrN4/s1600-h/IMG_3122.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSO-CQFRI/AAAAAAAAAfA/exGmUi6hrN4/s200/IMG_3122.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336996713046480146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSOl-CFFI/AAAAAAAAAe4/O35OwfW_igU/s1600-h/IMG_3110.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSOl-CFFI/AAAAAAAAAe4/O35OwfW_igU/s200/IMG_3110.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336996706586334290" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSOQVH5pI/AAAAAAAAAew/g3bMSDZfzPo/s1600-h/IMG_3150.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSOQVH5pI/AAAAAAAAAew/g3bMSDZfzPo/s200/IMG_3150.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336996700777604754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSOHGjdeI/AAAAAAAAAeo/9HLlWynZPVk/s1600-h/IMG_3133.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSOHGjdeI/AAAAAAAAAeo/9HLlWynZPVk/s200/IMG_3133.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336996698300577250" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSN6HIuaI/AAAAAAAAAeg/jM4FdTVBWi4/s1600-h/IMG_3191.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSN6HIuaI/AAAAAAAAAeg/jM4FdTVBWi4/s200/IMG_3191.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336996694813358498" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDQraNfkwI/AAAAAAAAAeY/e-Cx-BWpV24/s1600-h/DSCF7341.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 134px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDQraNfkwI/AAAAAAAAAeY/e-Cx-BWpV24/s200/DSCF7341.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336995002622907138" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich werde durchgeschüttelt. Auf meiner Fahrt nach Te Anau fiel mir ein, dass es eine gute Idee wäre, den Ölstand zu kontrollieren. Eine etwas impulsive Entscheidung und ich bremste zu abrupt an einem Rastplatz. Ich entschuldigte mich bei Madaz, aber das hat ihm nicht gereicht. Er entschied sich bei der Weiterfahrt, dass es eine gute Idee wäre, ein ordentliches Quietschen, Ratteln und Scheppern im linken Vorderrad zu produzieren. Leicht in Panik fuhr ich an den Strassenrand und rüttelte an den Reifen um nachzuprüfen, ob die bearing wieder auseinander gebrochen war und nahm gar die Radkappen ab. Nichts Ersichtliches. Dann erklomm ich einen Hügel zu einem Wohnhaus mit freundlichem kleinen Hund, aber ohne Menschen. In der Mitte von Nirgendwo wollte ich nicht den AA (das Äquivalent zum ADAC) rufen, sondern stellte mich an den Strassenrand in meiner roten Jacke mit einem halbherzig erhobenen Daumen und wartete. Nicht lange. Dann hielt ein netter Herr im schicken Arbeitseinteiler, ich schilderte ihm mein Problem und er fuhr eine Runde mit Madaz und meinte, da reibe wohl was an der Bremse, vermutlich sei da ein Stein, der würde wohl auch wieder rausfallen. Aber er wisse es auch nicht genau, ich solle langsam in eine Werkstatt rollen. Wenn ich in vier Stunden immer nach da sei, würde er mich mitnehmen, meinte er. Ich rollte mit schrecklichen Geräuschen zwölf Kilometer zum letzten von mir durchfahrenen Ort, Mossburn. Auf halber Strecke war alles gut, kein Geräusch nichts. Ich schilderte dem Mechaniker, der beträchtlich jünger als ich war, mein Problem, das eines sein könnte oder auch nicht und er meinte nur freundlich, das sei ein Steinchen, das käme schon mal vor. Und ich dachte an Joe Bennett, der da in einer Kolumne meinte, es gäbe zwei Typen Menschen, die die zu lange in der Schule waren und einfach nur weinend am Strassenrand sitzen, wenn das Auto aufmuckt (ich!) und solche, die die Ärmel hochkrempeln, unters Auto rutschen, einmal kräftig irgendwo ruckeln, irgendwas befestigen und fröhlich pfeifend weiterfahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, fast fröhlich pfeifend kam ich dann doch in Te Anau an, von wo aus ich meine Wanderung in der Fjordlandgegend zu planen. Es schüttete. Es stürmte und ich hörte, der Winter sei früh dran, man würde gerade die Brücken aus dem Track nehmen, den ich eigentlich angehen wollte, damit sie nicht von Lawinen fortgespült werden. Im Informationszentrum überzeugte man mich, dass es eine bessere Idee wäre, einen anderen Track zu gehen, aber auch dort könnte es ungemütlich werden. So kaufte ich mir vorsorglich Gamaschen und verabredete mich mit drei Jungs, die das gleiche vorhatten für den nächsten Tag. Mit einigem Regen erreichten wir zackig die erste Hütte auf tausendirgendwas Meter- auf dem ersten Foto ist alles noch einigermassen manierlich. Für den nächsten Tag hiess es, es könnte wilde Winde und Niederschläge geben. Vor allem im Verlauf des Tages. Meine Herren schliefen lange und ich startete mit einem Tschechen, der zwei Mädchen aufholen wollte. Es schneite, es stürmte, wir holten die Mädels ein, sanken dann aber bis zur Hüfte und tiefer im Schnee ein, wir sahen kurzzeitig kaum mehr die Markierungen und es war eine Situation, in der man sich nicht gern verläuft, weil das die unangenehmsten Konsequenzen haben könnte. Ich spürte etwas Panik aufkommen, sagte mir aber dann, dass doch alles gut sei. Die Mädchen drehten um, der Tscheche kämpfte sich alleine weiter. Nach einiger Zeit erreichten wir die anderen von meiner Gruppe, die aber auch nicht mehr weiter hoch liefen und kamen schliesslich an der Hütte an, nass und erleichtert. Ich merkte, dass mir in dieser Situation Bescheidenheit steht und ich nicht den Helden mimen muss. Letztlich bin ich doch ein unerfahrenes Hasi. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe Leo angerufen und ihn betrunken im Pub erwischt. Vor Jahren hat er das Trinken aufgegeben und nun erzählt er mir, es gefällt ihm so gut in Ettrick, er bleibt einstweilen da und er vermisst mich einfach so. Ohjeeeeeeee. Ich vermisse ihn auch, aber das ändert schliesslich nichts an der Lage und unseren Unterschieden. Ja, nun wäre es gut, von netten Freunden umgeben zu sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-7019561601364216310?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/7019561601364216310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=7019561601364216310' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7019561601364216310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7019561601364216310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/schnee-hats-hier-auch.html' title='Schnee hats hier auch....'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ShDSO-CQFRI/AAAAAAAAAfA/exGmUi6hrN4/s72-c/IMG_3122.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-6394716910990298384</id><published>2009-05-12T19:22:00.000-07:00</published><updated>2009-05-12T19:34:42.379-07:00</updated><title type='text'>Und das Wetter gibt den Rahmen dazu...</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxLaeu1OI/AAAAAAAAAeQ/uDu1Pxdbbp4/s1600-h/IMG_3094.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxLaeu1OI/AAAAAAAAAeQ/uDu1Pxdbbp4/s200/IMG_3094.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5335130780730316002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxLHpu4HI/AAAAAAAAAeI/Fe5fwfVvIZE/s1600-h/IMG_3092.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxLHpu4HI/AAAAAAAAAeI/Fe5fwfVvIZE/s200/IMG_3092.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5335130775676182642" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxK1nf9YI/AAAAAAAAAeA/L7iKdqQMzsc/s1600-h/IMG_3099.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxK1nf9YI/AAAAAAAAAeA/L7iKdqQMzsc/s200/IMG_3099.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5335130770834978178" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxKkCttWI/AAAAAAAAAd4/FQLtsdC848s/s1600-h/IMG_3084.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxKkCttWI/AAAAAAAAAd4/FQLtsdC848s/s200/IMG_3084.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5335130766117287266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es schüttet. Und ich heule. Es ist vorbei. Ettrick. Leo. Die Äpfel. Da hilft einfach nix. So lange war ich an einem Ort und habe so viel Gutes erlebt und bin Leuten nahe gekommen. Da bleiben die Erinnerungen, ein paar Mailadressen und ein bisschen Geld auf dem Konto. Und mit Leo und dem lustigen deutschen Paar Alex und Jochen Freunde. Eigentlich keine schlechte Ausbeute. &lt;br /&gt;Leo und ich, das hat er irgendwann selbst gestanden, sind wie, „chalk and cheese“: er ruhig, ich nicht der grosse Schweiger,  er sehr impulsiv und gefühlsbetont, ich kopfbetont und eher planend- zumindest werfe ich meine Pläne nicht täglich über den Haufen-  ich ein Bücherwurm, er hat in seinem Leben ein Buch gelesen, ich mit einem immerhin schwungvoll begonnenen Mathestudium, er knabbert am kleinen Einmaleins. Er ist sanftmütig, positiv und freundlich, wunderbar zu Kindern und Tieren und hat eine Verbindung zur Natur, die ich sehr bewundere, er hat mich umsorgt und geliebt wie ich das vorher nicht kannte. Er ist ein liebevoller, wunderbarer Mensch, aber wir passen nicht zusammen, wir haben uns nur wenig zu sagen. Und ich habe mich zunehmend aufgeregt über Planlosigkeiten und seine ausschweifenden, aber so oft nicht zielführenden Antworten und für mich nicht nachvollziehbaren Aussagen, die so oft widersprüchlich waren. Er und ich, das sind zwei Universen. Es tut mir sehr Leid, ich wäre so gerne mit ihm weitergefahren und hatte meine Freude am Zuzweitsein. Nun bin ich ein bisschen verzagt und wünsche mir ein Sofa und Freunde, die ich treffen und anjammern kann. So bleibt mir nur das Selbstmitleid in einer kalten Gegend, schnief. &lt;br /&gt;Wir wollten seit Wochen zusammen zum Milford Sound fahren und gestern hat er es sich anders überlegt, aber nur, weil er meint, es sich nicht leisten zu können, wandern zu gehen. Dabei kostet das doch fast nichts und ich konnte nicht verstehen, dass er seine Meinung einen Tag vor der Abreise kund tut, wo ich doch glaubte, wir wären uns seit acht Wochen einig und arbeiten darauf hin. Er bleibt in Ettrick und wartet, ob ich wiederkomme.&lt;br /&gt;Nun bin ich allein in Lumsden angekommen, auf einem Campingplatz werde ich in Madaz schlummern, in sehr viele Schichten gehüllt, da hier schon der Schnee fällt und ich meinen Atem sehen kann. Ein etwas seltsamer Platz, aber ich weiss hier eine warme Dusche und vor allem eine Küche mit Licht zum Sitzen und Lesen zu schätzen, auch wenn sie stinkt und rauchig ist. Sonst hätte ich um sechs ins Bett gemusst und wäre wohl um vier aufgestanden. Ein Sofa zum metertiefen Einsinken, ein Wasserhahn tropft, eine Katze maunzt erbarmenswert, es schüttet wieder und ich kann mir keinen Ort vorstellen, an dem es sich besser melancholisch sein liesse. &lt;br /&gt;Ich werde mich mit Jane Austens „Pride and Prejudice“ einrollen und mich die windigen, verschneiten, wohl saukalten, umwölkten Berge freudig visualisieren... Reisen auf die billige Art stellt im Winter schon ganz andere Herausforderungen. Da mögen mir meine Thermalwearschichten helfen, die hier gleich sehr viel mehr Sinn haben als daheim. Und geholfen hat bestimmt auch mein beharrliches Eiswetterjoggen und das Schwimmen im fast zufrierenden See mit meinem guten Neoprenanzug. Brrr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Bildern seht Ihr meinen letzten, schon in der Dunkelheit gepflueckten Apfel. Alle haben da noch zusammengeholfen und ich mich sehr gefreut ueber soviel Gemeischaftlichkeit. Auf dem Sprunggruppenfoto sind Leo, Alex, Jochen, Thomas und ich, die Apfelpfluecker, die bis zuletzt noch da waren. Und die Enten wurden von Peter geschossen und uns vor die Tuere gelegt- zur beliebigen Zubereitung. Spannende Sache, so eine Ente zu rupfen, auszunehmen und zu essen. Ich guck wieder, dass ich ziemlich vegetarisch in Zukunft lebe...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-6394716910990298384?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/6394716910990298384/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=6394716910990298384' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/6394716910990298384'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/6394716910990298384'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/und-das-wetter-gibt-den-rahmen-dazu.html' title='Und das Wetter gibt den Rahmen dazu...'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SgoxLaeu1OI/AAAAAAAAAeQ/uDu1Pxdbbp4/s72-c/IMG_3094.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8832144020079382441</id><published>2009-05-04T00:14:00.000-07:00</published><updated>2009-05-04T00:18:53.764-07:00</updated><title type='text'>Birndl, der Bennett und das nahe Ende einer steilen Karriere</title><content type='html'>Das Birndl&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich ja ein Auto. Es mag schickere und grössere geben (abzählbar viele in Neuseeland, abzählbar viele, aber letztlich doch unmöglich zu zählende, in Deutschland). Mein Madaz ist ein funktionierender Verkehrsteilnehmer und als solcher mit Licht und demzufolge auch Glühbirnen ausgestattet. Und weil Madaz seine Dienste seit 1989 zu tun hat, fällt so eine Birne schon mal aus. Wenn auch nur vorne rechts und auch da nur teilweise, so dass das Aufblendlicht noch entgegenkommende Autofahrer blendete. Das könnte teuer werden, vor allem, wenn man auch noch mickrige 80 km/h auf gewundenen Straßen fährt. Also musste eine neue Birne her. In der 2000 Einwohner Metropole Alexandra gibt es einen Autodandler, der offenbar Autoteile schrottreifer Autos sammelt und sie in seiner Garage beeindruckend ordentlich aufreiht. Ich baute die Birne aus, zeigte sie vor und stellte fest, dass sie sogar einen Namen hat: H6. In seiner Garage gab es allerhand, vor allem H4, aber keine H6. Ähnliches ereignete sich in den Tankstellen Alexandras – viele Birnen, aber nicht die richtige und dazu immer eine kleine nette Konversation, wie sehr man das doch bedauere und dass man mir dennoch alles Gute wünsche. Da ich mehr als ungern aufgebe, fuhr ich gestern nach Roxburgh, um dort in der Tankstelle nach einer H6 zu fragen. Der nette blonde Tankstellenwärter wollte erst mit eigenen Augen sehen, dass ich auch wirklich eine H6 brauche, bevor er das Suchen anfing. Ich baute also wieder einmal aus- ganz stolz, wie lässig ich  die Motorhaube öffne, das Plastikding vom Gummiding ziehe, die Klammer öffne und das Birndl raushole und dann die offensichtliche Beschriftung „H6“ vor seine Nase halte. Das sei erstaunlich, meinte er. Ich schaute triumphierend und meinte, er hätte sich sicher gedacht, ich Stadtmädel hätte keine Ahnung wovon ich spräche, was er mit „No, quite the contrary, when you stepped into my shop, I thought this chick knows what she is talking about“ recht ansehnlich konterte. Nun müsse gleich im Nachbarladen im Katalog schauen, ob man die Bestellung aufgeben könne. Den Ladenschlüssel zum sonntags geschlossenen Nachbarladen hatte er - eh klar, im familiären Roxi. Ich solle derweil ein Auge auf die Tankstelle haben, dass da nix passiere. Dass er nicht dachte, ich könnte ihm die Kasse ausräumen, fand ich freundlich von  ihm. Der Katalog kannte keine H6, der Gute hatte allerdings einen eindeutigen Kiwilösungsansatz: Ich solle doch gleich mal zur Müllhalde (dump, tip oder auch Tiffany's genannt) fahren, da könne ich die Lichter ausbauen und nach einer Birne suchen und gegebenenfalls eben eine zufeilen, so ich keine passende fände. Das befeuerte meine Abenteuerlust und ich machte mich mit Leo gen dump auf, wo uns ein netter Rentner empfing und uns viel Vergnügen wünschte. Mit einer Brechstange machten wir uns an den Autos zu schaffen und brachten es auf drei funktionsfähige Birnen namens E1. Nebenher noch eine „National Geographic“, Handschuhe und eine Thermoskanne, die sich in den Kofferräumen der Schrottautos fanden. Der freundliche Rentner bestätige mich darin, dass man so ein Birndl doch einfach mal einbauen könnte, 12 V hatten die E1, ganz wie meine H6. Mit ein bisschen roher Gewalt, dem Verbiegen der Metallklammer und dem Hinschieben des Gummidings und dem leicht forcierten Aufstecken des Plastikdings habe ich nun ein 1a- Licht für ummasonst und sogar zwei Ersatzbirnen. An der Tankstelle hätte ich 19 Dollar für eine H4 bezahlt, die auch nur ähnlich ist. Leo meinte, ich sei dem Kiwiansatz nun schon verdammt nahe und als ich später tanken fuhr, freute sich mein blonder Tankstellenwärter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir aber nicht über den Dump hüpfen oder unsere Winterkleidung im Altkleiderladen aufrüsten, pflücken wir nun Grannies, das nachgerade sichere Ende der diesjährigen Pflückerkarriere. Ein paar Bins sind für unsere Zähne drauf gegangen, Leo und ich liessen uns eine Füllung in Alexandra von einem jungen englischen Zahnarzt verpassen, der nach Neuseeland gezogen ist, weil man hier ganz gut skifahren kann und es doch eindeutig weniger stressig zugeht. Es soll hier ein paar sehr schöne Skitouren geben, vor allem eine Gletschertour, für die man eine Woche rechnen sollte. Ein Traum, genau das würde ich gerne machen, ich werde dafür mal den hiesigen Alpenverein kontaktieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich nun über mein Leben in epischer Breite nachdenken konnte, ist mir Abwechslung recht und ich habe ein Interesse entdeckt, auf das ich sehr lange gewartet habe: Geschichte. Eher Weltgeschichte als nur die deutsche Sicht, auch wenn Deutschland mit seinen paar Leutchen beträchtliches Aufsehen erregt hat. Es gibt da ein Buch von Niall Fergusson, betitelt „The War of the World“, das der Frage nachgeht, warum das zwanzigste Jahrhundert besonders grausam war. Auf sechs CDs in nahezu acht Stunden vorgelesen, lerne ich nun endlich, wofür ich mich bis dato vor allem wegen blanker Ignoranz zu schämen hatte. Die Bücherei in Alexandra machte es möglich und nicht nur das, sie hatte auch weiter Joe Bennett Kolumnen auf Lager (ich kenne keinen vergleichbar guten Kolumnisten- philosophische Tugenden hat er zu Hauf mit Klarheit, präziser Sprache, einem absolut treffsicheren Humor und schlicht schierer Könnerschaft) und einen Wälzer „The Visual History of the World“, der mich auch inhaltlich schier umhaut. Mann, Mann, was habe ich nachzuholen. Aber ich bin sicher, das wird. Die Geschichte Neuseelands fasziniert mich ja nun schon seit einer Weile, da könnte es doch munter mit anderen Weltteilen weitergehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bisschen traurig bin ich, dass sich unsere Pflückergemeinschaft auflösen wird, am meisten bedauere ich, dass Jochen und Alex sich nach Asien aufmachen werden. Wir haben entdeckt, wie ähnlich wir uns in einigen Dingen sind, vor allem haben wir einen Humor, der uns die Freizeit oft lachend zusammensitzen lässt. Alex hat sich neulich den Fuß vertreten und ich fragte täglich, wie es ihr geht. „Besser“, war die Antwort immer. Dann kam Jochen mit einer grossen Säge ums Eck und ich meinte, „ich dachte, Alex Fuss sei besser geworden?!“- hihi! Alex und Jochen reisen wie ich: immer der Nase nach, mal sehen, wie lange man wo bleibt und mal sehen, was passiert, wir packen das. Wenn das Geld ausgeht, sucht und findet man einen Job. Ganz anders das andere deutsche Paar: sie wirken eher gestresst, haben ein Jahr geplant und allen (offenbar beträchtlichen) Besitz zu Geld gemacht, keinen Job in ganz Australien gefunden und hecheln nun eher unentspannt ihrem akribischen Plan nach mit einer sehr genauen Vorstellung, wann sie wo was erleben werden. Und Äpfelpflücken bedeutet emsiger Konkurrenzkampf. Huiui, das wäre nix für mich. „Ich lass mich ned stressen“, meinte Jochen, „schon gar nicht beim Reisen!“ Reisende sind eben auch sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bisschen Heimat ist mit Gerhard Polt und Hans Söllner zu mir geschwappt, wenn ich zweiteren auch ein bisschen platt und monoton finde. Es ist doch weit mehr Bayern als Deutschland, was ich  vermisse. Die Berge, die Dialekte, die Muhackln, mei, es is scho o schee, derhoim! Aber ich weiss auch, was ich von Neuseeland vermissen werde: die Weite, die Schafe, die Kühe, die Vögel, die hohen Weiden, die Vielfalt der Natur- dichter nasser Busch an einem Ort und 100 km weiter Trockenheit und Felsen. Das Gelassene, die freundlichen Schwätzchen in den kleinen Läden, das Improvisierte, Selbstgemachte, Meer und Berge so dicht zusammen. Nach dieser Erfahrung wird es noch schwieriger für mich sein, mich in eine geschniegelte Welt einzufügen.Wenn das mit dem Erwachsenwerden bis dreissig noch nicht geklappt hat, wird das vermutlich sowieso nichts mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit ihr wisst, was ich meine, wenn ich von Joe Bennett schwärme, hier ein Schmankerl aus  seinem „Eyes right (and they's wrong)“: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Suffer the little goats&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;It's half six in the morning and the trees are thrashing and the rain is slanting and it feels like one of the bad bits in a worse film about satanism and I've just battled down the drive to fetch the paper and as I battled I was struck, as one so often is, by the fundamental question that underlies all systems of moral philosophy, the bedrock question that you reach when all fripperies are washed away by the ferocity of the weather, to wit: how hard is it to help a goat?&lt;br /&gt;The goat, or rather thhe goats, both of them, lodge at my place. And it isn't a bad place to lodge. They've got two paddocks. When they've eaten most of the grass in one, I move them to the other, and then, some weeks later, rather cleverly, I move them back again. It's a system of farming all of my own and I strongly recommend it to anyone out there in the animal husbandry business, though I generally  avoid using the term animal husbandry when speaking with urban types for fear of misunderstandings. &lt;br /&gt;Stretching under the fence, so that the goats can get at it from either paddock, lies a stainless steel trough, which I refill daily from a good-quality kinkless hose. And every morning and every evening in winter, when the grass is not at its most abundant, I toss the little darlings heel ends of bread, the occasional carrot, banana skins, a fistful of goat nuts- which are not what they sound like but rather a nutritional supplement that comes in a sack- and the odd sock for roughage. These goats are fat. &lt;br /&gt;In one of the paddocks stands a crude three- sided hut in which the goats can take shelter when the weather turns nasty. In the other paddock stands a palace. I built the palast last autumn. It cost me several hundred dollars, two thumb-nails and a firkin of sweat and it afforded me more satisfaction than anything except puberty. Even today, six month later, I still sometimes lumber up the hill merely to admire it, to smite the mighty solidity of its four-square corner posts and its roof trusses and to lean against it smug with the knowledge that I built it and that is good. At present I am carving a Latin inscription that I shall eventually nail to the palace's lintel. 'Hoc aedificavit Josephus MMVI', it will say. &lt;br /&gt;The palace has got everything a goat could need in bad weather: mangers, sleeping quarters, a lounge and, above all, dry warmth. 'Suffer the little goats come unto me,' says the palace, 'that I might succour them when the southerly blows and the trees are thrashing and the rain is slanting and it feels like one of the bad bits in a worse film about satanism.'&lt;br /&gt;But my goats are deaf. For as I was battling back up the drive with the paper and the dogs in the half-light of this tempestuours midwinter morning, I happened to look up to the paddocks where the goats lodge and there on the  hillside, mute and stationary were the dim shapes of two goats. Sodden goats. Probably shivering goats. For goat pelts, however shaggy they may grow in winter, lack lanolin. Water permeates them, soaks to the skin. And when the trees thrash and the wind slants and all the rest of it, goats without shelter can die. Their internal systems falter, their extremities shut down, their knees fold, they sink to the ground, and their little tails wag feebly and then fall still for ever. Or so I've read, though what I read wasn't quite so affectingly poetic &lt;br /&gt;So here were two goats in close proximity to crossing the bourn from which no traveller returns. And yet they were standing, and had presumably stood all night, in even greater proximity to a goat hotel so luxurious that it would banish in perpetuity all discomfort, all thoughts of unreturnable-from bourn crossing. But had they availed themselves of it? The question is redundant and the answer is inexplicable. &lt;br /&gt;What more could a goat owner do? I had showered the goats with kindness and dollar bills and a palace and they had thrown the lot back in my face We will stand and suffer, thank you, they said. &lt;br /&gt;And now, in my warm dry study, where I can hear the rain still beating its crazy tattoo on the roofing iron, I realise that this is far more thon a story of goatish intransigence. This is a story of pride,  of independence, of the undying need to stand on our own four feet and bleat to the world that in our own small way we are who we are, take us for good or ill, and that pride is not a sin but rather what gives us worth. Two spoilt little goats but how their story ramifies. I think I'd better stop.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bennett jedenfalls hat in mir einen wahren Verehrer gefunden – und er hat mir klargemacht, dass mein Englisch leider leider noch lange nicht da ist, wo ich es gerne hätte- es kommt mit meinen blöden Witzen einfach noch nicht ganz mit. Noch nicht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8832144020079382441?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8832144020079382441/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8832144020079382441' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8832144020079382441'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8832144020079382441'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/05/birndl-der-bennett-und-das-nahe-ende.html' title='Birndl, der Bennett und das nahe Ende einer steilen Karriere'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-3565564136243464418</id><published>2009-04-20T23:50:00.000-07:00</published><updated>2009-04-20T23:58:44.755-07:00</updated><title type='text'>Frostelich, aber nur wettermaessig</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uiAy2NSI/AAAAAAAAAdw/F2KvlYXC42I/s1600-h/IMG_2974.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uiAy2NSI/AAAAAAAAAdw/F2KvlYXC42I/s200/IMG_2974.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5327035464857040162" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uh9dK0zI/AAAAAAAAAdo/LnEtZrHKIkA/s1600-h/IMG_2998.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uh9dK0zI/AAAAAAAAAdo/LnEtZrHKIkA/s200/IMG_2998.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5327035463960810290" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uhp5Ya9I/AAAAAAAAAdg/IoGyXAfLBKQ/s1600-h/IMG_3044.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uhp5Ya9I/AAAAAAAAAdg/IoGyXAfLBKQ/s200/IMG_3044.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5327035458710432722" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uhY8WU-I/AAAAAAAAAdY/VeLgW9zA_MY/s1600-h/IMG_3043.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uhY8WU-I/AAAAAAAAAdY/VeLgW9zA_MY/s200/IMG_3043.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5327035454159475682" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wird es schon richtig kalt hier. In der Früh ist alles mit Reif überzogen und die Äpfel sind eiskalt, wenn wir sie dann doch um frühestens neun oder zehn pflücken dürfen, so dass ich weisse Arbeitshandschuhe aus dem omnipräsenten Allesdandler „the warehouse“ trage. Gelbe Blätter fallen von den Bäumen und es ist wirklich herbstlich geworden, so dass wir brav unser Feuerchen in unserem Cardboardhäuschen anzünden und uns zusammenkuscheln, wenn wir nicht gerade um Kleinigkeiten wie das rechte Käsereiben kabbeln. Meine Hände sind täglich voller kleiner schwarzer Dörnchen, die ich mit der Nadel herausziehe und die Zeigefinger rissig und rau. Arbeiterhände sind das geworden. Ich weiss genau, wann das Wetter wie war und bin fast wie ein Farmer abhängig von den natürlichen Gegebenheiten. Wenn die Jugend über die Bande schlägt mit Drogen, Alkohol und Bandenkriegen und den Respekt vor allem und jeden verliert, solle man sie raus aufs Land schicken, der Natur ausgesetzt, meint Jay Griffith in ihrem „Wild“ und ich glaube es ihr. Das tägliche Draussensein verändert den Charakter und macht ein bisschen ehrfürchtig.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber weder der Bellbird, der uns mit seinem nananana! Gepfeife aufzuziehen scheint, noch der Fantail, der uns aus der Nähe mit einem Pfeifvortrag mit schiefgelegtem Kopf über korrektes Pflücken belehrt, lassen sich von der Kälte irritieren. Langsam gehen uns auch die Äpfel aus. Nach einem zweiten Fuji-Pick (japanische Äpfel, die mit einer Ananas gekreuzt wurden und tatsächlich auch so schmecken) und einer weiteren Runde Braeburn, sind wir nun an grossen roten Pacific Roses. Leckere Äpfel, die sich auch gut pflücken lassen und hier sehr beliebt sein sollen, nur leicht verkratzen sollen. Dann erwarten uns noch die Granny Smiths, die auch leicht braune Druckstellen kriegen.  Mit verschiedenen Taktiken heitern wir unseren Tag auf: kleine Raufereien und Apfelwerfen aus dem Hinterhalt, über die Bäume gebrüllte Unterhaltungen und vor allem die beliebten Wettkämpfe- wie schnell können wir unsern Bin füllen, wer füllt seinen schneller, wer ist öfter und schneller auf der Leiter? Manchmal packt mich dann am Nachmittag ein zweiter Schwung und wenn Leo schon heimgegangen ist, pflücke ich noch einen Rekordbin mit Musik, lautem Mitjohlen, geistig meilenweit entfernt von den Äpfeln, fast ein bisschen in Trance. Leider büsst meine Lauferei dann und ich habe das Gefühl, fett und unfit zu werden. Jetzt ist die Zeit, Geld zu scheffeln, fit werden hat danach wieder Priorität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo konnte ich davon überzeugen, dass es ganz gut für uns ist, vegetarisch zu leben. Ausgeschmückt freilich mit frisch gefangenem Lachs und Forelle, die Glen und Sascha mit schöner Regelmässigkeit vorbei bringen. Leo verarbeitet den Fisch zu fishcake, was man wohl mit Fischküchlein übersetzen könnte und bäckt Muffins, was ihm wiederum hie und ein wenig selbstgepflanztes und geerntetes Gras einbringt. Der Naturalienhandel läuft rege, momentan warten wir auf eine Lieferung geräuchterten Fischs von Earl, der ebenfalls mal Koch war und hier vom Land, seinen Hasen und Fischen so gut lebt, dass er mit seiner Katze Missy mit zehn Dollar Lebensmittel wöchentlich auskommt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile sind wir acht Deutsche hier und hatten gar einen kleinen deutschen Partyabend, der um halb zehn natürlich sein züchtiges Pflückerende fand. Die anderen Deutschen reisen für längere Zeit und kommen aus Berufen wie dem strategischen Einkauf, eine Industriekauffrau, eine Architektin, eine Photographin und ein Mediendesigner und ein Landschaftsgärtner. Mark, der Mann aus dem Einkauf, interessiert sich für Philosophie, vor allem die Frage, ob wir Dinge so wahrnehmen können, wie sie sind oder ob wir immer mit so etwas wie einer Schablone durch die Welt laufen und sie den Dingen und Menschen aufpressen. Er hatte Frau und Haus und Auto und diesen Karrierejob. Er hatte das Gefühl, da schnell reingekommen zu sein und immer mehr gewollt zu haben. Mehr Geld, eine Beförderung, aber das Reisen war weiter im Hinterkopf und irgendwann gings nicht mehr anders und er liess sich scheiden und verkaufte, was er hatte. Nun sitzt er hier, viel zufriedener mit neuer Freundin und liest „Die Welt als Wille und Vorstellung“. Arbeiten könne man ja immer, meinte er, aber zurück wolle er jetzt sicher nicht. Oft treffe ich Reisende, denen es ähnlich geht, die sich in ihrem Büroalltag eingesperrt und nicht zugehörig gefühlt haben und denen die Äpfel hier lieber sind als ihre Anzüge, Computer und Meetings. Die Verpflichtungen hier sind kurzfristig und konkret. Jochen und Alex pflücken, um nach Asien reisen zu können und ich tue es, um hier weiterreisen zu können und mein Skifahren zu finanzieren und nach Australien fliegen zu können. Und zwischendrin wechselt man die Ausrüstung den Jahreszeiten entsprechend und arbeitet für ein paar Schuhe und einen neuen Schlafsack. Ein Schlafsack kostet vier Bins und die Kosten für eine Woche Miete und essen sind mit drei Bins abgedeckt. Es ist nie ein Aufhäufen und es ist keine Orientierung in eine ferne Zukunft. Trotzdem ertappe ich mich bei der Frage, wo ich wohl in zehn Jahren stehen werde. Und manchmal denke ich, dass mich eine halbwegs sichere Antwort wie die vermutlich immer noch in einer bestimmten Abteilung in einem bestimmten Bereich zu arbeiten  mehr ängstigen würde als keine Antwort und das Gefühl, nicht festgelegt zu sein. Was aber immer da ist bei all meinen Gedanken über mein bisheriges Leben, ist eine grosse Dankbarkeit. Für die Ausbildung, meine Schulzeit und die Uni, für all die Leute, mit denen ich befreundet und bekannt bin, für die vielen Geschichten, die man mit mir geteilt hat, für die Orte, zu denen ich reisen durfte. Und ich stelle fest, dass ich mit all dem doch ein glücklicher Mensch bin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In zwei Wochen wird’s vorbei sein mit Pflücken. Das waren dann fast zehn Wochen pflücken, die bis jetzt sehr gut vergangen sind und mit einem grossen Barbecue abgeschlossen werden sollen, wie man uns erzählt hat. Eine weitere Gemeinschaft, die ich Wahlzigeuner verlassen werde müssen. Wir könnten weiter Saisonarbeit machen und Kiwis pflücken oder Weinstöcke beschneiden, hat man uns erzählt. Wir sind noch nicht recht entschlossen. Mein Ziel ist sicher skifahren, davor noch die Gegend erwandern und am besten wwoofen. Das Schlafen im Auto könnte ein wenig frisch werden. Wir werden sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wird es sein, mit Leo zu reisen und nicht nur zu arbeiten? Wir mögen uns sehr und verstehen uns manchmal mit einem Blick. Ein Faktor, der besonders nützlich zu sein scheint ist, dass wir beide das Alleinesein lange geübt und schätzen gelernt haben. Ich lasse ihn in der Küche pusseln und er mich lesen und laufen und mit anderen Leuten plaudern und „aufzünden“. Trotz aller Toleranz habe ich manchmal meine Zweifel, weil wir doch so unterschiedlich sind. Er eher ruhig und ich nicht ganz unauffällig und ich oft versunken in Gedanken an die Philosophie, mit Fragen nach Metaphysik und Logik, die ihm sehr fremd sind. Er findet das nicht schlimm und freut sich, wenn ich ihm alles mögliche beibringe und findet es gut, wenn ich ihm mit Argumenten auseinandersetze, was ich denke und womit  ich so meine Probleme habe. Und ich übe meine Geduld, wenn er meine Fragen nicht recht versteht und so viele Dinge nicht unterscheidet. Wir haben uns nun entschieden, einstweilen zusammenzusein und vielleicht klappt das auch für länger. Wir gehen nicht nur finanziell kleine Schrittchen, sondern können das auch als Paar tun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-3565564136243464418?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/3565564136243464418/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=3565564136243464418' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3565564136243464418'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3565564136243464418'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/04/frostelich-aber-nur-wettermaessig.html' title='Frostelich, aber nur wettermaessig'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Se1uiAy2NSI/AAAAAAAAAdw/F2KvlYXC42I/s72-c/IMG_2974.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8478747575584354569</id><published>2009-04-18T00:19:00.000-07:00</published><updated>2009-04-18T00:33:55.386-07:00</updated><title type='text'>Die Anderen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6kQw1lI/AAAAAAAAAdQ/qhA-kJ7Zejo/s1600-h/IMG_3015.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6kQw1lI/AAAAAAAAAdQ/qhA-kJ7Zejo/s200/IMG_3015.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325930877508703826" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6dmGOkI/AAAAAAAAAdI/AE7RGRxafxk/s1600-h/IMG_3012.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6dmGOkI/AAAAAAAAAdI/AE7RGRxafxk/s200/IMG_3012.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325930875719137858" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6Cx2T_I/AAAAAAAAAdA/hy3YMSZumRI/s1600-h/IMG_3006.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6Cx2T_I/AAAAAAAAAdA/hy3YMSZumRI/s200/IMG_3006.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325930868520669170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB5zoAVwI/AAAAAAAAAc4/LuVwS-rNfHM/s1600-h/IMG_3005.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB5zoAVwI/AAAAAAAAAc4/LuVwS-rNfHM/s200/IMG_3005.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325930864452851458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB5vcqDZI/AAAAAAAAAcw/Z56JGEbFpNo/s1600-h/IMG_3024.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB5vcqDZI/AAAAAAAAAcw/Z56JGEbFpNo/s200/IMG_3024.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325930863331511698" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hilfe- feindliche Subjekte in unserer happy family hier! Wir haben sie gesehen und der Start unserer zarten Beziehungen wies sehr richtig in die Zukunft. Simon und Sarah sind beide Köche und sollten die Franzosen ersetzen, die hier gepflückt haben und die sich nun mit Eisäxten gen Mount Cook aufgemacht haben. (Man rechnet mit zwanzig Stunden Fussmarsch, ich habe sie aber kein einziges Mal joggend oder anderweitig ihre Kondition trainieren sehen. Wenn die Zeitungen nicht von ihnen berichten, ist das vermutlich ein weiteres Indiz für ihre masslose Schlechtigkeit.) Simon und Sarah lernte ich kennen, als ich sie fröhlich in der Früh begrüsste und mich vorstellte. Da kam dann gleich ein böser Blick und ein Seufzen, mein Vorname sei zu schwierig. Ich konterte damit, dass wir hier eine ganze Sprache lernen müssen, da wär doch für ihn ein Wort nicht zu viel verlangt. Seltsam, dass er es nach diesem kleinen Kommentar auch wirklich tadellos herausbrachte. Phil, ein weiterer Kiwi, der Fernsehjournalismus studiert hat und Geld fürs Reisen in die UK erpflückt, stiess auf die beiden (mit einem Blick, wie Phil berichtet, der verhiess: Wen kann ich als erstes mit meinem Maschinengewehr über den Haufen schiessen?) und die erste Frage von Simon war, was Phil denn danach machen würde, he? Ob er dann arbeitslos sei oder was, he? Die Freude uferte dann ganz aus, als sie ihre Bäume alle unten pflückten und die schwierig mit der Leiter zu erklimmenden Spitzen uns lassen wollten. „Tut uns Leid, Ihr könnt ja nun in unserer Reihe weiterarbeiten, wir gehen woanders hin.“  Das gab eine Ermahnung von Peter und den nahezu sicheren Hass der ganzen Crew, die sie nun argwöhnisch betrachtet, wenn Sarah wieder in ihren feinen hochhackigen Schühchen mit ihrem Miniröckchen zwischen uns in unseren Dreckklamotten über die Wiese wackelt. All das ist für mich als Sozialstudie ausgesprochen spannend. Wir sind ca. 25 Leute, klar, jeder hat seine Eigenheiten und Macken, aber man spielt so fair wie nur irgend möglich. Da wird den anderen geholfen, ein freundlicher Kommentar gemacht, die Fischer unter uns versorgen die anderen mit Lachs und Forelle, die Bäcker mit Keksen und Muffins und wieder andere geben was von ihren (natürlich selbst heimlich angebauten) Weedvorräten ab. Und Peter hat uns gar Schokoladenosterhasen geschenkt. So fühlt sich jeder entspannt und integriert und selbst die Schüchternen reden mittlerweile. Der Job ist anstrengend genug. Wenn man neu in so eine Gruppe kommt und sich zu mehreren dreist und dumm verhält, haben die anderen einen gemeinsamen Feind. Das schweisst zusammen und ist im Grunde heiter. Wenn man nicht auf der anderen Seite steht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, hätten wir wieder einiges geschafft. Lange bin ich Leo nachgelaufen mit der Bitte, doch einen Lebenslauf zusammenzuschreiben, der nicht nur reine Phantasie ist. Eiligst haben wir dann das Endprodukt an Ski NZ verschickt. Ich habe mich als Sprachübersetzer, im Skiverleih und als Lifthansel beworben und er sich als Koch. Bewerben scheint man hier sehr locker zu nehmen, auch wenn die Homepages doch nach einem ordentlichen Anschreiben und Lebenslauf und dem Visum verlangten. Ich bin gespannt, was passiert. Wenn das nichts mit dem Job wird, wird sich vermutlich was anderes ergeben und ich kann schliesslich auch ohne Job skifahren gehen und anders Geld verdienen. Momentan lacht die Kasse, mein deutsches Konto hat noch einiges aufzuweisen und mein neuseeländisches Konto ist über tausend Dollar geklettert. Ich habe mir ausgerechnet, dass ich bis jetzt inklusive tausend Euro Flüge mit gut 4000 Euro seit November klargekommen bin. Und ich dachte immer, das Reisen sei so teuer. Schlau angestellt sieht man viel und zahlt wenig. Ich bin begeistert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal überkommt mich nun die Nostalgie und als mir am Dienstag auffiel, dass meine Studienzeiten vermutlich meine schönsten Zeiten bis jetzt waren, entfleuchten mir ein paar Tränchen im Braeburnjungle. Das Reisen ist schon auch sehr wunderbar, aber auf längere Zeit gesehen waren die Freunde und die Uni formidabel. Momentan gehen mir die Diskussionen ab, mit  der Suche nach den genauen, fein geschliffenen Bedeutungen der Worte. Hier wird mit viel „bloody hell“, „cheeeeeee.....!“(wohl für „jesus!“) und „holy shit, man“ Bewunderung ausgedrückt und auf Präzisierungsfragen und Fragen nach einem Beispiel kriege ich oft die Antwort „I can't be bothered! Why do you always have to complicate things?“). Ohne meine Bücher hier würde ich Zufriedenheit einbüssen. Vorsichtig gesprochen. So grabe ich mich durch Emily Brontes „Wuthering Heights“, Shakespeares „King Lear“, eine Patricia Highsmith „Strangers on a Train“ und Michael King's „Penguin History of New Zealand“. Mein Liebling ist aber Palle Yourgraus „A World Without Time. The Forgotten Legacy between Einstein und Gödel“. Da erzählt mir dann ein Physiker, dass Gödel sehr wohl als Philosoph ernstgenommen gehört. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch meine langen Denkphasen beim Pflücken unterbreche ich nun. Die anderen Deutschen, Jochen und  Alex, haben eine herrliche Sammlung mit „Drei Fragezeichen“ - und „Hitchcock“- Hörspielen für meinen MP3-Player. Die Erkenntnis, dass ich ohne Denkstoff nicht lange glücklich bin, ist jedenfalls keine neue, wird hier aber besonders intensiv erlebt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ostersonntag sind Leo und ich tatsächlich mit unseren vierzehn Bällen und zwei Schlägern zum Golfen aufgebrochen. Für zwanzig Dollar hat man dort die Möglichkeit, den Schläger mit Schwung in den feinen Rasen zu rammen. Leo tat das mit einer gewissen Lehrerpose und ich wälzte mich am Boden vor Lachen, als der schulbuchhaft gedachte Abschlag nun wirklich nicht gelingen wollte und ich meinte, ich müsste mir dann das Golfen wohl selbst beibringen. Ich fand es eine wirklich wunderbare Beschäftigung, dem kleinen Ball nachzujagen und hielt mich auch gar nicht schlecht. Natürlich spritzte viel Gras und Dreck in die Luft und Leo verschoss vier Bälle. Vor allem als wir den Ball über eine sicher zwanzig Meter tiefe und ebenso lange Schlucht fetzen sollten, hatte ich meine Zweifel. Zu Unrecht. Der Ball prallte zwar an einer Pinie ab, war aber immer noch gut sicht- und schlagbar. Allerdings kann ich diesen Sport bis jetzt nicht ernst nehmen und weiss wirklich nicht, warum man darum ein solches Gewese macht. Minigolf in gross, Vergnügen für jung und alt, und basta!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ostermontag hatten wir auch frei und ich konnte mein Glück, zwei freie Tage am Stück zu haben, gar nicht fassen. Kann mich gar nicht erinnern, wann ich das das letzte Mal hatte! Ich dachte  mir, ich powere mich ordentlich mit einem 45-min- Vorfrühstückslauf aus und war schon ein wenig  geknickt über meine schwindende Kondition und lass es dann dabei bewenden und geniesse die letzten sommerlichen Tage mit einem Buch auf der Terrasse. Aber nein, um elf kamen dann Phil und Glen, ein anderer Kiwi, an und meinten, wir könnten doch den Gipfel gegenüber besteigen. Das hat meinen Ehrgeiz angestachelt und Leo braucht auch ein wenig Lauftraining. So machten wir uns also zu einer fünfeinhalbstündigen, durchaus nicht flachen Wanderung auf. Auf dem Gipfel war Schnee, es zog ein frostig Wind vorbei und ich wollte im Grunde nur heim, hab mich aber natürlich hochgekämpft.. Im Aufgeben bin ich ja nun nicht besonders gut. Leo machte vorher Rast auf einem Felsen und liess sich von einem neugierigen Fantail, einem hiesigen Vogel beschwatzen. Unser Start (bzw. meine  Rückkehr) in ein bewegteres und gesünderes Leben ist getan. Wir essen nun vegetarisch und gucken, dass wir (wieder) fit und schlank werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fantail übrigens ist ein wirklich heiteres Vögelchen. Wirklich sehr, sehr neugierig, sehr hübsch, schwarz- weiss, ein bisschen grösser als ein Spatz und schlanker, kommt er beim Pflücken angeflogen, setzt sich einen Meter von  einem entfernt auf einen Ast und zwitschert einen langen und überaus ernsten Vortrag aller Vermutung nach des Inhalts, dass dieser spezifische Baum hier nicht zu pflücken sei. Bis jetzt haben wir uns allerdings weder von seinem autoritären Auftreten noch von seinen Argumenten überzeugen lassen. Ein weiterer grosser Liebling ist das Insekt Praymentis (Gottesanbeterin??), ich hoffe, man schreibt es so. Es handelt sich um diesen grünen Hüpfer, der auch fliegen kann und sich hoch auf den Apfelbäumen aufhält. Ich hab Euch schon ein Photo gepostet. Er hat sechs Beine und hält die langen Vorderbeine in die Luft als würde er beten. Er hat ein sehr hübsches Gesicht und guckt einen neugierig an. Ich nehme mir immer die Zeit, die Tiere zu beobachten oder den Wind in den gigantischen Weiden, die locker dreimal so hoch sind wie das Packhaus neben. Ich glaube, ich habe noch nie so hohe und beeindruckende Bäume gesehen. Wenn die Wolken über die Berge ziehen und die Sonne durchscheint, der Wind vorbeiweht und ein paar Tropfen fallen, dann fällt mir schon auf, wie sehr eins man doch mit der Natur sein kann. Ohne dass sie es oft wissen, macht das die Menschen hier wohl zufrieden. Ich weiss, ich werde auch an diese Zeit einmal wehmütig zurückdenken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8478747575584354569?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8478747575584354569/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8478747575584354569' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8478747575584354569'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8478747575584354569'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/04/die-anderen.html' title='Die Anderen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SemB6kQw1lI/AAAAAAAAAdQ/qhA-kJ7Zejo/s72-c/IMG_3015.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-6359563012412864006</id><published>2009-04-11T00:08:00.000-07:00</published><updated>2009-04-11T00:16:23.322-07:00</updated><title type='text'>Apfelostern</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDctcdnjI/AAAAAAAAAco/rIC8efQJU9A/s1600-h/IMG_2987.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDctcdnjI/AAAAAAAAAco/rIC8efQJU9A/s200/IMG_2987.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323328920066301490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDcfkWmYI/AAAAAAAAAcg/ZamoltdNktg/s1600-h/IMG_2979.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDcfkWmYI/AAAAAAAAAcg/ZamoltdNktg/s200/IMG_2979.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323328916341299586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDb09zlcI/AAAAAAAAAcY/KXg_aUhtjM4/s1600-h/IMG_3002.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDb09zlcI/AAAAAAAAAcY/KXg_aUhtjM4/s200/IMG_3002.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323328904905332162" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Frohe Apfelostergrüsse Euch allen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir werden ein bisschen Ostern feiern mit Bunnygesichtkeksen, die ich gestern noch schnell  verbrannt habe. Ich hab schon mit viel Freude ein paar an meine Familie hier verschenkt. Leo hat das Konzept mit dem Hasenverstecken noch nicht ganz raus und meinte im Supermarkt, wir könnten ja ein paar Schokoladenostereier kaufen. Er wird seinen Lindthasen  mit rotem Schleifchen schön zwischen den Äpfeln suchen müssen, während unser Chef seinen Hasenkeks einfach so kriegt. Osterfrühstück wird’s aber schon geben, mit selbstgemachtem Zopf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stelle wieder einmal fest, wie wichtig es mir ist, einen guten Chef zu haben. Peter ist fair, humorig, geradlinig. Er erklärt uns, warum wir genau welche Äpfel pflücken sollen. Und er gibt uns zwar hie und da Reihen, die wirklich kein Vergnügen sind, die nächste Reihe danach ist dann aber wieder eine reine Freude. Naja, in Pflückermassstäben gesehen. Auch die Preise für die Kisten sind so ausgelegt, dass jeder die gleichen Chancen hat, Geld zu verdienen. Und man hat seine  Freiheit in der Zeiteinteilung. Arbeitet man wie besessen, schnell und lange, verdient man automatisch mehr. Das verkneifen wir uns. Wir arbeiten konstant, aber wir haben ein Mittagspicknick und wollen auch noch was vom Abend haben. Peter will Qualität, das hindert ihn aber nicht, freundlich zu sein. Ich fühle mich an die Unizeiten erinnert, wo ich mit Hans Rott einen wunderbaren Chef hatte. Und ich sehe den Kontrast danach mit einer gewissen Person, die als Chef an Furchtbarlichkeiten wirklich wenig ausgelassen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe immer noch viel Zeit zum Denken. Sechs Wochen Äpfel und ein ganzes Leben durchzukauen. Ich entwickle sogar sowas wie Heimweh. Ich vermisse einige meiner Leser in ganz live, Spieleabende, gute Buchläden mit der Möglichkeit, Bücher bis zum nächsten Werktag zu bestellen, ich vermisse ordentliche Museen, Bibliotheken, meine Skier, mein Rennrad, ordentliches Recycling, eine gute Passion in einer eisigen Kirche, gut verfügbares, schnelles Internet, Zeitungen, die über mehr als die erschreckende Rauferei im Nachbarpub berichten und oh Wunder, sogar das Fernsehen, das es wert ist, irgendwann mal reinzuschauen. Vor allem, wenn die Supernanny, Rach, der Restauranttester und der tolle Kriminaldauerdienst und der Der letzte Zeuge kommen. Mein Englisch aber kommt langsam dahin, dass ich auch schlagfertig sein kann und besonders hochgestochen reden kann, wenn mir danach ist. Es holt sozusagen zu meinem Sinn für Humor auf, der ja das einzige ist, was ich wirklich ernst nehme, wie Leo schon bemerkt hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke aber auch darüber nach, was ich nicht vermisse. Es ist dieses unfassbare Streben nach Sicherheit, das ich oft empfunden habe und das die Zufriedenheit mit dem, was gerade ist und was man geniessen kann, so oft zu ersticken scheint. Ich habe das Gefühl, dass sowohl hier als auch in Indien viele Leute viel mehr im Moment leben. Sie arbeiten, um sich jetzt durchzubringen. Unser Mitbewohner Don z.B. arbeitet, um mit seiner Frau wieder in den Norden NZs heimfahren zu können. Sie wissen nicht, was sie nächstes Jahr machen werden. Sie scheinen zufrieden zu sein und sind einfach herzensgute Leute. Ich vermisse nicht das Streben nach dem Haus, das die Nachbarn am meisten beeindrucken könnte und auch nicht den Autowahn, der mir hier noch um einige Grade absurder erscheint. Vielen Deutschen ist es bestimmt sehr gut gegangen in den letzten Jahren und manche hat das dazu verführt, sich zu sehr auf solche Dinge anstatt auf das, was man an Gutem hat, zu konzentrieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gefühl der Freiheit, das ich in Raglan hatte, ist immer noch da. Und ganz besonders wenn ich wie eine Wahnsinnige durch den eisigen Regen in der Dunkelheit renne, Coldplays "Viva la Vida" im Ohr. Ich habe immer getan, was mir viel Freude gemacht hat. Die Schule, das Studium, auch das Journalistenjobben war gut und das Reisen ist genau mein Ding. Vielleicht muss ich nicht wissen, was ich in zehn Jahren tue. Vielleicht ist es eine gute Idee, einfach den eigenen Intuitionen zu folgen, leicht und glücklich Chancen zu nutzen. Ich habe mich nie gelangweilt und ich habe immer versucht, meine Freude an meinem Leben zu bewahren. Love it, change it or leave it. Es hat so gut für mich funktioniert und ich habe beschlossen, mich nicht mehr verunsichern zu lassen, wenn Menschen in meinem Umfeld mich auf einen Weg bringen wollen, der nicht der meine ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten ist es frostekalt im wörtlichen Sinne. Eigentlich durchaus das, was ich als Osterwetter kenne. Schnee liegt auf den Hügel und man riecht ihn auch in der Luft. Die Häuser sind  wie Bananenkartons isoliert und ich preise meine neu erworbenen Long Johns (Thermounterwäsche) und meinen wuscheligen Schlafsack während Leo von meinem Thermal Liner, meinem warmen Schlafsackinnensack profitiert. Er hat natürlich keine Long Johns gekauft, kauft keinen neuen Schlafsack, auch wenn ich jeden Tag von Federn bedeckt neben meiner Frau Holle aufwache und er will sich einen Liner aus einem alten Bettlaken nähen. Jaja, soll er mal. Eigentlich braucht man doch wirklich wenig. Keine zehn verschiedenen Laufklamotten- ich renne halt hier mit meinen Arbeitsklamotten und meiner guten Regenjacke- und auch keine sieben Jacken. Ich bin oft aus Langeweile und einfach weil die Gelegenheit da war, shoppen gegangen. Beides habe ich hier nicht. Ein paar wirklich gute Teile und gut isses. Es ist bestimmt kein asketisches Leben hier, aber es ist doch eine Besinnung auf das, was mir wirklich wichtig ist und auf was ich gut verzichten kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist bald Skisaison und wir versuchen, in der Gegend um Queenstown und Wanaka auf der Südinsel einen Job zu kriegen, so dass ich endlich skifahren kann. Ich könnte als kitchenhand arbeiten, den Lift bedienen, mit viel Glück sogar als Skilehrer arbeiten oder Kinder betreuen. Und Leo wird natürlich als Koch arbeiten. Ich vermisse den Schnee und das Skifahren wie blöd und kann jetzt einfach noch nicht nach Australien. Kann ja noch warten, oder? Alte Bretter werden wir wohl entweder vom „Dump“ oder vom Op-Shop kriegen. Tourenski zu finden grenzt dabei aber freilich an ein Wunder. Ein Wunsch ans Universum hat mir aber in letzter Zeit doch schon so einiges gebracht. Einen Brettspielfan, einen begeisterten Fischer, einen Leo. Ist doch schon ein guter Anfang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, Dump und Op-Shop. Da gibt es pfenninggute Sachen und Leo und ich lassen keine dieser herrlichen Gelegenheiten aus. Ich habe einen ausgezeichneten BH im Omastil erworben, der sich prächtig zum Pflücken macht, eine wirklich schöne OperettenCD mit Elisabeth Schwarzkopf und haufenweise Bücher, wobei unser Favorit „The Art of German Cooking“ ist. So komme ich zu ausgezeichneten Kartoffelknödeln, einer bayerischen Creme und Dampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce. Ausserdem haben wir zwei Golfschläger für je zwei Dollar erworben und werden über Ostern unsere 14 Bälle auf dem Golfplatz in Roxburgh verschiessen. Womöglich werden wir in eine heisse Konkurrenz mit dem netten deutschen Paar Alex und Jochen treten. Sie reisen schon seit zwei Jahren und verdienen hier gerade ihr Geld, um nach Asien reisen zu können. Sie scheinen sich sehr zu mögen und haben sehr viel Energie und Freude. Sie pflücken teils doppelt so viele Bins wie wir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Dörfchen Roxburgh hat sich nun zu so etwas wie unserer nahe gelegenen „Stadt“ entwickelt. Man kennt uns und winkt uns. Die Frau im Häkel- und Strickladen erzählt uns über ihre Reise nach England mit ihrem abenteuerlustigen Gatten und die burschikose Lehrerin, die den einzigen Backpacker hier schmeisst und mit ihrem Farmergatten das Internet betreut, versucht mich zu überreden, bei einem der sogenannten „Variety-Concerts“ in einer japanischen Robe zu singen. Warum? Weil sie die halt hat und schliesslich auch irgendwer singen muss. Zum Glück hatte ich das letzte Mal Halsweh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einer Woche waren Leo und ich auf einer eigentümlichen Veranstaltung im Entertainment Center in Roxburgh, wo wir heute wieder einmal Kinoabend haben. Der Abend lief unter dem Titel „Get Dotted!“ und zwei Damen und ein Herr führten eine Art kollektiven Psychotest mit dem Publikum durch. Ich glaube, ganz Roxburgh war gekommen, zumindest waren alle da, die wir mittlerweile kennen. Mit den Eintrittsgeldern soll ein Seminar für die Jugendlichen der Gemeinde finanziert werden. Es gab vier Persönlichkeitstypen: den Rationalisten, den Pictorialisten, den Visualisten und den Sensationisten. Die Showmaster lasen typische Verhaltensweisen und Einstellungen vor, wie z.B. „ich orientiere mich an Fakten“ für den Rationalisten oder „ich orientiere mich an Gefühlen“ für den Sensationisten und man sammelte Punkte, wenn man mit den Aussagen übereinstimmte. Wie vermutet habe ich klar im Rationalisteneck gepunktet und Leo im Sensationisteneck.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er redet gern über seine Gefühle und ich rede manchmal lange auf ihn ein, dass es bei Uneinigkeiten keine schlechte Idee ist, Argumente vorzubringen anstatt nur nach den eigenen momentanen Gefühlen zu handeln. Ich fühle mich ein bisschen wie der Professor in „My Fair Lady“, wenn Leo mir sagt, dass er gerne ordentliches Englisch von mir (der Deutschen?!) und Mathe lernen will und auch sonst auf Bildung hofft. Ich lese ihm allerhand vor und erzähle ihm, was mir gerade in den Sinn kommt. Er versorgt mich mit Sushi für unser tägliches Picknick und fragt mich nach meinen Gefühlen, kümmert sich um einen Ersatzreifen für mein Auto, putzt das Haus und bekocht mich. Er hat sicher keine schrägen Ideen, was Frauen zu tun haben und Männer in keinem Fall machen können oder umgekehrt. Er ist schon ein ganz ein Süsser, mein Leo. Ob wir wohl wirklich gemeinsam durch Deutschland reisen? Nach Grönland für eine Weile gehen? Europa angucken? Zusammenbleiben? Die nächsten hundert Folgen sollen es ans Licht bringen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-6359563012412864006?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/6359563012412864006/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=6359563012412864006' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/6359563012412864006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/6359563012412864006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/04/apfelostern.html' title='Apfelostern'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SeBDctcdnjI/AAAAAAAAAco/rIC8efQJU9A/s72-c/IMG_2987.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4722046229827613879</id><published>2009-03-31T22:50:00.000-07:00</published><updated>2009-03-31T23:11:55.397-07:00</updated><title type='text'>Immer mehr Äpfel- und das ist erst die halbe Saison</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMEjD7F5FI/AAAAAAAAAcQ/J9dk2QtZvuk/s1600-h/IMG_2926.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMEjD7F5FI/AAAAAAAAAcQ/J9dk2QtZvuk/s200/IMG_2926.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5319600585249776722" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDpsGhIqI/AAAAAAAAAcI/QraMvnaQ0y0/s1600-h/IMG_2954.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDpsGhIqI/AAAAAAAAAcI/QraMvnaQ0y0/s200/IMG_2954.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5319599599602705058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDpJPtF-I/AAAAAAAAAcA/m9jdIAX0xnA/s1600-h/IMG_2949.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDpJPtF-I/AAAAAAAAAcA/m9jdIAX0xnA/s200/IMG_2949.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5319599590245996514" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDosAnb6I/AAAAAAAAAb4/OYjOIhOvxzI/s1600-h/IMG_2944.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDosAnb6I/AAAAAAAAAb4/OYjOIhOvxzI/s200/IMG_2944.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5319599582398082978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDoc4KcXI/AAAAAAAAAbw/0EjAb2Smvcg/s1600-h/IMG_2960.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDoc4KcXI/AAAAAAAAAbw/0EjAb2Smvcg/s200/IMG_2960.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5319599578336096626" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDoHEt2GI/AAAAAAAAAbo/_kSgOwL67PU/s1600-h/IMG_2950.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMDoHEt2GI/AAAAAAAAAbo/_kSgOwL67PU/s200/IMG_2950.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5319599572483168354" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das ist Peter. Nein, man sieht ihn nicht auf dem Photo. Er versteckt sich, weil er nicht photographiert werden will. Er besitzt den grössten Obstgarten in der Gegend. Die anderen hier sind nur halb so gross. Um Peter herum sind ungefähr zwanzig Pflücker und fünf Staplerfahrer und zehn Leute, die Äpfel im Packhaus verpacken. Peter hat ein stattliches Haus, ein paar Pickups, ein paar Autos und ein Motorrad mit dem er durch seine Apfelreihen braust und guckt, ob die richtigen Äpfel auf die richtige Weise gepflückt werden. Wenn kein Hagel gekommen ist. Dreissig Sekunden Hagel und er ist ruiniert, sagt er. Ansonsten kann man schon Geld machen, vor allem mit Export, aber es ist eben nicht so arg einfach. Viele Gärten in der Gegend haben aufgegeben, die Besitzer pflücken ihre Äpfel selbst und verkaufen sie an einem kleinem Obststand auf einem Bauernmarkt. Und wenn die Äpfel von den Pflückern ruiniert werden, weil man sie verkratzt hat, weil man sie in die Tasche hat fallen lassen oder weil der Pflücker im Matsch ausgerutscht ist und mitsamt seiner Äpfel in den Bin gefallen ist und sie gequetscht hat, dann werden sie gesaftet. Klingt gut, ist aber furchtbar. So ein Bin hat 460 Kilo und  wenn die Äpfel gesaftet werden müssen, kriegt Pete einen Cent pro Kilo. Das wären dann 4,60 Dollar pro Bin, für den er allein den Pflückern durchschnittlich 40 Dollar bezahlt. Es gibt viel Saft in der Welt, das stimmt. Aber Saft ist nur ein Nebenprodukt der Pflückerei. Niemand baut Äpfel für Saft an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir die Äpfel in die Bins gepflückt haben, holt sie ein Traktor ab und bringt sie zum Packhaus. Dort kommen sie in ein grosses Becken und schwimmen dort durch eine Pumpe getrieben zu einem Fliessband, das sie ins Packhaus transportiert. Dort werden sie auf „bruises“ (Kratzer und Dellen) von einer Frau gecheckt. Dann laufen sie weiter in eine Lichtbox, wo sie photographiert und so auf Reife kontrolliert werden. Von dort werden sie noch auf Grösse angeguckt und dann in diese lila eierkartonähnlichen Steigen gelegt bevor sie dann aufeinander in eine Box kommen, fertig für die Weltreise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Allgemeinen tut mir das Apfelpflücken sehr gut. Es ist eine grosse Meditation. Ich geniesse es, wie mein Leben sich wie ein Film nach und nach entrollt. Ich pflücke und ich blicke zurück, mehr als ich es jemals getan habe. Ich denke über all die guten Zeiten nach, über mein Studium, ich denke an meine Freunde, an einzelne Szenen, an Orte. Ich vermisse das Dichte, das Deutschland zu bieten hat. Viele Geschäfte in den Städten, Buchläden, Musik, vielseitige Kultur an jeder Ecke, enge alte Gassen, historische Gemäuer. Am meisten aber vermisse ich die schneebedeckten Berge und die Skitouren. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Land ohne Schnee zu leben. Nein! Und ich denke über meine Zukunft nach. Da gibt es noch viele interessante mögliche Lebenswege und sinnvolle Dinge zu tun. Vielleicht geht das zu zweit auch wirklich leichter, mal sehen. Ich habe einige Sorgen auf der Strecke gelassen und beschlossen, dass ich weiter geniessen werde, was mir dieses wunderbare Leben zu bieten hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4722046229827613879?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4722046229827613879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4722046229827613879' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4722046229827613879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4722046229827613879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/03/immer-mehr-apfel-und-das-ist-erst-die.html' title='Immer mehr Äpfel- und das ist erst die halbe Saison'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SdMEjD7F5FI/AAAAAAAAAcQ/J9dk2QtZvuk/s72-c/IMG_2926.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2991715349887877892</id><published>2009-03-10T18:01:00.000-07:00</published><updated>2009-03-10T18:03:34.640-07:00</updated><title type='text'>Schnee, Äpfel und das Glück der Hausfrauen</title><content type='html'>Leo und ich haben mittlerweile eine Art Familienleben hier. Eine neue und ziemlich interessante Sache für mich. Wir leben in unserem Haus mit Don, Wai und Luksmi und gucken oft aus dem Fenster. Wenn es regnet gibt es nämlich keine Arbeit für uns. Die  Damen im Packhaus dagegen verpacken noch die von uns gepflückten Äpfel und wir fragen uns manchmal, ob es nicht besser wäre, dort zu arbeiten. Man ist zwar nicht draussen, aber man hat feste Stunden und einen festen Stundenlohn und die letzten beiden Wochen haben sie sicher besser verdient als wir, obwohl wir es härter haben. Aber irgendwie finde ich diese Pflückmännerdomäne interessanter und es besteht die Hoffnung, dass es besser wird, vor allem, wenn wir das zweite Mal die noch verbleibenden Äpfel von den Bäumen holen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Äpfel wie gestern und heute nass sind, verkratzen sie schneller und wenn es kalt ist, brechen sie gar auf. Wenn es also regnet, bleiben wir daheim, fangen manchmal später das Arbeiten an oder eben gar nicht. Wir zahlen 30 Dollar in der Woche für unsere Unterkunft und wir spielen Scrabble. Vor allem kochen wir und bekochen unsere Familie. Mittlerweile sind wir dazu übergegangen, unser eigenes Brot zu machen, einen Apfelkuchen und sogar Apfelsaft. Die herrlichen Dinner gibt es natürlich weiter. Leo hat in der Küche sicher mein Energielevel und wir machen gleich mehrere Dinge gleichzeitig und nacheinander und alles läuft zackig und rund, während ich nebenbei noch dazulerne. Er ist organisiert und alles wird sofort gespült. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Apfelpflücken selbst sollte nun eigentlich leichter werden, so dachten wir. Leider ist das ganz falsch. Als wir noch Cox Orange von den Bäumen pfrimelten, guckten wir sehnsüchtig zu den Royal Gala hinüber, die im Vergleich dazu alle überreif aussahen. Da hatten wir uns aber mächtig getäuscht. Royal Gala werden nur gepflückt, wenn sie wirklich knallrot sind. Das sind sie in den seltensten Fällen. So brauchten wir am Montag 5 Stunden um unseren Bin zu füllen. Einer der Traktorfahrer versuchte mich aufzumuntern mit den Worten, Pete, unser Boss, würde bei diesen Äpfeln viel besser bezahlen. Wir verdienen bei diesen grossartigen Äpfeln dann 40 anstatt der 38 Dollar. Ich lief um die Bäume herum, guckte verzweifelt hinauf, rutschte auf der Silberfolie herum, die zwischen den Bäumen ausgelegt ist und landete meist in tiefen Matschlöchern. Den Matsch trug ich meine 3,6 m hohe Leiter hinauf und hinterher fiel er mir in Gesicht und T-Shirt. Erst pflückte ich zu viele unreife Äpfel, dann liess ich zu viele auf den Bäumen, die sich gut hinter Blättern versteckten. Und oft blieb der Stiel einfach am Baum hängen, weil ich offenbar zu sehr zog, aber es war nicht anders zu machen, wenn der Apfel auf fast fünf Metern hängt. Wenn ich die Stiele dann doch mitnahm, verkratzte ich die Äpfel, wenn ich sie gen Ast hochrollte. Irgendwas ist also immer. Aber wir können uns ja damit aufrecht halten, dass wir für fünf Stunden Arbeit lässige zwölf Euro verdienen- yeah! Brendan, unser anderer Traktorfahrer kam vorbei und bemitleidete uns. Er meinte, die Äpfel seien „nothing but trouble, no matter what you do“ und half uns manchmal sogar pflücken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz alledem gibt mir der Job viel. Ich bin durch verschiedene Stadien gegangen. Da war die anfängliche Euphorie, einen Job zu haben und draussen zu sein und genau das zu tun,  was man eben in dieser Situation als Working Holiday Maker macht. Und es ist schön, neues Spielzeuggeld (NZ Dollars) jede Woche überwiesen zu kriegen. Ich kriege mit, wie die Dinge hier ablaufen, wie es ist, einen Apfelgarten zu haben und worauf man zu achten hat. Es gefällt mir auch, dass die Äpfel, die ich hier pflücke gerade von Euch gegessen werden könnten, da sie alle in den Export gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mein schreckliches Tief letzte Woche und sah überhaupt keinen Sinn mehr in all dem blöden Getue für die paar Kröten, die einen eben gerade so über Wasser halten. Überall Matsch, was ich machte, machte ich falsch und es schien kein Ende zu nehmen in der brütenden Hitze. Ich sagte mir, das ist ein Job, in dem man sehr stark auf sich selbst zurückgeworfen ist. Man muss sich selbst motivieren. Und ich habe entdeckt, dass meine Einstellung wirklich den grossen Unterschied macht. Ich mache meinen Tag, nicht die Situation. So lasse ich mich nicht mehr besonders beeindrucken, höre  Musik und denke über mein Leben nach. Dafür ist letztlich doch genug Zeit. Und schon ist wieder alles gut. Und zwischendrin entfleucht mir ein Wahngelächter und ich merke, dass ich  auf so etwas wie körpereigene Wahndrogen komme, was Leo ein bisschen verwundert. Wenn später   im Leben einmal nichts mehr geht und ich wirklich keinen Job haben sollte, so kann ich immer noch so etwas machen, um mich über Wasser zu halten. Mit dieser Gelassenheit und Zuversicht habe ich das Gefühl, dass mich nichts mehr so leicht umhauen kann. Dafür bin ich unfassbar dankbar. Leo hat recht mit seiner Aussage, dass ich mich hier auf dem grossen Abenteuerspielplatz befinde. Was ich ausprobiere, bringt mir Sicherheit und Lebensfreude. Was das Geld anlangt, bin ich immer noch gut dabei mit viel Sparsamkeit wwoofen und jobben. Madaz spart mir Übernachtungskosten und ist letztlich billiger als der Bus, vor allem, wenn ich in  Gesellschaft mit ihm reise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist es übrigens aus mit brütender Hitze, wir haben Schnee auf den Hügeln der Umgebung heute  nacht gekriegt und ich bin glücklich über meinen neuen warmen Schlafsack. Keine Arbeit natürlich und auch gestern nutzten wir die Gelegenheit zu einem kleinen Ausflug nach Alexandra, vierzig  Kilometer von hier. Es gibt immer was zu tun. Leo braucht einen neuen Pass, Madaz eine neue Registrierung, meine Telefonrechnung muss bezahlt werden und ich brauche mal wieder zumindest einen Buchladen. In Alexandra hat ein Kanadier seinen Buchladen „Wanderlust“ aufgemacht und wir kamen in ein nettes Gespräch über das Leben in einer winzigen Stadt nachdem er zuvor in der Nähe von Montreal gelebt hat. Die Kiwis lesen wohl sehr viel, viele fahren durch Alexandra und er hofft das beste. Er weiss, wie es ist, das Stadtleben zu vermissen. Er hat sich mit Neuseeland fürs Wandern und die Natur entschieden und diesen wunderschönen kleinen Laden aufgemacht. Stöbern, lesen- choice! Ich brauche das, ich vermisse es. Und ich habe mit Armistead Maupins „The Night Listener“ neuen Stoff, den ich Leo im Bett vorlesen kann. Bei Shakespeares Lear ist er doch zu schnell eingeschlafen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo und ich sehen wie es ist, das gemeinsame alltägliche Leben mit all seinen kleinen Unwegsamkeiten und Diskussionen. Ich bin recht glücklich mit Leo, wir sind absolut gleichberechtigt und ich fahre Auto genauso wie er, wir kochen und putzen gemeinsam. Und er schliesst den Schlüssel im Auto ein und nicht ich, aber er bricht dafür auch ordnungsgemäss wieder ein ;). Er hört zu und ist interessiert an den Dingen, die ich mag und lässt sich auf Diskussionen ein, wenn mich etwas stört. Er gewöhnt sich daran, dass ich sachlich und direkt sofort sage, wenn mir etwas nicht passt. So kommen wir sehr gut klar. Er hat nun bald eine Woche das Rauchen aufgegeben, was ich sehr beachtlich finde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir werden sehen, wie lange wir hier bleiben. Bis jetzt sind die Entscheidungen noch nicht so klar. Wir checken jeden Samstag die Zeitungen für sinnvolle Jobs und reden darüber, wann wir wohin weiter wollen. Ich will hier schliesslich noch einige Wanderungen machen. Leo will im Grunde auch, nur zahlt er ungern für das Wandern im eigenen Land, was ich in gewisser Weise verstehen kann. Und dann wartet immer noch Australien auf uns.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2991715349887877892?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2991715349887877892/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2991715349887877892' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2991715349887877892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2991715349887877892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/03/schnee-apfel-und-das-gluck-der.html' title='Schnee, Äpfel und das Glück der Hausfrauen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-1739430857395393991</id><published>2009-03-05T20:49:00.000-08:00</published><updated>2009-03-05T20:52:01.326-08:00</updated><title type='text'>Nur die Harten kommen in den Garten (und Leo hat die Gärtnerin abgekriegt ;))</title><content type='html'>Das Apfelbusiness zeigt uns die Zähne. Es ist erstaunlich frustrierend, in der Hitze zu stehen und an kleinen Flecken, die man nicht ausreichend mit Sonnencreme bedacht hat, den Sonnenbrand zu spüren, mitten in einem Dickicht von Ästen, durch die man die Leiter irgendwie pfrimeln muss. Und dann steht sie da, man steigt hinauf mit dem riesigen Umhängeding und bleibt stecken- fluchend. Man verschiebt die Leiter, alles ist gut, man erwischt einen Apfel, die zwei daneben fallen aber auf den Boden und sind damit nicht mehr zu gebrauchen. Das Pflücken ist eine Kunst für sich. Man knickt die Äpfel gen Ast, den sie aber nicht berühren sollen und rollt sie dann, einem nach dem anderen vorsichtig in die Bauchtasche. Kratzer, Dellen, braune Stellen werden von Peter, unserem Chef moniert, der mit seinem Motorrad angebraust kommt und checkt, ob auch wirklich alle Äpfel geernet sind, die er haben will. Das sind natürlich bei weitem nicht alle. Er hält einem regelmässig zwei Äpfel vor die Nase, die sich in der Röte um 2,8 Prozent unterscheiden und sagt einem, dass man den einen sehr wohl, den anderen aber in keinem Fall pflücken darf. Sonst gibt’s eine kleine Predigt, zwischen all dem Leiter rauf und runter und zum Bin laufen, den die Traktorfahrer uns hin und hermanövrieren. Leo ist mittlerweile schneller als ich, kriegt aber auch ein wenig mehr Predigten. Er kommt auf zirka drei Bins am Tag, ich schaffe es zu zweien und helfen uns gegenseitig, den Bin am Ende zu füllen. Ich habe schwitzend geschimpft und er hat auch seine Tiefs, zumal, wenn man betrachtet, dass wir uns wirklich anstrengen und nicht ratschen und dann immer noch unter Mindestlohn arbeiten. Ich verdiene 76 Dollar am Tag mit zwei Bins, das sind dann lässige 30 Euro für acht Stunden harte Arbeit und einen schmerzenden Rücken. Nur die Harten kommen in den Obstgarten... Wir sagen uns, was die anderen wiederholen, die das seit Jahren machen: man wird schneller und die Äpfel werden reifer und die erste Woche ist immer die härteste. Auch die Profis kommen mit drei Bins am Tag nur schleppend voran und stehen auch ihre Kämpfe aus. Wir geben nicht auf, erst mal nicht. Und danach dürfen wir wandern, haben wir uns versprochen und der nächste Job wird vermutlich in Australien sein, Leo kocht, ich arbeite an der Rezeption oder als Küchenhilfe und grüble weiter brav nach, wo ich mein journalistisches Zeug am besten unterbringe. Ich sehe wieder mal, wie schön man es doch hat, mit einem ordentlichen Job, wenn man die rechte Ausbildung hat. Man hat die Wahl, auch wieder was anderes zu machen. Vor allem ist es eine gute geistige Übung, sich immer weiter zu motivieren. Eine positive Einstellung ist der Schlüssel zum Ganzen und jeden Tag einen neuen Start zu sehen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leute von TeachNZ haben mir geschrieben bezüglich meiner Chancen als Lehrer zu arbeiten. Das geht mir nicht aus dem Kopf und mit starkem Willen müsste das gut machbar sein. Wir lesen brav die Zeitung am Wochenende und finden schon das Rechte. Von meiner Bewerbung für den Journalistenjob hab ich noch nichts gehört. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nach der Arbeit ist natürlich Verwöhnzeit. Ich gehe im schönen See schwimmen und am Abend gibt’s Leos feinste Gerichte. Gestern Lasagne und immer wieder meinen heissgeliebten Kartoffelbrei. Wir spielen Scrabble und ich ziehe den Armen gnadenlos ab. Wir haben nun eine Art Lernvertrag. Ich bringe ihm bei, was ich weiss und kann und im Gegenzug bin ich momentan seine Küchenhilfe. Das kostet ihn Überwindung, macht er doch gerne alles selbst und verwandelt sich instantan in einen sehr ernsten Menschen, wenn er sein gutes schweres Messer aus Solingen zu schwingen anfängt. Aber da er lernen will, anderen Menschen freundlich und bestimmt Anweisungen in der Küche zu geben und ich einige Küchentricks lernen will, haben wir beide unsere Meister gefunden. Da sonst meist ich es bin, die in der Heimküche die Kommandos gibt, fühlt es sich ein wenig seltsam an, nun nur noch genau auf Kommando zu handeln und nicht mehr zu denken. Aber gut, Kompetenzen abgeben ist ja auch eine gute Übung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hoffen auf ein bisschen Regen für Samstag, so dass wir den Tag frei kriegen. Bestimmt werden wir aber am Sonntag, der ein optionaler Arbeitstag ist, wieder einen Ausflug machen und feiern, dass wir die Woche überstanden haben. Zweieinhalb Wochen Obst und Leo liegen hinter mir. Wieder alles ganz neu für mich. Auf einmal planen wir zusammen und es macht mir gar nichts aus. Das hätte ich nicht gedacht. Ich habe nicht das Gefühl, Freiheit aufzugeben, da er mich nur ermuntert, alles zu machen, was mir vorschwebt. Reisen, promovieren, als Lehrer arbeiten. Ich hab ihn täglich lieber. Und obwohl ich hier meine Tiefs habe, glaube ich, dass ich auf dieser Reise weit mehr gefunden  habe als ich mir erwartet habe und meine Erwartungen waren nicht gering.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-1739430857395393991?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/1739430857395393991/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=1739430857395393991' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1739430857395393991'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1739430857395393991'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/03/nur-die-harten-kommen-in-den-garten-und.html' title='Nur die Harten kommen in den Garten (und Leo hat die Gärtnerin abgekriegt ;))'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4296264298252593078</id><published>2009-03-03T21:33:00.000-08:00</published><updated>2009-03-03T21:42:44.928-08:00</updated><title type='text'>Apfelpsychologie</title><content type='html'>Wir werden vermutlich die Saison über in den Äpfeln bleiben. Das könnten bis zu zehn Wochen werden. Da kann man dann immerhin sagen, wir wissen, wie es ist, Saisonarbeiter zu sein. Unsere Kollegen sind teils ebenfalls Working Holiday   Leute und teils Menschen, die jedes Jahr wieder Obst pflücken. Ich bin ziemlich beeindruckt, wie nett die Profis sind. Sie sagen uns genau, welche Äpfel wir pflücken sollen und lächeln und winken immer freundlich zurück. Das Nektarinenpflücken wurde stündlich bezahlt. Da hatte man Zeit zum Schäkern und gemütlich Nachdenken und hatte trotzdem seine hundert Dollar am Tag verdient. Hier sieht das nun anders aus. Wir werden für eine Kiste Äpfel mit 38 Dollar bezahlt. Man versucht also möglichst schnell möglichst viele Äpfel ins Körbchen zu bringen. Mit 40 Körbchen hat man die Kiste voll. Dabei müssen die Äpfel genau die richtige Farbe haben und zu klein sollen sie auch nicht sein. Es wird kontrolliert, was noch auf den Bäumen hängt und es wird kontrolliert, was in der Kiste ist. Die Äpfel müssen sehr behutsam behandelt werden, da sie schnell Kratzer und braune Stellen kriegen. Und wir müssen zackig unsere Leiter richtig platzieren, so dass wir auch an die obersten Früchte kommen. Das ist ziemlich mühsam, wenn die Äste sehr dicht sind. Wir machen höchstens eine halbe Stunde Pause und arbeiten kontinuierlich. Unsere Profifreunde kriegen in einem Tag vier Kisten voll, wir schaffen zusammen fünf. Und wir gucken immer, wenn der Chef vorbei kommt, dass wir auch alles brav richtig machen und hoffen, dass wir weder einen Strunk am Apfel gelassen haben, noch überpflückt haben, also zu viele Äpfel vom Baum geholt haben. Montag war ein wunderbarer Tag. Da konnten wir kleine Bäumchen zackig abarbeiten. Dienstag war grausam. Viele kleine Äpfelchen an den Bäumen aussen, nahe an den schützenden Weiden, die viel Schatten geben. Da rennt man dann ein bisschen vezweifelt hin und her und findet doch kaum was zu pflücken. Insgesamt ist das aber ein gute Job, daher macht ihn auch der Surfer Sascha. Man ist auf sich allein gestellt, bestimmt sein eigenes Tempo, kriegt einiges an Sonne ab und die Kollegen sind nett. Die Traktorfahrer, die unsere Kisten bewegen, haben selbst früher gepflückt und geben immer wieder Tipps, wie man am schnellsten gut voran kommt. Ich merke, dass es für mich sehr aufs Arbeitsumfeld ankommt, wenn es darum geht, zufrieden mit meinem Tun zu sein. Richtig nett ist, dass wir hier mit Don, Wai und Laksmi zusammen wohnen, unserer netten Maorifamilie. &lt;br /&gt;Wir motivieren uns gegenseitig, das hier zu machen. Es heisst, die erste Woche sei am schwersten, danach sei man schneller und verdiene damit mehr Geld. Ausserdem gewöhnt sich der Rücken ans Tragen, momentan fühlen wir uns immer noch recht schwanger mit gut 20 Kilo Äpfeln vorm Bauch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Zusammenleben mit Leo funktioniert sehr gut. Er kocht herrlich Dinner, gestern gab es Lamm, immer sehr viele knackige Gemüse und vor allem den weltbesten Kartoffelbrei. Ich würde ihm ja gerne helfen, aber in seinem Bereicht lässt er sich nicht dreinreden. Aber es gibt zum Glück genug andere Dinge, die ich im Gegenzug machen kann. Sein Lebenslauf soll am Computer erstellt werden, er will alles über Musik wissen und ist an allem was mit Bildung zu tun hat, sehr interessiert. Ausserdem motiviere ich ihn zum Sport und er hat sich fest vorgenommen, das Rauchen aufzuhören, zumal er es auch seinem Vater kurz vor dessen Tod versprochen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende waren wir in Queenstown. Hier ist man schliesslich so richtig auf dem Land. Da gibt es schon zwei Supermärktchen in Roxburgh, die das Verhungern ausschliessen. Aber ich vermisse doch sowas wie Stadt. Wo man ein T-Shirt kaufen kann und Kino nicht nur alle zwei Wochen am Samstag mit genau einem Film ist. Es gibt eine Stadt, Alexandra, eine halbe Autostunde entfernt, in die wollten wir eigentlich fahren. Als wir dann aber um zwei dort waren, war alles zu und es handelte sich nicht um eine Mittagspause. Neuseeland ist in dieser Hinsicht sicher noch nicht globalisiert. Über Queenstown aber ein andermal etwas mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Abende bestehen nach dem Essen aus einem Scrabble (bei dem ich den armen Leo bis dato recht wild abziehe) und manchmal aus einer Fahrt zum See Pinders Pond, in den man sich mit einem lauten Juchzer an der Schaukel schwingen kann. &lt;br /&gt;Wir wollen sehen, wie lange wir hier bleiben. Im Grunde verdienen wir ordentlich, geben  nicht viel aus und wohnen für 30 Dollar in der Woche. Danach geht es dann, so der Plan, nach Australien, wo wir gemeinsam in einem Hotel oder Restaurant arbeiten könnten. Das ist nochmal ganz anders für mich und für ihn ist es leicht, einen Job zu finden. Es ist gut, dass er aufs Geld schaut, so bin ich auch gut versorgt, weil ich auch nichts anderes mache, als mitarbeiten und wirklich Gegend und Leute sehe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Tag fängt an, wir müssen in die Äpfel und werden dort unsere acht Stunden bleiben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4296264298252593078?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4296264298252593078/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4296264298252593078' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4296264298252593078'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4296264298252593078'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/03/apfelpsychologie.html' title='Apfelpsychologie'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4276340161397583781</id><published>2009-03-01T22:21:00.000-08:00</published><updated>2009-03-01T22:32:10.350-08:00</updated><title type='text'>Mehr Nektarinen, Äpfel und Leo</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9TehCpuI/AAAAAAAAAbg/LgIWa03l7iI/s1600-h/IMG_2888.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9TehCpuI/AAAAAAAAAbg/LgIWa03l7iI/s200/IMG_2888.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5308474359348897506" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9TDWyYVI/AAAAAAAAAbY/FW2FGNCCT_s/s1600-h/IMG_2871.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9TDWyYVI/AAAAAAAAAbY/FW2FGNCCT_s/s200/IMG_2871.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5308474352058130770" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9Si_2cUI/AAAAAAAAAbQ/h2ybVEhtFFs/s1600-h/IMG_2861.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9Si_2cUI/AAAAAAAAAbQ/h2ybVEhtFFs/s200/IMG_2861.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5308474343371993410" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9SVFYaZI/AAAAAAAAAbI/nKcXSRqnuiU/s1600-h/IMG_2855.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9SVFYaZI/AAAAAAAAAbI/nKcXSRqnuiU/s200/IMG_2855.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5308474339637094802" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9SCPUBGI/AAAAAAAAAbA/2Lva0VG5akw/s1600-h/IMG_2856.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9SCPUBGI/AAAAAAAAAbA/2Lva0VG5akw/s200/IMG_2856.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5308474334578476130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ohja, ich habe meinen Blog vernachlässigt. Und es fühlt sich auch wirklich so an, als wäre es Ewigkeiten her, seit ich von diesem Parkplatz am Gillespie Beach berichtet habe. Kurze Zeit später traf ich die Deutschen wieder, die ich so erschreckt hatte, als ich sie beim Wildcampen traf. Es waren nun  nur noch drei, aber wir hatten eine grossartige Zeit zusammen. Ich dachte ja immer, mit Zwanzigjährigen lässt sich nicht allzu viel anfangen, das war einfach ein blöder Irrtum. Wir haben wild gecampt, die halben Nächte durchschwatzt und die Landschaft gelobt. In Wanaka sah ich mich nach einem Job um, fand allerdings spontan nichts und rief daher bei PickNZ an, der Nummer für die Saisonarbeiter. Dort hiess es sofort, ich solle noch am gleichen Tag nach Alexandra in Central Otago kommen, dort könne ich mich im Büro melden und ich hätte gute Chancen auf einen Job. So verliess ich die drei und machte mich auf. Ich hatte das Gefühl, das Büro würde um vier zumachen und tatsächlich konnte ich gerade noch acht Minuten vor deren Schliessung reinkriechen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man gab mir sofort einen Job in Roxburgh, eine gute halbe Stunde entfernt. Ich sollte in einem Packhaus Obst verpacken, was einem Fliessbandjob nicht unähnlich sei. Nun, ich wollte Geld verdienen, ich wollte sehen, wie das einfache Leben in Neuseeland aussieht, also machte ich mich  frohen Mutes auf. Central Otago sieht sehr trocken aus, man fährt an Weinbergen vorbei und sieht kahle Hügel und viele Felsen. Es gefiel mir nicht allzu sehr, nach all dem herrlichen saftigen Busch an der Westküste. Und auch als ich auf dem Orchard, meinem Arbeitsplatz ankam und sah, dass ich mich in einer Wellblechbaracke einrichten sollte, hielt sich meine Freude in Grenzen. Aber meine neue Chefin Alesha meinte, ich solle doch lieber Obst pflücken und nicht in der Baracke, sondern im Haus bei einer Fidji Familie mit kleinem Baby leben. Das Packhaus sei wenig spassig, hat man mir gesagt, die Vorarbeiterin dort eine first rate bitch, wie man mir unumwunden gestand und auch sonst sei es dort kalt und dunkel. Und da ich eh lieber raus und zu den Nektarinen wollte und mich immer über Kindergesellschaft freue, war das natürlich optimal für mich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am ersten Abend, als ich mich gerade eingerichtet hatte, lernte ich Leo kennen. Er entspannte sich gerade vom Pflücken auf der Couch und ich hockte mich forsch neben ihn auf ein Schwätzchen. Er meinte, wenn er eine Partnerin hätte, würde er nun vermutlich ein wenig in den Hügeln herumlaufen, aber so, naja. Da meinte ich, man könnte ja auch durch die Plantagen laufen. So hatten wir lange Zeit, um ein paar feine Früchtchen zu ergattern und zu plaudern. Ich fragte ihn nach Strich und Faden nach seiner Tätigkeit als Koch aus. Er macht gerade eine Karrierepause und hat sich entschlossen nach zwölf Jahren reisen durch Europa und Neuseeland seinen Kopf frei zu kriegen und sich zu überlegen, was weiter passieren soll. Nun ist er 43 und überlegt, sich niederzulassen, am besten mit einer Frau. Fünf Jahre gibt er sich, um sich für etwas anderes zu trainieren, vielleicht als Manager eines Restaurants. Dafür müsste er sich ein paar Computerkenntnisse und ein paar Businesssachen aneignen. Am zweiten Abend setzten wir uns nach der Arbeit auf einen Felsen in der Nähe und guckten auf das Land. Er strahlt viel Ruhe aus und  kann da einfach sitzen und die Natur geniessen. Da fühlte ich mich dagegen ruhelos und war fasziniert. Am nächsten Tag regnete es. Wenn es regnet, wird kein Obst gepflückt, weil die Früchte nass sind und leichter anstossen. Das Wetter würde auch übers Wochenende so bleiben. Da beschloss ich kurzerhand, einen Ausflug zu machen. Ich war mir sicher, Leo würde mitkommen und  so fuhren wir nach Dunedin, der Universitätsstadt. Mir fehlen doch die Städte immer wieder. Dunedin hat immerhin ein kleines Kunstmuseum und das Otago Museum, das von der Geschichte der Gegend in guter moderner und bunter Manier erzählt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Pfirsiche und Nektarinenpflücken war in Ordnung und hat ungefähr 500 Dollar eingebracht, was bei meiner sparsamen Lebensweise für fast zwei Wochen reisen reicht. Wöchentlich bezahlt zu werden ist ein kleines Abenteuer und der Job an sich ist es auch. Die Arbeit wurde mit 12.50 Dollar stündlich vergütet und man konnte sich einigermassen Zeit lassen, wenn man auf die Leitern kletterte und sie von Baum zu Baum zog und seine Früchte in den Bauchladen pflückte. Auf dem Orchard herrschte allerdings eine gewisse Misswirtschaft und Chaos und einige Früchte werden dort nun einfach vor sich hinrotten. Das haben die Pflücker schnell bemerkt und nun sind wir mehr oder weniger kollektiv zu einem anderen Orchard in der Nähe gewechselt. Heute fangen wir dort an, Äpfel zu pflücken. Der Job ist ein Contract Job, das bedeutet, man wird für die Menge an Obst bezahlt, die man pflückt. Die erste Woche sei frustrierend, man verdiene wenig, dann könne man am Tag gut 200 Dollar machen. Ich hoffe, ich kriege das hin. Äpfel sollen sehr empfindlich sein, man müsse sie wie rohe Eier behandeln. Ich sehe das als Test, als Durchhaltetraining. Wenn ich gar keine Lust mehr habe und den Sinn nicht mehr drin sehe, gebe ich auf. Aber dafür muss schon mal so einiges passieren. Wir werden also sehen. Herausforderungen sind ja nun immer gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten wohnen wir hier recht weit draussen in einem Haus mit einer Maorifamilie, Don, Wai und Laksmi, die auch alle pflücken und sehr nett sind. Ein ganz anderes Leben. Ich kriege damit weit mehr Einblick als durch das blosse Durchreisen und kann auch andere Dinge geniessen. So war ich laufen und habe entdeckt, dass die Gegend eben doch sehr schön ist. Und ich war in einem herrlichen grossen Teich schwimmen. Dort gab es einen echten Klassiker, wie mir Leo erzählte, eine Schaukel zum Festhalten direkt ins Wasser. Nichts wie auf also ins Vergnügen. Und bald ganz viel mehr von Leo, mit dem ich eine wirklich gute Zeit habe, zumal wir beide so gerne dazulernen und er mich täglich mit einem herrlichen Abendessen verwöhnt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4276340161397583781?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4276340161397583781/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4276340161397583781' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4276340161397583781'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4276340161397583781'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/03/mehr-nektarinen-apfel-und-leo.html' title='Mehr Nektarinen, Äpfel und Leo'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sat9TehCpuI/AAAAAAAAAbg/LgIWa03l7iI/s72-c/IMG_2888.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4553555414357291827</id><published>2009-02-22T16:01:00.000-08:00</published><updated>2009-02-22T16:03:45.293-08:00</updated><title type='text'>Leo und wie Nektarinenen wirklich schmecken</title><content type='html'>Damit mir da keine Klagen kommen;=): mir geht es bestens und ich werde in Kürze von meinen wilden Abentuern berichten. Ich habe meine Karriere als Fruitpicker aufgenommen und bin nun in der Nähe von Alexandra in Roxburgh, Süden der Südinsel. Hier habe ich Leo getroffen, den ich dringlich vorstellen muss. Koch, 40, kleine Karrierepause, wunderbar, wir haben eine ausgezeichnete Zeit zusammen. Hmmmm ;). Liebe Grüsse und bis bald, Ihr Lieben!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4553555414357291827?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4553555414357291827/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4553555414357291827' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4553555414357291827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4553555414357291827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/02/leo-und-wie-nektarinenen-wirklich.html' title='Leo und wie Nektarinenen wirklich schmecken'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-1750068501373554035</id><published>2009-02-15T14:41:00.000-08:00</published><updated>2009-02-17T15:34:01.487-08:00</updated><title type='text'>Endlich Urlaub!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJCNZedmI/AAAAAAAAAao/OM-B9nyOpco/s1600-h/IMG_2846.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJCNZedmI/AAAAAAAAAao/OM-B9nyOpco/s200/IMG_2846.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5303913288463971938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJB_4hc7I/AAAAAAAAAag/dKzTHhh7k1A/s1600-h/IMG_2835.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJB_4hc7I/AAAAAAAAAag/dKzTHhh7k1A/s200/IMG_2835.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5303913284836094898" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJBnIHSxI/AAAAAAAAAaY/0qqE4gwwUs8/s1600-h/IMG_2806.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJBnIHSxI/AAAAAAAAAaY/0qqE4gwwUs8/s200/IMG_2806.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5303913278190603026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJBKS7-4I/AAAAAAAAAaQ/ikeuIgKZWhw/s1600-h/IMG_2795.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJBKS7-4I/AAAAAAAAAaQ/ikeuIgKZWhw/s200/IMG_2795.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5303913270451370882" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es gibt natürlich Nichtsahnende mit dem Irrglauben, das Reisen sei ein Urlaub und doch überwiegend Erholung. Aber nein, das ist natürlich ganz falsch. Ich z.B. habe mir nach langen Ewigkeiten endlich einmal wieder einen faulen Sonntag gegönnt. Ich habe keine Couch, auf der ich herumliegen und keinen Fernseher, den ich anstieren könnte, so habe ich mein Auto auf einen Parkplatz am Strand gestellt, mein GLAMOUR Heftchen, das ich vom Dump mitgenommen hatte, herausgezogen, meine Matte ausgerollt und das getan, was andere Leute Nichtstun nennen. Bis auf stetes Moskito- und Sandfliegenzerdrücken an den Scheiben freilich und unter etwas ungewöhnlichen Umständen mit manchen etwas verwuindert dreinschauenden Touristen. Der Regen prasselte auf meinen Madaz und ich gedachte meiner Abenteuer und ob mich mich diese Reise wohl bedeutend verändert. Ich glaube, das Reisen stellt vor allem die Charakterzüge, die man an sich kennt, noch klarer heraus, Vorlieben werden gerade in neuen Situationen mit neuen Menschen noch klarer. Nein, ich trinke nicht und ja, ich will lesen und ich will mir von niemandem sagen lassen, was ich wann zu tun habe. Wer nicht kontaktfreudig ist, wird es vermutlich, wer es ist, hat Gesellschaft. Während des Reisens stellt sich immer wieder die Frage, wie der Tag strukturiert wird. Gar nichts zu tun ist unbefriedigend für mich. Also habe ich täglich ein anderes Ziel, mal ist es eine weite Wanderung, dann ein bestimmter Kontakt. Oder eben das Geldverdienen. In all der Freiheit habe ich immer wieder das Gefühl, dass es meine Aufgabe ist, mein Leben nochmal genau nach Wichtigem und Unwichtigem abzuklappern. Ich bin immer wieder erstaunt, von welch einfachen Lebensmitteln ich gut leben kann und dass shoppen eine ganz nette Sache ist, die aber vor allem zur Ablenkung für mich herhalten musste. So genug der Gemeinplätze!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es richtig genossen, nun wieder allein ins Ungewisse mit der groben Richtungsangabe „Süden“ unterwegs zu sein, mit einem zwanzig Dollar Einkauf neben mir, der mich mindestens zwei Tage im Busch durchbringen soll. Bis jetzt bin ich proppesatt von Dosenananas, Haferflocken, Vollkorntoast und dem obligaten Thunfisch, den es hier auch mit Zitrone-Pfeffer oder Tomaten-Basilikum gibt- mmmhmmmm. Ich weiss mein einfaches feines Essen zu schätzen und gönne mir als eine Art Kuchen Toast mit Erdnussbutter, Himbeermarmelade und Banane- mein Backpackergeheimtipp!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schöne  ist an diesem Parkplatz auch, dass man sich nur aus dem Auto begeben muss und schon in ein munteres Schwätzchen kommt. Als ich gestern ganz in der Nähe dieses schönen Sonntagsstrandes mit Namen Gillespie Beach meinen Madaz zu anderen wilden Campern gesellte, kam es zu einer lustigen Episode. Zufällig war ich ganz in Tarngrün unterwegs, ganz so wie hier auch die DOC- Leute. Ich stieg also aus und lief auf eine Vierergrupper zu, die gerade die klassischen Spaghetti mit Tomatensosse kochte. Ich fragte, ob sie vorhätten, hier über Nacht zu bleiben. Sie hielten alle die Luft an und sahen mich gebannt an, in der Annahme, ich würde nun abkassieren. Ich hab dann zu ihrer grossen Erleichterung richtiggestellt, dass ich mich auch hier für die Nacht breit machen will und setzte mich zu ihnen. Die vier haben gerade ihr Abi im schönen Frankenland gemacht und freuten sich über meine Erlebnisse mit Gurus, dem verrückten Rasepolizisten, Dan und den Erlebnissen mit Madaz. Überhaupt- der Gute! Während die vier über ihr undichtes Zelt jammerten, kann ich ihn nur loben. Ich habe mein Bett immer schon dabei, das zudem noch sehr bequem und durchaus mollig mit einem kurzen Fröstler hie und da in der Nacht. Da tropft nix, da muss man nix umbauen. Und der Spritverbrauch ist trotzdem sehr gemässigt vor allem im Vergleich zu den wilden Grosscampern. Gestern hat eines dieser Monster neben uns Halt gemacht. Ein bisschen scheint das Reisen in so einem Ding für manche Leute wie Fernsehen zu sein: man muss nicht aussteigen und tut es auch nicht. Die Landschaft bewegt sich schliesslich an einem vorbei und mit Menschen will man sowieso nichts zu tun haben. Sehr skurril. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vormittags unternahm ich einen längeren Spaziergang zu einer Seehundkolonie. Die sitzen da einfach, vor allem der Chef gähnt einen gelassen von einem grösseren Felsen an und lassen sich photographieren. Mal kommt eine Flosse im Meer zum Vorschein, ein anderer kratzt sich schon mal ein Viertelstündchen. Wirklich vergnüglich, wenn die Tiere in der Freiheit auch so sind. Auch hier wurde nach Gold gesucht und ich kam an einer riesigen verrosteten Goldstätte und an einem &lt;br /&gt;Friedhof für die ausschliesslich irischen „Miner“ der Gegend vorbei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Süden, meinem nächsten unkonkreten Ziel, ist die Region Fjordland mit sehr vielen sehr schönen mehrtägigen Wanderungen. Der Milford Track scheint dauernd ausgebucht zu sein und die Übernachtung auf einer Hütte dort ist mit 40 Dollar so richtig saftig, zumal ich sonst meist kostenlos schlafe. Hoffentlich gibt es bald mal wieder einen richtigen Supermarkt, um die Essensbestände zu akzeptablen Preisen aufzufüllen. Die Wäsche ist nun zum Glück wieder sauber. Und morgen ist Montag und der Urlaub vorbei!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-1750068501373554035?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/1750068501373554035/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=1750068501373554035' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1750068501373554035'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1750068501373554035'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/02/endlich-urlaub.html' title='Endlich Urlaub!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZtJCNZedmI/AAAAAAAAAao/OM-B9nyOpco/s72-c/IMG_2846.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8544960820272249850</id><published>2009-02-13T20:10:00.000-08:00</published><updated>2009-02-13T20:19:37.867-08:00</updated><title type='text'>Ausgemuellt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGT0B6R8I/AAAAAAAAAZ4/ce87agGo2as/s1600-h/IMG_2766.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGT0B6R8I/AAAAAAAAAZ4/ce87agGo2as/s200/IMG_2766.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302502917473454018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGTlwLzKI/AAAAAAAAAZw/tjCzTlcpSCw/s1600-h/IMG_2782.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGTlwLzKI/AAAAAAAAAZw/tjCzTlcpSCw/s200/IMG_2782.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302502913641008290" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGTUlBejI/AAAAAAAAAZo/oqIbOehYJ3A/s1600-h/IMG_2770.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGTUlBejI/AAAAAAAAAZo/oqIbOehYJ3A/s200/IMG_2770.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302502909030791730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich habe zuvor sparsam gelebt, nun fuehle ich mich noch mehr dazu motiviert, meine sauer verdienten Kroeten zusammenzuhalten. Ich sehne mich gar nach einem Job im Supermarkt, nach dem ich mich an meiner naechsten Station umschauen werde. Ich habe mich mit dem Muell in einen Job gestuerzt, der mir zeigen sollte, wie gut ich es habe, wenn ich schreiben darf oder gemuetlich anderen geistigen Dingen nachgehen. Ja, so ein Buero hat seine Vorteile, ich weiss es nun wieder, auch wenn ich auf der Nordinsel beim Kuehemelken ins Zweifeln kam. Cindy und Rainer haben sich da vermutlich verzettelt, indem sie einfach den Muell sammeln und horten und ich wollte schon eine Art Businessplan mit ihnen zusammen aufstellen, nachdem mir Heike erzaehlt hatte, dass Cindy eines Nachmittags nur noch auf die Saecke eindrosch und weinte. Zum Glueck konnte ich meine Hemdsaermeligkeit noch bremsen und hab mal lieber nicht dreingeschwaetzt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Franz Joseph war Konzertabend. Panda, ein mittlerweile eingebuergerter Ire, bearbeitete die Gitarre und spielte bekannte Songs, so dass man sie garantiert nicht mehr erkannte. Klang alles recht gut und schwungvoll und das hiesige Blue Ice Pub machte ein Riesengeschaeft, das meiste aber wohl mit John, der wieder unfassbar viele Biere trank. Es ist anstrengend, mit einem Alkoholiker zusammen zu wohnen. Bei aller sonstigen Freundlichkeit: Ab einem gewissen Punkt verlor er die Kontrolle ueber das, was er sagte und mir wurde etwas unheimlich. Da er zudem meine Naehe doch weit mehr suchte als ich, habe ich mich entschlossen, mich schleunigst auf die Socken zu machen und bin kurzzeitig zu den Muellchefs gezogen, wo ich im Gegenzug die Fenster vom Dreck und die Beete vom Unkraut befreite. Heike traf zufaellig ihre Freiburger Kollegen am Strand, was zu einer laengeren sehr lustigen Unterhaltung fuehrte- schon spannend, dass man sich ausgerechnet an diesem einsamen Strand am Ende der Welt trifft. Mit dem falschen Gewuerz kochte Heike traenentreibend scharfes Chilli und ich hatte Gelegenheit beim wirklich lauten Wellenrauschen Jay Griffiths’ „Wild“ anzufangen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Autorin hat sich nach ihrem Mathestudium durch die Wildnis geschlagen und bei Ureinwohnerstaemmen gelebt. Sie beschreibt, wie trocken und weltfremd doch das das meiste Wissen ist, das wir Staedter so anhaeufen und wie wenig wir doch von der Natur und Welt verstehen. Sie hat ihre manischen Zuege und ich bin gespannt, ob ich mich danach immer noch in den Busch aufmachen will. In Dans Begleitung vermutlich ein Vergnuegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun stehen mir wieder ein paar Naechte im Auto bevor, da ich gemuetlich gen Sueden und gen „Great Walks“ in der Gegend von Milford Sound fahren will. Ruhe, allein sein,  ich freu mich drauf. Von wegen, das Reisen ist ein Urlaub. Staendig gibt es die vielen kleinen Dinge zu organisieren- was isst man, wo schlaeft man, wie krieg ich die Waesche wieder sauber, wann kann ich wieder duschen, wann hab ich wieder Handyempfang und wann Internet. Lacht Ihr nur, auf Euren Sesselchen daheim ;).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8544960820272249850?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8544960820272249850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8544960820272249850' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8544960820272249850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8544960820272249850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/02/ausgemuellt.html' title='Ausgemuellt'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZGT0B6R8I/AAAAAAAAAZ4/ce87agGo2as/s72-c/IMG_2766.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2289226017732328053</id><published>2009-02-10T13:53:00.001-08:00</published><updated>2009-02-13T19:58:56.426-08:00</updated><title type='text'>Viele Felsen und viel Wasser</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcoK0c5I/AAAAAAAAAZg/251cB35zFRI/s1600-h/IMG_2733.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcoK0c5I/AAAAAAAAAZg/251cB35zFRI/s200/IMG_2733.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302497571350279058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcYIQ1kI/AAAAAAAAAZY/R7Gm2CF3IUo/s1600-h/IMG_2727.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcYIQ1kI/AAAAAAAAAZY/R7Gm2CF3IUo/s200/IMG_2727.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302497567044589122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcFA0M8I/AAAAAAAAAZQ/cfXy_41SiEE/s1600-h/IMG_2707.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcFA0M8I/AAAAAAAAAZQ/cfXy_41SiEE/s200/IMG_2707.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302497561913078722" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBb8SV6EI/AAAAAAAAAZI/A5Dau1GXt7o/s1600-h/IMG_2695.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBb8SV6EI/AAAAAAAAAZI/A5Dau1GXt7o/s200/IMG_2695.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302497559570671682" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBbrwFWBI/AAAAAAAAAZA/xxGnsyDgIGw/s1600-h/IMG_2686.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBbrwFWBI/AAAAAAAAAZA/xxGnsyDgIGw/s200/IMG_2686.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302497555132012562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zu Johns Geburtstagsparty sollte ich am 5.2. kommen. Daher machte ich mich von meiner verrückten Kommune mit deren Versicherungen, ich könne gern wieder kommen (und wohl vor allem mich schief und krumm arbeiten) auf über den Arthurs Pass gen Westküste. Ich dachte, ich könnte ein wenig Zeit dafür brauchen, aber dass ich gleich drei Nächte und mit nur einer Schachtel Müsliriegel und einer Dose Thunfisch im Gepäck in den Alpen sein würde, war dann doch im &lt;br /&gt;Vorhinein unklar. Aber wie das Leben so schön spielt, habe ich sehr viele nette Mitreisende getroffen, mit denen ich mein Essen teilen konnte. Sie bekamen Schokolade, ich eine frittierte Banane und fremdes Brot gabs mit meinem Thunfisch. Alles wonnig also. Auch die Nächte im Madaz waren ausgezeichnet.  Auf meiner Campingmatte und Claudias Schlafsack, den sie für 20 Dollar als Schnäppchen aus dem Warehouse (ein Riesengemischtwarenladen, dens hier überall gibt, leuchtend rot erkennt man ihn schon, wenn man aus dem Busch herausfährt) schlief es sich ausgezeichnet. Ein bisschen frisch in der Nacht in den Höhenlagen, hab ich mich in meine mehreren Pullis eingemummelt und auf Parkplätzen vor Natursehenswürdigkeiten übernachtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arthurs Pass hat nämlich einiges zu bieten. Da sind die wunderschönen Felsen von Castle Hill, die eine mystische Stimmung verbreiten. Ich sage sowas ungern, aber dort habe ich ein Gefühl entwickelt, wie ein heiliger Ort aussehen könnte. Es hat natürlich auch einen Riesenspass gemacht, auf den Dingern rumzukraxeln. Am Parkplatz traf ich drei sehr nette Franzosen, die sogar Englisch sprachen (ein Jahr Austausch im Falle von Marina...). Sie liehen mir ihre Kletterschuhe und legten mir ihr Crashpad zu Füssen und ermunterten mich, die schwierigeren Züge zu wagen. Am Abend sassen wir zusammen beim besagten Thunfisch- Bananen-Essen, Scott, ein Amerikaner und ein Pärchen aus Südtirol gesellten sich dazu. Scott packte seine Ukulele aus und ich meine Mundharmonika, so dass alles gleich nach ganz wilder Lagerfeuerromantik aussah. Doch, es war nett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cave Stream, ein unterirdischer Strom hat mir auch sehr viel Spass gemacht. 590 m kann man sich durch die Felsen im hüfthohen Wasser tasten und kraxeln. Mir hat es soviel Spass dort gemacht, dass ich gleich zweimal durch bin. Da steht ein Schild, dass es gefährlich sein kann, aber dass man eben wissen muss, was man tut. Das fand ich toll. Wir sind ja schliesslich keine kleinen Kinder. Besonders entzückt war ich natürlich, dass man keinen Eintritt zahlen muss wie bei vielen anderen derartigen Höhlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem zweiten Tag in den Bergen dachte ich mir, nun wärs aber gut und ich sollte weiter, zumal ich meinem Couchsurffreund Dave Scott meine Ankunft schon ein geraumes Weilchen angekündigt hatte. Aber nein, kaum im Örtchen Arthurs Pass angekommen, traf ich auf Richard und Tersia, sie Südafrikanerin, er Kiwi mit deutschem Pass. Wir plauderten in der Kneipe, gingen in eines der vielen Informationscenter, von denen DoC in jedem Örtchen eins hat und stellten fest: hier gibt’s eine tolle Wanderung. Tersia war noch nie in den Bergen, aber das hat nicht mal sie selbst gross gestört und kurz darauf erklommen wir 1100 Höhenmeter. Es war steil und es war anstrengend, aber die Aussicht war gigantisch und die Gesellschaft herrlich. Richard ist Physiker und hat lange Jahre mit Geologen zusammengearbeitet. Er kennt die Gegend sehr gut und erklärte mir, wie sich die Erdplatten zu den Berge zusammengeschoben haben, er zeigte mir Moose und Pflänzchen und am Abend lagen wir zu dritt unter den Sternen. Die beiden leben nun in London, das sie gar nicht so sehr schätzen und eigentlich wollen sie nicht nur für zwei Wochen nach Neuseeland. Ein tolles Paar, wie ich sie noch selten getroffen habe. Munter, lustig, interessiert und unerschrocken und sehr liebevoll. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit ihnen  ging ich am Abend das erste Mal in ein Restaurant, wo ich eine gigantische Pizza aß, die letztlich für drei absolut sättigend war. In der Hütte, in der sie übernachteten und die auf Vertrauensbasis lief (honesty box heisst ein kleiner Kasten, in den man 15 Dollar wirft, wenn man dort übernachtet) duschte ich und wir trafen auf Austin, einen New Yorker. Mei, was will man sagen- ein richtiges Stadtkind. Er war nur noch platt, dass ich hier mit Einheimischen rede und konnte gar nicht fassen, dass ich das erste Mal an diesem Abend in einem Restaurant war, wo er doch zweimal täglich dort essen geht. Für sein Auto zahlt er 55 Dollar am Tag, ohne Sprit und laufen würde er auch nicht gehen. Aber er hatte dann ja mich für einen halben Tag und wir liefen drei Stunden an einem Fluss entlang, was er wohl mächtig schwierig und beeindruckend fand und er sich niemals selbst zugetraut hätte. Schon heiter, ich fühlte mich gleich wieder sehr abgebrüht und robust, was ich im Vergleich zu Richard sicher nicht war. Der rannte nämlich förmlich die steilen Pfade nach unten und hatte seinen hellen Spass. Das liess ihm auch Zeit, seine 6! GB Photos und Videos zu machen, bis Tersia und ich jeweils bei ihm ankamen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem Ausflug machte ich mich nun aber wirklich zu Dave auf. Dass ich keine Geschwindigkeitsmessung hatte, war mir nun schon ganz egal, sie war kurz nach Christchurch ausgefallen. Das Fahrverhalten hat das nicht beeinflusst und meine biertrinkenden netten jungen Kiwis vom ersten Parkplatz meinten, das sei alles weiter kein Problem und irgendwer würde mir das bestimmt reparieren. Darauf warte ich noch... Dave hatte Klagen über die jungen Couchsurfer, die sich anmelden und nicht kommen oder einfach nicht mitdenken. Er ist halt trotzdem ein ganz ein Lieber und meint, es seien gute Kids, nur an der Erziehung mangele es ein wenig. Er hat sich für einen Job als Betreuer für autistische Kinder beworben und es sieht ganz so aus, als würde er den Job auch kriegen. Ich bin begeistert, was in ihm steckt und wie positiv und wandelbar er ist. Mit seinen Nachbarn machte ich ein Schwätzchen und sie wiesen mich darauf hin, dass das hiesige Lokalblatt einen Journalisten sucht. An dieser Bewerbung muss ich nun auch noch kleistern. Aber wie ihr gesehen habt, kommen die Schreibtätigkeiten momentan doch sehr kurz....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ross, Daves Örtchen, lief ich im strömenden Regen auf der Spur der Goldsucher. Es wird vermutet, dass Ross und Umgebung auf ca. 700 Mio. Dollar Gold sitzt. Man müsst nur rumfischen und graben. Ich bin gespannt, ob und wann das einer macht. Ich mag das Glitzerzeug ja nun nicht besonders und bin daher flott weiter. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, auch bei Dan in Harihari vorbeizuschauen. Von Dan wurde ich mit einem Freudentänzchen und einer dicken Umarmung empfangen. Dort traf ich auf zwei junge Wwoofer, ein Kanadier und ein Deutscher, direkt nach Abi und Bund auf grosser Radltour durch Neuseeland. Ich hab sie für ihre Gefährte beneidet, die genauso teuer wie mein Auto waren und denke noch drüber nach, in Bälde umzusteigen. Das könnte ein Plan sein, wenn ich erst in Otago angekommen bin, wo ich Obst pflücken will. Endlich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst fuhren Dan, die Wwoofer und ich gemeinsam zum „Dump“, wo wir Zweige abluden und es natürlich wieder ausgedehnte Schwätzchen und einen Joint gab. Glücklich fand Dan noch eine Flasche sprudelnden Apfelsaft und ein paar Biere, die freudig brüderlich geteilt wurden. Daheim angekommen hiess es, man müsse Holz holen und ein wenig fischen. So gings auf gen Strand mit der Motorsäge. Schon einigermassen platt nach all den Schleppereien verabschiedete man sich vom Meer, wo eh kein Fisch beissen wollte. Dan wollte noch einen kurzen Versuch an der Flussmündung wagen. Dass es der beste Fischtag seines Lebens werden sollte, konnte natürlich niemand ahnen. Wir fingen 42 Kawai, die alle ernstlich schwer sind, einer dürfte zwischen zwei und drei Kilo wiegen und zwischen 40 und 50 Zentimeter lang sein. Er warf die Angel, holte sie ein, ein Freudenjuchzer und ich rannte ins Wasser und sollte den glitschigen, zappelnden Fisch fangen, ihn an Land werfen und mit einem Stein töten. Mit einem grossen Stein und mit viel Schwung. Das kostete anfangs Überwindung, aber letztlich finde ich, dass es der Lauf der Dinge ist. Wenn ich Fisch esse, sollte ich damit leben können, dass er getötet wird. Und das eben manchmal von mir. Dan konnte nicht genug kriegen, wir drei anderen hatten Hunger und waren müde. Um neun, als die Sonne fabelhaft unterging, wars dann gottlob abgeschlossen. Dachten wir. Da standen uns dann nach dem Dinner noch mehrere Stunden säubern und filettieren bevor. Um eins in der Nacht fiel ich in meinen Schlafsack während die anderen noch feierten, tranken und rauchten- ein Dantag mal wieder. Action ohne Ende. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;John war etwas beleidigt, dass ich es nicht bis zu ihm geschafft hatte, aber er kennt ja nun Dan, der ihn anrief und ihm sagte, er hätte mich gekidnappt. Ich kam mittags zu Johns Geburtstag an, machte ihm Brownies und Salat und brachte den Laden ein wenig in Schwung. Die Party wurde natürlich ein grosses Schmausen und ein noch grösseres Trinken. Teils mit Leuten, die John auch nicht kannte und die irgendwie durch den Busch brachen in der Annahme, eine besonders urige Kneipe gefunden zu haben. Es gab wieder Ukulelenmusik wilde Gesänge, Dan schnappt sich zwei Esslöffel zur Begleitung und spielte die Mundharmonika, was er wirklich drauf hat. Meine Brownies wurden in die Himmel gelobt und alles war gut. Als Dan und sein Kumpel zum Pub aufbrachen, verschloss John das Haus und die Armen haben wohl auf einer Couch in einem Hostel übernachtet, wo man ihnen die Stiefel stahl, die sie dann für 40 Dollar auslösen mussten. Schräge Sitten gibt’s hier auch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag brachen John und ich nach einem klassischen Danfrühstück mit vielen Eiern und Schinken zu unserer viertägigen Wanderung auf. Es sollte den Copland River entlang gehen, wo man nach sieben Stunden auf eine grosse Hütte, die Welcome Flat Hut trifft. Dort gibt es sehr grosse heisse Quellen, die in einem wunderbaren Bergpanorama liegen. Die Hütte wird von freiwilligen Hüttewarten betreut, ein Job, den ich auch gleich sehr attraktiv fand. Essen und Wohnen umsonst, Ruhe und Bücher im Haus und jeden Tage andere nette Leute. Dazu schöne Tageswanderungen. Da es mit Dan aber nun wieder mal später wurde, in der Frühe, kamen wir natürlich nicht so früh los und machten Halt an einer Hütte mit nur einem Stockbett. Voller schrecklicher Sandfliegen und Moskitos war darin kein Schlaf zu finden und ich zog nach draussen um, wos eher schlimmer als besser war. Ich habe an jeder Hand zirka zwanzig Stiche, eine gesprenkelte Stirn und das trotz Fleece, das ich mir übers ganze Gesicht gewickelt hatte. Seufz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;John war dann wenig auf wilde Wanderungen aus und ich konnte in den Felsen herumkraxeln. Besonders toll war der Ausflug einen Fluss hinauf, wo ich irgendwann einfach nur noch im Wasser war, von Pool zu Pool. Canyoning im Kleinformat also. Der schwere Rucksack war gut zu tragen und ich lobte mich mal wieder, weil ich mir eine ordentliche Ausrüstung gekauft hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hot Pools am Abend waren dann die pure Entspannung mit toller internationaler Unterhaltung. Ich muss Euch mal die besten Hitchhikestories erzählen, die ich dort mitbekam. Leider muss ich nun aber zur Arbeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun bin ich nämlich gross ins Müllbusiness eingestiegen. Im hiesigen unfassbar teuren Four Square Supermarkt (ein Duschgel kriegt man hier für 9,70 Dollar, mein Stundenlohn liegt bei 13,50...) liegt eine Liste der verfügbaren Jobs aus. Dort stand dann was von Putzen und im Laden sitzen und eine gute Figur machen, aber eben auch der Mülljob. Irgendwie schien mir das viel amüsanter. Wegen meiner hervorragenden Referenzen (so vermute ich zumindest) hat man mich auch gleich genommen und nun schichte ich Karton von einem Sack in einen anderen. Das ganze Unternehmen ist ziemlich heiter. Rainer und Cindy, er Deutscher, sie Amerikanerin, haben beschlossen, dass es in Franz Josef auch Recycling geben sollte. So sammeln sie nun Plastik, Dosen und Papier und Karton getrennt ein. Eine schöne Idee. Nur geben sie mir keine oder witzelnde Antworten, wenn ich frage, wo das Zeug denn nun hin soll. Nun, kommt da, wir sammeln hier erstmal. So gibt es hier überall in der Gegend Container und mit Folien abgedeckte Haufen, manches wird in gemieteten Scheunen gesammelt. Täglich ändert sich, was zu tun ist, mal bringt man die Säcke von a nach b, dann weiter nach c, ich warte nur drauf, dass sie wieder nach a kommen. Eine interessante Aufgabe ist auch, das meiste Plastik in den normalen Müll zu sortieren und dann auf die Flaschen zu springen. Ich vermute, dass eine Maschine da einen etwas höheren Effizienzgrad hätte. Zum Glück ist mir Heike, eine deutsche Krankenschwester, die für drei Monate herumreist, an die Seite gestellt. Sie lebt bei den beiden und schaufelt als Gegenleistung mit im Müll. Ein harter und langer Wwoofingjob. Wir werden viel gelobt, weil wir offenbar schnell arbeiten, man bringt uns Kartoffelsalat und lässt uns auch gern mal ein Päuschen machen- ganz dem Vorurteil entsprechend ist arbeiten hier doch viel relaxter als in Deutschland.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2289226017732328053?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2289226017732328053/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2289226017732328053' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2289226017732328053'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2289226017732328053'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/02/zu-johns-geburtstagsparty-sollte-ich-am.html' title='Viele Felsen und viel Wasser'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SZZBcoK0c5I/AAAAAAAAAZg/251cB35zFRI/s72-c/IMG_2733.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-858876454676351273</id><published>2009-02-10T13:53:00.000-08:00</published><updated>2009-02-10T13:58:07.966-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-858876454676351273?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/858876454676351273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=858876454676351273' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/858876454676351273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/858876454676351273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/02/3-2-09-buskers-plan-arthurs-pass.html' title=''/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-325108760540207618</id><published>2009-02-09T00:50:00.000-08:00</published><updated>2009-02-09T01:03:13.757-08:00</updated><title type='text'>Vorschau....</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SY_xL1RLWUI/AAAAAAAAAY4/kzeWxZyS5ZI/s1600-h/IMG_2757.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; 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margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoX09ibqI/AAAAAAAAAYg/mqciWAmgmR8/s200/IMG_2569.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5296981239048335010" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoX5bAQmI/AAAAAAAAAYY/CSKX7VIyiRY/s1600-h/IMG_2561.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoX5bAQmI/AAAAAAAAAYY/CSKX7VIyiRY/s200/IMG_2561.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5296981240245666402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoXnQQU2I/AAAAAAAAAYQ/0Xe72S66cQg/s1600-h/IMG_2546.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoXnQQU2I/AAAAAAAAAYQ/0Xe72S66cQg/s200/IMG_2546.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5296981235368743778" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoXfWPf4I/AAAAAAAAAYI/dRsK7MK6iFA/s1600-h/IMG_2530.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoXfWPf4I/AAAAAAAAAYI/dRsK7MK6iFA/s200/IMG_2530.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5296981233246371714" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoXB5DH0I/AAAAAAAAAYA/MbnfbqigqAg/s1600-h/IMG_2492.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoXB5DH0I/AAAAAAAAAYA/MbnfbqigqAg/s200/IMG_2492.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5296981225339297602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dreimal habe ich in Governors Bay geträumt, ich wäre wieder in Deutschland, viel zu früh und wünschte mir im Traum, ich würde nur träumen. Natürlich schien alles furchtbar real und ich konnte mich nicht davon überzeugen, nur zu träumen. Erst das Aufwachen in der Früh brachte Erleichterung. Aber vielleicht war es ein Zeichen, dass ich nun mal wieder weiter sollte. Es passiert zu leicht, dass ich mich einlebe, bequem werde und zu schätzen lerne, was ich momentan habe. Dabei will ich doch Neues erleben. Ich will mir hier schliesslich ganz verschiedene Gegenden und Lebensformen ansehen. Natürlich kann man nie sagen, man kennt eine Gegend oder einen Menschen durch und durch. Aber um einen Eindruck zu kriegen und die Dinge zu hören und zu sehen, die wirklich zentral scheinen, reichen ein paar Tage normalerweise.. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Konzept, dass man bei meinem Schokoladenwwoofen in Governors Bay nicht nach der Uhr arbeitet, sondern einfach, weil man es liebt, hat für mich bedeutet, dass ich fast nonstop gearbeitet habe. Die Arbeit war vergleichbar mit der einer Mutter mit vielen Kindern, würde ich sagen. Ich habe die Sisyphosarbeit übernommen, das Haus zu reinigen, von den Fenstern zum Boden, von der Küche ins Bad, von der Terrasse in den Garten, ich habe Unmengen Waschmaschinen gewaschen und Stunden mit dem Sauger, dem Besen und dem Wischer verbracht, jeden Tag wieder und nebenher Kinder bespasst und teils davon abgehalten, dass sie sich gegenseitig Ernsteres antun. Erstaunlicherweise war es dennoch eine etwas einsame Wwoofingerfahrung. Mutter von vielen sein ist durchaus eine Aufgabe, zumal, wenn die Kinder kleiner sind. Und irgendwie sieht so recht dann doch keiner, was man den ganzen Tag tut. Mütter dieser Welt, Ihr habt in mir eine Verbündete gefunden! Und Partner dieser Frauen: ein einfaches anerkennendes Lob, wie gut es doch aussieht oder wie gut das Essen ist, macht schon den Riesenunterschied! Oonagh, meine eigentliche „Chefin“ hier, die das Cafe managt, war vermutlich einfach zu müde nach Arbeit und Kinderbetreuung, sich auch noch mit mir zu unterhalten. Vielleicht haben wir uns aber auch einfach nicht viel zu sagen. Einige Zeit habe ich auch in der Schokoladenküche verbracht, auch dort geputzt, durfte dann aber auch naschen und sah, wie man Schokolade behandeln muss, damit sie auch wirklich hübsch als Pralinchen aussieht (mit dem Nebeneffekt des guten Geschmacks freilich).&lt;br /&gt;Die einfachen Tätigkeiten an sich sind aber gar nicht weiter schlimm, sofern ich mir was zum Denken mitnehme. Wohlarrangiertes Grübeln passt wunderbar zum Kloputzen und der Schrecken vor solchen Tätigkeiten ist bei mir fast ganz verschwunden.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich hier nicht mehr verheimlichen konnte, dass ich Philosophie studiert habe, wurde ich von Asiim (der klassische Komposition studiert hat) über den praktischen Nutzen eines solchen Fachs befragt, wobei dann von seiner Seite rauskam, dass die spirituelle Seite wohl zu kurz kommt und es sich um einen sinnlosen Selbstzweck handelt. Überzeugt hat ihn aber dann wohl doch ein wenig,  dass ich meinte, wenn man schon denken will, dann ist es doch schön, wenn man es ordentlich macht, so wie es doch auch schöner ist, wenn man gut surfen kann und nicht nur rumstümpert. Da war er dann erstaunlicherweise zufrieden. Grosses Motto scheint hier zu sein, das sogenannte Chaos leben zu lassen, die Liebe zu betonen und bitte nicht strukturiert zu denken. Nun ja, da bin ich halt doch ein wenig anders. Der Guru macht einen gewissen Bogen um mich und nimmt selbst einfache Fragen zum Anlass, die Tiefe seiner Überlegungen zu demonstrieren und reagiert natürlich brüskiert, als ich ihn frage, ob er Philosophie studiert hat. Wenns dann aber ums Cafe geht, gibt’s doch wieder ganz feste Regeln und Zeiten. So ganz frei und nur mit Liebe scheints halt doch nicht zu laufen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe festgestellt, dass es meine eigene Schuld ist, wenn ich mir nicht frei nehme und nicht die Gegend erkunde oder einfach die Landschaft von der Terrasse aus lobe und lese. Ich bin schliesslich hier keinen Vertrag eingegangen. So fuhr ich vorgestern nach Christchurch und genoss die wunderbare Bücherauswahl im schnuckligen Scorpio Books und bei der nur scheinbar sehr ernsten Dame in einem der Secondhandläden und lachte mich schief bei Sam Wills, einem Streetperformer, der herrlich unverschämt mit dem Publikum umsprang und bei Regen mit einer „let's do it anyway“ Begeisterung nachhing. So musste Jim aus Canada sich das Hemd ausziehen lassen bevor Wills eine Gurke mit seiner Machete auf dessen Bauch zerlegte und ein paar Passanten durften sich als Stalker beschimpfen lassen. Rumwandern und in den Buchläden festhängen ist unfassbar entspannend. Keine schreienden Kinder...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gucke vor allem interessiert durch die Abteilungen mit Reiseliteratur, die immer recht gross sind. Hab ich schon geschrieben, dass Neuseeland das Land mit der höchsten Mensch-Buchladen-Quote ist? Alle 7800 Menschen hier haben einen Buchladen. Und zwar gar keinen schlechten nicht. Im kleinen Küstenstädtchen Lyttelton, 8 km von hier,  ist z.B. ein Secondhandladen, der einfach traumhaft ist. Klassiker, Auswahl in allen Gebieten, eingerichtet mit schlichten weissen Regalen- Charme durch und durch. Jedenfalls sieht man in der Reiseabteilung so allerhand, womit die Leute gelesen werden wollen. Brian Thacker couchsurft durch die Welt, irgendein schlechter Schreiber jagt den Wellen nach, eine Kate reist durch die Welt mit 60 nach dem Motto SKI (spending the kids' inheritance), ein Typ schwimmt überall in Grossbritannien, wo man nur irgendwie schwimmen kann und Joe Bennett hitchhiked durch Neuseeland, um rauszufinden, was ihn als Briten denn nun eigentlich hier schon seit fünfzehn Jahren hält. Und Bill Bryson hat kein Motto, ist dafür aber umso lustiger und hat zudem immer noch ordentlich recherchiert. Ich frage mich, mit welcher Story ich da reinpassen könnte. Schreiben und reisen scheint mir schliesslich schon die ideale Kombination und erleben tu ich hier ja nun auch einiges. „Und was soll das bringen? Die analytische Philosophin bereist die Welt“- das gibt’s immerhin noch nicht, oder so hoffe ich zumindest. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bennett listet all die Vorurteile auf, die er über die Jahre gesammelt hat und ich muss schmunzeln, genau diese Eindrücke hab ich Euch schliesslich auch schon beschrieben: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Is there anything distinctive about New Zealanders? […] What about the vaunted practicality, the no-nonsense earthiness, the number-eight-wire ingenuity [irgendsoein Kabel, mit dem sie hier alles reparieren zu können behaupten], the rugged independence, the compulsion to travel, the willingness to work hard?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was ob seiner tiefen Wahrheit auch einfach herrlich ist: &lt;br /&gt;„When I use the word motorway you shouldn't think motorway. On the approach to a city it may become four lanes, and even perhaps with a median strip, but five miles out of the city the motorway reverts to something to which most countries would ascribe a less imposing title. Road, indeed, would cover it nicely.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bisschen gross tun ist hier bei einigem dabei. Da werden einem z.B. die Städte angepriesen und die Architektur gelobt. Dabei ist da nicht viel mit Architektur (die Briten sind hier auch erst 1850 angekommen, wenn ich mich recht erinnere, da ist also noch nicht soviel Zeit zum Aufbauen gewesen). Wenn ich an die europäischen Städte denke, fällt mir vor allem das Wort „dicht“ ein. Da gibt es französischen Käse im einen Laden, dann Tee aus China nebenan und viel H und M und Ikea. Hier ist die Auswahl an fast allem weit überschaubarer und Barock und Gotik gibt es halt nicht und Bilder natürlich auch nicht so viele. Natur und nur ein bisschen Kultur, das ist im Kern die Entscheidung, die man trifft, wenn man von Europa nach Neuseeland kommt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, weiterlesen kann nicht schaden, mein Geist hungert ein wenig. Ich werde mich durchs durchaus interessante Standardwerk über die neuseeländische Geschichte von Michael King graben und mich weiter mit Bennett amüsieren und dann zu Barry Crump, dem wilden Jäger und Fischer übergehen, der hier auch Kult sein soll. Und ihr müsst die Früchte dieser Studien ertragen, wenn Ihr wirklich fleissig weiterlest. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere tolle Sache hier sind die Op (opportunity)- shops. Die Leute geben ihre alten Sachen ab und man kann sie dann für einen Appelunei erwerben. So kam ich zu meinem Neoprenanzug für lächerliche 25 Dollar, zu einem Buch und einer trefflichen Boxershort. Schätze, nichts als Schätze!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun geht es über Arthur's Pass morgen zurück an die Westküste, wo ich Dave Scott, Dan, Kath und Shea und John zu seinem Geburtstag wiedersehen kann. John freut sich schon viel zu sehr auf meine Wiederkehr, ich werde ihn bremsen müssen. Er hat extra für mich den Rasen gemäht und das Haus aufgeräumt (beides kann selbst bei laxen Standards zwar überhaupt nicht schaden, aber doch nicht für mich!) und will mit mir mit dem Helikopter irgendwo zum Wandern hinfliegen. Neues Jagen, neue Quellen und damit wieder Action der Outdoorart und womöglich ein Job in der Franz Josef Touribranche.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2384350284655744295?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2384350284655744295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2384350284655744295' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2384350284655744295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2384350284655744295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/und-was-soll-das-bringen.html' title='Und was soll das bringen?'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SYKoX09ibqI/AAAAAAAAAYg/mqciWAmgmR8/s72-c/IMG_2569.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2317186453293349871</id><published>2009-01-26T00:08:00.000-08:00</published><updated>2009-01-26T00:19:08.319-08:00</updated><title type='text'>Die Kommunenstudie</title><content type='html'>Das Auto hat wirklich eine ordentliche Delle in der Stossstange. Oonagh ist daran nun schon oft vorbei, aber es scheint ihr einfach egal zu sein. Das wirft mich wirklich schier vom Hocker. Ich habe schon aus der puren Befürchtung heraus, das könnte ich gewesen sein, mit viel schlechtem Gewissen besonders viele Fenster geputzt und den Hof besonders penibel gekehrt. Kristallklar sehe ich da die deutsche Paranoia in mir, obwohl mir doch selbst Dellen im Auto auch herzlich egal sind. Und was das Arbeiten anlangt, bin ich auch getrieben. Viel machen, gut machen, schnell, schnell, schnell und jetzt lieber nicht mit den Kindern spielen. Blödsinn!!! Kinder sind doch viel wichtiger als ein gesaugter Boden, zumal, wenn sie so lieb mit mir spielen wollen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben in der Kommune ist für mich sehr spannend. Heute hatte der knuffige rothaarige Quive (wie auch immer man ihn schreibt) seinen sechsten Geburtstag. Mit ihm habe ich schon einen ernsten Kissenkampf im Bett ausgefochten. Ich schenkte ihm einen sogenannten Greenstone, den mir Dan geschenkt hat. Dan meinte, der solle einem Glück bringen, aber er sei zum Weiterschenken. Eine tolle Sache eigentlich, ein Gegenstand, der einem nur etwas bringt, wenn man ihn jemandem gibt, der einem lieb ist. Ich glaube, Quive fand den Stein gut und ich habe mich auch gefreut. Heute waren dann auf einmal alle Kinder da und die Kommunenmitglieder kamen vorbei. Man guckte einen Kinderfilm zusammen und es gab wieder einmal der Welt beste belgische Schokolade auf Erdbeeren und mit Pistazien, Trockenfrüchten und Thymian. Wunderbar, wir kratzten noch die letzten Reste verstohlen vom Riesengemeinschaftsteller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier kleine Kinder mit an den Strand zu nehmen hat seine stressigen Elemente, vor allem mit zwei kleinen schreienden Primadonnen. Dann aber wieder ist es einfach toll, dass man sich die Aufgaben abnehmen kann und eben manchmal keine Kinder hat. Es sind fast nur Frauen hier und ich blicke immer noch nicht durch, welches Kind denn nun von wem ist und welche Frau nun mit wem ein Verhältnis hat oder hatte. Aber eigentlich ist das auch wieder egal, solange sich wirklich alle sehr gern haben und das Gemeinsame nicht nur gespielt ist. Sie betonen die Liebe und meinen, das sei doch das Wichtigste für alle. Klingt nach unrealistischer Utopie, scheint aber hier doch erstaunlich gut zu funktionieren. Ich arbeite viel, ständig bin ich am Abspülen oder Rumräumen und merke, wie man sich wohl als Mutter einer Grossfamilie fühlen muss. Von wegen, das bisschen Haushalt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war schon zuvor wenig dogmatisch und tolerant, so hoffe ich zumindest. Hier merke ich, dass ich diese Toleranz auch fühle. Die praktische Erziehung für mich hier ist, dass ich eben nicht vor allem denke, sondern wirklich erlebe und mich bestätigt sehe. Ein klein wenig ist diese Reise auch so etwas wie eine Psychotherapie für mich. Ich scheine mich von den Sorgen zu befreien, die mir eh nie etwas gebracht haben. Vor allem also von zu grossen materiellen Fragen. Heute hat sich wieder einmal bestätigt, wie gut mich das Leben versorgt. Asiin hat gehört, dass ich nach Christchurch fahren will, um mir dort eine Mundharmonika zu kaufen. Seit Dan so bezaubernd auf der seinen spielte, will ich auch eine. Asiin meinte, ich würde nicht so lange warten müssen, ging in sein Zimmer, brachte mir eine, die in der DDR hergestellt wurde und meinte, ich könne sie gerne behalten. Was will ich also mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich laufe an der herrlichen Küste, ich schwimme und ich geniesse es, Teil von dieser so anders gelagerten Gruppe zu sein. Was mir hier nie begegnet, ist Schwarzmalerei, Klagen, ewiges Grübeln. Es wird gemacht und zusammengeholfen. Und auch von der Finanzkrise spricht in Neuseeland keiner, zumindest nicht in  meiner Gegenwart. Und wer täglich in seinen Dingen so beschäftigt ist wie meinen in irgendeiner Art als Biofarmer tätigen Menschen, der will am Abend irgendwann nur noch schlafen und nicht abstrakt grübeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber natürlich hat auch das wwoofen sehr viel mit Optimismus zu tun. Ich bin wieder auf einer Stufe des direkten Naturalientauschs angelangt- Essen gegen Arbeit. Da stehen die eigenen Vorlieben vielleicht ein wenig hintan, aber ich bin fast gezwungen, das Beste an jedem Ort zu sehen, was überhaupt nicht schwer fällt. Weder wenn ich bei Jane Buxton die Sterne durch das kleine Wohnwagenfenster sehe, noch, wenn ich hier die Katze Joey kraulend in meinem mit einem grossen Himmel überhangenen Bett auf die Bucht linsen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2317186453293349871?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2317186453293349871/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2317186453293349871' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2317186453293349871'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2317186453293349871'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/die-kommunenstudie.html' title='Die Kommunenstudie'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5311346948536893715</id><published>2009-01-22T18:38:00.000-08:00</published><updated>2009-01-24T11:18:08.181-08:00</updated><title type='text'>Schokoladige Leidenschaft</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto1NM6KHI/AAAAAAAAAX4/HCM_0w5RKSE/s1600-h/IMG_2498.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto1NM6KHI/AAAAAAAAAX4/HCM_0w5RKSE/s200/IMG_2498.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5294941050190309490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto02eJc6I/AAAAAAAAAXw/Fr5lQi3vHSQ/s1600-h/IMG_2492.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto02eJc6I/AAAAAAAAAXw/Fr5lQi3vHSQ/s200/IMG_2492.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5294941044088599458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto0q6CFqI/AAAAAAAAAXo/pMJA90fE5KE/s1600-h/IMG_2491.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto0q6CFqI/AAAAAAAAAXo/pMJA90fE5KE/s200/IMG_2491.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5294941040984331938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jane Buxton habe ich nun wieder verlassen. Vorher hat sie mich zu einer Landmarksitzung mitgenommen. Landmark wurde von einem Amerikaner erfunden und scheint zumindest hier sehr populär zu sein. Es ist eine Art Riesenpsychogruppe, die versucht, die eigene Vergangenheit vollständig ad acta zu legen und neue Möglichkeiten für jeden zu schaffen. Man nimmt sich einfach einen Lebensbereich vor, denkt darüber in ein paar Schritten nach, mit ein paar Lebensweisheiten aus den verschiedensten Selbsthilfebereichen und schon wird alles gut. Für einen dieser Wochenendkurse zahlt man 625 neuseeländische Dollar. Das Versprechen ist, dass man im Gegenzug ein komplett neues Leben bekommt. Klingt natürlich gut und vor allem sind die Landmarkies unglaublich enthusiastisch auf Leutefang. So war ich also bei einer der Abendsitzungen dabei und sollte als Neuling angeworben werden. Man schreibt auf, was gerade nicht so gut läuft, überlegt sich, wie sich das genau anfühlt und überlegt sich dann, wie es sich anfühlen würde, wenn dieser Bereich gut laufen würde. Und schon dadurch hat man Schritte gefunden, wie man sein Leben ändern kann. Ich habe herausgefunden, dass sich ein anderes Leben leidenschaftlich anfühlen würde und dass ich mich eigentlich  nur entscheiden muss, leidenschaftlich zu sein. Und das gilt freilich für alle Lebensbereiche. Nun, ich glaube, ich kann auch ohne Landmark ganz gut weitermachen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem heute ein Guru in mein Leben getreten ist... Jane und die Llamas habe ich in der Früh verlassen. Sie vereint das Intellektuelle mit dem Praktischen, ist sehr resolut und weiss genau, was sie will und was nicht. Das hat seine angenehmen und für den wwoofer auch weniger erspriessliche Seiten: Sie ist sehr penibel, was die Blättchen in ihrem Garten anlangt und liess mich den Wohnwagen zweimal mit dem Besen ausfegen. Sie duldet keinen auch noch so kalten Topf auf ihrer Holzarbeitsfläche und ermahnt einen sehr genau, wenn man den Wasserhahn vermeintlich zu fest zudreht. Da kann sie dann schon mal sehr belehrend werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun bin ich in Governor's Bay in der Nähe des kleinen Städtchens Lyttelton gelandet. Ich wwoofe hier bei „She Chocolate“, was meinen figurtechnischen Untergang herbeiführen könnte, wenn ich nicht wirklich aufpasse... Hier werden herrliche Pralinen produziert, ich helfe in der Schokoladenküche und erfahre viel über die geliebte Schoki. Besonders spannend ist, dass Oonagh, die Managerin des Ganzen, die mich hier aufgenommen hat, wirklich ganz anders orientiert ist als viele andere. Sie findet es schon gut, wenn ich im Haus helfe, aber sie schaut nicht auf die Uhr, wie lange ich arbeite und ich kann mir auch einfach einen Tag freinehmen, wenn mir danach ist. Sie meint, alle würden hier arbeiten, weil es ihnen Spass macht und alles andere sei nebensächlich. Oonagh ist Irin, hat früher irgendwie im Computerbusiness gearbeitet und ist irgendwann gereist. Hier hat sie als Geschenke feine Pralinen gemacht und Freunde haben sie ermutigt, daraus ein Geschäft zu machen. Das hat sie getan und kocht und kreirt nun selbst, voller Begeisterung für herrliche (belgische) Schokolade. Zwei Chocolatiers, eine gelernte, eine angelernte aus Schweden, helfen ihr dabei. Die Stimmung des Cafés ist wunderbar und die Pralinen sehen köstlich aus und sind es auch. Es ist viel los und alles scheint gut. Sie will, dass ich mich hier wohlfühle, teilnehme und wir voneinander lernen. Insgesamt leben hier fünfzehn Erwachsene und acht Kinder, verstreut in mehreren Häusern und dann gibt es eben noch die abendlichen Sitzungen mit dem Guru. Bei einer dieser Sitzungen war ich gestern und es hiess, es ginge um Familie und Freundschaft und Beziehungen. Um all das zu illustrieren, wurden kurzerhand zwei Buddhas vom Schrank geholt, die Schüler gruppierten sich um den Lehrer auf den Boden und gaben hie und da Seufzer der Erhellung von sich, wenn da von der grossen „oneness“ geredet und weiter eher wild assoziiert wurde. Es wurde auch gelacht, was die Sache etwas erleichterte, aber es war dennoch zu spüren, dass man gut daran tut, die Tieeeeefe der Erläuterungen in sich aufzusaugen. Nun ja, Philosophie studiert zu haben könnte bedeuten, dass man für einige tiefe Dinge nicht mehr so recht zu haben ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich aber dennoch nachhaltig ins Denken gebracht hat, ist das folgende: da ich offenbar sichtbar müde nach der Belehrung war, bot mir Oonagh an, mit ihrem Auto nach Hause zu fahren. Erst fand ich es nicht im stockdusteren Garten und als ich es doch fand, hatte ich meine Probleme mit der riesigen Familienkarre und deren Automatikschaltung. Ich fuhr ausgesprochen vorsichtig zurück und fuhr wohl auch leicht irgendwo an, was mich aber nicht weiter irritierte. Nach einer Weile konnte ich das Riesending gut heimmanövrieren, wo ich es sicherheitshalber kontrollierte und eine ordentliche Delle in der Stossstange entdeckte. Oh Gott, war da das Entsetzen gross! Wegen genau solcher Dinge hatte ich nie ein Auto- einfach viel zu viel Stress. Ich konnte mir zwar nicht recht vorstellen, dass ich derart gecrasht war - das merkt man doch- schlief dann aber dennoch recht kurz und eher unruhig. In der Früh beichtete ich sofort und meinte, es könnte sein, dass ich ihr Auto zerkratzt hätte. Sie zuckte nur die Achseln, das sei ihr ganz egal, das Auto sei ihr nicht wichtig. Nun ist es halb drei und sie hat sich noch nicht einmal die Stossstange angeschaut. Ich bin weiter etwas nervös und vor allem erstaunt. Ich sah schon grosse Kosten auf mich zukommen, aber nichts dergleichen. Nicht einmal eine Rüge. Und ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht arbeite. Aber ich muss ja nicht,  alles ist ganz locker und lässig. Die Kinder sind nett und lustig, wir toben und es geht um Spass, Freundlichkeit und Zuneigung. Vielleicht werden diese Schokoladen hier wirklich mit purer Leidenschaft gemacht und die grosse Gelassenheit ist einfach allgegenwärtig. Das bin ich nicht gewöhnt. Wo ist das Überwachen und das Strafen? Hier gibt es also wieder sehr viel zu erfahren. Ich frage mich, ob eine solche Kommune durch einen spirituellen Leiter wie unseren Guru Brian Prior zusammengehalten werden muss, oder ob es auch so funktionieren kann. Funktioniert das überhaupt auf Dauer? Ich bin skeptisch. Was passiert mit Eifersüchteleien, was mit Anspruch auf Eigentum? Arbeitet wirklich jeder freiwillig? Wenn ja, könnte sogar das Konzept des Grundeinkommens aufgehen. Jeder bekommt Geld und macht dann, was er will und worin er glaubt, besonders gut zu sein. Ein wunderbares Experiment!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es fügt sich für mich vieles zusammen. Ich merke, was ich auf meiner Reise lernen wollte und wie ich meine Lektionen tatsächlich nach und nach lerne. So vieles, was ich als selbstverständlich angenommen habe, wird hinterfragt. Wie Menschen zusammenleben, nämlich z.B. in Gruppen und nicht nur in Paaren, wie sie arbeiten, diszipliniert oder einfach nur mit Freude, worauf Menschen Wert legen, nämlich auf Geld, Besitz, Macht oder auch auf all dies gelassen verzichten. Vieles davon habe ich bereits gedacht und gehört, nun erlebe ich es. Es sind so viele praktische Lektionen, von denen ich profitiere und das Konzept, nun sozusagen vom Leben zu lernen, geht vollständig auf. Es ist nicht so wichtig, was man macht. Es kommt darauf an, dass man es mit Leidenschaft tut und den Platz findet, an dem man gut beitragen kann. Ich glaube, ich finde für mich heraus, dass es das Lehren ist, das besonders gut zu mir passt. Erfahrungen und Wissen weitergeben, das sollte den Unterschied für mich machen. Vor allem ist mir der Gedanke überhaupt kein Grauen, immer wieder mit Menschen zu tun zu haben, ganz im Gegensatz zu dem Gedanken, in einer Firma an einem Schreibtisch zu sitzen. Gefunden werden, das hat doch was! Erst mal werd ich aber noch ein Pralinchen aus der Box finden, die extra für mich auf dem Kühlschrank steht. Wie hab ich das verdient???&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5311346948536893715?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5311346948536893715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5311346948536893715' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5311346948536893715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5311346948536893715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/schokoladige-leidenschaft.html' title='Schokoladige Leidenschaft'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXto1NM6KHI/AAAAAAAAAX4/HCM_0w5RKSE/s72-c/IMG_2498.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-7349075692117250479</id><published>2009-01-21T17:41:00.000-08:00</published><updated>2009-01-21T18:17:55.913-08:00</updated><title type='text'>Jane Buxton - Llamas und Bestseller für Kinder</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXfXLISXSEI/AAAAAAAAAXg/5aZcaTBxXpw/s1600-h/IMG_2485.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; 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John und Dan waren einfach ein unfassbares Vergnügen mit ihrem wunderbaren wilden Naturprogramm. Und dazu so herzerwärmend liebe Menschen. Aber auch jetzt haben wir es wieder sehr gut getroffen, bei Jane Buxton, einer Kinderbuchautorin, die hier mit ein paar Llamas und einem japanischen Wwoofer lebt und unsere Hilfe und Gegenwart schätzt, weil es sich für sie anfühlt, als würde sie noch wie früher in einer Kommune leben. Aber alles der Reihe nach. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richtig stolz waren Claudia und ich, dass wir nach einem Bad in einem der eisefrostekalte „blue pools“ einen herrlichen Platz zum wilden Campen fanden. Ein Flüsschen, eine Sandfläche und etwas Treibholz zum Feuermachen. Wir haben einen schönen kleinen Haufen geschlichtet und flott angezündet und schon konnten wir unsere Würstchen am Stock grillen. Hätte uns all das jemand organisiert, hätte es nicht besser laufen können. Lästig war dann nur, dass bei Sonnenuntergang alle Sandfliegen der Region beschlossen, sich über uns herzumachen. Eingemummelt mit nur einem winzigen Loch für die Nase in meinem Bivvybag killte ich Heerscharen der „native species“, was offiziell sogar verboten ist wie uns DOC- Profi John unterrichtete (wie ja auch das Possumjagen und viele andere der lustigen Dinge, die wir bei Dan unternommen haben). Nach Sonnenuntergang war dann aber weitgehend Ruhe bis wir in der Früh bei Sonnenaufgang wieder angefallen wurden. Da hiess es einfach weiterziehen, auf zum Lake Wanaka. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort konnte ich meine Sinne in einem kniffligen Museum täuschen, durchlief ein Labyrinth, bei dem man mindestens 1.5 km unterwegs ist, bei mir wars sicher mindestens das Doppelte. Bälle rollten in einem schrägen Raum scheinbar bergauf und von allen Seiten guckten mich Köpfe an, die sich scheinbar bewegten. Bei einigen Puzzles hatte ich die Gelegenheit, mich wieder einmal unfassbar dumm zu fühlen. Wanaka selbst ist ein Urlauberort, wo man viele Rennräder sieht und einen Paraglider anfliegen. Ein schöner See, nette Atmosphäre. Hier könnte ich Urlaub machen, wenn ich mich von meinem fulminant anstrengenden Farmerleben mal erholen mag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren weiter, um den Mount Cook zu sehen, der mit seiner Höhe und dem vielen Schnee so leicht nun offenbar nicht zu besteigen ist und einigen Trainings, Kenntnissen und Ausrüstung bedarf. Ein Projekt für irgendwann also. Am Abend brachte uns Madaz brav nach Christchurch zu Martin und Anne. Sie haben uns ihr kleines Arbeitszimmer zur kuschligen Bleibe zur Verfügung gestellt und wir hatten ein wenig bayerisch-neuseeländisches Flair. Martin war katholischer Pfarrer in Altötting und hat bei einem Sabbatjahr als Anhalter durch Neuseeland festgestellt, dass das einsame Pfarrersleben nicht das Rechte für ihn ist. Nun  lebt er hier als Lehrer an einer Steinerschule. Ein Jahr Ausbildung soll reichen, wenn man einen Uniabschluss hat, Lehrer sind hier weiter sehr gesucht. Eine spannende Option, er ist auch sehr glücklich damit. Wir haben lange zusammengesessen, ein bisschen bayerische Anekdoten eines Landpfarrers genossen und den neuseeländischen Lebensstil mit dem deutschen verglichen. Er hat einige Beobachtungen mit mir gemein. Hier ist es z.B. ganz üblich, immer mal wieder  eine Auszeit zu nehmen, um z.B. zu reisen. Arbeiten ist nicht alles, man will auch leben. Vor allem verlässt man sich nicht vor allem auf den Staat. Was der Staat nicht macht, packt man eben selbst an. Überhaupt ist das Selbstanpacken ein ganz wesentliches neuseeländisches Element und da wird dann auch nicht gezögert, auch die Mädels mal härtere Arbeit wie Holzhacken machen zu lassen. Wer hier als Farmer lebt oder in einem sogenannten Lifestyle Block, einem Haus mit einigem Land und Tieren aussenrum, dem bleibt gar nichts anderes übrig, als patent zu sein. Man macht sich weniger Sorgen und denkt nicht an die ferne Zukunft, sondern mehr an die Gegenwart und vielleicht ein Jahr weiter. Die Werte hier sind andere und mir wird immer klarer, dass die Option, die viele Menschen in  Deutschland wählen eben eine Option ist. Ausbildung, Karriere, Haus, Auto, Kind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christchurch selbst ist eine Stadt mit 344.000 Einwohnern. Martin klagt über die oft miserable Architektur, aber letztlich liesse es sich dort doch ganz gut leben. Wir haben nach langer Zeit wieder einmal einen feinen Film genossen und durch Buchläden gestöbert. Das Stadtleben ist fast ungewöhnlich für uns nach all den Landabenteuern. Aber auch hier zeigt sich: das Land ist nahe und am schönsten ist es, die Vorteile von Land und Stadt zu haben. Ein bisschen was zum Gucken und fürs Köpfchen, aber eben auch Natur und Tiere. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sind wir also bei Jane Buxton, der Kinderbuchautorin, die Philosophie studiert und als Lehrerin gearbeitet hat. Sie lebt von ihren Kinderbüchern und hat Spass an ihren Llamas, die wir heute beim Paaren beobachten durften. Llamas sehen wirklich putzig aus, Claudia meint, sie seien ein wenig wie Ausserirdische, die einen erstaunt anschauen. Wenn man den Kopf ganz ruhig vorstreckt, geben sie einem ein Küsschen. Sie spucken Menschen eigentlich nie an, nur in unseren Zoos sind sie wohl so unglücklich, dass sie es für nötig erachten. Jane ist sehr interessant, mit einem strikten Tagesablauf und einem scharfen  Sinn für Humor. Sie ist ehrlich interessiert, fragt viel und ist eine spannende Gesprächspartnerin mit einer Leidenschaft für Bücher und Gedichte. Ich mag die Kombination aus Zupacken und intellektueller Arbeit. Sie weiss, dass sie es gut hat und strahlt soviel Schwung aus, wenn sie durch ihren Garten joggt oder auf ihrem Mähertraktor über die Wiesen jagt. Und dabei ist sie lange nicht so jung wie sie wirkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claudia verlässt mich am 20. Es wird ungewöhnlich sein, nun wieder alleine weiterzumachen. Ich werde ein paar Tage in einer Chocolaterie verbringen und mich dann an der Ostküste gen Süden aufmachen, um auf dem Feld zu arbeiten. Ich freue mich auf einen Job, der länger andauert als meine Wwoofereien. Dennoch bin ich hier dafür sehr dankbar, lerne ich doch so viel verschiedene Dinge und vor allem so tolle und jedesmal ganz andere Menschen und deren Vorstellungen von einem guten Leben kennen. Nach und nach sehe ich, wie es gehen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-7349075692117250479?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/7349075692117250479/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=7349075692117250479' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7349075692117250479'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7349075692117250479'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/jane-buxton-bestseller-fr-kinder.html' title='Jane Buxton - Llamas und Bestseller für Kinder'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SXfXLISXSEI/AAAAAAAAAXg/5aZcaTBxXpw/s72-c/IMG_2485.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4182840989635673655</id><published>2009-01-12T13:54:00.000-08:00</published><updated>2009-01-12T14:49:34.505-08:00</updated><title type='text'>Immer wilder bei Dan</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9qN_u3eI/AAAAAAAAAWo/SeYwSPTNmlI/s1600-h/IMG_2382.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9qN_u3eI/AAAAAAAAAWo/SeYwSPTNmlI/s200/IMG_2382.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290530720285908450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9p45lvUI/AAAAAAAAAWg/4MdMN4SYdlo/s1600-h/IMG_2378.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9p45lvUI/AAAAAAAAAWg/4MdMN4SYdlo/s200/IMG_2378.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290530714622999874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9pO3rOyI/AAAAAAAAAWY/HYUjTKEQ_3w/s1600-h/IMG_2344.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9pO3rOyI/AAAAAAAAAWY/HYUjTKEQ_3w/s200/IMG_2344.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290530703340682018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9o9eaDdI/AAAAAAAAAWQ/TcDgduvkzP0/s1600-h/IMG_2349.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9o9eaDdI/AAAAAAAAAWQ/TcDgduvkzP0/s200/IMG_2349.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290530698671295954" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9obNJb0I/AAAAAAAAAWI/apJv7k5E4EM/s1600-h/IMG_2343.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9obNJb0I/AAAAAAAAAWI/apJv7k5E4EM/s200/IMG_2343.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290530689472098114" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Tage waren mit soviel action gepackt, dass ich einfach überhaupt nicht zum Schreiben kam. Ich vermisse es und natürlich auch das Lesen. Und wenn ich gar nicht zu solchen Dingen komme, dann fehlt mir einfach ein wichtiger Teil: nicht immer nur machen, sondern auch mal denken will ich. &lt;br /&gt;Mit Dan hatten wir dann wirklich noch sehr viel Spass. John, ein Freund von ihm, kam ausserdem übers Wochenende vorbei. John arbeitet hier im Department of Conservation (DOC). Sie kümmern sich um die Wanderpfade hier, schneiden Bäume, machen neue Pfade, bauen Brücken und gucken, dass alles gut erhalten ist, indem jeder Pfad alle drei Monate abgelaufen wird. DOC ist im Grunde die staatliche Einrichtung für den Umweltschutz. &lt;br /&gt;Aufstehen war in „Wildside“ etwas, das auch gut mal gegen zehn stattfinden konnte. Und auch das Arbeiten war eine eher relaxte Angelegenheit. Unkraut musste gerupft und der Rasen gemäht und kleines Brennholz gehackt werden. Unsere Gastgeber Dan und Kath achteten aber genau darauf, dass wir auch nie mehr als vier Stunden arbeiteten und auch währenddessen noch unseren Spass hatten. Dan war begierig, uns vieles zu zeigen. Wir sollten die Bienen sehen und seine Dieselmaschine, die in seinem riesigen Workshop die Sägen und andere Holzinstrumente antreibt. Ihn lernten wir erst an unserem zweiten Tag kennen, als er sich gerade zu einem Job auf einem nahe gelegenen Bauernhof aufmachte- vor einer halben Stunde hätte er schon dort sein sollen. Aber da war wieder mal das gute „Take it easy“ Prinzip angesagt- nur nicht hudeln, der ist eh froh, dass ich ihm helfe, meinte Dan. Ausserdem muss schon was passieren, dass er sich aus seiner Ruheständlerlaune herausreissen lässt. Und das mit Anfang vierzig. Hier gibt es doch ganz andere Lebensmodelle als die, die ich aus Deutschland kenne. Arbeiten kommt relativ weit hinten, vor allem soll es nie nur darum gehen, Geld zu verdienen. Bei Dan und Kath geht es darum, Zeit mit Shea, der hübschen und glücklichen Kleinen zu verbringen, jagen und fischen zu gehen und zu essen, was man erwischt oder im Garten anbaut. Wir haben dort wieder ein ganz anderes Verhältnis vor allem auch zum Essen bekommen. &lt;br /&gt;Früh aufstehen war also nicht angesagt, dafür hat sich der Abend dann aber doch hingezogen. Nach der Arbeit wurden wir in der Gegend herumgeführt, durften auf einen grandiosen Aussichtspunkt laufen und waren sogar mit dem Pickup durch kleine Bäche gen Meer unterwegs. Dort wurde die Angel rausgeholt und ins Wasser geworfen. Bei strömendem Regen sassen wir im Auto, ausgerüstet mit einigen Bieren und guckten auf die Angel, die an der Stossstange befestigt war. Nach nicht allzu langer Zeit hatten wir einen kleinen Hai gefangen, den es mit leckerem Kartoffelbrei zum Abendessen gab. Komisch, dass Claudia sich dann doch entschied, in diesem Teil des Meeres nicht surfen zu gehen, schliesslich sei das hier vermutlich nicht der Haikindergarten, sondern Mami vermutlich auch noch in der Nähe. Nachdem wir grosse Mengen Treibholz zum Feuermachen am Strand in den Pickup geworfen hatten, packte John seine Waffen aus, um mit einer Pappscheibe zu testen, wie sie zu handhaben sind. Ich durfte meine alten Luftgewehrkünste unter Beweis stellen, auch wenn die Jagdgewehre doch ein wenig ernstzunehmender sind, hat mich John schiessen lassen. Überhaupt haben wir vor allem genossen, dass wir nicht wie blöde kleine Mädels behandelt wurden, sondern den ganzen Jungsspass mitmachen durften. Von Zimperlichkeiten in keiner Hinsicht eine Spur. Kath war mit dem Baby daheim, wir gingen spielen. Nach dem Abendessen gemütlich ins Sofa des chaotischen kleinen Häuschens gekuschelt, dachten wir, nun sei der Tag zu Ende. Aber nein, die Herren beschlossen, es sei ein schöner Abend, der ja nun gerade anfinge (es war elf), da müsse man die Schaufeln in den Pickup werfen und einen schönen heissen Pool graben. Dass es regnete, war natürlich totale Nebensache. So gings auf gen Fluss, genau dorthin wo ich schon am Vortag war und nichts gefunden hatte. Munter wurden die Löcher gegraben und es war ein herrliches Erlebnis im warmen Wasser herumzuliegen. Irgendwann zeigten sich sogar Mond und Sterne, allerdings verhielt sich auch unser Pool ungebührlich und leckte entweder oder wurde schlicht viel zu heiß. So kamen wir dann doch gegen eins heim und legten uns in die alten knarzenden Bettchen. Am nächsten Tag ging es nach ein bisschen Arbeit zu einem  tollen Aussichtspunkt, durch Wasser und über Stock und Stein. Dan zeigte uns die Pflanzen, die man im busch essen kann oder mit denen man Dinge zusammenflicken kann. Unser Wikinger hat auch was von einer Kräuterhexe. Lauter Dinge natürlich, die er sich selbst angeeignet hat. Am Meer waren einige Felsen, so entschied er spontan, dass wir auch ein paar Muscheln essen könnten und so gingen wir Mädels in die Wogen, um die Muscheln zu pflücken. Keine leichte, aber eine lustige und kulinarisch wirklich lohnende Angelegenheit. Nach dem Abendessen stand Aalfischen mit modrigen Eier auf dem Programm, was auch wieder gut funktioniert hat. Da auch das noch nicht reichte und es wieder erst elf war, hiess es, man müsse noch etwas Spass haben und nun gings zum Possumjagen. Wir fuhren also mit dem Pickup in den Busch, John musste sich auf das heruntergekurbelte Fenster setzen und sich am Türgriff festhalten und hing nach draussen, während Dan das Auto ziemlich nahe an die Bäume fuhr und John halb spassend jaulte. Possums sollen fast wie Hasen schmecken, nur das Fell lässt sich schlecht abziehen, daher hat man sich entschlossen, sie als Aalbeute zu verwenden, nur leider wollte keiner mehr beissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag gab es noch eines der berühmten Danschen Egg und Bacon Frühstücke und wir wurden nach  herzlichen Umarmungen eingeladen, doch bald wieder zu kommen. Nun ging es weiter mit John, der uns den Gletscher hier auf verschlugenen und mit Seilen und Leitern ausgerüsteten Pfaden zeigte. Wir stiegen durch Bäche und ich war heilfroh um meine soliden Wanderschuhe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern hatten wir einen entspannten Tag mit einer zweistündigen Joggingrunde über Stock und Stein. Ich war überrascht und glücklich, noch so fit zu sein, das so locker machen zu können. Wieder gings durch Bäche und an Flüssen entlang mit kleinen Klettereinlagen. Besonders beeindruckend war ein Tunnel, das für die Wasserzufuhr in einem Jahr Arbeit 17irgendwas gesprengt wurde und nun mit Taschenlampe durch knöcheltiefes Wasser durchwandert werden kann. Ein bisschen leuchten dazu noch die grünen Glühwürmchen. Sicher nichts für Leute mit Platzangst, wenn man weder Ein- noch Ausgang mehr sieht und nicht recht weiss, wo all das hinführt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;John ist chaotisch, raucht viel zu viel und trinkt viel zu viel, ist aber doch ein sehr lieber und sehr herzlicher Mensch, der uns seine Welt hier zeigen wollte und uns nun kaum mehr gehen lassen will. Da gibt es die Natur und das Spielen für die grossen Jungs. Ein bisschen ist das wie ein Surferleben. Das macht Spass, aber mir würde auf Dauer doch was fehlen. Aber wir wollen weiter, es wartet noch so einiges auf uns, das ist klar. Unter anderem eine Nacht wild campend im Auto und danach Christchurch, wo wir bei Bekannten übernachten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4182840989635673655?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4182840989635673655/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4182840989635673655' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4182840989635673655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4182840989635673655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/immer-wilder-bei-dan.html' title='Immer wilder bei Dan'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWu9qN_u3eI/AAAAAAAAAWo/SeYwSPTNmlI/s72-c/IMG_2382.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-3902039185179868638</id><published>2009-01-12T00:41:00.000-08:00</published><updated>2009-01-12T01:11:17.992-08:00</updated><title type='text'>Into the Wildside</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIskxp-XI/AAAAAAAAAWA/m2VfP2sR1F0/s1600-h/IMG_2330.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIskxp-XI/AAAAAAAAAWA/m2VfP2sR1F0/s200/IMG_2330.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290331749155993970" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIsIM0ZdI/AAAAAAAAAV4/JJcAX08LfK8/s1600-h/IMG_2336.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIsIM0ZdI/AAAAAAAAAV4/JJcAX08LfK8/s200/IMG_2336.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290331741485295058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIr2pvAtI/AAAAAAAAAVw/q7tGRONzo48/s1600-h/IMG_2338.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIr2pvAtI/AAAAAAAAAVw/q7tGRONzo48/s200/IMG_2338.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290331736774738642" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIrjcw0dI/AAAAAAAAAVo/heQy14bme8c/s1600-h/IMG_2329.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIrjcw0dI/AAAAAAAAAVo/heQy14bme8c/s200/IMG_2329.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290331731620057554" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIrbYMDgI/AAAAAAAAAVg/ubllNJv-N6g/s1600-h/IMG_2328.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIrbYMDgI/AAAAAAAAAVg/ubllNJv-N6g/s200/IMG_2328.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290331729453387266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn Dave mir mehrmals sagte, dass wir wirklich nicht fahren müssten und dass er uns dabehalten will, rissen wir uns dennoch los. Der Gute. Er hat extra für uns am Vorabend noch Haferflocken eingeweicht und sein berühmtes Porridge in der Früh bereitet. Ich glaube nicht, dass er oft kocht. Aber als einer der Älteren von neun Geschwistern hat er doch gelernt, wie man das rechte Frühstück aus günstigen, aber guten Zutaten macht. Nie wieder ein anderes Porridge, klare Sache! Durch uns ist ihm wohl wieder aufgefallen, dass es schon auch schön ist, Gesellschaft zu haben und nicht nur immer so ganz allein vor sich hinzuwurschteln. Couchsurfen ist eigentlich eine wunderbare Erfindung für einsame Menschen. Er meinte, wir könnten natürlich auch jederzeit sehr gerne wieder zu ihm kommen. Da wartet dann das Bett mit dem dunkelroten Glanzüberwurf auf uns und das Haus mit den vielen kleinen Fässern, die er sammelt und einigen Figuren und Bildern, die er sammelt. Ich denke an ihn und daran, wie er uns nun vermutlich gern um uns hätte. Aber 1. stinkt der Gast am dritten Tage und 2. wollen wir schliesslich noch mehr sehen als das wirklich verschlafene Ross. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fuhren wir weiter gen Hari Hari, zu „Wildside Backpackers“, wo wir nun unsere Tage mit vier Stunden Arbeit täglich verbringen. In der Nähe gibt es viel zu tun: man kann eine Seehundkolonie besuchen, es gibt sogar einen surftauglichen Strand und vor allem heisse Quellen, die man sich allerdings selbst ausgraben muss. Claudia wollte Wellen gucken, ich lieh ihr mein Auto, ich wollte lieber Quellen graben und lieh mir ein altes Klapperrennrad, mit dem ich mich munter zum Waganui River aufmachte, der einige Wege und eine halbe Brücke vor kurzem weggespült hat. Alles kein Problem für die mit Schaufel bewaffnete Potzleryn, die sich nicht nur mutig durch den Busch schlug, sondern auch die Brücke kraxelnd erklomm und das Fahrrad eben über Zäune hob. Die Landschaft am Fluss war wunderschön, nur ich leider zu unerfahren, um am rechten Ort zu graben, so dass ich ungebadet zurückkehrte. Schon toll, dass hier das unterirdische Vulkangestein das Wasser erhitzt. Ich gebe nicht auf, morgen werde ich wohl nochmal dort suchen, barfuss, wie man mir empfahl, soll ich den Sand nach Wärme abtasten und dann das Graben anfangen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die rechte Wucht freilich ist hier unser Hostel, das im Wwoofbuch als lebendes Museum beschrieben wird. Momentan sitzen wir auf fünfziger Jahre Sofas und hören eine Bob Dylan Platte vor unserem offenen Feuerplatz. Wir haben ein Haus für uns allein, in dem die Backpacker untergebracht werden sollen. Kath, unsere Gastgeberin, meinte, sie wolle nicht in den Lonely Planet, sonst wäre hier entschieden zu viel los. Wir verbrachten unsere Arbeitsstunden mit einem Frühjahrsputz für Fenster und Böden. Es hat uns wirklich Spass gemacht, mal wieder anzupacken und morgen werden wir aufs Unkraut losgelassen und sollen mit dem Hochdruckreiniger Platten säubern. Im Gegenzug gabs eine Führung durch das hübsche Anwesen mit eigenen Bienenstöcken und jeder Menge Honig und vor allem leckeres Essen. Highlight war der Wildtopf mit selbst geschossenem Hirsch. Da es zum Angeln zu schlechtes Wetter war, konnten wir das bei Dave nicht erleben, Dan allerdings, Kaths Mann, der mich sofort an einen Wikinger erinnert hat mit seinem roten Bart und seinen langen Haaren, nimmt uns vielleicht mit zum Forellenfischen, wenn wir brav unser Feuerholz morgen vom Strand gefischt haben. Die beiden haben auch eine eineinhalbjährige blonde Tochter, Shea und eine Mieze, Smokey. Sie wirken eher wie Hippies, also wieder ganz anders als die Menschen, die ich vorher getroffen habe und leben hier den Traum vom autarken Leben mit einer feuerbeheizten Wanne im Freien und einer sehr geschmackvollen Urlauberlodge ohne Strom und mit Gas mit recyclten Materialien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wwoofen hat im Vergleich zum Couchsurfen den Vorteil, dass man einen klaren Deal eingeht: Arbeit gegen Essen und Schlafen. Beim Couchsurfen gilt es, sich weit mehr an die Gastgeber anzupassen, die einen schliesslich aus reiner Menschenliebe beherbergen und womöglich durchfüttern. Jedenfalls ist es interessant, auf Tauschbasis zu leben, die nicht über Geld, sondern über Naturalien oder schiere Freundlichkeit läuft. Und es ist wirklich nicht so, dass man viel Geld braucht, um die guten Dinge zu erleben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-3902039185179868638?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/3902039185179868638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=3902039185179868638' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3902039185179868638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3902039185179868638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/into-wildside.html' title='Into the Wildside'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWsIskxp-XI/AAAAAAAAAWA/m2VfP2sR1F0/s72-c/IMG_2330.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5906206297779418370</id><published>2009-01-07T01:41:00.000-08:00</published><updated>2009-01-07T01:57:58.365-08:00</updated><title type='text'>Von grossen Autos und Menschen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8jQ1RQyI/AAAAAAAAAVY/-ebnAXs3UJ0/s1600-h/IMG_2324.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8jQ1RQyI/AAAAAAAAAVY/-ebnAXs3UJ0/s200/IMG_2324.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5288488807695467298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8i2H2fFI/AAAAAAAAAVQ/KKeRQiN_e1k/s1600-h/IMG_2314.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8i2H2fFI/AAAAAAAAAVQ/KKeRQiN_e1k/s200/IMG_2314.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5288488800525646930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8iafE55I/AAAAAAAAAVI/LBSxDXDItjI/s1600-h/IMG_2303.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8iafE55I/AAAAAAAAAVI/LBSxDXDItjI/s200/IMG_2303.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5288488793106868114" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8iOrNvAI/AAAAAAAAAVA/jKypxYzYQNI/s1600-h/IMG_2294.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8iOrNvAI/AAAAAAAAAVA/jKypxYzYQNI/s200/IMG_2294.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5288488789936552962" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8hr1uC1I/AAAAAAAAAU4/mHzJRh1CwNc/s1600-h/IMG_2293.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8hr1uC1I/AAAAAAAAAU4/mHzJRh1CwNc/s200/IMG_2293.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5288488780585372498" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie ist alles doch sehr lustig, natürlich vor allem, wenn mans lustig nimmt und ganz fest beschlossen hat, das Leben zu geniessen. Aber ganz der Reihe nach. Die gute Nerissa hat uns zu einigen Autos in Nelson gefahren und ich habe mich nun für einen matt-schwarzen Mazda station wagon (sowas wie ein Passat) entschieden. Die Probefahrt war auch wirklich überzeugend, irgendwie ist das halt ein „pures“ Auto, ganz ohne Schnickschnack. Bis auf den natürlich, dass man rechts sitzt und immer den Scheibenwischer anmacht, wenn man blinken will. Daran erkennt man die Europäer: sie haben ihre Scheibenwischer bei strahlendem Sonnenschein an. Das Auto wurde für 1000 Dollar gekauft (in der Hoffnung, es später wieder für denselben Preis zu verkaufen), innen und aussen geputzt, wobei wir auch eine Plastikfigur fanden (Blossom the Powerpuff), die nun auf der Ablage cool mitdüsen darf. Mein erstes Auto, das ist doch aufregend. Ich glaube, ich hole hier auch Erfahrungen nach, die andere Leute unter zwanzig gemacht haben. Besonders nett ist, dass einer der Vorbesitzer die Buchstaben „MAZDA“ zu „MADAZ“ umgeklebt hat. Hier sagt man im Slang „Sweetas“, was volle Zustimmung oder Begeisterung ausdrücken soll, irgendwas Richtung „coooooool“ jedenfalls. Ich überlegte mir schon, ob das bunte Anmalen des Autos die Coolheit erhöhen oder mindern würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag machten wir uns mit frischem Öl, vollgetankt und nach einer dicken Umarmung von Nerissa, Darren und dem aufgekratzten Ian auf den Weg zur Küste nach Westport mit dem Ziel „Ross“ vor Augen. Das kleine Städtchen liegt an der Westküste und Dave Scott, ein weiterer Couchsurfer wollte uns aufnehmen. Anfangs noch etwas mulmig gewöhnte ich mich bald daran, nun stolzer Autobesitzer zu sein und hielt mir stetig die Vorteile vor Augen: ich kann leichter zum Wwoofen kommen, ich muss weniger planen, kann  auch mal spontan im Auto übernachten, Benzinkosten mit anderen teilen und vor allem anhalten, wo auch immer es gerade was zu sehen gibt. Ich kann mein Gepäck herumfahren und muss es nicht tragen, sogar Claudias Surfbrett hat bequem Platz. Und, Hauptargument: es ist die billigste Variante, hier herumzukommen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind so wie das Handynetz: nicht existent oder etwas mickrig und teuer. Claudia und ich unterhielten uns über die schönen Surfstrände, an denen wir einfach Halt machen könnten und darüber, dass wir eigentlich auch gern mal angeln würden. Kurz vor Westport, also nach den ersten hundert Kilometern, gings dann dahin mit der Freude: bei Rechtskurven machte das gute Stück seltsame Geräusche, ganz als würde ein Blech schleifen. Ich war dafür, in die nächste Autowerkstatt zu fahren, die wir in Westport fanden. Wir gingen Essen kaufen im Supermarkt, die Mechaniker dort guckten sich das Auto an. Nach einer Stunde kamen wir wieder und es war klar, dass das Lager des vorderen linken Reifen gebrochen war. Sie hatten ein neues Second Hand Lager eingebaut, das mit 160 Dollar samt Einbau nicht unfassbar teuer war. Ich grummelte kurz, dass ich ja schon immer gesagt hätte, dass man mit einem Auto nur Scherereien hätte, dann war aber doch wieder alles gut und wir fuhren die beeindruckenden Pancake Rocks an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Felsen waren früher im Meer, wurden dann an Land geschoben und sehen aus, als würden Pfannkuchen übereinander geschichtet. Warum genau sie Schichten haben ist unklar. Jedenfalls spült das Meer gewaltig dort hin und höhlt sie aus, wobei auch die sogenannten „Blowholes“ entstehen, Löcher, die wie eingefräst und sehr dynamisch aussehen. Ein ziemliches Naturgewaltenspektakel, zumal, wenn man bedenkt, dass das Meer sozusagen die Felsen wieder zurückfordert, ganz langsam, aber sicher. Wir kriegen sie eine Weile zu sehen, was dem Meer natürlich auch wieder wurscht ist. Dieser kleine Ausflug hat mir eine hübsche grüne Sweatjacke beschert, die jemand dort liegengelassen hatte. Nachdem wir lange dort waren und sie niemand holen kam, ging sie in meinen Besitz über, wo sie nun einer gründlichen Wäsche unterzogen ward.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch beschwingt von der Naturschönheit fuhren wir mit 80 km/h weiter. Geschwindigkeitsbegrenzung war 100 km/h und die Strasse sehr gewunden, auf und ab. Dann hörten wir eine Sirene hinter uns-  ein Polizeiauto mit blinkenden Lichtern. Claudia war gefahren und wir erschraken beide. Sie fuhr zur Seite- klar, mit Scheibenwischer und ohne Blinker, der Polizist hielt hinter uns. Ganz wie im Hollywoodmovie stieg er besonders betont cool aus und zog sich erstmal seine knallorange Polizistenweste über. Wir machten die Türen auf und er fing das Schimpfen an: was uns denn einfiele, hier so langsam rumzugurken, es sei doch ganz klar, dass er hier vorbeiwolle und es sei schliesslich nicht jeder wie wir im Urlaub. Es wäre doch eine Sache des gesunden Menschenverstandes erst mal auf die Seite zu fahren, wenn so ein schnelles Auto wie das seine des Wegs käme. Er wollte Führerschein und überprüfte unseren TÜV, der hier WOF (warrant of fitness) heisst und alle sechs Monate stattfindet. Da war freilich alles gut, das Auto ist noch bis Ende Juni geprüft und wir kamen so davon. Das muss man sich mal im Hirn zergehen lassen: ein Polizist, der einen animiert, doch schneller zu fahren. Und das in einem Land, in dem seit Weihnachten 24 Menschen in Autounfällen gestorben sind. Wir trafen kurz darauf ein Paar im Campervan, der ein Schild hatte: „This is a slow vehicle. Please be patient“- auch sie hatten schon schlechte Erfahrungen, aber vor allem mit Stinkefingern anderer Autofahrer gemacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schliesslich kamen wir doch in Ross an, hatten auch schon die Adresse von Dave Scott, der uns einfach Licht und Stereoanlage angemacht hatte, die Haustür weit offen mit der Aufforderung daran, wir sollten es uns gemütlich machen und uns ganz zu Hause fühlen. Da war ich wieder mal fassungslos- das ist in Deutschland doch absolut undenkbar. Wir hörten nette Musik (neuseeländische Sängerin, Bic Runga), kochten uns Nudeln mit Thunfisch und Tomaten und machten uns dann zum einzigen Hotel des Örtchens, dem Empire Hotel, auf. Dort ist Dave Barmann. Anfangs war er ein bisschen nervös und errötete und die locals guckten auch recht neugierig. Kein Wunder, in Ross hatten wir ausser im Pub keine Menschenseele gesehen. Und wir waren schon drei Stunden dort. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dave lernten wir heute beim Frühstück besser kennen. Er war früher Manager eines Weinguts und wurde dort vor einigen Monaten entlassen. Er hat das wohl gut gemacht, hatte aber keine Ausbildung für diesen Job. Nun arbeitet er eben hier in der Bar. Er hat zwei Söhne und ist geschieden. Er verbringt wohl die meiste Zeit mit der Renovierung seines alten, aber schnuckligen Hauses, immer eine Zigarette im Mund, selbst in der Früh in Heerscharen gerollt. Er hat Papageien und vor allem Rocky, den extrem anhänglichen und mittlerweile tauben kleinen Hund, der Possums jagt und isst, die weit grösser als er selbst sind. Um sie zu töten, packt er sie am Schwanz, schleudert sie einem Lasso gleich im Kreis herum und beisst dann in ihr Genick. Das wird so oft gemacht, bis sie tot sind. Dann frisst er das ganze Vieh auf und lässt nur die vier Pfoten über, die ihm offenbar nicht munden. Possum soll wie Hase schmecken. Die er natürlich auch trotz seiner fortgeschrittenen 17 Jahre gern mal als Happen zwischendurch zu sich nimmt. Dave zeigte uns die Gegend, bei strömendem Regen in seinem vierradbetriebenen Jeep, den er auch sicher durch einen Fluss steuerte. Zum Fischen war das Wetter leider zu schlecht. Er setzte uns an einem Wanderweg aus, der mit zwei Stunden beschrieben war, den er aber als halbstündigen Spaziergang abtat. Er wolle uns am anderen Ende abholen. Wir liefen munter los und hatten bald die Entscheidung zu treffen, ob wir nach rechts oder links weiter wollten. Ausgesetzt im Busch fühlten wir uns ein wenig wie Hans und Grete. Nach einer Stunde strammeren Ganges durch morastiges Gelände im hiesigen Regenwald kam uns dann Rocky entgegen und Dave hockte lässig auf einem Zaun, um uns wieder heimzukarren, wo wir ihn mit Gemüsereis und Hähnchenflügeln bekochten, was ihn sehr freute. Um sechs ging seine Arbeit in der Bar wieder los und er zeigte uns seine Schublade mit DVDs. Beim Draufgucken meinte er: die könnt ihr alle gucken und sah dann seine Pornos, die er kurz verschämt kommentierte: bis auf die. Dann meinte ich: och, wie schade, gerade die wollten wir schauen. Dann meinte er, gut, dann müssten wir aber mit ihm schauen. Wir hatten Spass, zumal er nun wirklich aufgetaut ist. Ein ganz anderer Charakter wie alle anderen bis dato, aber wirklich auch sehr liebenswert und sehr verschmitzt. Man wünscht ihm eine nette Frau, sofern er nicht mehr alleine leben mag. Weiter ist es sehr schön, dass wir das Gefühl haben, als Fremde zu kommen und als Freunde zu gehen. Wir sind sehr willkommen und werden sehr lieb empfangen. Couchsurfer sind schon eine besondere Gruppe: sehr offen, sehr interessiert an anderen und ihren Kulturen und sehr grosszügig. Sie erwarten keine Gegenleistung und nehmen einen herzlich in ihrem Haus auf, ohne einen vorher gross zu kennen. Es kann sich nicht vor allem um Geld drehen im Leben, das glaube ich einfach nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade schreibt noch Nerissa über uns: „These two ladies are FAB!! They are a wealth of knowledge and so much fun...Andrea loves boardgames which pleased my family. Overall it was a&lt;br /&gt;wonderful experience and I wish them both well on their travels around NZ and the rest of the world!! They also cooked a lovely traditional meal....which was excellent!!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter klarte unerwartet auf und wir beschlossen, noch ein paar Wellen anzugucken. Wir fuhren mit dem Auto, den Luxus können wir uns nun nach einem morgendlichen Lauf und dem Spaziergang durchaus gönnen. Claudia ging mit Flipflops ans Meer, die sie schon immer gerieben hatten. Die Wellen sind hier nicht hoch, aber sehr kräftig und zogen ihr einen Schuh von den Füssen. Sie meinte achselzuckend, das sei ein Zeichen, das Meer hat sich ihren Schuh geholt und will sie nicht mehr leiden sehen und warf den anderen gleich hinterher. Munter fuhren wir heim. Dort bemerkte ich, dass ich einen Flipflop offenbar vor dem Auto stehen hatte lassen und fuhr nochmal zurück, wo mich ein lachendes Paar im Campervan empfing. Ich parkte das Auto an der Düne, so dass ich und sie dort standen. Ein wirklich geräumiger Platz- und plauderte mit den beiden. Darüber, dass sie hier mein schickes neues Auto vor sich hätten, das ich gerade eben als das Erste meines Lebens erworben hätte. Dann kam ein Jeep mit einem älteren Paar, fuhr gen Meer, das Paar blickte aufs Meer und dann setzte der Fahrer zurück. Mit Schwung und direkt in mein Auto, schob es gleich vierzig Zentimeter durch den Sand. Direkt hinter dem Tank hatte er meinen armen Madaz aufgegabelt. Mir ging nur noch der Kinnladen runter. Dann hielt der Jeep, der Mann stieg aus und ich stellte fest, dass es ein Freund von Dave ist, der heute in der Früh Eier vorbeigebracht hatte. Seine Frau war entsetzt. Wir guckten die kleine Delle an und ich musste natürlich lachen. Im Grunde war ja nichts passiert. Er entschuldigte sich, fragte, was er machen könnte und meinte schliesslich, das würde gut zur Delle vorn passen. Er geht morgen fischen und vielleicht kommt er nochmal in der Früh vorbei, bevor wir weiterfahren. Zum späteren Abendmahl hab ich mir jedenfalls noch zwei seiner Eier in die Pfanne gehauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen geht es weiter nach Hari Hari, das gar nicht weit von hier ist. Dort wwoofen wir zusammen auf dem Hof „Wildside“ mit  Bienen, das sich als lebendes Museum im Fünfzigerjahrestil bezeichnet, da es dort keinen Strom und eine Komposttoilette gibt. Sowas hatte Hundertwasser im Sinn, vielleicht haben sie sein Modell nachgebaut. In der Nähe sollen heisse Quellen zum Baden sein, die wir auch besichtigten wollten und womöglich dürfen wir mit zum Jagen und Angeln. Dort wird laut Beschreibung gegessen, was sie fischen und jagen. Wir fühlten uns an die Beschreibung eines Wildfood Restaurants mit dem Motto „You kill'em, we grill'em“ erinnert, wo man die überfahrenen Possums und andere Tiere verspeist. Hier gibt es auch das Wildfood Festival jedes Jahr, zu dem auch Dave schon das fünfte Mal als einer unter 18.000 Leuten gegangen ist: da wird dann alles Getier aufgetischt, das hier so herumfleucht oder eben gerade nicht mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haken die Liste der spannenden Dinge, die es hier zu erleben gibt, recht flott ab und schätzen unsere Gesellschaft sehr. Allein kann das Couchsurfen etwas weniger komfortabel sein, zu zweit haben wir ein echtes Vergnügen daran. Gut ist vor allem, dass Claudia sich ebenfalls für alle möglichen Dinge von Sport und Kultur und Natur zu Arbeit und Menschen interessiert. Mit ihr lässt sich alles wacker, fröhlich und unverdrossen anpacken. Trotzdem sind wir froh, allein zu reisen. Wir mögen unsere Gesellschaft, die sich so zufällig ergeben hat, sehr, aber es ist auch gut, sich dann wieder allein zu orientieren. Nun haben wir aber noch zwei Wochen, die wir sehr sparsam, aber sehr erlebnisreich mit couchsurfen, campen und wwoofen verbringen werden. Möge uns Madaz sicher und gnädig an alle herrlichen Orte zu lauter netten Menschen bringen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5906206297779418370?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5906206297779418370/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5906206297779418370' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5906206297779418370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5906206297779418370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/von-grossen-autos-und-menschen.html' title='Von grossen Autos und Menschen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWR8jQ1RQyI/AAAAAAAAAVY/-ebnAXs3UJ0/s72-c/IMG_2324.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-312808278165246510</id><published>2009-01-04T14:57:00.000-08:00</published><updated>2009-01-04T15:15:34.045-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFC2n0YVaI/AAAAAAAAAUw/ZjLQqGiRhpc/s1600-h/IMG_2291.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFC2n0YVaI/AAAAAAAAAUw/ZjLQqGiRhpc/s200/IMG_2291.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5287580943678723490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFC1hor1pI/AAAAAAAAAUo/ybpEVTKRAho/s1600-h/IMG_2287.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFC1hor1pI/AAAAAAAAAUo/ybpEVTKRAho/s200/IMG_2287.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5287580924839188114" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFC1BUx96I/AAAAAAAAAUg/d1_WxQnteD4/s1600-h/IMG_2286.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; 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height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFBWJJYORI/AAAAAAAAAT4/HU4F0wgkbgs/s200/IMG_2278.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5287579286177855762" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFBVureH0I/AAAAAAAAATw/vRC4AixhPkU/s1600-h/IMG_2272.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFBVureH0I/AAAAAAAAATw/vRC4AixhPkU/s200/IMG_2272.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5287579279073091394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Soviel action auf einem Haufen, dass ich gleich gar nicht mehr zum Schreiben komme. Claudia und ich wurden von der netten Stef, der Besitzerin des Bayview Backpacker Hostels zu unserem Wassertaxi gefahren.Gut beladen mit Essen für drei Tage und geliehenem Zelt und Kocher machten wir uns auf zur Vogelinsel Matuara. Dort haben die Vögel keine Fressfeinde, man kann blaue Pinguine beim Brüten beobachten und die kleinen Vögelchen baden unverfroren vor der menschlichen Nase. Dazu lieblicher Gesang, der mir in der Form neu war. Nach eineinhalb Stunden auf der kleinen Insel mit herrlichem Rundumblick auf kristallklares Wasser und weitere Inseln wurden wir zu Ships Cove geschippert, der Bucht, an der James Cook mit seinem Schiff mit besonderer Wonne angelegt haben soll. Der Service war grandios, mussten wir doch nur einen Tagesrucksack auf die 72 km lange Wanderung auf dem Queen Charlotte Track mitnehmen, der Rest wurde uns zum jeweiligen Campingplatz gefahren, ohne Aufpreis. Die Wanderung selbst war mit drei Tagen ein bisschen ambitioniert, aber machbar und die Natur wunderschön. Herrliches hellgrünes und blaues Wasser, ein paar Segelboote und immer wieder ein toller Rundumblick von den Hügeln, die bis zu 400 m hoch waren. Einen richtigen Lärm machten ca. zwei Zentimeter grosse Insekten, dazu der muntere Vogel Tui und die Weka genannten Laufvögel, die den berühmten Kiwis ein bisschen ähneln. Ich habe es mir zum Hobby gemacht, die Vögel nachzuahmen und nachdem Claudia ein wenig flotter lief, war das ein lustiges Gepfeif. Die Wanderung selbst war in gewisser Weise idiotensicher. Ein Pfad, ca. einen Meter breit und im Grunde kein Weg, den man falsch gehen konnte. Ein bisschen wirkte es daher für mich wie eine Spielzeugwanderung. Kompass und Karte wären hier lächerlich gewesen. An unserer ersten Station nach ca. 800 hm und 27 km Weg bauten wir munter unser Zelt auf und machten uns daran, unser Abendmenü zu wärmen. Leider hatten wir prompt eine unserer Futtertüten vergessen und improvisierten daher mit Blattsalat zu den Nudeln. Im Grunde hatten wir am Ende die Lehre, dass wir viel zu viel eingekauft hatten- es ging einfach auch so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das neue Jahr wollten wir schlafend begehen, das allerdings hat nicht so ganz geklappt, da wir durch einen eigenen Swimmingpool im Zelt mehr Luxus als erwartet gebucht hatten. Leider war der Pool kalt und zum Regen kam ein ein kräftiger Sturm,  bei dem wir bei jeder grösseren Böe fürchteten, dass das Zelt zusammenkrachen würde. Was es auch prompt tat. Wir verbrachten  daraufhin die Nacht draussen, der Regen hörte auf und es zeigten sich Sterne. Ausserdem wünschten wir uns ein Guats Neis als Ihr gerade am feiern wart, also auf der Wanderstrecke um zwölf mittags am nächsten Tag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fühle mich ein bisschen, als würde ich eine Zeitreise machen. In Indien war es die Kultur, hier ist es die Natur, die mich zurückbeamt. Alles wirkt frisch, unverschmutzt. Die Kühe stehen auf der Weide, die Butter schmeckt wunderbar danach. Und die Wälder sind Mischwälder mit vielen Tieren, den bunten Vögeln, den allseits gehassten dicken Possums, kleinen Salamandern und vielen Insekten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claudia und ich kommen bestens klar. Ich habe mich nun zum Abenteuer Auto entschlossen und wir werden heute einen billigen Kombi erwerben. Es ist am billigsten, so herumzukommen und man sieht viel mehr. Ausserdem können wir im Auto übernachten. Bei Telefonaten auf der Suche nach so einer Karre- meinem ersten Auto!!!- kam ich manchmal kaum mehr vom Telefon weg, weil die Leute mit uns überlegen, ob das Auto auch optimal für uns ist und was wir genau machen. Die Menschen hier sind einfach so. Freundlich, gut gelaunt und immer auf der Suche nach dem Bestmöglichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach unserer Wanderung in Picton machten wir uns mit dem humorigen Busfahrer Stevie auf nach Nelson, der nächstgrösseren Stadt, in der momentan ein Jazzfestival mit kostenlosen Konzerten im Park ist. Erst waren wir auf der Suche nach einem Hostel, dann fiel mir ein, dass ich ja auch Couchsurfer bin. Wers nicht kennt: couchsurfing.com ist eine Seite, auf der man seine private Couch zur Übernachtung anbieten kann. Ich guckte also nach einem Quartier und schrieb Nerissa in Nelson. Sie smste zurück, dasss wir gern kommen könnten und sie uns gleich mit ihrem roten Campervan abholen würde. In Nelson angelangt winkten uns tatsächlich Darren, Nerissa und ihr Sohn Ian aus dem Auto zu und freuten sich offenbar riesig über unseren Besuch. Sie möchten bald nach Kanada immigrieren und bauen das Haus ein wenig um. Da wird dann mit einer Badewanne auf der Terrasse improvisiert und man hat einen lieblichen Gartenblick während man den Dreck vom letzten Lauf durch die Pinienwälder schrubbt. Ian ist ein sehr lebendiges Kind, das mir beim Joggen nach- und vorlief. Darren ist ein grosser Brettspielfan und beneidet die Deutschen um ihre Spieleautoren und gut durchdachten Spiele, die hier nahezu unerschwinglich sind, aber auch vertrieben werden. Und ich dachte mir noch vor ein paar Tagen: zu schade, dass man hier nicht brettspielen kann, auf Reisen. Wir werden hier sehr verwöhnt, Nerissa kocht phantastisch auf und wir revanchierten uns mit den immer wieder beliebten Kässpatzen. Ich bin fast ein bisschen beschämt, wie herzlich uns diese Familie aufgenommen hat. Sie kannten uns nicht und haben uns allen Service geboten, den man guten Freunden zu Teil werden lässt. Sie fahren uns herum, recherchieren für uns im Netz und nehmen sich Zeit für Gespräche über das Reisen und andere Länder. Darren ist Kanadier und sehr an Naturwissenschaften interessiert. Wir sassen gestern noch bis halb drei zusammen und ich gab ihm einen Philosophiecrashkurs, der seine Augen leuchten liess. Sie sind so herzensgute und offene Menschen, dass wir wirklich fassungslos sind. Das Jazzfestival selbst war sehr entspannt und fröhlich. Man wurde aufgefordert, seinen Pass vorzuzeigen, ich ging hin und schon hab ich eine Familienkarte für ein grosses Museum mit meinem weitgereisten Pass für meine Familie hier gewonnen. Freude für alle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Land empfängt uns wirklich mit weit offenen Armen und Claudia konnte ihre Zeit hier bis zum 24. Januar verlängern. Unsere nächste Station wird bei Dave Scott, einem weiteren Couchsurfer und Handwerker an der Westküste sein, wo wir auch Surfstrände in der Nähe finden. Unsere Region hier, Marlborough, ist bekannt für seine guten Weine und ich freue mich schon auf einen Job im Weinstock. Das wird allerdings noch warten bis Claudia weiter gereist ist. Mit Couchsurfing dürfte das Budget wenig belastet werden und wir machen spannende Bekanntschaften. Echtes neuseeländisches Leben eben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal frage ich mich, ob ich soviel Freude, Luxus und Entspannung verdient habe. Aber eigentlich muss man sich das Leben doch nicht verdienen. Ich weiss mein Glück kaum zu schätzen, ein Westler zu sein, der all diese Möglichkeiten einfach hat. Man kann sich aufmachen und reisen, arbeiten, Menschen kennenlernen und sich freuen. All das muss gar nicht viel kosten. Oft kommt es mir einfach nur wie ein Traum vor und ich bin unendlich dankbar für alles, was mir das Leben bietet und die Unterstützung, die ich von so vielen Seiten dafür kriege.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-312808278165246510?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/312808278165246510/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=312808278165246510' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/312808278165246510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/312808278165246510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2009/01/soviel-action-auf-einem-haufen-dass-ich.html' title=''/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SWFC2n0YVaI/AAAAAAAAAUw/ZjLQqGiRhpc/s72-c/IMG_2291.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-4121413774892354241</id><published>2008-12-30T00:30:00.000-08:00</published><updated>2008-12-30T00:40:20.425-08:00</updated><title type='text'>Queen Charlotte wartet</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneYX8r_vI/AAAAAAAAATo/FS5ghldSp-8/s1600-h/IMG_2265.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneYX8r_vI/AAAAAAAAATo/FS5ghldSp-8/s200/IMG_2265.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285500148022771442" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneX9WLM1I/AAAAAAAAATg/WYQeuoqJCeU/s1600-h/IMG_2249.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneX9WLM1I/AAAAAAAAATg/WYQeuoqJCeU/s200/IMG_2249.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285500140881916754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneXsB3xkI/AAAAAAAAATY/TuZPPK2ojgU/s1600-h/IMG_2240.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneXsB3xkI/AAAAAAAAATY/TuZPPK2ojgU/s200/IMG_2240.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285500136233354818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneXSfRXKI/AAAAAAAAATQ/bW9JBgw74bk/s1600-h/IMG_2230.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneXSfRXKI/AAAAAAAAATQ/bW9JBgw74bk/s200/IMG_2230.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285500129377344674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;30-12-08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal wird den Menschen das Gutmenschtum auch aufgezwungen. Eike, unser neuer Bekannter aus dem Raglan Backpackers, hat einen grossen Kombi gekauft und Alan, unser kleiner alter Mann, hat ihn  einfach gefragt, ob er uns zum Bus bringen kann. Er konnte, wenn er auch das Auto nicht mehr ausladen wollte, so dass wir ein bisschen im indischen Stil zwischen und unter Rucksäcken und Surfboard nach Hamilton einfuhren. Acht Stunden Busfahrt über die Nordinsel standen uns bevor, um nach Wellington, Neuseelands Hauptstadt zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir freuten uns auf die Stadt, in der es dann aber letztlich doch wieder nicht so viel zu sehen gab. Es hat schon seinen Grund, warum die Neuseeländer die schönsten Fishing and Hunting Läden haben und sich offenbar ständig draussen aufhalten. Die Städte sehen einfach doch recht ähnlich und ein bisschen nach Wellville Pappkulissen. Da ist natürlich nix von wegen Gotik und Barock, Kopfsteinpflaster und verwinkelten Gassen. Farbig, hell, glatte, frisch geteerte Strassen und diese pragmatisch parallel und in 90 Grad Winkeln zueinander angelegt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr funktional ist auch die Frage danach, ob man sich hier ein Auto kauft. Kein deutscher Autowahn, die Dinger sind auch einigermassen erschwinglich und ich überlege mir, ob ich das erste   Auto meines Lebens kaufen und später wieder verkaufen werde. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Man muss dann auch drin rumfahren, kommt aber besser rum, kann drin schlafen und seine Ausrüstung drin parken und die Kosten werden normalerweise nicht höher. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Überfahrt mit der Fähre auf die Südinsel boten sich mir nicht nur Postkartenmotive und herrlich erfrischender Wind, sondern auch ein Schwabe, der sich über die Maori mit soviel Ernsthaftigkeit und Schwung ausliess, dass ich nur noch lachen konnte. Sein Kumpel Lars hat eine Maorifreundin, die mittlerweile in Deutschland lebt. Nun wurde sie zusammen mit den beiden Männern zu Weihnachten nach Hause eingeladen. Unser Freund hier hatte erwartet, dass er in  den reinen Luxus kommt und ihn Tradition pur erwartet. Nun landete er bei einer Truppe streitender Verwandter (Drama Galama nannte er es), die nichts anderes im Sinn hatten als sich kollektiv zu besaufen und zu streiten. Für ihn und die anderen beiden hatten sie einen alten, dreckigen Schrottkarren bereit gestellt, mit dem sie die Gegend erkunden sollten. Er hat sich so köstlich aufgeregt, dass ich nur noch lachen musste auf dem windigen Deck. Da hat er seine wohlgeordneten Erwartungen nach Neuseeland getragen und ist mächtig enttäuscht worden. Und anstatt die herrliche Landschaft, das Leben und den Urlaub zu geniessen hat er sich in Herzinfarktnähe aufgeregt anstatt sich zu freuen, dass er ein Auto umsonst gekriegt hat. Wir hätten es sofort genommen. Und das auch schon vor unseren heilsamen Erfahrungen in Indien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Alan hat sich der Ansicht angeschlossen. Er ist mit uns nach Picton auf der Südinsel übergesetzt und hat sich dort spontan eine Vespa gekauft, mit der er nun das Land unsicher macht. Er meint, er würde in Hostels übernachten, selbst wenn er jetzt eine Million gewänne. Was will er einsam im Luxushotel sitzen, wo er doch so viel familiäre Umgebung in den Hostels erlebt und dieses Jahr vielleicht das beste Weihnachten jemals erlebt hat, wie er heute meinte. Hier wird uns kostenlos Brot gebacken, man kann Kayaks und Fahrräder einfach nutzen und es ist immer wer da, mit dem man sich nett unterhalten kann. In Raglan gab es kostenlose DVDs, viele Bücher, Angeln und Transport zum Strand. Nicht zu vergessen das nett organisierte Weihnachten mit Geschenkeaustausch und riesigem Buffet.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Wellington gingen wir drei noch ins Te Papa Museum, das Museum über Neuseeland. Ich freute mich über das verspielte moderne Museumskonzept. Eintritt frei. Hier wird viel mit Vergleichen gearbeitet und Dinge werden anschaulich und zum Anfassen dargestellt. Sie haben sogar ihren eigenen kleinen Busch angepflanzt, mit Wasserfall und den ältesten Felsen des Landes. Ein Riesentintenfisch, der bestimmt zwei Meter lang ist und Kiwis, unzählige andere Vögel und ein überfahrenes Possum, das als Skelett auf einer Strasse versteinert ist, waren zu bewundern. Man sah  Filme über Klima und Naturkatastrophen und konnte Gesteinsproben aus verschiedenen Erdschichten heben und ihr Gewicht vergleichen und in einem Häuschen ein Erdbeben nacherleben. Ich hatte mein wahres Vergnügen und merkte mir Dinge leichter als ich es im alten Museumsstil mit Tafeln und braven Exponaten täte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claudia möchte in kurzer Zeit die Insel umrunden, ich bin mehr für das langsamere Reisen, zumal Fahren teuer ist und ich die Zeit habe. Für die nächsten drei Tage haben wir uns auf einen der Great Walks, den Queen Charlotte Trek einigen können. Wir werden von der netten Hostebesitzerin Stef um halb acht zum Hafen gefahren und werden dann mit einem Wassertaxi erst zu einer Vögelinsel ohne Fressfeinde gefahren, wo wir hoffentlich von herrlichem Gezwitscher umringt werden. Dann geht es weiter zu Ship Cove, wo wir die Wanderung starten. Unsere Campingausrüstung wird uns zu den beiden Campingplätzen geschippert. Wir werden Silvester recht ruhig am Wasser im Zelt verbringen. Und Ihr dürft Euch auf nette Landschaftsbilder freuen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euch allen einen wunderbaren Rutsch und ein herrliches 2009! Sollte bei dem ein oder anderen der Neuseeland auf dem Plan stehen, kann ich ihn oder sie nur bestärken. Grosses Tennis!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-4121413774892354241?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/4121413774892354241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=4121413774892354241' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4121413774892354241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/4121413774892354241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/queen-charlotte-wartet.html' title='Queen Charlotte wartet'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVneYX8r_vI/AAAAAAAAATo/FS5ghldSp-8/s72-c/IMG_2265.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2039093248859135429</id><published>2008-12-25T00:41:00.000-08:00</published><updated>2008-12-25T01:03:01.173-08:00</updated><title type='text'>Freeeeeeeiiiiiiiiiheit!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVNLUJy9GII/AAAAAAAAATI/BARTQiLXwOk/s1600-h/IMG_2215.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; 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Nach einer ordentlichen Surfsession versteht sich. Ich stehe immer noch hübsch in den Wellen – manchmal. Wenn die Wellen gnädig sind und meine Technik richtig. Da gab es Claudias und meine Vanillekipferl nach Mutters bewährtem Rezept, für die wir extra um halb acht aufstanden und jeder Gast trug seinen Teil bei, was zu einem herrlichen Mahl führte. Natürlich hab ich mich weihnachtlich vollgefressen mit Crepes, Braten, Reissalat,   Tortilla, Knoblauchbrot, Pralinen und zahlreichen anderen Leckereien. Dann kam der Santa, auf dessen Schoss jeder sitzen durfte und ihm ein Küsschen geben. Ich nahm meine Bodybutter in Empfang, die ausgesprochen  feuchtigkeitsspendend sein soll und nach Nuss riecht. Dafür wurde von mir jemand anders mit einer kleinen antiken Box überrascht. Ich rief Jacques und Cherry an und schon fühlt sich alles recht lauschig nach ein wenig Heimat an. Man hat ein bisschen Familiengefühl, vor allem auch im Hostel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da fühlte ich mich nach einem langen Strandspaziergang und fühlte dort erstmals so richtig, was mir bis dato schon bewusst war. Ich drehte mich wie eine Blöde im Kreis unter der Sonne und dem ewig weiten Strand, der sich gar nicht auf ein Photo bannen lässt und den ich ewig weiter wandern wollte, ich sang und freute mich und fühlte mich: frei. So frei wie nie. Was für ein herrlicher Zustand. Ich weiss nur, dass ich hier noch zwei Nächte verbringen werde, vielleicht mit Claudia eine Woche ein Auto haben werde. Ich weiss nicht, wie und wo und mit wem mein Leben weitergeht. Und ich habe es umarmt, das Leben und gejubelt. So fühlt sie sich also an, die Freiheit. Ich kann laufen, so lange und weit ich will, reden mit wem ich will oder es bleiben lassen. Da sind keine Verpflichtungen, kein Job, dem ich nachgehen müsste. Keiner erwartet etwas von mir, ich muss mich nicht zusammenreissen, meine Energie bremsen. Ich muss nicht cool tun, ich kann einfach nur geniessen, jeden Tag, jeden Moment. Und trotzdem treffe ich ständig auf Leute, die mich ernsthaft zu mögen scheinen. Es gibt einige Orte, an denen ich mich zu Hause fühlen könnte. Und mir dämmerte, dass das die beste Zeit meines Lebens sein könnte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2039093248859135429?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2039093248859135429/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2039093248859135429' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2039093248859135429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2039093248859135429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/freeeeeeeiiiiiiiiiheit.html' title='Freeeeeeeiiiiiiiiiheit!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVNLUJy9GII/AAAAAAAAATI/BARTQiLXwOk/s72-c/IMG_2215.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-544687854508446236</id><published>2008-12-23T18:02:00.000-08:00</published><updated>2008-12-23T18:11:57.488-08:00</updated><title type='text'>Weihnachtsglück in Raglan</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVGaW51Z2NI/AAAAAAAAASQ/CeWNiseyqBI/s1600-h/IMG_2180.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVGaW51Z2NI/AAAAAAAAASQ/CeWNiseyqBI/s200/IMG_2180.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5283173556154915026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVGaWi8M0kI/AAAAAAAAASI/8GP5sD92O8c/s1600-h/IMG_2177.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVGaWi8M0kI/AAAAAAAAASI/8GP5sD92O8c/s200/IMG_2177.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5283173550009406018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ganz liebe Weihnachtsgrüsse an alle, die hier virtuell  mit mir mitreisen! Vielen Dank für Eure netten Kommentare, es macht wirklich Spass, für Euch zu schreiben! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nun schon den dritten Tag in Raglan, bei, auf, unter und in Neuseelands berühmtesten Wellen. Ich hatte befürchtet, ich müsste meine Surferei nochmal von vorn anfangen, aber das stimmt nicht. Ich stehe noch immer auf dem Brett, was für mich einen wahren Glücksrausch und lautes Jubelgeschrei bedeutet, was von einer Engländerin kommentiert wurde mit „You've got a constant smile on your face!“. Nach dem ersten Abend am Strand bei Sonnenuntergang mit einem Bodyboard, auf dem man nicht stehen, sondern nur mit den Wellen gleiten kann, hab ich gestern die Wellen auf einem richtigen, echten Surfbrett genossen und beste Bedingungen für mich vorgefunden. Wenn schon nicht skifahren, dann surfen zu Weihnachten, das ist doch eine herrliche Alternative. Die Wellen, das Brett und ich. Mehr zählt da nicht. Und das Glück ist immer dabei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das Hostel ist toll. Mit 28 NSD (man kann hier einfach wieder in Mark denken, also 14 Euro) sehr erschwinglich. Man ist angehalten, die Schuhe draussen auszuziehen und es werden offenbar nur nette Menschen aufgenommen (ich hoffe auf keine Widerworte von Euch!). Ein betrunkener Kerl wurde einfach weiter geschickt, mir aber eine ganze Woche gegeben, obwohl erst nichts frei war. So ergibt es sich, dass alle mit einem Lächeln herumlaufen und wir uns bestens verstehen. Die meisten surfen, essen gesund und brauchen keine Besäufnisse und Lärm, um glücklich zu sein. Man unterhält sich gemütlich, kocht gemeinsam und sitzt zusammen im warmen Whirlpool  und könnte sogar in die Infrarotsauna und guckt DVDs am Abend. Eine grosse, schöne WG mit Heizdecken für die Verfrorenen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier habe ich auch Alan, einen 76-jährigen Engländer, kennen gelernt.  Er schreibt wunderbar  witzige Gedichte und wir plaudern viel. Besonders gefällt mir, dass er auf einem seiner letzten Neuseelandbesuche Anne kennengelernt hat, die mittlerweile 27 ist. Sie hat nie einen Grossvater erlebt und er hat nur einen Enkel. Nachdem sie sich so gut verstanden und Alan mit ihr shoppen ging, aber auch wie sie gerne lange Wanderungen unternimmt und im letzten Jahr sogar einen Tandemfallschirmsprung gemacht hat, haben sie festgestellt, wie sehr sie sich mögen und verstehen und er bot ihr an, sie als Enkelin zu adoptieren. Sie ist ganz wie eine echte Enkeltochter für ihn und sie treffen sich regelmässig. Alan will dieser Tage mit uns surfen gehen. Das Leben wird hier genossen, in vollen Zügen, von allen, die ich getroffen habe. Verspieltheit und Freude haben nichts mit Alter zu tun und Sorgen auch nicht. Hier fühle ich mich daheim. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claudia aus München ist mit eigenem Surfbrett wie ich über Indien angereist und wir tauschen unsere gemeinsamen Geschichten von dort aus. Als Westler macht man doch ähnliche Beobachtungen in diesem so ganz anderen  Land. Wir sind beide sehr froh, dort gewesen zu sein und mindestens so glücklich über unsere Zeit hier.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist das Leben hier im Hostel wieder ganz anders als auf den Farmen. Die Menschen tragen bunte, lustige Surfklamotten und sind alle unterwegs, die meisten haben sich wie ich länger Zeit genommen und arbeiten hier auch. Ich war bis dato sehr sparsam und mein Kontostand ist immer noch sehr solide, aber ich gucke mich dennoch nach Jobs um. Die Deutschen, die hier in meinem Zimmer wohnen, haben gerade fünf Wochen auf Weinbergen gearbeitet und wissen nun den Wein weit mehr zu schätzen. Ich habe ein Angebot, Blaubeeren zu pflücken, das ich annehmen will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist einfach immer viel los und ich halte es kaum aus, still zu sitzen und die weitere Reise zu planen, auch wenn es heute regnet. Man könnte ja kayaken, radeln, fischen, wandern. Ich werde mich nochmal in die Wellen stürzen und mein Standvermögen erweitern. Es ist schwer, dieses Leben nicht zu mögen. Gut gelaunte Menschen, mit denen man sich austauschen kann, unzählige Dinge, die man tun kann, eine herrliche Landschaft. So lässt sich das Leben aushalten, auch wenn es einfach nichts mit Weihnachten zu tun zu haben scheint, so sehr man sich auch bemüht, mit Bäumen und Girlanden. Aber eines kann ich sagen: es braucht nicht viel fürs Glück. Ein ordentlicher Rucksack, ein paar gute Wellen und Menschen, denen man gerne vertraut. Das ist doch auch Weihnachten, irgendwie.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-544687854508446236?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/544687854508446236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=544687854508446236' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/544687854508446236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/544687854508446236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/weihnachtsglck-in-raglan.html' title='Weihnachtsglück in Raglan'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVGaW51Z2NI/AAAAAAAAASQ/CeWNiseyqBI/s72-c/IMG_2180.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-7447393404664666443</id><published>2008-12-22T19:36:00.000-08:00</published><updated>2008-12-22T19:47:48.013-08:00</updated><title type='text'>Saddest day</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBfUsvSV0I/AAAAAAAAASA/ghEvyf4qo3Q/s1600-h/IMG_2143.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBfUsvSV0I/AAAAAAAAASA/ghEvyf4qo3Q/s200/IMG_2143.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282827172117108546" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe-vHRoeI/AAAAAAAAAR4/1swiwXApykA/s1600-h/IMG_2175.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe-vHRoeI/AAAAAAAAAR4/1swiwXApykA/s200/IMG_2175.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282826794797474274" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe9-ZqPTI/AAAAAAAAARw/JTGVajD24EI/s1600-h/IMG_2169.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe9-ZqPTI/AAAAAAAAARw/JTGVajD24EI/s200/IMG_2169.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282826781721247026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe9p7Mc7I/AAAAAAAAARo/WyrJyg5Rj5s/s1600-h/IMG_2168.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe9p7Mc7I/AAAAAAAAARo/WyrJyg5Rj5s/s200/IMG_2168.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282826776224756658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe83N-2NI/AAAAAAAAARg/I_krSeBre_8/s1600-h/IMG_2167.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBe83N-2NI/AAAAAAAAARg/I_krSeBre_8/s200/IMG_2167.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282826762613348562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;It is the saddest day – for I am leaving and not coming back. Mit Cherry habe ich den Vormittag in der Küche verbracht. Wir haben die Weihnachtsbäckerei fortgesetzt und über Jacques geredet und sein Leben und eine verflossene Liebe geredet. Sie meint, ich würde ihm richtig gut tun. Cherry hat mich in gewisser Weise in die Familie aufgenommen. Und nun sitze ich im Bus und schaue übers hügelige grüne Land, mit meinem kleinen Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst gemacht habe. Ich konnte nicht widerstehen und habe mir Sam Hunts Gedichtband gekauft. Cherry schätzt ihn auch sehr. Sie ist wirklich grossartig und sehr attraktiv für ihr Alter, wie mir auch am Konzertabend auffiel, wo sie in grünem Kleid mit gerader Haltung einfach strahlte. Sie hat sich sehr gefreut, als ich ihr das sagte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich habe noch nicht viel vom Konzert erzählt. Sie hat mir die Eintrittskarte zu Weihnachten geschenkt, die reizende Cherry. Ein grosser Chor sang vor allem englische Weihnachtslieder, dazu spielte eine ausgezeichnete Bläserband. All das hat mir erstmals ein bisschen Weihnachtsstimmung vermittelt. Zumal wir mitsingen durften, was ich natürlich aus voller Brust mit viel Genuss tat. Neben mir sass ein 74- jähriger Herr und neben ihm eine Dame. Wir plauderten ein wenig über meine Reise und irgendwann beugte er sich rüber und sagte: Ich bin gerade in ein Retirement Village in der Nähe von Auckland gezogen. Ich war verheiratet, habe mich von meiner Frau getrennt und bin dorthin. Da habe ich Betty getroffen, nach 62 Jahren haben wir uns wiedergesehen. Sie hat nie geheiratet und wir konnten einander nie vergessen. Nun sitzt sie neben mir. Aber wissen Sie was (und er dämpfte seine Stimme): bis jetzt sind wir nur Freunde!“&lt;br /&gt;Ich war einfach hingerissen !&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke zurück an den netten Videoabend gestern mit Pizza und Jacques auf dem Sofa, ich denke zurück an den herrlichen Sternenhimmel, den ich natürlich noch nie gesehen habe. Herrlich klare Sterne am anderen Ende der Welt auf Jacques Paradieshügel. Die schönen Joggingrunden, die wunderbaren Abendessen, die er gemacht hat und unsere wilde Fahrt in seinem Auto Richtung Auckland mit lauter Trancemusik. Er hat recht: so spürt man, dass man lebt. Cherry hätte mich sehr gern über Weihnachten behalten, nur leider haben sich die Französinnen schon eingebucht gehabt, bevor ich überhaupt kam. Sie reden nicht, auch nicht mit Cherry und helfen ihr nicht, was ich natürlich mit Freude getan habe. Eine befreundete Familie hat angeboten, mich über Weihnachten aufzunehmen. Ich bin wirklich fassungslos über soviel Liebenswürdigkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun auf nach Raglan, wieder auf ins Ungewisse, hoffentlich aufs Surfboard. Und wenn ich keine Unterkunft finde, kann ich mein nigelnagelneues Bivvybag ausprobieren und die Sterne bewundern. Wer weiss, was kommt. Es wird alles gut, da bin ich sicher. Mit aller Freude und aller Traurigkeit. Das ist eine Reise ins Ich und sie bringt mich den Menschen, von denen so viele so unglaublich gut sind, und der Natur so nahe. Ich könnte heulen vor Freude und Traurigkeit auf einmal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-7447393404664666443?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/7447393404664666443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=7447393404664666443' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7447393404664666443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7447393404664666443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/saddest-day.html' title='Saddest day'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SVBfUsvSV0I/AAAAAAAAASA/ghEvyf4qo3Q/s72-c/IMG_2143.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8795360581428022702</id><published>2008-12-19T12:52:00.000-08:00</published><updated>2008-12-20T15:43:45.520-08:00</updated><title type='text'>Surfen? Arbeiten? Das sind Entscheidungen....</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C9E6VJyI/AAAAAAAAARY/_y8qw0Qws_o/s1600-h/IMG_2163.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C9E6VJyI/AAAAAAAAARY/_y8qw0Qws_o/s200/IMG_2163.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282021923777488674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C87GHJAI/AAAAAAAAARQ/MiAmu4DmOLo/s1600-h/IMG_2161.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C87GHJAI/AAAAAAAAARQ/MiAmu4DmOLo/s200/IMG_2161.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282021921142547458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C8iKfx9I/AAAAAAAAARI/SWKaTVV8huI/s1600-h/IMG_2164.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C8iKfx9I/AAAAAAAAARI/SWKaTVV8huI/s200/IMG_2164.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282021914450053074" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C8GcrC_I/AAAAAAAAARA/8h80ycAcylU/s1600-h/IMG_2155.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C8GcrC_I/AAAAAAAAARA/8h80ycAcylU/s200/IMG_2155.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282021907010096114" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich habe beschlossen, dass ich am Sonntag wieder meiner eigenen Wege gehe. Ich hoffe, es geht nach Raglan, dem grossen Surferparadies, wo ich womöglich auch Weihnachten verbringen werde. Ein paar weitere Recherchen sollten da Klarheit bringen. Dort gibt es Wwoofingmöglichkeiten, an denen ich beim Schlachten dabei sein könnte und manche sagen ganz klar, dass sie viel surfen. Das hiesse, dass ich Arbeit und Vergnügen in einem hätte, lernen und Spass, ganz das Überraschungsei.Und das will man doch zu Weihnachten. Ausserdem habe ich mich bei Greenpeace als Strassenanschwätzer beworben und warte auch auf Antwort von Obstpflückern, die einem Unterkunft, Essen und Geld geben, wenn man brav Kiwis sammelt. Mit mehr Geld liesse sich ein Auto leihen und ein Surfboard samt Neoprenanzug kaufen. Hm. Das sind Sorgen... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Jacques und mir stiess Tara aus England ins Häuschen auf dem Hügel. Sie war hier auf der Farm beim Wwoofen vor einem Jahr und kam auf Besuch. Sie ist wirklich amüsant und wir hatten eine lustige Zeit gemeinsam mit einem sehr langen Abend, an dem ich ein wenig und die beiden anderen recht betrunken waren. So richtig hab ich das mit dem Alkohol trotzdem noch nicht raus – mir wird ein wenig schwindlig, aber ansonsten merke ich keine besonders erquicklichen Effekte. Jedenfalls wurde viel gelacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacques ist wirklich einer von den rundum Guten und ich freue mich sehr, dass es solche Leute gibt. Fleissig, lustig, schnell, sportlich und einfach ein netter, hilfsbereiter Kerl. Scottie dagegen scheint etwas „pissed off“ von mir zu sein. Ich fand es nicht lustig, wie er mit seiner kleinen, unfassbar ungezogenen Tochter umgeht und ich fand es auch nicht lustig, wie er aufs Derbste versuchte, Jacques über mich auszuspionieren. Ich habe einfach gar nichts erzählt ausser Jacques Motto „Was auf dem Hügel passiert, bleibt auf dem Hügel“ und er solle Jacques doch selbst fragen, wenn erwas wissen wolle. Scottie meinte, dafür müsse ich nun den ganzen Tag Kuhscheisse schaufeln. Daraufhin sagte ich, das solle er mal schön lassen, ich könnte mich weigern und ihn „obnoxious“ nennen, was „unausstehlich, rüde“ bedeutet (und was er offenbar nicht mal kannte). Das hat er mir nun furchtbar übel genommen. Er ist einer von den Typen, wie man sie in amerikanischen Komödien a la Chevvy Chase erwartet. Gummistiefel, verschwitzt, schräge, dreckige T-Shirts ( „I am with Ms. Right. I just didn't know that her first name was Always“, aber das ist ja fast schon wieder gut), braune Zähne und immer ein paar fucking bloody Flüche parat, die er natürlich auch immer gern seiner Tochter zuwirft. Er hat sich wohl bei unserem dritten Mann, dem Farmchef Jamie, beschwert, dass ich schreckliche Wörter in seiner Gegenwart über ihn sage. Auch die Französinnen haben sich nicht gerade gemausert und zudem wenig Initiative ergriffen. Sie schauen weiter sehr finster und haben sich mehr oder weniger meinem Kommando ergeben, zumal sie den hiesigen Slang nun schon dreimal nicht verstehen und Jamie und Scottie beschlossen zu haben scheinen, mir nun die Anweisungen zu geben. Gestern war zudem noch Benzin und Diesel zu holen, den ich munter in einem ungeschickten Moment über meine Hose goss. Da war ich dann froh, als ich abends ein Bad im benachbarten Pool nehmen konnte. Und auch Jacques Spezialmoskitovernichter habe ich zu schätzen gelernt. Das Ding ist eine Art Tennisschläger, das man durch Knopfdruck unter Strom setzt und die kleinen Mistviecher so erglühen lässt. Ausgerechnet ich friedliebende Person weiss das nun zu schätzen, wenn sie in Heerscharen des Nächtens einfallen. An Tieren weiss ich mittlerweile auch den Vogel Tui zu schätzen, der den lustigsten mir bekannten Tiersound macht. Erst ein kleines Pfeifen in mittelhoher Lage, aufsteigend und dann wieder ein Glissando nach unten. Soweit alles gut. Dann kommt aber ein Geräusch, das so klingt als würde man Alu und Papier zusammenrascheln. Sehr eigentümlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab noch eine Runde Vanillekipferl für die Familie gebacken, die alle köstlich finden. Und ich war mit Cherry auf einem Chorkonzert mit exzellenter Bläserband. Das erste Mal, dass ich mich ein wenig weihnachtlich fühlte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lektion dieser Tage: Paradiese haben eben auch ihre Ecken und Kanten. Genug Disteln gehackt, entfleuchte Kühe und Lämmer gejagt und eingefangen, riesigen Pickup (röööööööööhrrrrrr) auf der linken Strassenseite und übers Feld gefahren, Küchenarbeit gemacht, Unmengen Würste gekocht und gegrillt, Garagen gekehrt, Unkraut gejätet und Aprikosen sortiert.Wie schnell ich mich aber dann doch heimisch fühle in so einer ganz anderen Umgebung. Ich habe gesehen, dass ich meinen gesunden Menschenverstand hier sehr gut gebrauchen kann und dass ich eben doch mittlerweile ein Persönchen geworden bin, das sich nicht alles gefallen lässt und seine Meinung sagt. Das lieben zwar nicht alle Menschen, aber am Ende kann ich mir aufrichtig im Spiegel entgegenschauen, das ist auch was wert. Und die Guten, die Jacques dieser Welt, die stehen da ganz auf meiner Seite.auf&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8795360581428022702?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8795360581428022702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8795360581428022702' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8795360581428022702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8795360581428022702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/surfen-arbeiten-das-sind-entscheidungen.html' title='Surfen? Arbeiten? Das sind Entscheidungen....'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SU2C9E6VJyI/AAAAAAAAARY/_y8qw0Qws_o/s72-c/IMG_2163.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-3923080148652817804</id><published>2008-12-16T13:21:00.000-08:00</published><updated>2008-12-16T13:48:55.027-08:00</updated><title type='text'>Der gute Jacques</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge8MqkYiI/AAAAAAAAAQ4/7BUGe_k8Az4/s1600-h/IMG_2123.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge8MqkYiI/AAAAAAAAAQ4/7BUGe_k8Az4/s200/IMG_2123.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5280504582632661538" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge7oR_jvI/AAAAAAAAAQw/0rTlBkaMPAM/s1600-h/IMG_2121.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge7oR_jvI/AAAAAAAAAQw/0rTlBkaMPAM/s200/IMG_2121.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5280504572865908466" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge6j2QAeI/AAAAAAAAAQo/iJO7mL--f-c/s1600-h/IMG_2132.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge6j2QAeI/AAAAAAAAAQo/iJO7mL--f-c/s200/IMG_2132.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5280504554495934946" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge6TpROyI/AAAAAAAAAQg/Y0pIIjI6ys8/s1600-h/IMG_2135.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge6TpROyI/AAAAAAAAAQg/Y0pIIjI6ys8/s200/IMG_2135.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5280504550146521890" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge5vGKOzI/AAAAAAAAAQY/wjDDRpl--Do/s1600-h/IMG_2141.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge5vGKOzI/AAAAAAAAAQY/wjDDRpl--Do/s200/IMG_2141.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5280504540335586098" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Abschied von den Bartletts war in Ordnung. Ich bekam noch ein Lob, dass ich wirklich sehr hart an den Unkräutern war und wenn alle Wwoofer so arbeiten würden wie ich, hätte man den Garten locker in Schach. Na, das ist doch schon mal was. Ansonsten isses auch mal wieder gut, woanders hin zu gehen. Zumal ich jetzt wirklich einen guten Tausch gemacht habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun bin ich bei Jacques Goussard in Pokeno bei Bombay, eine dreiviertel Stunde von Auckland entfernt. Er hat mich direkt in Auckland aufgesammelt. Schon am Handy klang er sympathisch und ich war ziemlich begeistert als er vorfuhr und bin es noch: freundlich, gutaussehend, sportlich, offen und ein etwas gemeiner Humor. In unfassbar vielen Dingen ganz mein Stil. Er kocht gut, isst gesund, surft, mag klassische Musik, hat ein wirklich schönes Haus auf einem Hügel, von dem aus wir die ganze Gegend überblicken. Er ist viel in der Welt herumgekommen, geboren in Südafrika, gelebt in Holland, gereist in Europa und ist an Kunst und Musik und an den Eigenheiten der Menschen  interessiert. Von denen hat er schon viel gesehen, wurde mit Waffen bedroht in Afrika, hatte eine Managerposition dort und hat nun Scottie als Kollegen, der, nun ja, ein wenig an lustige wilde Jungs in amerikanischen Filmen erinnert: munter, sehr chaotisch und ein rechter Aufschneider. Aber auch irgendwie in Ordnung. Hier scheint es nicht so viele Regeln zu geben wie bei den Bartletts, er und Scottie und Jamie bewirtschaften ein riesiges Land mit sehr vielen Kühen (allein 160 Milchkühe) und Schafen und meine Arbeit wird abwechslungsreich sein. Vor allem werden die Jungs dabei sein und ab morgen noch zwei Französinnen. Ich soll wohl auch irgendwelche Fahrzeuge fahren, werde beim Kuhmelken dabei sein und es scheint einfach Spass zu werden. Zudem geht Jacques gern ins Kino und verkauft Fleisch auf dem Markt – jede Menge Abwechslung also mit einem netten Typen in einem Traumhaus. Klingt nach Paradies. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweiter Tag bei Jacques&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, es hat was von Paradies hier. Man arbeitet zusammen, erst war ich dabei, Unkraut in der Einfahrt zu vergiften (wir witzeln schon, dass ich ausgerechnet damit auf einer Biofarm anfange), dann gings zum „grubbing“- wir haben Disteln aus dem Feld gehackt. Anstrengend, aber auch nett in dieser Gesellschaft und sicher aufregender als die drei Tage Unkrautjäten, die ich zuvor genossen haben, nach rigorosem Stundenplan. Besonders nett ist weiter Jacques, der hier ganz klar der Intellektuelle ist und deshalb auch mal schräg angeschaut wird. Er zieht sich auch gern mal zurück, was die anderen beiden nicht recht verstehen können, ich aber nur zu gut. Nach dem Unkraut gings ans Kühemelken und Scheissevomhofspritzen, das Melken hat mir doch tatsächlich bis dato am besten gefallen. Man muss schnell sein, es läuft dann aber auch alles ganz gut und man weiss sehr klar, wofür man es tut. Man treibt die 160 Kühe zusammen, sie gehen nach und nach in eine Art Karussell, in dem ich ihnen nach und nach von hinten die Melkmaschine aufsetzte. Ich war voller Kuhscheisse und wurde viel gelobt, es würde sonst zwei Wwoofer für diesen Job brauchen, ich würde das sehr gut machen. So machts natürlich noch mehr Spass. Doch nicht so schlimm mit den abgehobenen Philosophen. Danach waren die Jungs beim Tennis und ich beim Schwimmen im nahegelegenen Luxushotel. Ein Barbecue mit Fleisch vom eigenen Hof, schön Bio versteht sich, hat den Abend beschlossen. Jacques wollte zwar lieber allein (und mit mir, hähä) auf dem Hügel essen, aber da wären die anderen schwer beleidigt gewesen. Er erzählt sehr gerne aus seinem Leben, die Gespräche sind sehr interessant und wenn die anderen dabei sind gibts natürlich vor allem Witzchen. Die Französinnen findet er auch etwas frostig und vor allem haben sie ein ziemliches Englischproblem. Wenn ihren eher düsteren Minen doch mal ein Wörtchen entfleucht, versteht man es kaum und erst nach einigem Nachfragen. Ich habe beschlossen, nicht französisch mit ihnen zu reden und habe nicht offenbart, dass ich es könnte, ich will englisch lernen und das sollten sie auch versuchen - oder eben nicht, das ist ihre Sache. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Reise hat für mich auch mit gesundem Egoismus zu tun: ich will viel davon profitieren und viel Spass haben und muss mich nicht vordergründig um andere Leute kümmern. Und für vieles mit vielen Leuten gibt es nur eine Chance, daher sollte ich die besser nutzen. Und obwohl ich mich hier sehr frei fühle und das Gefühl habe, auf dieser Reise nochmal so richtig zu spielen, glaube ich, dass das etwas mit Erwachsenwerden zu tun hat. Ich hole in manchen Dingen auf- heute gabs ein Glas feinen südafrikanischen Wein von Jacques und sogar ein Heinekenbier mit Zitronensaft- yeah. Das Farmarbeiten selbst ist ein wahres Vergnügen, mich stört weder die Kuhscheisse noch das Herumhacken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacques scheint in einer kleinen Krise zu sein, ob er wirklich weiter und immer mit den Jungs herumhängen will. Vielleicht hat das für ihn auch mit Erwachsenwerden zu tun. Ich glaube, darüber werden wir noch öfter reden. Er ist eben doch anders, einer, der gern mal nachdenkt und seine Ruhe hat und nicht so sehr auf Party aus ist. Wie gesagt: sehr sympathisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-3923080148652817804?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/3923080148652817804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=3923080148652817804' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3923080148652817804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/3923080148652817804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/der-gute-jacques.html' title='Der gute Jacques'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUge8MqkYiI/AAAAAAAAAQ4/7BUGe_k8Az4/s72-c/IMG_2123.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8808364420312976961</id><published>2008-12-12T21:18:00.000-08:00</published><updated>2008-12-12T21:32:56.888-08:00</updated><title type='text'>Laemmer und Rentiere</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI3GyyMNI/AAAAAAAAAQQ/DHuLUgurqJ4/s1600-h/IMG_2116.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI3GyyMNI/AAAAAAAAAQQ/DHuLUgurqJ4/s200/IMG_2116.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5279143299761975506" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI252rhRI/AAAAAAAAAQI/jVmudidwJ3s/s1600-h/IMG_2110.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI252rhRI/AAAAAAAAAQI/jVmudidwJ3s/s200/IMG_2110.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5279143296288654610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI11JOrVI/AAAAAAAAAQA/9yRoC4e0k48/s1600-h/IMG_2105.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI11JOrVI/AAAAAAAAAQA/9yRoC4e0k48/s200/IMG_2105.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5279143277844409682" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI0BZXgeI/AAAAAAAAAP4/uwzF8Xw8OJs/s1600-h/IMG_2096.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI0BZXgeI/AAAAAAAAAP4/uwzF8Xw8OJs/s200/IMG_2096.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5279143246773584354" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nun wurden mir also die Unkräuter anvertraut. Ein grosser Garten- eine Menge Unkräuter und ich würde sagen, ich hab ein anständiges Stück ordentlich umgegraben. Ich will ja gut sein, in dem, was ich tue. Ob das nun Unkrautjäten oder Schreiben ist, sonst macht es auch keinen Spass. Mit Lichtschutzfaktor 50 waren die eingecremten Stellen gut gerüstet. Der Rücken, an dem das T-Shirt hochrutschte, war es natürlich nicht und ich hab einen ordentlichen Sonnenbrand abgekriegt. Seufz. Karen lässt mich durchaus werkeln, nach zwei Sandwiches warf ich aber dann doch um drei die Harke ins Gras und machte mich gen Strand auf. Dort war das Meer qua Ebbe gerade unterwegs, kam dann aber zurück. Was gibt es hier viele Muscheln und das Meer ist unfassbar klar und ruhig, wie ein sehr sauberer See. Die Aussicht ist wunderbar, natürlich. Auf dem Rückweg nahm ich ein Bad im immer noch nicht tiefen Wasser und dachte mir gerade, dass das einsame Wandern doch nach einem Gefährten verlangt. Und zack, schon war er da, in Form eines munteren Hundes mit Tennisball, der mit mir spielte. Er heisst Mac und sein Besitzer, der eine Rudolphmütze auf dem Kopf trug, fand das gleich so gut, dass er mich nach einer Weile zu einem Bier und einem Barbecue einlud. Die Leute dort sind alles Ingenieure, sehr nett und aufgeschlossen, ganz begierig mit mir zu reden und mir Rudolphhörner Santa-Claus-Musik aufzusetzen und mir einen sogenannten Fishcake anzubieten: Fischbatz auf Gurke. All das war ausgesprochen nett und machte mich das Land noch mehr lieben und schmunzeln auf meinem Heimweg. Den musste ich bald antreten, weil meine Familie wiederum ebenfalls zu einem Christmas Barbecue in der Nachbarschaft eingeladen war und ich mitsollte. Auch dort war es sehr in Ordnung, ich hielt mich wie immer an die Männer und hatte meinen Spass. John briet wirklich köstliche und zarte Lammspareribs (Lamm ist hier ein must eat) und herrliche Steaks (mein Wunsch von Indien wurde also prompt erfüllt). Die Neuseelaender sind absolut verrueckt nach Grillen, der besagte Nachbar hat nicht weniger als 4 Grills am Laufen, in jedem Eckchen und auf jeder Etage seines Hauses einen. Die Kunst ist, laessig ein Bier in der einen Hand zu halten, in der anderen einen Wender und dabei richtig laessig auszusehen und am Ende etwas immerhin irgendwie Essbares zu produzieren. Natuerlich ist das nur was fuer Maenner und die Unterhaltung hat sich um Kuehe oder Autos zu drehen. Der andere nette Nachbar schwärmte mir von den besten Wanderwegen vor und will mir sein Wanderbuch leihen, ebenfalls ein Lonely Planet. Daheim schwärmte mir mein Gastvater Bob mit Karten, Büchern und Zeichnungen von den besten Surfspots vor, von denen er einige selbst getestet hat. Die Leute lieben ihr Land und sie lieben die Dinge, die man hier machen kann. Für einen Outdoorfreak wie ich einer bin, ist das grandios. Sie geben einem viele hilfreiche Tipps und verstehen, wenn man sich für solche Dinge begeistert. Vielleicht darf ich sogar mit Bob im warmen Wasser schnorcheln gehen, wo einem bis zu einem Meter lange Fische entgegenschwimmen sollen und man seine wahre Freude haben muss. Mal sehen, ob er glaubt, dass mein Unkrautrupfen solche Zuwendung verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-8808364420312976961?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/8808364420312976961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=8808364420312976961' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8808364420312976961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/8808364420312976961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/laemmer-und-rentiere.html' title='Laemmer und Rentiere'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUNI3GyyMNI/AAAAAAAAAQQ/DHuLUgurqJ4/s72-c/IMG_2116.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-5906028218067552560</id><published>2008-12-11T12:02:00.002-08:00</published><updated>2008-12-11T12:11:57.581-08:00</updated><title type='text'>Unkraeuter bei einer netten Familie</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUFz7p0TgmI/AAAAAAAAAPw/Q5g4lduMa38/s1600-h/IMG_2090.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUFz7p0TgmI/AAAAAAAAAPw/Q5g4lduMa38/s200/IMG_2090.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5278627706929644130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUFz64OXtLI/AAAAAAAAAPo/kKCA5HTaqj8/s1600-h/IMG_2091.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUFz64OXtLI/AAAAAAAAAPo/kKCA5HTaqj8/s200/IMG_2091.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5278627693617198258" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kleiner Tipp für Leute mit Angst vor Jetlag: einfach vor der Abreise viel zu wenig schlafen und schon wird alles wunderbar. Ich jedenfalls habe mich hier schon locker eingewöhnt. Nach zwölf Stunden babygleichem Schlaf bin ich meine Steuernummer anfordern gegangen, die in einer Woche da sein sollte. Welche Jobs ich nun genau suche, überlege ich noch. Es zieht mich nicht recht in ein Büro, wie ich zugeben muss. Und für jetzt habe ich schliesslich schon das Wwoofen entdeckt: ich bin eine Stunde nördlich von Auckland mit dem Bus gefahren und wurde in Warkworth von Karen abgeholt. Sie und Bob leben hier mit den drei Kindern Alec, Sean und Ella auf einem wirklich grossen Anwesen mit einer Ziege, einer Kuh, einigen Hühnern, einer Katze, ein paar Schafen, einem Hasen und einer Wasserschildkröte. Die Kinder sind sehr lebendig und ich habe meinen Spass mit ihnen, beim Fangen, auf dem Trampolin und bei Herumtoben im Gras. Sie sind an ausländische Gäste gewöhnt, hatten für längere Zeit einen japanischen 18-jährigen Buben und auch sonst einige Wwoofer hier.Gleich zu Beginn hab ich mich umgedreht und bei der Gelegenheit Sean, den mittleren, mit einer Tasse Tee uebergossen. Naja, man nahm es locker... Auf dem Grundstück muss die Tage Unkraut gejätet werden, Karen kann sich nach einer Operation am Arm nicht darum kümmern, daher wird das die Tage mein Job sein. Im Austausch dafür habe ich ein gemütliches kleines Häuschen im Garten, sogar mit Fernseher, in den ich wohl nie schauen werde und darf mitessen. Ich sehe das Meer von hier und bin von den Kindern enthusiastisch eingeladen, mit in den Wald zu einem Wasserfall zu gehen und die Glühwürmchen zu beobachten. Vielleicht hat Bob sogar Lust, am Wochenende sein Surfboard zum Strand zu tragen, wer weiss, oder wir malen sein Boot an, mit dem er gerne rausfahren würde. An den Nachmittagen kann ich laufen, zum Strand oder mit Bobs Fahrrad die Gegend erkunden. Er arbeitet in der IT-Branche als Berater. Karen scheint zu Hause zu sein. Ich lerne das neuseeländische Familienleben kennen und wurschtle in der Erde und tue was für die Natur. Wwoofing scheint wirklich geeignet für mich zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Lauf in Auckland mache ich mir jedenfalls nun wirklich keine Sorgen um meine Fitness mehr. Hier gibt es jede Menge Gelegenheit, durch Sport und körperliche Arbeit stark, aber auch müde zu werden. Das scheint genau die Art von verspieltem Land zu sein, das ich mir erhofft hatte. Man ist sehr sicherheitsbewusst mit Fahrradhelmen überall und  auf den Fussgängerwegen sind Haie aufgemalt mit dem Spruch davor, dass man sich nicht in ein Haibecken begeben würde und daher auch nicht den Tod durch das Überqueren der Ampel bei Rot riskieren soll. Nach Indien kann ich sagen: putzig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziemlich seltsam mutet mir hier die Weihnachtssache an. Die Bartletts haben einen Weihnachtsbaum, ungefähr so, wie man ihn von Amerika erwartet mit vielen Kugeln und Figuren, sehr ebenmässig und man sieht einen Riesenweihnachtsmann in der Stadt und hört Weihnachtslieder. Dabei ist es so warm, dass ich in Flipflops herumlaufe. Mit Weihnachten hat das für mich alles nichts zu tun und es wirkt ein wenig wie eine Farce für mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe meine Zeit in Buchhandlungen und der Auckland Art Gallery verbracht, wo ich Zeitgenossen zu sehen bekam. Es hat alles etwas von Weite und da ist viel Grün und Natur zu sehen. Kein Wunder bei der Umgebung. Alles ist hübsch und grün und behaglich und so sicher, dass man sich über Einbrecher keine Gedanken macht. Was das Wasser anlangt, wird Regenwasser aufgefangen und getrunken. Und ich bin einer meiner Lieblingsfremdlandbeschäftigungen nachgegangen: ich war im Supermarkt. Oh wie herrlich sind die vielen Dinge, die man hier finden kann: leckere Biomilch, viel Obst und Gemüse direkt aus der Gegend, frisch und prall und reif. Grosse, leckere Schokoladen. Ich hab mir Spargel mit Kartoffeln für die Hostelküche gegönnt- eine  wirklich gute Wahl und billiger als daheim! Dem starken Euro verdanke ich einen moderaten Reichtum. Und überhaupt: die Reisezeit mit all den finanziellen Unsicherheiten ist gut. Die Preise sind nicht so hoch und ich hätte vermutlich in Deutschland momentan Probleme, einen guten Job zu finden. Ernte scheint immer zu gehen und meine Sitznachbarinnen im Hostel arbeiteten dort mit und mussten somit nix für die Unterkunft zahlen und eine von ihnen hat einen Barjob. Starbucks sucht Leute und andere Ketten wohl auch. Ich überlege, ob ich nicht „How Starbucks saved my life“ vorher lese. Und Greenpeace sucht Freiwillige gegen Bezahlung. Kosmetik hingegen mag ich nicht unbedingt an die Tussi bringen, das gäbs auch. Es scheint viele Chancen zu geben und die Leute, die die Jobs machen, scheinen sogar richtig Spass daran zu haben. Na denn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erbauliche Sprüche hab ich jedenfalls für die sicher noch folgenden Klippen gefunden: Shoot for the moon. Even if you miss, you'll land among the stars. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und: &lt;br /&gt;risk more than others think is safe&lt;br /&gt;care more than others think is wise&lt;br /&gt;dream more than others think is practical&lt;br /&gt;expect more than others think is possible. &lt;br /&gt;cadet maxim&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe auch einen Dichter für mich entdeckt, der hier recht populär zu sein scheint. Sein Name ist Sam Hunt und ein neuer Gedichtband mit dem Titel „doubtless“ ist gerade herausgekommen.  Kostprobe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oterei rivermouth&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I get to think that God &lt;br /&gt;is somewhere there between the rivermouth and sea&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;helplessly&lt;br /&gt;with only a broad sky a bored dog and me&lt;br /&gt;listening. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Talking of the weather&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;winter's got its teeth in&lt;br /&gt;and it's going to get worse&lt;br /&gt;a lot worse than this&lt;br /&gt;before it gets better&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;before you come to, brother, &lt;br /&gt;and find overnight a snowfall&lt;br /&gt;lower than any local &lt;br /&gt;today can recall&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;your dead grandmother&lt;br /&gt;out on the verandah&lt;br /&gt;cannot (rumour) remember &lt;br /&gt;snow as low either&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a lot worse than this&lt;br /&gt;before it gets better&lt;br /&gt;and we've not even started, brother, &lt;br /&gt;talking of the weather. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde, der Mann transportiert einfach Stimmung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-5906028218067552560?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/5906028218067552560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=5906028218067552560' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5906028218067552560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/5906028218067552560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/unkraeuter-bei-einer-netten-familie_5087.html' title='Unkraeuter bei einer netten Familie'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SUFz7p0TgmI/AAAAAAAAAPw/Q5g4lduMa38/s72-c/IMG_2090.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-7904269927124764332</id><published>2008-12-09T15:53:00.000-08:00</published><updated>2008-12-09T15:56:27.250-08:00</updated><title type='text'>Fast wie daheim - oder ein bisschen besser?</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ST8FgXhcdfI/AAAAAAAAAPg/nkhotx_cfvY/s1600-h/IMG_2083.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ST8FgXhcdfI/AAAAAAAAAPg/nkhotx_cfvY/s200/IMG_2083.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277943341929756146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da war ich gerade dabei, mich von Indien zu verabschieden, als noch erstaunliche Dinge passierten.  Rachana wollte mich in Delhi nochmals zum Dinner treffen und brachte zwei Freunde mit. Der Abend wurde sehr lustig im schon gewohnten vegetarischen Restaurant, wo ich mich mit der indischen Küche versöhnte. Einer der Freunde, der gekommen war, heisst Manish (man sieht uns auf dem Photo) und betreibt einen kleinen Ashram in Ramgar in Uttarakhand, wo ich es nicht mehr hin geschafft hatte. Er übernachtete ebenfalls im Sri Aurobindo Ashram und so ergab es sich, dass wir das Dach des Ashrams erklommen, durch die vom Dreck diesige Nacht vier ganze Sterne sahen und die Flugzeuge beobachteten, die über uns gen Flughafen bretterten. Dank Schlafsack und Thermarestmatte war die Nacht dort oben eine gemütliche Sache, zumal die Matte bequemer ist als die meisten indischen Betten, die eh nur aus einem Brett mit sehr dünner Auflage bestehen. An Schlaf war kaum zu denken, aber in Anbetracht des langen im Flugzeug Sitzens und der Tatsache, dass mich der Jetlag sowieso kriegen würde, war das auch egal. Und irgendwie sucht man doch genau nach solchen Begebenheiten auf einer solchen Reise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen in der Früh hat sich Dalraj, ein SAP- Experte mit Turban (also ein Sikh) zu mir gesellt und nicht mehr von mir abgelassen. Das ging so weit, dass er Witzchen übers Heiraten machte und mich zu küssen  versuchte, was ich ihm denn doch verwehren musste. Ich sei ja schon sehr indisch geworden, meinte er, wenn mir das Küssen in der Öffentlichkeit unangenehm sei. Ich glaube, er hat da was missverstanden. Auch mein Sitznachbar zeigte sich sehr interessiert und gab mir all seine Nummern und betonte sein Singledasein und dass er weder trinke noch rauche und jetzt auch Vegetarier sei. Er reist viel und die Chancen bestehen, dass er nach Deutschland kommt. Ich muss irgendein Anziehungspillchen in diesen beiden letzten Tagen ins Essen gemischt gekriegt haben, sowas aber auch! Ego polieren kann ja nun nicht schaden. Und ich verlasse ein Land mit vielen neuen Adressen, zu denen ich unbedingt mal kommen soll. Gastfreundschaft ist hier jedenfalls wirklich sehr gross geschrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Flugzeug von Kuala Lumpur kam ich neben einer sehr netten irischen Dame zu sitzen, die in Neuseeland ihren Sohn besucht, der Manager einiger Restaurants ist. Sie hat mir gleich seine Karte gegeben, ich könne mich bei ihm melden, wenn ich einen Job suche. Sie hat mir von ihrem schwierigen Verhältnis zu ihrem Vater erzählt, das sich an seinem Lebensende innerhalb von drei Wochen vollständig verändert hat. Der strenge Mann, den sie so distanziert erlebt hat, er hat eine ganz andere Seite gezeigt und auf einmal konnte sie ihren Frieden mit ihm machen. Sie haben nie soviel gelacht und sich nie so gut verstanden wie in diesen drei Monaten seiner Krankheit und er ist mit einem Lächeln eingeschlafen. Ich war beeindruckt und ich werde ihren Sohn kontaktieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auckland empfing mich mit Regen. Nein, das hat mir nichts ausgemacht, Regen ist gut, wenn man fünf Wochen immer gleiches Wetter hinter sich hat: diesiger Sonnenschein, ein Blick aus dem Fenster war nie nötig. Schon im Flugzeug gab es westliches Essen- Omelett und Würstchen, das mein Magen anstandslos zu sich nahm. Und in Auckland angekommen wurde ich freundlich aber bestimmt über meinen Aufenthalt hier befragt in einem Englisch, das ich problemlos verstehen kann und bei dem ich nicht ständig nachfragen muss. Eine meiner ersten Handlungen war, meinen Kaugummi in einen Papierkorb zu spucken, was mich mit wahrer Befriedigung erfüllte. In diesem herrlichen, sauberen Land gibt es sogar Mülltrennung und der Bankautomat fragt einen, ob man auch noch eine Bestätigung übers Geldabheben haben will, wenn man an die Umwelt denkt. Ich machte innerlich kleine Hüpfer, ging derart wohlgelaunt zu einem Infoschalter und wurde nach meinem Befinden gefragt. Ich glaube, sie wollte es wirklich wissen, auch weitere Menschen interessieren sich hier einfach für einen, ohne einem dabei auf den Nerv zu gehen, wie es in Indien geschieht. Von der netten Dame bekam ich ein günstiges Hotel vermittelt, das mit ca. 14 Euro pro Nacht zu Buche schlägt. Sie hat es mir deswegen angeboten, weil man hier auch gleich viele andere Sachen organisieren kann, die das Arbeiten und das Wwofen (willing workers on organic farms) betreffen.  Die Infodame verkaufte mir auch gleich noch ein Busticket in die Stadt und einen Adapter für die Steckdosen hier. Ich stieg in einen sauberen Bus, ich sah keinen Müll auf den Strassen, die hübsch angelegt sind und fühlte mich gleich derart entspannt und glücklich. Auch ein kleiner Stadtspaziergang und 3 Mädels aus England, die vor dem Studium eine  Weltreise machen und nette Zimmergesellschaft waren, machten mich einfach nur glücklich. Und da ist die saubere Dusche mit dem warmen Wasser, da ist Klopapier, es funktioniert einfach alles. Von Deutschland aus hätte ich  all das sicher nicht so schätzen können. Und die vielen Möglichkeiten: Kino, Aquarium, Bungyjumping, Surfen. Ein Stündchen im Buchladen mit Bildbänden über Neuseeland hat mich dann noch restlos überzeugt: es ist wunderbar hier und ich werde phantastische Natur sehen und vermutlich einfach nur glücklich sein. Nach zwölf Stunden Schlaf werde ich ein Konto eröffnen, mein soeben erworbenes Buch für meinen Aufenthalt auf Biofarmen durchgehen und mich gleich bei Familien melden und sonst einfach nur geniessen. Meine neue Handynummer habe ich auch schon erhalten und freue mich auf Anrufe und SMS: 0064-21686800. Ein entwickeltes Land mit einer verständlichen Sprache und all den kleinen Dingen, die man zu schnell für zu selbstverständlich erachtet (dauernd Strom, das Internet funktioniert einfach) aaaaaaah- ein Traum!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-7904269927124764332?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/7904269927124764332/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=7904269927124764332' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7904269927124764332'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7904269927124764332'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/fast-wie-daheim-oder-ein-bisschen.html' title='Fast wie daheim - oder ein bisschen besser?'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/ST8FgXhcdfI/AAAAAAAAAPg/nkhotx_cfvY/s72-c/IMG_2083.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-2538139790292454707</id><published>2008-12-07T02:55:00.000-08:00</published><updated>2008-12-07T03:33:15.394-08:00</updated><title type='text'>Zwischensummen bilden</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv1hYlThI/AAAAAAAAAOA/u5HJ7Ktil-U/s1600-h/IMG_2074.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv1hYlThI/AAAAAAAAAOA/u5HJ7Ktil-U/s200/IMG_2074.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277004722424073746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv2Wj6SpI/AAAAAAAAAOQ/TVRqbENRpPU/s1600-h/IMG_2053.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv2Wj6SpI/AAAAAAAAAOQ/TVRqbENRpPU/s200/IMG_2053.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277004736698665618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv12yekUI/AAAAAAAAAOI/uB4cKeDHVXo/s1600-h/IMG_2041.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv12yekUI/AAAAAAAAAOI/uB4cKeDHVXo/s200/IMG_2041.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277004728169828674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit lockeren fuenf Stunden Verspaetung kam ich heute aus Varanasi im mittlerweile vertrauten Delhi an. Erst war da gar kein Zug, dann war ich im Falschen, weil sich das Gleis geaendert hatte wie eigentlich immer und dann war ich am falschen Ende. Irgendwie klappt aber dann doch immer alles und auch die tollkuehnen Motorradfahrten mit dem lieben Anurag konnte ich irgendwann sogar geniessen. Die Verspaetung des Zugs hat nur meinen direkten Liege-Nachbarn gestoert, der manchmal als Geschaeftsreisender ein bisschen drueber gegrummelt hat. Ich hab ihm von den Deutschen erzaehlt, die immer ueber die hervorragend funktionierende Bahn schimpfen und er meinte, ich sollte die paar Hanseln nur mal nach Indien schicken, da koennten sie viel lernen. Und oh, wie recht er hat! Ich hatte eine herrliche Zeit mit ihm. Manchmal passiert das, eigentlich gar nicht so selten und nun eben in Indien: Ich hab ihn gesehen und wir haben uns sofort bestens verstanden, wenn ich auch immer noch Probleme mit der Aussprache der Inder habe. Er ist seit einer Woche auf Geschaeftsreise unterwegs und ein sehr verschmitzter Typ. Mit ihm fuehlte ich mich gleich recht vertraut und lustig und ich dachte mir, dass es dann doch wieder gar keine so grossen Unterschiede zwischen Deutschland und Indien und damit wohl dem Rest der Welt fuer mich gibt: mit manchen Leuten versteht man sich blendend ohne grosse Worte verlieren zu muessen. Eine Binsenweisheit, so direkt erlebt aber eine Offenbarung. Ich hoffe und glaube, die ganze Reise wird mich den Menschen naeher bringen. Und dann muss ich sie immer wieder verlassen und bin freilich furchtbar traurig darueber. Life in a nutshell!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Rachanas Mutter hat mich noch sehr geruehrt, als sie sagte, es sei schoen, wenn Leute kaemen und immer furchtbar traurig, wenn sie gingen und ich ginge als Familienmitglied. Diese Frau hat mich sehr beeindruckt mit ihrer Guete und Klarheit nicht nur den Schuelern gegenueber. Ueberhaupt hab ich den Eindruck in so viel menschliche Groesse wie die Familie zeigt, muss ich noch ordentlich reinwachsen.  Die Kinder kamen noch, um sich Autogramme abzuholen und sagten wie toll doch meine sogenannten Unterrichtsstunden waren, in denen ich zum Vergleich indischen Verkehr (Autorikshas, Fahrraeder, Autos, Fussgaenger in allen Richtungen und dazwischen eine Kuh, ein paar Hunde eine Ziege, wobei eine auch noch auf dem Motorrad mit vier Menschen mitfahren darf) und deutschen Verkehr mit Richtung und Tempo an die Tafel malte und mich fragen liess, ob ich denn nie einen Sari trage und ob mich meine Eltern nicht bald verheiraten. Ins Schwitzen kam ich als ich as politische System Deutschlands mit dem Indiens vergleichen sollte und gefragt wurde, welche Art von Industrie welchen Anteil hat und wer mein deutscher Lieblingsfussballer ist. Meine Unwissenheit hat meinem Status als Filmstar jedenfalls wohl keinen Abbruch getan und ich hatte meinen Spass, auch als ich mit den Maedchen der Schule einen Tanz zum grossen Basketballmatch heute einstudierte, was meinerseits ein hoffnungsloses Gewedel und Gehuepfe war. Trotzdem freue ich mich auch sehr darauf wieder in der gewohnten Unbeachtetheit als eine von vielen Weissen in Neuseeland zu versinken. Morgen gehts dorthin los und ich freue mich schon ueberschwaenglich darauf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indien werde ich vermissen. Die Farben, viele liebe Menschen, vermutlich sogar meinen Starstatus und einiges vom Essen hier. Ich nehme meine Yogauebungen mit, ein klitzekleines Bisschen Selbsterkenntnis und viele Bilder. Mich hab ich wie immer dabei gehabt, mein Selbermachenwollen, meinen nahezu unerschuetterlichen Humor und die Moeglichkeit mit vielen tollen Leuten in Kontakt zu kommen. Ich wuerde sagen : aus meiner Sicht ist die Indienmission bestimmt erfuellt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-2538139790292454707?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/2538139790292454707/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=2538139790292454707' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2538139790292454707'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/2538139790292454707'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/mit-lockeren-fuenf-stunden-verspaetung.html' title='Zwischensummen bilden'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuv1hYlThI/AAAAAAAAAOA/u5HJ7Ktil-U/s72-c/IMG_2074.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-1783227821524567295</id><published>2008-12-06T01:11:00.000-08:00</published><updated>2008-12-06T01:14:15.972-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Angelabert von vielen, vielen Indern, lange zwei Stunden und drei Internetcafes und viele Systemabstuerze spaeter streiche ich die Segel. Meine wunderbaren Photos kriegt ihr morgen, in Delhi. Und meinen mindestens genauso herrlichen Text auch. Der Nikolaus darf ihn Euch heute ueber Nacht bringen, wenn ihn mir nicht die vier Inder vom Bildschirm gucken, die mir wieder mal gebannt zuschauen. Froher Nikolaus von einer schwitzenden Andrea aus einem chaotischen, warmen, aber auch freundlichen Land - man muss es nur zu schaetzen wissen ;).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-1783227821524567295?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/1783227821524567295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=1783227821524567295' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1783227821524567295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/1783227821524567295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/angelabert-von-vielen-vielen-indern.html' title=''/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-7883880737841506044</id><published>2008-12-04T02:10:00.000-08:00</published><updated>2008-12-07T03:28:02.727-08:00</updated><title type='text'>Verbrennen duerfen in drei Stunden</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzMW7z73I/AAAAAAAAAPY/P8QWOTWVp_Y/s1600-h/IMG_2005.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzMW7z73I/AAAAAAAAAPY/P8QWOTWVp_Y/s200/IMG_2005.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277008413290917746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzMIVYJUI/AAAAAAAAAPQ/OkiEgAGAXsM/s1600-h/IMG_1982.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzMIVYJUI/AAAAAAAAAPQ/OkiEgAGAXsM/s200/IMG_1982.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277008409371616578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzLsekb1I/AAAAAAAAAPI/Gk_Crsrrtvk/s1600-h/IMG_1979.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzLsekb1I/AAAAAAAAAPI/Gk_Crsrrtvk/s200/IMG_1979.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277008401893977938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuyagxnP4I/AAAAAAAAAPA/YZ_OVVSjanE/s1600-h/IMG_1970.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuyagxnP4I/AAAAAAAAAPA/YZ_OVVSjanE/s200/IMG_1970.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277007556939038594" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STo97C3uueI/AAAAAAAAANg/B-fkHBXkllg/s1600-h/IMG_2038.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STo97C3uueI/AAAAAAAAANg/B-fkHBXkllg/s200/IMG_2038.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5276597998010153442" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Varanasi- der Ort, an den viele Hindus zum Sterben kommen, um verbrannt zu werden. Sortiert nach Kasten, die Brahmin ganz oben, die niederen Kasten ganz unten, direkt am Ganges. 24 Stunden am Tag werden tote Körper auf Tragen zum Ganges gebracht, eingetaucht, in der Sonne getrocknet und dann mit 200 kg Holz für drei Stunden verbrannt. Ein Kilo kostet je nach Holzqualitaet ab 150 Rupees, hat man mir gesagt, das sind 2,40 Euro, also ein Haufen Geld hier. Alle legen zusammen, um die Bestattung  finanzieren zu können, für die ganz Armen wird gesammelt, auch ich habe heute ein paar Scheitel beigetragen. Mit  dem Boot fuhr ich mit meinem staendigen Begleiter Jackma auf dem Ganges auf und ab und wir stiegen an einer der beiden Verbrennungsstellen aus und schauten den Bestattungen zu, es waren einige Feuer am Brennen. Ich fand das sehr interessant und hatte keine Probleme damit, zuzuschauen, aber die Bilder werden mir sicher ein Leben lang bleiben. Auch der Umgang mit dem Tod wie mit allem anderen  ist hier sehr offen. Direkt daneben springen Buben wonnig in den Ganges, schrubben massive Ochsen ab, die dort genussvoll planschen und auch tote Tiere schwimmen manchmal im Wasser. Dazwischen laufen die Kühe und es liegen und sitzen viele Menschen am Ufer, wo Kinder mit Drachen ihre wahre Freude haben oder eine schiefe Ebene hinunterrutschen. Andere beten oder meditieren, waschen ihre Wäsche, kochen oder fischen. Das ganze Leben auf engem Raum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich als typische Andrea oder vielleicht sogar als typische Westlerin erlebt: ich wollte das Boot heute selbst rudern und selbst Riksha fahren. Beides ist wirklich harte Arbeit, schwerer als erwartet. Vor allem die Riksha lässt sich kaum lenken und die Fahrer sind eigentlich alle sehr drahtig. Jackma begleitete mich den ganzen Tag und ich merkte, ich bin es wirklich gewohnt, mich um mich selbst zu kümmern und zu organisieren. Er ist wirklich sehr nett, versteht allerdings mein Englisch fast nicht und kümmert sich wirklich um alles. Wo ich doch so gerne auf mich selbst aufpasse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende konnte ich ihm über einen Anruf bei Anurag deutlich machen, dass ich für mein Kässpatzenprojekt noch Käse aus einem größeren Laden bzw. Supermarkt brauche. Die Spaten waren nicht ganz so locker wie bei Oma, aber doch erstaunlich gut für meine indischen Gegebenheiten und ich war ganz zufrieden. Ich glaube, meine Familie mochte sie auch. Mein Kochen wurde von sechs Buben begleitet, die hier in die Schule gehen und unbedingt irgendwas mit Wirtschaft und Geld machen wollen und vor allem mal mit einer Westlerin sprechen wollten, der ersten westlichen Person mit der sie je geredet haben. Ich kann mir hier wirklich mittlerweile ein bisschen besser vorstellen, wie sich ein Filmstar fühlen muss: immer Gekicher, Getuschel, grosse Neugier, manche kommen und wollen mir die Hand geben oder wissen, wie ich heisse und wo ich her bin. Ein wahres Faszinosum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5428993034131947263-7883880737841506044?l=echt-zeit.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit.blogspot.com/feeds/7883880737841506044/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5428993034131947263&amp;postID=7883880737841506044' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7883880737841506044'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5428993034131947263/posts/default/7883880737841506044'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit.blogspot.com/2008/12/varanasi-der-ort-den-viele-hindus-zum.html' title='Verbrennen duerfen in drei Stunden'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/STuzMW7z73I/AAAAAAAAAPY/P8QWOTWVp_Y/s72-c/IMG_2005.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5428993034131947263.post-8393820119593260252</id><published>2008-12-03T02:38:00.000-08:00</published><updated>2008-12-03T02:48:46.294-08:00</updated><title type='text'>Westliche Ruhe in Sarnath</title><content type='html'>Man hasst oder man liebt Indien und manche tun beides im Wechsel, heisst es. Es gibt eine Sache, die ich wirklich hasse hier. Zum dritten Mal macht mir mein Magen ernstlich zu schaffen, obwohl ich mich brav an alle Regeln halte: ich esse vegetarisch, ich esse keine schrägen Western style Sachen, ich esse gekochte Sachen, viel Reis, Chapati. Und trotzdem hat es mich zum dritten Mal einen Tag lahm gelegt, was die langen Nachtzugfahrten auch nur zu einer bedingten Freude macht. Aber nun ja, ich scheine mit meinen fünf Wochen Indien schliesslich vor allem einen Kurs in Ruhe und Gleichmut gebucht zu haben. Diese Dinge kommen und gehen und sind nun auch fast überstanden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück habe ich in Varanasi den perfekten Platz gefunden, um ein wenig kränklich zu sein. Rachanas Familie hat mich sofort wie eine Tochter aufgenommen. Das ist nun schon das dritte Mal,  dass ich adoptiert werde. Es ist wundervoll, wie sich die Leute um mich kümmern, beginnend mit den Quakern, Kavita, Lorna und Karl und nun mit Rachana und Familie. Hier ist auch Rachanas Nichte, die elfjährige Sandra. Sie ist sehr gesprächig und spricht ein ausgezeichnetes Englisch. Rachanas Bruder Anurag holte mich auf seinem Motorrad vom Bahnhof vom dreieinhalb Stunden verspäteten guter Dinge vom Zug ab. Mit meinem großem Rucksack auf meinem Rücken, der kleine vor ihm düsten wir mit dem Gefährt ohne Tacho und Helm munter über lustige Schlaglöcher zwischen Kühen, Fussgängern, Bussen und Rickshaws und am Ende gar einer mit Blumen geschmückten Leiche. Aber er ist der Typ, der einen das als ganz unproblem
